Cbd Öl und Hanfprotein

CBD-Öl gegen Schmerzen. Alles über Erfahrungen, Dosierung, Wirkung.

Hilft CBD-Öl gegen Schmerzen?Es gibt mehrere Studien, die darauf hindeuten,…

Hilft CBD-Öl gegen Schmerzen?
Es gibt mehrere Studien, die darauf hindeuten, dass CBD (Cannabidiol) aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung, zu einer Linderung verschiedenster Schmerzsymptome beitragen kann. Es bedarf noch weiterer Studien, doch hunderte Erfahrungsberichte zeigen, dass CBD-Öl bereits erfolgreich gegen Schmerzen eingesetzt wird.

Die Forschung steht noch ziemlich am Anfang, doch die vielen positiven Rückmeldungen zu CBD-Öl von echten Menschen verdienen unsere Beachtung.

Wie so oft ist der Hausverstand der Wissenschaft einen Schritt voraus und es ist gut möglich, dass CBD-Öl bereits heute eine echte Alternative für viele Schmerzgeplagte darstellt.

Was genau die Wissenschaft dazu sagt, und wogegen CBD-Öl nun wirklich hilft darauf gehen wir in diesem Artikel ein. Alles Wissenswerte zum Thema Schmerzen und CBD-Öl findet Ihr hiernach. 

CBD kurz vorgestellt

CBD ist ein nicht psychoaktiver Wirkstoff der Hanfpflanze (Cannabis Sativa). Hanf wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze und natürliches Schmerzmittel verwendet. Forscher aus aller Welt haben die Hanfpflanze wiederentdeckt und vor allem dem Cannabidiol (CBD) wird großes Potential beigemessen. 

Seine Anwendungsgebiete sind vielfältig, die Nebenwirkungen sehr gering. Es werden laufend Studien durchgeführt und die positiven Eigenschaften auf Körper und Geist wissenschaftlich belegt. 

CBD-Öl gegen Schmerzen. Was sagt die Wissenschaft?

CBD Öl wissenschaftlich belegt

Gegen welche Schmerzen kann CBD-Öl helfen? Hier eine Auflistung aller von uns gefundenen Anwendungsmöglichkeiten bezüglich CBD-Öl bei Schmerzen. All diese Anwendungsgebiete wurden bereits in einer oder mehreren Studien untersucht.

CBD Öl gegen chronische Schmerzen

Was sind chronische Schmerzen eigentlich? Chronische Schmerzen entstehen, wenn akute Schmerzen sich ständig wiederholen ohne dass diese ausreichend behandelt oder ausgeheilt werden. Sie erfüllen im Gegensatz zu akuten Schmerzen keine schützende oder warnende Funktion mehr und haben ihre biologische Notwendigkeit verloren. Chronische Schmerzen sind nun nicht mehr eine Begleiterscheinung der Erkrankung, sondern haben sich sozusagen verselbstständigt und sind nun ein eigenes Krankheitsbild.

Aufgrund der immer wiederkehrenden Schmerzen kommt es zu Veränderungen an den Nervenzellen, die in Rückenmark und Gehirn für die Weiterleitung und Verarbeitung von Schmerzreizen zuständig sind. Diese auch als „Schmerzgedächtnis“ bezeichneten Veränderungen führen dann dazu, dass eine Schmerzempfindung entsteht, ohne dass die Schmerzrezeptoren erregt werden. 

Genau hier kommt CBD ins Spiel.

Cannabidiol ist eine chemische Verbindung die direkt mit den Regulationssystemen des Körpers interagiert und auf die Homöostase einwirkt. Dabei können körperliche Prozesse wie eben auch Schmerz beeinflusst werden.

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Übersicht vieler Studien die zwischen 1980 und 2008 durchgeführt wurden. Sie handeln von der Wirkung von CBD auf chronische Schmerzen. Die Ergebnisse zeigen einen positiven Effekt in der Schmerztherapie ohne behindernde Nebenwirkungen. Zudem wurden positive Auswirkungen auf Schlafstörungen festgestellt.

Gelenkschmerzen, Arthritis 

Schmerzpatient Cannabidiol

Gelenkschmerzen sind eine häufig auftretende und sehr schmerzhafte Krankheit. Die Erkrankungsrate steigt von Jahr zu Jahr und derzeit sind allein in Deutschland ca. 10 Millionen Menschen davon betroffen. 

CBD ist erfolgreich gegen Gelenkschmerzen und Entzündungen getestet worden. Bei Arthritis und Arthrose handelt es sich beide Male um eine Gelenkentzündung, jedoch verschiedenen Ursprungs. 

Bei der Arthrose handelt es sich um einen übermäßigen Gelenkverschleiß aufgrund des Abbaus des Gelenkknorpels. Infolge dieser „Abnutzungserscheinungen“ treten in den Gelenken schmerzhafte Entzündungen auf. Typischerweise sind davon Hüfte, Daumen und Kniegelenk betroffen.

Arthritis wird nach infektiös und nicht infektiös unterschieden. Die häufigste Form von Arthritis ist die nicht infektiös auftretende rheumatoide Arthritis. Eine Autoimmunerkrankung bei der das Immunsystem gestört ist und die eigenen Gelenke angreift.

Diese Studie aus 2016 untersuchte entzündete Gelenke von Ratten. Die Versuchsobjekte wurden mit CBD Gel behandelt und nach wenigen Tagen stellten die Forscher eine Verminderung der Entzündung sowie des generellen Schmerzes fest. Die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung von CBD-Öl muss noch weiter untersucht werden, aber die Untersuchungen scheinen vielversprechend für Arthritispatienten.

Arthrose

Auch bei Patienten mit Arthrose kommen die Forscher laut dieser Studie zu der Erkenntnis, dass CBD-Öl Schmerzen lindern und Nervenschäden entgegenwirken kann.

Schmerzen in Verbindung mit Krebstherapie (Chemotherapie)

Das Nationale Krebs Institut (NCI) in den Vereinigten Staaten hat CBD Öl als mögliche Option für eine Schmerzlinderung bei Chemotherapie angegeben. Auch in Verbindung mit Opiaten scheint CBD die Wirkung dieser zu verstärken. 

Entzündungshemmend

Ähnlich wie bei der oben genannten Arthritis Studie kamen Forscher zu der Konklusion, dass CBD eine sichere, hilfreiche Unterstützung für Patienten mit Nervenschmerzen sein kann. Auch im Leistungssport findet das CBD Anwendung, wie es die Regeneration der Athleten unterstützt könnt ihr hier nachlesen.

Neben den oben genannten Anwendungen ist Epilepsie die am meisten erforschte Krankheit in Verbindung mit CBD-Öl. Es gibt eine Vielzahl guter Studien und es wurde bereits bewiesen, dass CBD bei diversen Formen von Epilepsie hilft.

Auch gegen die Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose (MS) sind vielversprechende Studien vorhanden. MS ist eine Krankheit, die über die Nerven und das Gehirn den gesamten Körper befällt. Dabei zählen Muskelkrämpfe zu den häufigsten Symptomen. Diese Krämpfe können so große Schmerzen verursachen, dass an ein normales Leben häufig nicht mehr zu denken ist. Mit CBD-Öl konnten diese Symptome verringert werden.

CBD-Öl gegen Kopfschmerzen und Migräne

Kopfschmerzen Migräne Hanfpflanze

Kopfschmerzen oder sogar Migräne sind Schmerzen, die den Alltag unerträglich machen können. Betroffene werden das bestätigen. Der Wirkstoff CBD wirkt sich positiv auf diese Leiden aus, wie einige Studien belegen. Ausführliche Information findet Ihr auf CBD-Öl gegen Migräne. Kontrolle über das eigene Wohlbefinden.

Regelschmerzen und CBD – Öl

Wir konnten keine wissenschaftlichen Belege finden, dass CBD – Öl auch bei Menstruations- oder Regelschmerzen hilft. Doch einige Selbstversuche unserer Damen haben gezeigt, dass CBD – Öl die monatlichen Leiden lindert und Entspannung bringt.

Gerade zur Zeit der Menstruation sind Frauen oft gereizt und alles andere als entspannt. Die Einnahme von CBD – Öl fördert das Wohlbefinden, bringt Entspannung und lindert die „Angespanntheit“ in allen Bereichen. Den ganzen Artikel findet Ihr auf:  CBD-Öl gegen Regelschmerzen. CBD – Menstruationsbeschwerden ade.

Schlafstörungen

CBD-Öl kann körperliche und psychische Anspannungen lösen. Körper und Geist entspannen sich und das Einschlafen sowie Durchschlafen fällt leichter. Die Einnahme von CBD – Öl mag dabei helfen leichter ein und dabei auch tiefer und länger zu schlafen. 

Studien zeigen, dass CBD die Gesamtdauer des Schlafes erhöhen und Insomnia (Schlaflosigkeit) lindern kann. Vor allem bei Patienten mit chronischen Schmerzen. Alles was es über Schlafstörungen zu wissen gibt, findet Ihr auf unserem Artikel: CBD-Öl gegen Schlafstörungen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten für CBD-Öl

  • Akne
  • Parkinson
  • Depression
  • Angst und Nervosität
  • Suchtverhalten
  • Stress

Vollextrakte mit einem breiten Spektrum an Wirkstoffen (CBD, CBDA, CBG, THC, Terpene, Flavonoide) sind CBD-Isolaten vorzuziehen. Die Qualität der Öle entscheidet über die Wirkung und ist daher nicht zu unterschätzen. Wir haben das Thema CBD-Öl Qualität in einem anderen Artikel ausführlich beleuchtet. Öle in sehr guter Qualität findet Ihr in unseren Empfehlungen

Was ist CBD-Öl?

CBD-Öl ist ein mit CBD (Cannabidiol) angereichertes Trägeröl (Hanföl, Olivenöl oder Kokosöl). Dem jeweiligen Trägeröl wird das CBD in verschieden hoher Konzentration beigemischt. Die Konzentrationen variieren zwischen 2 und 25%. 

  • CBD ist nicht psychoaktiv (macht nicht high)
  • CBD ist ein natürliches Heilmittel 
  • CBD hat keine lästigen Nebenwirkungen
  • CBD ist vielseitig einsetzbar 
  • CBD macht nicht süchtig
  • CBD ist der Gesundheit zuträglich (WHO)
  • CBD ist in den meisten Länder legal erhältlich

Über die heilende Wirkung von Hanf besteht lange kein Zweifel mehr. 

CBD (Cannabidiol) der Wirkstoff

Hanfpflanze Eiweißprotein
Hanf, ein natürliches Heilmittel

CBD ist eine von über 60 verschiedenen chemischen Verbindungen, sogenannten Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze vorkommen. Diese Cannabinoide können vom Körper selbst produziert (Endocannabinoid) oder von außen zugeführt werden (Phytocannabinoide).

Es sind chemische Verbindungen die direkt mit den Regulationssystemen des Körpers interagieren und auf die Homöostase (das innere Gleichgewicht) einwirken. Dabei werden körperliche Prozesse wie die Stimmung, der Schlaf, der Appetit und das Schmerzempfinden beeinflusst. 

Cannabinoide entfalten ihre Wirkung indem sie sich an verschiedene Rezeptoren anlegen. Viele dieser befinden sich im Gehirn, der Leber und der Niere. Die CB1-Rezeptoren im Gehirn, befassen sich mit Appetit, Erinnerungen, Stimmung, Emotionen und Koordination. Auch THC bindet an diese Rezeptoren. CB2-Rezeptoren sind häufiger im Immunsystem und beeinflussen Entzündungen und Schmerzempfinden.

CBD wird aus den Blättern, den Blüten und den Stielen der Hanfpflanze Cannabis Sativa gewonnen, es wirkt nicht psychoaktiv und ist im Vergleich zu THC (Tetrahydrocannabinol) legal erhältlich.

Aufgrund seiner positiven Eigenschaften rückt CBD immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit und wird fortlaufend getestet. Die aktuellen Erfahrungsberichte sind positiv und auch die Nebenwirkungen sind erfreulich gering.

Die Einnahme von CBD

CBD ist in den verschiedensten Formen erhältlich und kann zur innerlichen, als auch äußerlichen Anwendung verwendet werden. 

CBD-Öl Tropfen

Die wohl bekannteste Methode der Einnahme von CBD ist in Form von Öl. Das mit CBD angereicherte Öl wird unter die Zunge getropft und über die Schleimhäute aufgenommen. Die Wirkung setzt relativ schnell ein (ca. 10 min). Der Geschmack des Hanföls wird mit zunehmender Konzentration etwas bitter. 

Die Dosis variiert von Person zu Person. Grundsätzlich empfehlen wir sich langsam an die für sich richtige Dosis heranzutasten. 

Die Anwendungsempfehlung der Hersteller liegt bei 2 mal täglich 5 Tropfen für das 5 und das 8 %ige CBD – Öl. Vor Gebrauch gut schütteln. Die Hanftropfen vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur lagern. 

CBD-Öle kosten je nach Konzentration zwischen 30 und 130 Euro. Es gibt viele gute Hersteller, in unseren Empfehlungen haben wir Öle gelistet die das volle Spektrum der Hanfpflanze beinhalten, qualitativ hochwertig sind und Wirkung zeigen. 

CBD Creme

Cannabidiol kann auch direkt auf die Haut aufgetragen werden. Durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften kann es zum Beispiel bei Gelenkschmerzen helfen. Auch für die Anwendung bei diversen Hauterkrankungen wie Akne oder Schuppenflechte gibt es positive Berichte. 

CBD Kapseln

CBD-Öl in Kapselform, einfach schlucken und wirken lassen. Da die Kapseln nicht über die Schleimhäute aufgenommen werden, da sie ja gleich geschluckt werden, dauert es etwas länger bis sich die Wirkung entfalten kann. Laut Hersteller ist die Wirkung davon aber nicht beeinträchtigt. Kapseln werden gern von jenen genommen, die den Geschmack des Öls nicht mögen. 

CBD rauchen

CBD Blüten können mittlerweile auch in Österreich und der Schweiz legal gekauft werden. Diese Blüten weisen einen sehr geringen und gesetzlich erlaubten THC Gehalt auf. Machen daher nicht „high“ bieten aber trotzdem alle Vorteile von CBD. Da sich Gesetze laufend ändern, empfehlen wir sich vor dem Kauf darüber zu informieren. 

Alle Infos zum Thema findet Ihr auf CBD Rauchen. Alles über Vaporizer, Liquids und CBD-Blüten.

CBD Vaporizer (Verdampfer)

Eine andere Möglichkeit CBD einzunehmen ist, es über einen Vaporizer zu verdampfen. Hierzu eignen sich CBD Kristalle, Öle oder auch Cannabisblüten. Beim Dampfen handelt es sich um eine gesunde Methode um Cannabidiol über die Lunge aufzunehmen, da es, anders als beim Rauchen, zu keinem Verbrennungsprozess und somit zu keinen Teerrückständen kommt.

Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Schmerzmitteln

Herkömmliche, also chemische Schmerzmittel sind zwar meist recht kostengünstig, haben aber oft unangenehme, starke Nebenwirkungen von denen viele manchmal auch gar nichts wissen. Um ganz ehrlich zu sein, waren wir selbst erschüttert was die Recherche für diesen Artikel zu Tage gebracht hat.

Hanföl hingegen wird gut vertragen und die Nebenwirkungen sind im Vergleich verschwindend gering. 

CBD-Öl wirkt innerhalb von Minuten da es über die Schleimhäute aufgenommen wird.

Chemische Schmerzmittel wie Paracetamol, Aspirin, Diclofenac und Ibuprofen können schwerwiegende teils lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben.

Nebenwirkungen von herkömmlichen Schmerzmitteln

  • Leberversagen
  • Bluthochdruck 
  • Magen-Darm-Blutungen
  • Gehirnblutungen
  • Atemnot
  • Nierenversagen
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Asthmaanfälle 
  • Müdigkeit 
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Magen- Darm- Durchbruch

Nichts desto trotz haben diese Medikamente ihren Platz und wir möchten deren Wirkung auch gar nicht anzweifeln. Über längere Schmerzperioden sollten diese Medikamente doch mit Vorsicht eingenommen werden. 

Nebenwirkungen von CBD-Öl

Cannabidiol wird allgemein gut vertragen. Die Einnahme von CBD-Öl kann aber auch Nebenwirkungen haben. Diese sind selten und vergleichsweise harmlos, wie wir finden. 

  • Benommenheit
  • Schläfrigkeit
  • Trockener Mund
  • Niedriger Blutdruck
  • Appetit anregend/hemmend
  • kann die Wirkung anderer Medikamente hemmen (mit Arzt abklären)
  • Durchfall

CBD-Öl wirkt beim einen mehr, beim anderen weniger, doch einen Versuch ist es wert. Berichten zufolge konnten viele Menschen, durch die Einnahme von CBD, die Dosis ihrer herkömmlichen Schmerztabletten auf ein Minimum reduzieren. Wir stießen auch auf Fälle, die ihre Medikamente ganz absetzen konnten. 

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Meistens erfolgt die Einnahme von CBD-Öl nicht auf Anraten eines Arztes sondern aufgrund von Eigeninitiative. Menschen, die bereits unter bestimmten Symptomen leiden suchen nach einer Alternative zu den oft schlecht verträglichen Medikamenten der Pharmaindustrie. 

Die Einnahme von CBD-Öl kann zu unerwünschten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen. Cannabidiol wirkt auf die Aktivität von Rezeptoren und Enzymen im Körper. Einige davon sind für die Aufnahme und den Abbau von anderen Medikamenten verantwortlich und können somit die Wirkung sowie die Wirkungsdauer dieser Medikamente verändern.

Bei diversen Säurehemmern, Gerinnungshemmern, Schmerzmitteln und Neuroleptika ist Vorsicht geboten. Patienten, die regelmäßig andere Medikamente einnehmen, sollten vor der Einnahme von CBD-Öl, Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Alles was du über Nebenwirkungen wissen musst.  

CBD-Öl in der Schwangerschaft

Die Zeit der Schwangerschaft ist für die Eltern eine sehr intensive Zeit, die neben all den schönen Gefühlen auch oft mit Gefühlen der Angst und Zweifel in Verbindung steht. Mütter wollen alles richtig machen und keine Risiken eingehen. 

CBD ist im Zusammenhang mit Schwangerschaft noch relativ unerforscht. Im Rahmen unserer Recherche im Internet haben wir keine Studien gefunden, die klar belegen, dass die Verwendung von Cannabidiol in der Schwangerschaft schädlich sei. Und betrachtet man all die Vorteile die CBD-Öl auf den Körper und Geist hat, ist es schwer vorstellbar, dass es der Mutter oder dem Kind schaden könnte. Nichts desto trotz wird davon abgeraten CBD während er Schwangerschaft einzunehmen. Zumindest so lange bis es genauere Studien zu diesem Thema gibt.

Macht CBD-Öl süchtig?

Nein. CBD (Cannabidiol) macht nicht süchtig. Laut einer 27 Seiten langen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) macht Cannabidiol weder süchtig noch läuft man Gefahr CBD zu missbrauchen. Es handelt sich um einen absolut ungefährlichen Bestandteil der Hanfpflanze.

Mittlerweile ist es also auch bei der WHO angekommen und das spricht für CBD aber auch für die Hanfpflanze als Ganzes. Wir sind der Meinung diese Pflanze hat noch weit mehr zu bieten als die Vorteile des Cannabidiol.

Auch über ihren Wert als Rohstoff wird man in Zukunft noch viel hören, ob als Dämmmaterial für den Hausbau oder als Baumwollersatz in der Kleiderherstellung. Auch die Kosmetikindustrie hat die Vorteile der Inhaltsstoffe der Hanfpflanze entdeckt und es kommen laufend neue Produkte auf den Markt.

Was kostet CBD-Öl?

10 ml CBD-Öl kosten zwischen 30 und 160 Euro. Die Preise sind abhängig von der Qualität, dem Herstellungsverfahren und vor allem von der Konzentration des CBD-Extrakts. 

5%iges CBD-Öl kosten je 10 ml ca. 30 Euro.

25%iges CBD-Öl kosten je 10 ml ca. 160 Euro.

Qualitätsunterschiede von CBD-Öl

Die Qualität des Rohstoffs, also der Hanfpflanze selbst, sind ein Merkmahl für gute CBD-Öl Qualität.

  • Art des Anbaus (Spritzmittel vs Bio)
  • Herkunft der Pflanze 
  • Bodenqualität (Schwermetalle, Giftstoffe)

Wie die Wirkstoffe aus der Hanfpflanze gewonnen werden, sprich die Extraktionsmethode spielt für die Qualität von CBD-Öl eine Rolle. Wie viel Wirkstoffe sind in dem Öl wirklich enthalten?

  • Ethanol-Extraktion (Alkohol) 
  • Öl-Extraktion
  • CO²-Extraktion

CBD-Öl von bester Qualität stammt von Hanfpflanzen aus natürlichem und biologischem Anbau. Frei von Pestiziden und Schwermetallen. Gewonnen aus schonender CO2-Extraktion oder Alkohol Extraktion. Gute CBD-Öle (5 %) kosten zwischen 30 und 45 Euro. Mehr zum Thema Qualität findet Ihr unter: “CBD-Öl Qualität”

CBD-ÖlGewöhnungseffekt bzw. Toleranzentwicklung? 

Der Begriff Toleranzentwicklung kommt aus der Pharmakologie und bezeichnet die Anpassung des Körpers an einen Wirkstoff, in unserem Fall das CBD der Hanfpflanze. Der Organismus gewöhnt sich an den jeweiligen Wirkstoff (oder das Medikament) und der erhoffte Effekt lässt nach. Eine Gewöhnung tritt fast bei jedem Medikament auf und führt im Normalfall zu einer Anpassung der Dosierung. 

Bezüglich CBD-Öl gibt es tausende Erfahrungsberichte die sowohl für als auch gegen eine Toleranzentwicklung sprechen. Wir persönlich haben im laufe der Zeit immer eine leichte Toleranzentwicklung feststellen können. Sobald wir die CBD-Aufnahme aber für ein paar Tage ausgesetzt haben, war wieder die volle Wirkung zu spüren.   

Fazit

Unserer Meinung nach ist CBD-Öl eine echte Alternative zu chemischen Schmerzmitteln. Hanf ist ein natürliches Heilmittel und wird seit Jahrtausenden als solches verwendet.

Neben der schmerzlindernden und entspannenden Wirkung gibt es noch viele andere Anwendungsmöglichkeiten für CBD-Öl.

Wir vertreten den Standpunkt, dass in der Natur für viele Leiden ein Kraut gewachsen ist und bevor wir unseren Körper mit chemischen Mitteln belasten, wählen wir stets die pflanzliche Alternative. Wir sind keine Ärzte und können bzw. wollen keine Diagnosen stellen, doch viele Erfahrungsberichte zeigen, dass CBD-Öl schon vielen Menschen geholfen hat. Einen Versuch ist es allemal wert und die Rücksprache mit einem Arzt ist bestimmt auch gut investierte Zeit!

Ähnliche Fragen über CBD-Öl

Hilft CBD-Öl gegen Rückenschmerzen?
CBD-Öl wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Dazu wirkt es entspannend auf die Muskulatur des Körpers. Studien zeigen eine entkrampfende Wirkung. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist darauf zu schließen, dass es gegen Rückenschmerzen hilft. 

Hilft CBD-Öl gegen Schmerzen bei Hunden?
CBD-Öl kann zu einer Schmerzlinderung bei Hunden und anderen Haustieren beitragen. Wie beim Menschen hat CBD eine entspannende Wirkung. Zudem hilft es stressige Situationen, wie zb. das Autofahren, für den Vierbeiner angenehmer zu gestaltet.

Wie wird CBD-Öl eingenommen?
CBD-Öl wird mittels einer Pipette, tröpfchenweise unter die Zunge eingenommen. Es wird von der Mundschleimhaut aufgenommen und entfaltet seine Wirkung innerhalb von kurzer Zeit (ca. 10 min). CBD-Öl kann auch in Form von Kapseln konsumiert oder geraucht werden.

Wie lange wirkt CBD-Öl?
Durchschnittlich wirkt CBD-Öl zwischen vier und zehn Stunden. Nach 20 Minuten erreicht das CBD-Öl seine volle Wirkung. Die Dauer der Wirkung ist abhängig von der verabreichten Dosis. 

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CBD-Öl gegen Schlafstörungen. Endlich wieder ausschlafen.

Auf der Suche nach einer pflanzlichen und natürlichen Einschlafhilfe sind…

Auf der Suche nach einer pflanzlichen und natürlichen Einschlafhilfe sind wir damals auf CBD-Öl gestoßen…Und wir sind noch heute dafür dankbar.

Kann CBD-Öl gegen Schlafstörungen helfen?

CBD-Öl hilft ausgezeichnet gegen Schlafstörungen. Einige Selbstversuche beweisen, dass es funktioniert. Studien zeigen, dass CBD die Gesamtdauer des Schlafes erhöhen und Insomnia (Schlaflosigkeit) lindern kann. Es kann psychische sowie physische Anspannungen lösen und unterstützt somit einen gesunden Schlaf.

CBD ist vielseitig einsetzbar, erfahre mehr über die Wirkung von CBD-Öl und worauf Ihr beim Kauf und der Einnahme achten solltest (richtige Dosierung, CBD-Öl Qualität, Tipps für besseren Schlaf)

Was ist CBD-Öl?

CBD-Öl ist ein mit CBD (Cannabidiol) angereichertes Hanfsamenöl. Das Hanföl dient als Basis, aber der interessante Wirkstoff hier ist das CBD. Cannabidiol ist im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) ein nicht psychoaktiver Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis sativa).

In dieser Pflanze tummeln sich über 60 verschiedene solcher Cannabinoide. Forscher widmen sich aktuell mit besonderer Aufmerksamkeit dem CBD, da es ein vielfältig einsetzbares Heilmittel, ohne lästige Nebenwirkungen ist.

Über die heilende Wirkung von Hanf besteht lange kein Zweifel mehr. 

Die Hanfpflanze wurde schon seit Jahrtausenden über den ganzen Globus verteilt als Heilpflanze verwendet. Glücklicherweise wird Cannabis heute neu entdeckt, ausführlich erforscht und findet langsam aber sicher Einzug in die Allgemeinmedizin. 

CBD-Öl bietet also das breite Spektrum an gesundheitsfördernden Wirkungen, ohne dabei “high” zu machen. Da der psychoaktive Anteil beim CBD-Öl verschwindend gering ist, kann dieses wirksame, pflanzliche Heilmittel fast überall legal gekauft werden.

Für einen gesunden Schlaf.

CBD – Öl kann körperliche und psychische Anspannungen lösen. Körper und Geist entspannen sich, was beim Einschlafen sowie auch beim Durchschlafen hilft. Entspannt schläft man nicht nur leichter ein, sondern man schläft auch tiefer und länger. 

Studien zeigen, dass CBD die Gesamtdauer des Schlafes erhöhen und Insomnia (Schlaflosigkeit) lindern kann. Vor allem bei Patienten mit chronischen Schmerzen.

CBD kann bei der Reduktion der REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD) helfen. Getestet wurden Patienten mit Parkinson. RBD führt dazu, dass Menschen sich im Schlaf heftig bewegen und dadurch immer wieder aus dem Tiefschlaf gerissen werden. Dies kann unter anderem auch unangenehm für den Partner der betroffenen Person sein.  

CBD vermag zudem zu einer Verbesserung der REM- Schlaf- Abnormitäten bei Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) beitragen.  

Cbd Öl gegen Schlafstörungen

Kurz erklärt. Was ist REM?

REM (Rapid Eye Movement) – in dieser Phase des Schlafs haben wir die meisten und intensivsten Träume. Daher wird diese Phase auch als Traumphase bezeichnet.

Sie zeichnet sich durch starke Augenbewegungen bei geschlossenen Lidern, einen schnelleren Herzschlag und intensiverer Atmung aus. Der Muskeltonus wird herabgesetzt damit wir unsere Träume nicht “ausleben” und wild um uns schlagen oder etwa anfangen zu laufen.

Es gibt 3 – 6 solcher Schlafphasen während einer Nacht und sie machen ca. 20% der gesamten Schlafzeit aus.

Eigene Erfahrungen. Mit CBD-Öl entspannt einschlafen.

Wir haben CBD-Öl mehrmals selbst getestet und auch Familienangehörigen dazu geraten. Das Feedback war sehr positiv.

Beispielsweise hatte meine Mutter über Jahre mit Schlafstörungen zu kämpfen. Sie ist eine strikte Gegnerin jeglicher chemischer Medikamente, deshalb sind wir schon lange auf der Suche nach einer pflanzlichen Alternative. Ich muss dazu sagen sie litt nur gelegentlich unter Schlafstörungen vor allem hatte sie Schwierigkeiten beim Einschlafen. Seit sie CBD-Öl nimmt schläft sie viel leichter ein. Sie nimmt es regelmäßig, immer dann, wenn sie nicht schlafen kann.

Bei mir ist es ähnlich. Es gibt Tage, an denen man viel im Kopf hat und das Gedankenkarussell einfach nicht stillstehen will. Tabletten sind auch für mich ein NO GO. Deshalb ist ein pflanzliches Produkt wie CBD-Öl für besagte schlaflose Nächte die optimale Alternative.

5 Tropfen (5%iges CBD-Öl) unter die Zunge geträufelt und schon fange ich an mich etwas zu entspannen, genau so viel, dass ich einschlafen kann. Meine Familienmitglieder, die das Öl getestet haben, haben ähnliche Erfahrungen gemacht und sind nun auch begeistert.

Ausgeschlafen? Wie fühlt man sich am Tag danach?

CBD-Öl ist ja bekannt für seine geringen Nebenwirkungen und das hat sich auch am nächsten Tag bestätigt. Wir haben keinerlei Nebenwirkungen erkennen können. Frisch und munter sind wir in den Tag gestartet.

Sowohl das Feedback unseres Bekanntenkreises als auch Erfahrungsberichte aus dem Internet deuten klar darauf hin, dass CBD-Öl durchwegs sehr gut vertragen wird.

Oft wird sogar von einem gesteigerten Energielevel berichtet. Was, wenn man sich das breite Spektrum an Wirkungsweisen von CBD-Öl anschaut, nicht weiter verwunderlich ist. Da kann es schon vorkommen, dass man CBD-Öl als Schlafhilfe benutzt und am nächsten Tag “gesünder” erwacht als man eingeschlafen ist.

Vollextrakte mit einem breiten Spektrum an Wirkstoffen (CBD, CBDA, CBG, THC, Terpene, Flavonoide) sind CBD-Isolaten vorzuziehen. Die Qualität der Öle entscheidet über die Wirkung und ist daher nicht zu unterschätzen. Wir haben das Thema CBD-Öl Qualität in einem anderen Artikel ausführlich beleuchtet. Öle in sehr guter Qualität findet Ihr in unseren Empfehlungen

Wie ist das bei herkömmlichen Medikamenten? 

Bei meiner Recherche über herkömmliche Schlafmittel habe ich mich auch über die möglichen Nebenwirkungen informiert. Dabei bin ich, neben den üblichen und erschreckend langen Listen an möglichen Nebenwirkungen auch auf einen Begriff gestoßen, auf den ich etwas weiter eingehen möchte. Den Hang-Over-Effekt.

Mit herkömmlichen Schlafmitteln auch tagsüber noch müde

Was ist der Hang-Over-Effect? Bei manchen herkömmlichen Schlafmitteln ist aufgrund ihrer langen Wirkungsdauer davon auszugehen, dass man morgens nur schwer aus den Federn kommt. Weil die Tabletten oft nur sehr langsam vom Körper abgebaut werden, kann es zu einigen unerwünschten Begleiterscheinungen kommen:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit 
  • Abgeschlagenheit
  • vermindertes Reaktionsvermögen 
  • Schwindel

 

Schlafstörung CBD

Manche dieser Medikamente können Entzugserscheinungen hervorrufen. Solche Medikamente machen also süchtig und sollten deswegen nur langsam abgesetzt werden. Hinzu kommt, dass auch der Schlaf selbst an Qualität verliert. Wieder geht es um die schon besprochenen so wichtigen, natürlichen Tiefschlafphasen.

Der aus der Hanfpflanze gewonnene Wirkstoff Cannabidiol (CBD) hat hingegen kaum Nebenwirkungen.

Der Teufelskreis beginnt mit der ersten Tablette

Diese Medikamente wirken störend auf die Schlafstruktur ein und nach dem Absetzten können die Betroffenen oft noch schlechter schlafen als zuvor. Was natürlich dazu führt, dass neue Medikamente verschrieben werden. So kann man sich dann durch die ganze Palette von „schlaffördernden” Mitteln durchkaufen. Die Pharmaindustrie freut sich.

Bei sehr starken Schlafproblemen mag es sein, dass kurzfristig nur ein starkes Schlafmittel zu helfen vermag. Doch langfristig gesehen können solche Methoden nicht zielführend sein. 8 Tipps für einen gesunden Schlaf findet ihr weiter unten.

Genug von den Tabletten, widmen wir uns wieder der pflanzlichen Alternative und schauen uns genauer an wie es auf unseren Körper wirkt. 

Wie wirkt CBD-Öl?

Forscher haben bereits viel über die schmerzlindernde, beruhigende und entzündungshemmende Wirkung von CBD herausgefunden, es gibt jedoch immer noch viel zu lernen. Wir wissen, dass Cannabidiol direkt mit Rezeptoren, Proteinen und Chemikalien in unserem Gehirn interagiert.

Diese Interaktionen setzen eine Veränderung in der Aktivität von Zellen, Neurotransmittern und Hormonen in Gehirn und Körper in Gang. Dadurch scheint das CBD in der Lage zu sein, auf viele verschiedene Körperfunktionen Einfluss zu nehmen.

Laufende Forschungen und Studien bringen immer weitere Anwendungsgebiete zum Vorschein. 

Einige Beispiele wofür CBD-Öl eingesetzt werden kann: 

  • Optimierung des Schlafzyklus 
  • Verbesserung von Stimmungszuständen (psychische Störungen, Depression, etc. )
  • Bei chronischen Schmerzen (beispielsweise Migräne, Menstruationsbeschwerden)
  • Bei Entzündungen (wirkt antioxidativ)
  • Zur Beruhigung (Stress, Nervosität)
  • Zur Entspannung (Muskulatur)
  • Bei neurologischen Störungen (ADHS, Multiple Sklerose, Demenz, Parkinson, Epilepsie)
  • Bei Autoimmunkrankheiten (beispielsweise Schuppenflechte, Arthritis) 

Wie schnell wirkt CBD-Öl? Und wann soll ich es einnehmen?

Gesunder Schlaf durch CBD Öl

CBD-Öl wird oral eingenommen und wirkt ziemlich schnell. Innerhalb von 15 min macht sich die entspannende Wirkung des Cannabidiol bereits bemerkbar. Es ist ausreichend das CBD-Öl kurz vor dem zu Bett gehen einzunehmen.

Die Wirkung mag natürlich von Produkt zu Produkt leicht variieren. Außerdem gibt es CBD – Öle mit verschieden hoher Konzentration an CBD. Die Konzentration reicht von 2,5 % bis 25 %. Je nach eingenommener Menge variiert die Wirkungsweise.

Dosierung

Eine strikte Dosierung vorzugeben ist schwierig. Fühlt Euch dazu eingeladen mit der Einnahme etwas zu experimentieren. Ich bin kein Arzt und möchte daher keine genaue Anweisung abgeben. Jedoch möchte ich meine Erfahrungen mit Euch teilen. 

Grundsätzlich sei jedem empfohlen sich langsam heranzutasten… einfach mal probieren 2 – 3 Tropfen vom 5 %igen CBD-Öl einnehmen und dann bei Bedarf langsam steigern. Das ist auch die Dosierung, die ich im Zuge meiner Recherche am öftesten gefunden habe. Ich nehme zurzeit täglich 5 Tropfen vom 5 %igen CBD-Öl. Hier findet Ihr alles über die Richtige Dosierung von CBD-Öl.

Ist CBD-Öl legal?

Ja, in Deutschland und Österreich unter folgenden Bedingungen:

Deutschland: CBD- Wert darf 0,2% nicht übersteigen. Mindestalter 18 Jahre

Österreich: CBD- Wert darf 0,3% nicht übersteigen. Mindestalter 18 Jahre

Alles was über diesem Wert liegt ist illegal. 

Da die Gesetze ständigen Veränderungen unterliegen, wird an dieser Stelle kein Anspruch auf Vollständigkeit und absolute Korrektheit erhoben.

Wo kann CBD-Öl gekauft werden?

Natürlich online und mittlerweile ist CBD–Öl auch in Apotheken und Reformhäusern erhältlich. Die Preise variieren je nach CBD-Gehalt und Qualität. Das heißt desto höher der CBD-Gehalt, desto höher der Preis.

Qualitätsunterschiede

Qualitätsunterschiede beim Öl betreffen zum einen die Qualität der Hanfpflanze: 

  • Wo wird die Pflanze angebaut?
  • Wie wird sie angebaut, gedüngt usw.?
  • Bio versus nicht Bio

Und zum anderen entscheidet die Extraktionsmethode über die Qualität des Öls. 

  • Ethanol – Extraktion (Alkohol) 
  • Öl – Extraktion
  • CO² – Extraktion 

Die höchste Qualität ergibt sich aus der Verwendung von Bio – Hanf unter CO² – oder Alkohol- Extraktion. Für ein 10 ml CBD – Öl mit 5 % kann mit 25 bis 45 Euro gerechnet werden. 

Schlafstörung eine Volkskrankheit

Einschlafhilfe Cbd Öl

Laut dem Gesundheitsreport 2017 der Deutschen Arbeiterkammer steigen die Zahlen der Schlafstörungen weiter an. Seit 2010 wurde eine Zunahme von 66 % festgestellt. Insgesamt leiden 80 % der deutschen Arbeitnehmer an Schlafstörungen. Das sind ca. 34 Millionen Menschen allein in Deutschland. In Österreich und der Schweiz wird es nicht viel anders aussehen. 

Etwa jeder Zehnte ist von wiederkehrenden Schlafstörungen betroffen, dabei sind nicht die gelegentlichen Schwierigkeiten beim Einschlafen gemeint oder eine unruhige Nacht von Zeit zu Zeit. Hierbei handelt es sich um ein ernsthaftes Krankheitsbild, das zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann.

Viele Menschen entscheiden sich für die Medikation mit verschiedenen Pillen und Schlaftabletten, die oft starke Nebenwirkungen aufweisen. Die häufigsten Probleme sind Einschlafen und Durchschlafen. 

8 Tipps für einen gesunden Schlaf

Ein geregelter Schlafrhythmus. Finden sie Ihren optimalen Rhythmus und bleiben sie dabei.

Bewegung. Nicht direkt vor dem Schlafen gehen. Aber unbedingt im Laufe des Tages, auch wenn es nur ein kurzer Spaziergang oder 30 Kniebeugen sind.

Kein Koffein. 

Ein leichtes Abendessen. Eventuell nur einen kleinen Snack vor dem Schlafengehen, denn hungrig schläft es sich auch nicht gut. Fette, üppige und scharf gewürzte Speisen sollten eher vermieden werden. Ich persönlich schlafe zum Beispiel nicht gut, wenn ich abends Knoblauch esse. 

Alkohol und Nikotin vermeiden. Auch wenn es sich nicht immer so anfühlt, ist ein gesunder Schlaf durch Alkohol nicht möglich. Man schläft zwar meist schnell ein, aber durch den Alkohol werden die so wichtigen Schlafphasen, wie zum Beispiel die oben erwähnte REM – Phase, gestört. Deshalb fühlt man sich am nächsten Tag alles andere als fit. 

Einschlafrituale. Schafft Euch ein Ritual, das Entspannung verschafft. Verzichtet eine Stunde vor dem zu Bett gehen auf Bildschirme aller Art… ja auch das Handy hat einen Bildschirm. Nehmt ein Bad, eine feine Aromadusche, trinkt Kräutertees oder hört angenehme Musik. 

Das Schlafzimmer. Schafft Euch ein richtiges Schlafzimmer… ein Zimmer zum Schlafen. Kein Computer, keine Arbeitsunterlagen, ruhig, dunkel und angenehm kühl. Ca. 18 Grad soll die optimale Schlaftemperatur sein. 

Nicht Ärgern. Wir kennen das alle, man wälzt sich hin und her und ärgert sich darüber, dass man nicht einschlafen kann. Dabei ist morgen so ein wichtiger Tag… besser ist es kurz aufzustehen, etwas zu trinken, durchzuatmen, ein paar Tropfen CBD-Öl zu nehmen und hoffentlich entspannt einschlafen.

Fazit

CBD-Öl kann bei Schlafstörungen echte Erleichterung bringen. Gesunder Schlaf bedeutet Lebensqualität und wer unter Schlafstörungen leidet kann sich mit diesem pflanzlichen und gut verträglichen Heilmittel selbst helfen, um endlich wieder richtig gut zu schlafen.

Studien

CBD und REM Schlaf- Abnormitäten

Verlängerter Schlaf

CBD und Schlafstörungen

Andere Relevante Fragen

Wie schnell wirkt CBD-Öl?
Das Extrakt wird über die Schleimhäute aufgenommen und wirkt schon innerhalb der ersten 15 – 20 Minuten nach der Einnahme. Die Dauer der Wirkung ist abhängig von der Dosierung, und liegt zwischen 4 und 10 Stunden.

Wie wird CBD-Öl gelagert?
Das Öl wird am besten vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur gelagert. Dabei empfiehlt es sich das Öl in der Originalverpackung bei einer Raumtemperatur von 20 – 22 Grad Celsius zu lagern. 

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Hanfprotein zum Muskelaufbau – Was bringt es wirklich?

Ist Hanfprotein eine echte Alternative im Kraftsport?  Ich liebe den…

Ist Hanfprotein eine echte Alternative im Kraftsport? 

Ich liebe den natürlich induzierten Endorphinausstoß nach einem intensiven, fordernden Training. Und wer hat schon wirklich was gegen sichtbare Muskeln? Stellt sich dann schnell die Frage nach entsprechender Proteinversorgung. Lange Zeit habe ich mich auf Whey und Kasein verlassen, aber die Akne am Rücken wollte nicht verschwinden. Dann begann die Suche nach einem Protein, das sowohl gut verträglich, effektiv als auch schonend für den Organismus ist. Denn was sind Muskeln schon wert wenn die Gesundheit drunter leidet? Nach Jahren des Trainings, Stunden an Recherche und Dutzenden verschiedenen Proteinpulvern, hat sich ein Protein ganz klar hervorgetan: Das Hanfprotein. Es ist definitiv eine echte Alternative zu Klassikern wie Kasein oder Whey, und zwar eine bessere. Was macht Eiweiß aus Hanf so besonders? Lest weiter.

 

Hanfprotein – Mehr als ein Proteinisolat 

Eiweißpulver aus Whey, Kasein, Eialbumin, Soja, Erbsen oder Reis werden unter Einwirkung von Hitze oder Chemie hergestellt. Hanfprotein ist da eine Ausnahme. Nun sind technisch aufwändig aufbereitete Nahrungsmittel nicht zwingend schlecht, ein isolierter Bestandteil eines einst ganzen Nahrungsmittels ist es in der Regel aber. Mit Hanfprotein verhält es sich anders. Als Nebenprodukt nach der Hanfölpressung wird der überbleibende Presskuchen ohne Einwirkung von Hitze oder Chemie lediglich mechanisch gemahlen und gesiebt. Sämtliche Vitamine und Mineralstoffe der wertvollen Hanfsamen bleiben erhalten.

Hanfprotein ist also nicht weniger als der entölte, fein vermahlene Hanfsamen, und zwar in der Regel in Rohkostqualität. Viel näher kann ein Nahrungsergänzungsprodukt einem Lebensmittel nicht kommen. Stehe ich als gesundheitsbewusster Kraftsportler nun vor der Wahl zwischen einem chemisch aufbereiteten, isolierten Wheyprotein und einem schonend gepresst und gemahlenen Hanfprotein, wofür entscheide ich mich dann wohl besser?

Wie gut ist Hanfprotein aber nun für Muskelwachstum? 

Damen-Krafttraining zum Muskelaufbau.
Sind Training und Ernährung optimiert, kann der Griff zum Proteinpulver durchaus Sinn machen.

Zunächst mal sei gesagt, dass für fortlaufenden Muskelaufbau kaum mehr als täglich 1 bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht nötig sind. Alles über 2 Gramm ist gesundheitlich bereits bedenklich. Eine Optimierung des Trainingsprogramms oder Reduktion von Zucker und Alkohol bringen meist mehr Erfolg im Muskelwachstum als 2 zusätzliche Proteinshakes. 

Sind Training und Ernährung individuell optimiert, kann der Griff zum Proteinpulver aber durchaus Sinn machen. Ist Hanfprotein rein aus Sicht des Muskelwachstum eine gute Wahl? Auf jeden Fall. Hanfprotein enthält tatsächlich alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren, also all jene, die der Körper nicht selbst aufbauen kann und auf dessen Zufuhr er deshalb mittels Nahrung angewiesen ist. Der hohe Anteil an BCAAs (verzweigtkettigen Aminosäuren) macht es besonders potent für Muskelreparatur und Muskelaufbau.

Der besonders hohe Wert der Aminosäure L-Arginin beschert ihm zusätzlich den Ruf einer potenzsteigernden Wirkung. Pflanzlichen Eiweißpulvern wird ja gerne ein unvollständiges Aminosäureprofil und damit physiologische Minderwertigkeit nachgesagt, das Hanfprotein beweist das genaue Gegenteil und noch darüber hinaus. Es enthält nicht nur ein komplettes Profil, sondern auch noch in idealem Verhältnis zueinander. Es stellt dadurch Nahrungsprotein in sehr hoher bioverfügbarer Qualität dar.

Weiters so besonders und wertvoll am Hanfprotein ist die Zusammensetzung seiner Proteintypen: Es besteht zu 35% aus Albumin und zu 65% aus Globulin Edestin. Das Albumin ähnelt sehr dem Protein des Eiklars, ist bekanntermaßen also besonders hochwertig weil leicht verdaulich und nebenbei noch eine wichtige Quelle für Antioxidantien. Wesentlich interessanter ist aber der hohe Anteil an Globulin. Dieses stellt auch im menschlichen Körper die dritthäufigste Proteingruppe dar. Dort bildet es zum Beispiel wichtige Bestandteile eines starken Immunsystems und sorgt für reibungslosen Transport von Vitamin B12 und Eisen.

Die Liste der Aufgaben des Globulin im menschlichen Körper wäre lang und wohl auch etwas viel theoretische Biologie an dieser Stelle. Die physiologische Hochwertigkeit des Hanfproteins ist jedenfalls einwandfrei belegt, es kann vom Körper sehr schnell und reibungslos zu eigenem Protein umgebaut werden und durch die hohe Ähnlichkeit des Hanfproteins mit körpereigenem Protein entstehen dabei kaum säurehaltige Abbauprodukte von nicht verwertbaren Proteinen. Leber, Nieren und schlussendlich das Blutbild werden es Euch danken. 

Ist die biologische Wertigkeit des Hanfproteins aber so hoch wie die von Whey? 

Vermutlich nicht. „Vermutlich“ deshalb, weil ich kein Wissenschaftler bin und die Zahlen in den verschiedenen Quellen variieren. Whey hat einen Wert von 104 bis 110. Hanf hat mal einen Wert von 87, dann ist es dem Wheyprotein wieder gleichwertig. Klingt so weit ja schon mal richtig gut. Mit einer biologischen Wertigkeit von mindestens 87 könnte ich dem Hanfprotein nun ohne weiteres eine exzellente Eignung als alleinige Proteinquelle für Kraftsportler und Bodybuilder attestieren. So einfach will ich es mir aber nicht machen, ich sehe gern genauer hin. 

Die biologische Wertigkeit ist, vermutlich weil es irgendwie gut und professionell klingt, die gängigste Messmethode für die Wertigkeit von Nahrungsprotein. Sie gilt heute aber weitgehend als veraltet und überholt. Eine wesentlich bessere und inzwischen als am zuverlässigsten geltende Methode ist der sog. PDCAAS (Protein digestibility-corrected amino acid score) mit einer Skala von 0-1. Der PDCAAS von Whey ist 1, also höchstmöglich, genau wie der von Ei, Kasein oder Soja. Der PDCAAS von Hanfprotein ist hingegen lediglich 0,61. Genaueres zu Messmethoden und insbesondere bezüglich Hanfprotein findet ihr in diesem Artikel.

Ist Hanf als Proteinquelle also ungeeignet oder unzureichend? Ganz und gar nicht. Diese Werte beziehen sich stets nur auf das Aminosäurevorkommen eines einzigen Nahrungsmittels. Der Körper wäre vielleicht besser mit Nahrungsprotein versorgt, äße man nur Whey als äße man nur Hanf. Welcher Mensch isst denn aber schon ausschließlich ein einziges Nahrungsmittel? Der niedrigere PDCAAS des Hanfproteins ergibt sich lediglich aus einem etwas geringen Vorkommen der Aminosäure Lysin.

Die meisten Nüsse, Kerne und Samen sind eher arm an Lysin. Es ist allerdings stark vertreten in zum Beispiel Reis, Buchweizen, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten generell, vor allem in Soja und Lupinen. Verwendet man Hanfprotein also wie gedacht als Nahrungsergänzungsmittel innerhalb einer nur annähernd sinnvollen Ernährung, ist es für Muskelaufbau ebenso potent wie Whey, Kasein oder Soja. Dies muss auch nicht einmal innerhalb einer Mahlzeit geschehen. Der menschliche Körper speichert und kombiniert Aminosäuren über Stunden und Tage ganz nach Bedarf.

Nun seit ihr auch hoffentlich nicht auf diesem Blog, um herauszufinden wie ihr möglichst schnell und effektiv Krägen und Ärmel eurer Garderobe sprengt. Ich lege auch großen Wert auf Athletik, würde für dicke Muskeln aber niemals meine Gesundheit riskieren. Und das müssen wir auch nicht. 

Ich will im hohen Alter noch Videos von mir ins Internet stellen, in denen ich 20 Klimmzüge mache. Deshalb ist Hanfprotein für mich absolut die erste Wahl. Weil es mehr kann als nur beim Muskelaufbau zu helfen.

Alles über Hanfprotein vs. Whey könnt Ihr hier nachlesen. 

Hanfprotein – Ein Eiweißpulver mit natürlichen Mikronährstoffen 

Neben all den bisher erwähnten Vorzügen liefert Hanfprotein auch noch eine beträchtliche Menge Vitamine und Mineralstoffe, vor allem der häufig knappen Mineralstoffe Eisen, Zink und Magnesium. Dem Mineralstoffkomplex in Hanfsamen und somit auch im Hanfprotein wurde sogar eine Testosteron-erhöhende Wirkung nachgewiesen. Dies verdanken wir dem hohen Vorkommen der sog. Asparaginsäure in Verbindung mit dem hohen Anteil an Magnesium.

Hanfprotein schützt auch noch Herz und Gehirn. Hanfsamen bestehen großteils aus Fett, hauptsächlich aus den essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und 6. Und zwar nebenbei noch in einem für den menschlichen Körper idealen Verhältnis von 1 zu 3. Hanfprotein besteht zwar aus entölten Hanfsamen, je nach Samen und Verarbeitung verbleibt aber ein Restanteil zwischen 8 und 12 Prozent Öl im Protein.

Es kann somit einen wertvollen Beitrag für einen gesunden Fettsäurehaushalt liefern. Das ideale Fettsäuremuster schützt aufgrund seiner cholesterinsenkenden Wirkung nicht nur Herz, sondern hemmt auch die zelltoxischen Wirkungen der alzheimertypischen Ablagerungen im Gehirn. Wissenschaftler schließen daraus, dass Hanfmahlzeiten daher ideal sind für die Behandlung von Herz- als auch Hirnkrankheiten. Welcher Hersteller kann das von seinem Whey- oder Kaseinprotein schon behaupten?

Hanfprotein – Der Technik voraus 

Hanfprotein Muskelaufbau
Hanfprotein das ideale Eiweißpulver

Hersteller investieren Unsummen in die Entwicklung der idealen Formel für deren Eiweißpulver. Jenes Vitamin, jener Mineralstoffkomplex, dieses Verdauungsenzym, zusätzlich noch Ballaststoffe. Isolierte Proteine verursachten bereits mehr als einmal Darmvergiftungen aufgrund des Fehlens der natürlich im Lebensmittel vorkommenden Begleitstoffe. Die Reaktion der Fitnessindustrie darauf? Sie setzt den isolierten Proteinen Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Ballaststoffe und und und aus meist künstlich synthetisierter Quelle wieder zu. Eine Verbesserung? Gewiss. Eine sinnvolle Lösung? Fragwürdig. Langfristig gesund? Aktuell kaum zu beantworten. Der Endkundenpreis? Weitgehend unzumutbar. 

Muskelaufbau muss weder teuer noch ein Spiel mit der eigenen Gesundheit sein. Proteinpulver mit komplexen Formeln und endlosen Zutatenlisten kosten nicht selten 50 Euro und mehr per Kilogramm. Hanfprotein in bester biologischer Qualität kostet kaum 20 Euro. Und dabei verhält es sich gegenüber den meisten Proteinpräparaten in etwa wie ein Apfel gegenüber Vitaminsoda. Der Apfel sowie das Hanfprotein sind (nahezu) komplette Lebensmittel, von unserem Organismus im Laufe von Millionen von Jahren selektiert, vollkommen in Mikro- und Makronährstoffkomposition. Dem hat selbst moderne Technik nichts entgegen zu setzen. Wieso also das aktuell Bestmögliche verändern? Vermutlich weil sich damit nur begrenzt Geld verdienen lässt.

Hauptbestandteil von Vitaminsoda ist isolierter Zucker, Hauptbestandteil technologisch entwickelten Eiweißpulvers ist isoliertes Protein. Durch Zugabe von Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Ballaststoffen etc. versucht man dann, aus isolierten Nährstoffen ein vermeintlich gesundes Fitness- Health- oder Lifestyleprodukt zu basteln und an gesundheitsbewusste, aber tendenziell leider eher naive Kunden, teuer zu verkaufen. Habe ich in Sachen Lebensmittel die Wahl, und die hat man meist, greife ich immer zum Produkt mit der geringsten Zutatenliste und der geringsten Verarbeitung.

In Sachen Protein fällt auch aus dieser Perspektive die Wahl sehr leicht, und zwar auf Produkte wie Hanfprotein. Brieftasche und Gesundheit werden es einem danken. Hanfprotein ist ein junges Produkt, Erfahrungsberichte und Studien sind zwar bereits vorhanden, aber vergleichsweise rar. Bisherige Ergebnisse stimmen immerhin durchwegs positiv. Ich persönlich bin in Sachen Nahrungsergänzung gerne auf der sicheren Seite und verlasse mich dabei weitestgehend auf den Hausverstand. Ich brauche keine Studien oder 500 Seiten Erfahrungsberichte, um zu wissen, dass ein Apfel gesund ist. Die Evolution hat dies bereits eindeutig belegt. Mit Hanfsamen oder eben Hanfprotein verhält es sich ähnlich.

Studien sollen die Nützlichkeit, aber vor allem die Sicherheit von Nahrungsmitteln belegen. Kommerzielles Interesse ist an Ergebnis und Interpretation dabei leider häufig mindestens so beteiligt wie Daten und Fakten. Wem wollt Ihr vertrauen wenn es um Gesundheit und damit um die Qualität eures einzigen Lebens geht, dem vermeintlich unbestechlichen Labor von nebenan, oder eurem Hausverstand? 

Die konkrete Auswahl eines Hanfproteins ist nicht schwer, wirklich schlechte Produkte gibt es wenige. Hier findet Ihr dennoch eine kurze Beschreibung meiner 3 Favoriten.

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Die eigene CBD Mutterpflanze und Stecklinge – eine simple Anleitung.

Bei meinem letzten Besuch im örtlichen Growshop beschrieb mir der…

Bei meinem letzten Besuch im örtlichen Growshop beschrieb mir der Verkäufer ihre neuen Stecklinge, aus einer Züchtung mit extra hohem CBD- und extra niedrigem THC-Gehalt. Eine tolle Sache für viele Menschen. € 11,99- soll einer kosten.

Wie billig oder teuer ist das? Ist so ein Steckling schwer zu machen? Ist das legal? Gemessen an der Menge CBD-Gras, die schon ein einzelner Steckling hervorbringen kann, und vor allem gemessen am therapeutischen Potenzial, ist es wahrlich ein Schnäppchen. Gemessen am Aufwand, einen Steckling zu schneiden und zu bewurzeln, ist es aber Wucher. Und das sage ich als passionierter und erfahrener Hanfbauer. Stecklinge von Hanfpflanzen sind nicht schwer zu machen, kein grüner Daumen notwendig. Ob legal oder nicht hängt von Eurem Aufenthaltsort ab, Österreich und Schweiz lassen Hanfpflanzen zur Zierde zu, Deutschland nicht.

Wer ernsthaft mit dem Gedanken einer eigenen Stecklingszucht spielt, sei es für regelmäßige Selbstversorgung oder für ein kleines (legales) Nebenbusiness mit dem Verkauf von Stecklingen, findet in den folgenden Ausführung alles und noch etwas mehr das Ihr dafür braucht.

Kurz zur rechtlichen Lage

In Österreich und der Schweiz könnt Ihr Euch eine Hanfpflanze auch auf die Terrasse stellen. So lange sie nicht blüht, können Eure konservativen Nachbarn sich aufregen so viel sie wollen. Heikel wird es erst bei Entwicklung der Blüten. Ich würde auf den Ärger aber verzichten und eine gewisse Diskretion bewahren. In Deutschland ist der Privatbesitz von Hanfpflanzen generell verboten. Mit dem richtigen Samen könntet Ihr in Österreich und der Schweiz theoretisch auch eine Hanfpflanze legal blühen lassen. Allerdings werden entsprechend gezüchtete CBD-Samen (also mit weniger als 0,2 % THC, 1 % in der Schweiz) mit großer Zurückhaltung verbreitet.

Es sind inzwischen einige Samen erhältlich, aus denen Pflanzen mit THC-Gehalten unter 1 % wachsen, ich würde es aber selbst in der Schweiz nicht darauf ankommen lassen. Abweichungen sind häufig und das Risiko für Probleme überflüssig. Geht Eurem Hobby besser diskret und zufrieden in Euren eigenen 4 Wänden nach. In Österreich und der Schweiz könnt Ihr Stecklinge machen so viel Ihr wollt, egal von welcher Sorte, mit entsprechendem Gewerbeschein dann sogar legal verkaufen. Mit einer eigenen Selbstversorgung verstößt Ihr im gesamten deutschsprachigen Raum höchstwahrscheinlich, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung, gegen das Gesetz.

Weder in Deutschland, Österreich, noch der Schweiz würde ich meine blühenden Hanfpflanzen einem Polizisten vorführen, egal aus welchem Samen. Nebenbei geht es beim Wirkstoff CBD um medizinische und therapeutische Wirkung, und diese ist nachweislich wesentlich höher in ausgeglichenerem Verhältnis zu THC. Ich habe daher nicht im Geringsten ein schlechtes Gewissen, Euch auch Samen mit einigen Prozentpunkten THC zu empfehlen. Damit hätten Leidensgeplagte die beste Medizin, verstoßen aber gegen das Gesetz. Ich formuliere die Situation daher mal so: Polizisten, die bei kleiner Selbstversorgung fragwürdige Gesetze stupide anwenden, sind denkfaule Befehlsbefolger, denen Autoritätshörigkeit wichtiger ist als das Wohl ihrer Mitmenschen.

An wen wendet sich dieser Guide?

Schmerzgeplagter Mann, der die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
CBD kann Schmerzpatienten schonend helfen.

Primär wie gesagt an Menschen, die trotz medizinischen Bedarfs mit den hohen Kosten von CBD-Produkten zu kämpfen haben. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl. Auf wen das nicht zutrifft, der findet CBD Gras von hoher Qualität zum vernünftigen Preis auch in Online-Shops. Ein legales Business mit dem Verkauf von Hanfstecklingen wäre auch interessant und entspräche sicherlich dem Zeitgeist :). Natürlich eignen sich die Anleitungen auch für kostenbewusste Kiffer und Personen mit kommerziellen Ambitionen. Ich rate jedoch entschieden davon ab, illegale Hanfprodukte als Karrieremittelpunkt oder zur regelmäßigen Berauschung zu verwenden. In beiden Bereichen gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Wer sich Sorgen bezüglich der Anschaffung bzw. des Postwegs der Samen und des Equipments macht, den kann ich beruhigen. Ihr kauft vollkommen legal ein und der Postweg unterliegt dem Briefgeheimnis. Der Beamte, der sich illegal Zugang zu Bestellungen verschafft und deshalb einen Mini-Homegrow aushebt, macht sich nicht nur zum Gespött sondern auch etwa 10 mal so strafbar wie der/die vermeintliche Verbrecher(in) selbst.

Sind alle Hanfsorten zur Mutterpflanze geeignet?

Nein! Aber die meisten. Die einzigen Züchtungen, die nicht geeignet sind, sind Hybride mit der Cannabis ruderalis, besser bekannt als Automatik- oder Autoflower Sorten. Details, Möglichkeiten, Vorzüge und Anleitung zum Anbau solcher trotzdem wunderbaren Sorten, und auch warum sie nicht als Mutterpflanze geeignet sind, findet Ihr in diesem Guide. Alle anderen Hanfsamen, selbst ungeschälter, keimfähiger Speisehanf, sind theoretisch geeignet. Das soll natürlich keine Empfehlung sein. Wenn wir schon mit einem gewissen Aufwand eine Mutterpflanze kultivieren, dann so potent und ausgewählt wie möglich. Ihr trefft hier immerhin eine Entscheidung für die Zukunft.

Vorteile einer Mutterpflanze

  • Zunächst mal fallen die Kosten für immer wieder neue Samen weg. Je nach Sorte und Menge an Pflanzen sind das pro Grow schon mal 50 bis 80 Euro.
  • Mehr Pflanzen: Generell produziert der Hauptstamm einer Hanfpflanze die größten Blüten. 9 kleinere Pflanzen produzieren bei gleichem Licht und Platz in der Regel also mehr als 4 größere. 16 wären noch effizienter und so weiter.
  • Kürzere Wuchszeiten: 9 kleinere Pflanzen müssen nicht so lange wachsen wie 4 größere. Das bedeutet Ersparnis an Zeit und natürlich Energie (Licht, Wind, Luftumwälzung, Wasser, Dünger), also bares Geld.
  • Die Mutterpflanze kultiviert Ihr wenn erwünscht aus einem ausgewählten Sämling. Das heißt Ihr verwendet künftig nur noch genetische Klone erster Generation der stärksten von vielen Pflanzen. Das kann schon mal ein plus von 50 % oder mehr an Ergebnissen bedeuten.

Der richtige Samen für die Mutterpflanze

Es gibt inzwischen viele Samenbanken und eine Unmenge an verschiedenen Sorten. Für sehr hohe CBD-Gehalte wäre eine geeignete z. B. die Dinamed CBD. Eine ausgeglichenere Sorte in Sachen CBD zu THC wäre z. B. die Amnesia CBD. Ich empfehle Euch “feminisierte” Samen. Nur weibliche Cannabispflanzen produzieren Blüten samt CBD und THC. Bei (günstigeren) regulären Samen (also nicht feminisiert) müsst Ihr nach einigen Wochen mit Lupe nach kleinen Fäden und/oder Schwängeln Ausschau halten, klingt zwar lustig, ist aber zeit- und nervenaufreibend. 

Auswahl der Mutterpflanze

In meinem Guide zur vollständigen Indoor Selbstversorgung habe ich das grobe Szenario zur Auswahl einer guten Mutterpflanze in etwa so beschrieben:

  • Kauft 5 oder mehr feminisierte Hanfsamen einer ausgewählten Sorte.
  • Bringt die Samen zum Keimen, hegt und pflegt die Kleinen, und aus der sich am stärksten entwickelnden Pflanze macht Ihr Eure zukünftige Mutterpflanze. Meiner Erfahrung nach bringen diese Pflanzen später auch die besseren Ergebnisse.
  • Dadurch trefft Ihr so früh wie möglich eine qualitative Auswahl, die Euch zukünftig leicht bis zu 50 % mehr an Ergebnissen liefern wird.

Natürlich reiche theoretisch ein einziger Samen. Bei der Entscheidung für eine Mutterpflanze, deren genetische Klone später zur Selbstversorgung oder als Teil eines (legalen) Einkommens dienen sollen, drängt sich eine sorgfältigere Auswahl aber mehr als auf. Jemand mit ernsthafen Ambitionen folgt daher bitte mindestens den eben genannten Kriterien. Wer das Potenzial der zukünftigen Mutter optimieren will, hat noch weitere Möglichkeiten:

  • Mehr Samen: Die stärkste Pflanze aus 10 Samen ist vermutlich noch mal um einige Prozentpunkte besser als die stärkste aus 5 Samen.
  • Mehrere Mutterpflanzen zum Test: Die stärkste und kräftigste Pflanze entwickelt tendenziell zwar die größten und schwersten Blüten, aber keine Regel ohne Ausnahme. Ich hatte schon Fälle, in denen eine unscheinbare Pflanze aus dem einstigen Mittelfeld, in der Blütephase plötzlich die Führung übernahm. Wie wäre also das Vorgehen? Macht aus allen Samen (bis auf vielleicht den schwächste(n)) Mutterpflanzen. Kultiviert sie wie nachfolgend gleich beschrieben und schneidet ebenfalls wie gleich beschrieben jeweils den Hauptstamm. Aus den Schnitten entstehen Eure ersten Stecklinge. Bewurzelt diese, schickt sie frühest möglich in die Blüte und lasst die einzelnen Pflanzen mit ihren Ergebnissen für sich sprechen. Dies erfordert natürlich einige Wochen und Monate mehr Zeit, mehr Sorgfalt und Genauigkeit, dafür habt Ihr am Ende aber mit ziemlicher Sicherheit eine hervorragende Ausgangsgenetik für Eure Stecklingszucht. Nebenbei entstehen im Rahmen der Testreihen bereits verwendbare Ergebnisse, eine Zeit der Selektion mit Zwischenversorgung sozusagen :).
  • Reguläre Samen: So mancher Hardliner unter den Hanfbauern ist davon überzeugt, dass reguläre Samen (also nicht femisiert), den feminisierten überlegen sind. Ich kann das leider weder klar bestätigen noch dementieren. Wer zum Zwecke maximaler Leistung aber sicher gehen will, kauft statt feminisierten, reguläre Samen. Die sind zumindest günstiger. Einige Wochen nach der Aussaat müsst Ihr dann halt die Männchen aussortieren. Dafür haltet Ihr bei den Weibchen dann mit der Lupe Ausschau nach kleinen Fäden an den Blattansätzen. Eine eigene, detaillierte, bebilderte Anleitung dazu kann ich Euch leider nicht bieten. Zum Glück ist das Internet aber sehr freigibig, daher verweise ich Euch zunächst mal auf die erste Abbildung in diesem Beitrag. Nach einigen Wochen erkennt Ihr bei den weiblichen Pflanzen die kleinen weißen Fäden wie auf der Abbildung links. Neben dem Aufwand der Auswahl und der eventuellen Unsicherheit ist bei regulären Samen die zusätzliche Zeit aber ein weiterer Nachteil. Eindeutige Geschlechtsmerkmale erkennt Ihr leider erst ab einer bestimmten Größe. Plant bei der Selektion daher zusätzlich 2 bis 4 Wochen ein.

Wer keinen hohen Bedarf nach Optimierung und wenig Geduld für eine gewisse Sorgfalt hat, sondern lediglich möglichst günstig eine Mutterpflanze aufbauen und schnell eigene Stecklinge schneiden und bewurzeln will, besorgt sich nur einen einzelnen feminisierten Samen einer ausgewählten Sorte. Mit etwas Glück erwischt Ihr einen überdurchschnittlich potenten Samen mit hoher Leistung, höchstwahrscheinlich einen durchschnittlichen, es kann aber leider auch ein weniger guter sein.

Warum kein Steckling zur Mutterpflanze?

Ein Steckling wäre definitiv die unkomplizierteste und schnellste Variante. Es gibt aber gewichtige Gründe dagegen:

  • Man kann nicht vollkommen sicher sein, dass die junge Pflanze immer konstante Lichtzyklen hatte, was Stress und eine geschwächte Pflanze bedeuten könnte.
  • Der Transport des Stecklings stört ebenfalls meist dessen Lichtzyklus, setzt also sowohl Pflanze als auch Mensch Stress aus (eine Schachtel mit einer Hanfpflanze im Kofferraum macht eine Fahrt nicht gerade angenehmer).
  • Ein Steckling ist häufig eine Pflanze aus dritter, vierter oder noch späterer Generation. Soll bedeuten, die teuer gekaufte Pflanze ist unter Umständen also schon der Steckling eines Stecklings eines Stecklings eines Stecklings. Die Kopie einer Kopie einer Kopie einer Kopie ist nicht mehr so gut oder potent wie das Original. Die Gefahr besteht beim Samen nicht.

Habt Ihr wirklich eine äußerst zuverlässige Quelle für einen Steckling aus erster Generation einer gut selektierten Mutterpflanze, dann schlagt zu. Eure eigenen Stecklinge wären dann immerhin gut selektierte Pflanzen zweiter Generation. Ohne eine solche Sicherheit rate ich Euch aber definitiv zum Samen.

Equipment für die eigene Hanf-Stecklingszucht

Für umfangreichere oder auch nur minimale Selektion braucht Ihr natürlich mehr Platz, mehr Licht, mehr von so ziemlich allem. Die Anschaffungskosten können da zu Beginn schon mal abschrecken. Ich werde Euch daher eine detaillierte Anleitung fürs absolute Minimum erarbeiten. Ein Samen, ein Topf, ein Zelt, eine Lampe, erst mal nur das Notwendigste. Wer selektieren will, besorgt sich entsprechende Posten ganz einfach in größerer oder mehrfacher Ausführung.

Behausung

Die zukünftige Mutter will zunächst irgendwo untergebracht werden. Ihr könnt dafür natürlich gern Euer handwerkliches Geschick einsetzen, aber es gibt für sehr wenig Geld sehr gute Behausungen auf Amazon. Die bieten alle Anschlüsse, sind lichtdicht und im Gebrauch sehr komfortabel. Bedingungen, die ein Eigenbau selten alle erfüllt, glaubt mir :). Ich verlinke hier bewusst die Variante mit 160 statt 120 cm Höhe. Der Grund: 160 cm bieten später Platz für 2 Ebenen. Am Boden steht dann die Mutterpflanze, auf der Ebene darüber die Anzuchtbox mit den Stecklingen.

Beleuchtung

In Sachen Beleuchtung gibt es viele Möglichkeiten für die ersten Lebenstage- und Wochen von jungen Hanfpflanzen und Mutterpflanzen. Von allen Leuchtmitteln, die ich ausprobiert habe, ist eine gute alte Leuchtstoffröhre der Type 840 aber eine der stabilsten, einfachsten und günstigsten. Für die Mutterpflanze empfiehlt sich die Ausführung in Ringform. Amazon bietet hier einige Varianten. Ich empfehle Euch dafür dennoch den nächsten Baumarkt. Wenn Ihr mit sowas absolut keine Erfahrung habt, lasst Euch dort am besten auch die Installation bzw. den Anschluss erklären.

Mit anderen Leuchtmitteln haben sich meine Pflanzen meist nicht richtig wohl gefühlt, hatten verhaltenen oder seltsamen Wuchs, deshalb lautet meine Empfehlung sowohl für die Anfangsphase, für die Mutterpflanze als auch für Stecklinge immer noch eine LSR Type 840. Egal welcher Hersteller, auf die Lichtfarbe „840“ kommt es an. Zur Aufhängung könnt Ihr natürlich billiges Garn oder herumliegende Schnüre verwenden. Ich verspreche aber, dass sich die paar Euro für eine solche Kette und solche Haken vielfach auszahlen. Damit lässt sich die Höhe bequem einstellen, Ihr habt kein lästiges, ungenaues, zeitaufwändiges Geknote und vor allem, es hält.

Anzuchttöpfchen

Ein kleines Töpfchen, eine kleine Tasse, ein kleines Glas oder ein sehr kleines Tuppergeschirr. Mir fällt kein Haushalt ein, in dem nicht irgendwas geeignetes rumliegen oder rumstehen würde. Zur besseren Veranschaulichung: Von so was ist die Rede, samt Untersetzer. Nehmt wenn möglich eher etwas Formbares aus Kunststoff als aus Glas oder Keramik. Das Umtopfen könnte sonst zur Prozedur werden. Besorgt davon gleich mehrere für die baldigen Stecklinge.

Noch komfortabler wäre es natürlich mit solchen Zellulose-Anzuchttöpfchen, da wachsen die Wurzeln durchs Material durch. Das stellt Ihr später dann einfach so wie es ist in den größeren Topf. Ich persönlich bin aber kein Fan davon. Man kann keinen Untersetzer verwenden und bei mir entstand auch mal Schimmel. Tipp: Wenn Ihr wirklich kein kleines Töpfchen rumliegen habt, auf Mülldeponien gibt’s Blumentöpfe zuhauf :).

Erde und Dünger

Zur Aussaat empfehle ich Euch die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Eine klassische Aussaaterde aus dem Baumarkt oder gute Erde aus dem Wald funktionieren in der Regel auch. Ich hatte bisher allerdings die besten Keimraten mit der Compo Sana Qualitätsblumenerde. Diese funktioniert auch allein ganz gut für die gesamte Lebensdauer der Mutterpflanze als Hauptmedium. Zur Optimierung empfehle ich Euch später beim Umtopfen dennoch einen Mix aus der Compo Sana Erde mit der Erde eines professionellen Herstellers, der von BioBizz. Ich verlinke hier bewusst den Sack mit 50 anstatt die lediglich benötigten 20 Liter. Die 50 Liter kosten kaum 2,50 mehr. Außerdem bin ich guter Dinge dass Euch das Hobby Spaß machen wird :).

Die Compo Sana Erde enthält bereits eine gut funktionierende Wurzelstimulanz. Den einzigen Dünger den Ihr daher brauchen werdet, ist der Bio-Grow Dünger von BioBizz, passend zur Erde für ideale Ergebnisse.

Anzuchtbox

Für die ersten paar Tage braucht Ihr eine kleine wasserdichte Box oder Schachtel mit transparentem Deckel. Dies kann eine mit Folie ausgekleidete Schachtel sein oder eine Kunststoffbox von Ikea. Als transparenter Deckel funktioniert eine dünne Plastikfolie wie z. B. Frischhaltefolie oder Abdeckfolie zum Malen. Grund und Funktion dieser Box ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den ersten Lebenstagen des jungen Pflänzchens und später der Stecklinge.

Eigenschaften dieser Box:

  • Wasserdicht: damit der Boden mit Wasser bedeckt werden kann.
  • Mindestens doppelt (besser 3 oder 4 mal) so hoch wie die kleinen Töpfchen, damit die Pflanze nicht direkt nach der Keimung ansteht.
  • Transparenter Deckel, der sich abnehmen lässt. Dies kann wie gesagt auch nur eine Frischhaltefolie sein, die man auf einer Seite mit Klebeband befestigt und dann darüber legt.
  • 2 kleine Löcher (etwa 2 cm Durchmesser) auf gegenüberliegenden Seiten auf verschiedenen Höhen für leichten Luftaustausch.

Ich habe dafür einst eine herumliegende Plastikbox umfunktioniert, würde auf die professionelle Variante aber nicht mehr verzichten wollen. Ihr findet solche professionellen, praktischen und günstigen Anzuchtboxen auf Amazon. Vor allem im Rahmen einer Stecklingszucht werden sich diese 13 Euro als wertvolle Investition herausstellen :).

Blumentopf

Ich lege Euch sehr ans Herz, Ton statt Plastik zu verwenden. Die Wurzeln wachsen direkt und sehr dicht an den Innenseiten der Töpfe entlang. Bei gesunden Pflanzen ist der Wurzelballen bei der Ernte eher weiß als schwarz. Ich bin überzeugt, die Pflanzen nehmen Teile des Plastiks in sich auf. Tontöpfe verhalten sich zu Plastiktöpfen ähnlich wie Wasser in Glasflaschen gegenüber Wasser in Plastikflaschen. Habe ich die Wahl, nehme ich Glas.

Ein Tontopf in entsprechender Größe kostet schon mal 10 Euro aufwärts. 10 Liter sollten es schon mindestens sein, von einem solchen etwa ist die Rede. Im Idealfall habt Ihr etwas Geeignetes rumstehen. Zwecks Niedrighalten der Kosten empfehle ich Euch aber auch hier zunächst die örtliche Mülldeponie, dann den nächsten Flohmarkt. Wenn Ihr in einer Stadt wohnt unterschätzt auch Willhaben, Spock etc. nicht. Leute sind oft dankbar, wenn sie sich die Entsorgung sparen und verschenken so was meist.

Ventilator

Junge Hanfpflanzen, egal ob Stecklinge oder Sämlinge, wachsen wesentlich robuster mit Wind. Für kleine Grows, für Mutterpflanzen und Stecklinge bietet sich ein günstiger USB-Ventilator an. Die lassen sich stufenlos regulieren, das ist vor allem bei sehr jungen Pflanzen von Vorteil. Und ein altes USB-Ladegerät oder Adapter für den Dauerbetrieb liegt in fast jedem Haushalt irgendwo. Wind ist essentiell, bestellt den Ventilator also besser zu diesem Zeitpunkt noch vor der „Aussaat“.

Sonstiges

Eine kleine Gießkanne erleichtert und erfreut die Bewässerung enorm, zur Not funktioniert aber auch so ziemlich jedes wasserdichte Gefäß. Ein kleiner Wasserzerstäuber bzw. eine Sprühflasche sind in den ersten Tagen nach der Aussaat fast unabdingbar. Damit lässt sich der Erdbereich um den Samen ideal feucht halten. In Baumärkten gibt es solche meist um weniger als 2 Euro.

Zeitschaltuhren habe ich bisher auch immer aus dem Baumarkt verwendet. Kauft allerdings keine für weniger als 5 Euro, die haben bei mir schon mal versagt. Und das kann das gesamte Projekt vernichten. Jene zwischen 7 und 10 Euro haben bisher immer zuverlässig funktioniert. Ob elektronisch oder mechanisch ist dabei Geschmackssache. Ihr werdet höchstwahrscheinlich auch Verteiler und 1 oder 2 Verlängerungskabel brauchen. Was ich Euch außerdem unbedingt empfehle im Haus zu haben ist ein gutes Gewebeband. Sei es für Verkabelung, Befestigung oder auch mal zur Verdichtung.

Der Start

Stellt Euch zunächst bitte darauf ein, dass Ihr in den nächsten Tagen und Wochen eher keinen mehrtägigen Urlaub außer Haus machen werdet. Hanfpflänzchen schätzen in der Anfangsphase tägliche Pflege. Nun, die Growbox steht, die Leuchtstoffröhre ist installiert, starten wir!

Ein paar CBD Samen in der Hand eines Gärtners.
Die wertvollen Hanfsamen sind mit Sorgfalt handzuhaben.

Die Aussaat

  • Befüllt das Anzuchttöpfchen mit der Compo Sana Erde und drückt diese nur leicht nach unten, die jungen Wurzeln tun sich leichter in lockerem Erdwerk.
  • Legt den Samen vorsichtig in die Mitte des Töpfchens und drückt ihn leicht mit dem Finger in die Erde.
  • Streut gerade so viel Erde drüber, dass der Samen bedeckt ist.
  • Befeuchtet die Oberfläche mit einigen Sprühern aus dem Wasserzerstäuber. In den ersten Stunden öfters damit sich die generelle Feuchtigkeit der Erde gleich mal erhöht. „Gut feucht, aber nicht nass“ lautet die Devise.
  • Bedeckt den Boden der Anzuchtbox mit Wasser, zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.
  • Stellt das Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox (der Untersetzer ist wichtig, damit die Erde das Wasser auf dem Boden der Box nicht ansaugt).
  • Stellt die Anzuchtbox samt Töpfchen nun in die lichtdichte Growbox. Hanf ist ein Dunkelkeimer, lasst das Licht in den ersten 24 Stunden daher aus.
  • Junge Hanfpflanzen mögen auch keine kalte Erde, legt, wenn auf kühlem Untergrund, daher unter die Anzuchtbox eine Styroporplatte oder ähnliches Dämmmaterial. Ansonsten zumindest einen dickeren Karton.
  • Besprüht die Oberfläche ab nun 2 bis 3 mal am Tag mit der Sprühflasche. Wie gesagt, gut feucht, aber nicht nass.
  • Nach etwa 24 Stunden startet Ihr den ersten Lichtzyklus. Einige Stunden auf oder ab machen keinen Unterschied. Stellt zunächst einen Zyklus von 20 Stunden Licht/4 Stunden Dunkelheit ein. Lasst genug Abstand zwischen LSR und Anzuchtbox (gut 30 cm), der Kunststoff und der Innenraum der Box sollen zwar warm, aber nicht zu heiß werden.
  • Haltet mit der Sprühflasche die Oberfläche der Erde so lange gut feucht, bis der Samen aufgegangen ist. Das dürfte nach spätestens 5 Tagen der Fall sein.
  • Nach einer Woche bis 10 Tagen dürfte das Pflänzchen schon einige Zentimeter hoch sein und das erste Blattpaar hat sich entwickelt. Nehmt den jungen Sämling nun aus der Anzuchtbox raus und stellt ihn wie er ist samt Untersetzer etwa 15 bis 20 cm unter die LSR. Bei kaltem Boden wiederum auf ein Stück Styropor oder ähnliches Dämmmaterial.
  • Auf den Boden der Growbox gebt Ihr wieder etwas Wasser zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.
  • Ab diesem Zeitpunkt (also Auszug aus der Anzuchtbox) empfiehlt die Fachliteratur leichten Wind. Hanfpflanzen wachsen sonst zu schnell in die Höhe, werden nicht robust genug, instabil und kippen leicht. Installiert daher ab diesem Zeitpunkt den USB-Ventilator in großzügigem Abstand auf kleiner Stufe. Das Pflänzchen sollte sich leicht bewegen, aber nicht den Eindruck erwecken, es stehe im Sturm. Ich hänge den Ventilator an die selbe Zeitschaltuhr wie das Licht, hat bisher immer gut geklappt.
  • Nun lasst Ihr das Pflänzchen die nächsten 1 bis 2 Wochen wachsen. Die Compo Sana Qualitätsblumenerde ist leicht vorgedüngt, Ihr braucht also nur für Wasser sorgen. Gießen könnt Ihr nun mit der Gießkanne, alle 2 bis 3 Tage reicht. Hebt die Pflanze am Topf an, anhand des Gewichts erkennt man leichter, wann gegossen werden muss. Weniger ist meist mehr, für die Menge werdet Ihr recht schnell ein Gefühl entwickeln.
  • Den Abstand zwischen Pflanze und LSR könnt Ihr bis auf etwa 5 cm kleiner werden lassen. Vermeidet aber Kontakt zwischen Blättern und Leuchtmittel.
  • Vermeidet beim Bewässern so gut es geht Extreme: die Erde sollte niemals so nass sein, dass sich Wasser im Untersetzer sammelt, die Oberfläche sollte aber auch nie ausgetrocknet sein. Mit allem dazwischen kann ein Hanfpflänzchen ganz gut umgehen.
  • Ihr könnt (müsst aber nicht) bereits kurz nachdem die Pflanze aus der Anzuchtbox kommt sehr kleine Mengen Wuchsdünger (Bio-Grow) verwenden. Dadurch lässt sich der Wuchs ein wenig beschleunigen und die Pflanze wäre vielleicht noch etwas besser versorgt. Häufiger als Nährstoffmangel tritt bei jungen Pflanzen allerdings Überdüngung auf. Und bei den sehr geringen Wassermengen ist das Messen einer vernünftigen Düngermenge fast unmöglich. Ihr könnt Gießwasser samt wenigen Tropfen Dünger für mehrere Bewässerungen im Voraus mischen. Wie gesagt, bei sehr jungen Pflanzen kein Muss aber unter Umständen eine kleine Hilfe.
  • Je größer das Pflänzchen, um so höher wird dann aber natürlich der Nährstoffbedarf. In den Tagen vorm Umtopfen könnt Ihr schon eine Düngelösung mit etwa 1 ml Dünger pro Liter Wasser verwenden.
  • Wenn die Pflanze doppelt oder drei mal so groß ist wie das Töpfchen und schon so viel Wasser saugt, dass die Erde jeden zweiten Tag trocken und leicht ist, wird es Zeit zum Umtopfen.

Das Umtopfen

Tontöpfe zum Umtopfen der CBD Pflanzen.
Beim Umtopfen ist eine gewisse Vorsicht geboten.

Das Pflänzchen ist nun etwa 3 bis 4 Wochen alt und saugt ihr kleines Töpfchen schon in weniger als 2 Tagen leer, es wird Zeit dem Wurzelballen mehr Platz zu verschaffen. Ich hoffe Ihr habt Euch meinen Appell zu Herzen genommen und verwendet einen schönen Tontopf.

Zum Umtopfen selbst:

Macht den Topf voll mit einer Mischung aus Compo Sana und Bio-Bizz-Erde, drückt die Erde wieder nur leicht nach unten und grabt in der Mitte ein Loch in der Größe des Anzuchttöpfchens. Macht den Topf ordentlich voll, die Erde sitzt nach. Beim Befreien des Wurzelballens ist ein wenig Vorsicht geboten: Dreht die Pflanze samt Töpfchen auf den Kopf und legt die obere Seite des Töpfchens (die sich jetzt unten befindet) auf die Innenseite Eurer flachen Hand, der Stamm des Pflänzchens befindet sich dabei zwischen zwei Fingern (am besten Mittel- und Ringfinger oder Mittel- und Zeigefinger).

Drückt nun das Plastiktöpfchen so lange immer wieder kurz zusammen, bis sich der Wurzelballen löst. Auf die Art vermeidet Ihr, am empfindlichen jungen Pflänzchen zu ziehen. Dreht den Wurzelballen samt Pflänzchen nun vorsichtig um und stellt es in das vorbereitete Loch des größeren Topfes. Wer ein Zellulose-Anzuchttöpfchen verwendet hat, spart sich das und stellt ihn wie er ist ins vorbereitete Loch. Schüttet die Hohlräume an den Seiten des kleinen Wurzelballens noch mit Erde zu und fertig. Wartet mit der nächsten Bewässerung nun einige Stunden. Das Umtopfen bedeutet genau wie das Gießen Stress für Pflanzen, beim nächsten Bewässern sollte sie sich vom letzten Stress besser ein wenig erholt haben.

Das Setup nach dem Umtopfen

  • Das Pflänzchen ist nun in seinem neuen, größeren, wunderschönen Tontopf.
  • Haltet die Erde wiederum gut feucht, aber nicht nass.
  • Um Düngung braucht Ihr Euch in den ersten Wochen nach dem Umtopfen keine großen Sorgen machen. Beide Erden sind vorgedüngt und versorgen das junge Pflänzchen ausreichend. Beginnt erst nach etwa einem Monat mit kleinen Mengen des Wuchsdüngers.
  • Die Beleuchtung hängt etwa 5 bis 10 cm über der Pflanzenspitze (wie gesagt der Abstand kann sehr gering sein, vermeidet aber Kontakt). 
  • Der Ventilator sorgt an geeigneter Stelle für adäquate Bewegung, eher weniger als mehr und weiterhin an den Lichtzyklus gekoppelt.
  • Die Zeitschaltuhr könnt Ihr lassen wie sie ist, Ihr könnt den Zyklus aber auch auf bis zu 18 Stunden Licht/6 Stunden Dunkelheit ändern. Mit mehr Licht gehts etwas schneller. Hier den Kompromiss zwischen Fortschritt und Stromverbrauch zu definieren, überlasse ich Euch. Ich ließe es zunächst auf 20/4 und reduzierte es erst später bei “ausgewachsener” Pflanze nach und nach auf 18/6.

Die Hanf Mutterpflanze aufbauen

  • Das Umtopfen ist nun einige Tage her. Das Pflänzchen ist inzwischen etwa 4 Wochen alt, hat sich ans neue Nährmedium gewöhnt und fühlt sich sichtlich wohl. Es sollte zu diesem Zeitpunkt gesunde 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben.
  • Schneidet nun den Hauptstamm direkt ober dem dritten oder vierten Blattpaar ab. Aus dem Schnittstück kann bereits der erste Steckling werden.
  • An der Schnittstelle wachsen in den kommenden Tage und Wochen 2 bis 4 Zweige in verschiedene Richtungen.
  • Wenn diese Zweige je 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben, macht dort das selbe. Die Pflanze wächst durch diese Art des Zuschneidens niedriger und buschiger.
  • In einigen Wochen ist es so weit, und die junge Mutter produziert genug Zweige bzw. Stecklinge für den ersten Grow mit ihren „Kindern“.

Schneiden und Bewurzeln der Hanfstecklinge

Eure Mutterpflanze ist einige Wochen alt, Ihr habt sie mehrfach zugeschnitten, der letzte Schnitt ist 1 bis 2 Wochen her, dann sollte sie allmählich genug Zweige für den ersten Grow mit ihren Kindern  bieten. Ich gehe in den folgenden Ausführungen mal davon aus, dass Ihr Stecklinge für Eure eigene Selbstversorgung gewinnen wollt. Ambitionierte Wirtschaftstreibende hingegen vergrößern die Dimension bitte einfach nach Belieben. Die Grundtechnik und das Bewurzeln funktionieren gleich. Es sei auch erwähnt, dass ein Steckling wesentlich einfacher zu bewurzeln ist, als einen Sämling zu ziehen.

CBD Stecklinge kurz nach der Anwurzelung.
Einen Steckling zu bewurzeln ist einfacher als einen Sämling zu ziehen.
  • Verwendet eine gut scharfe Schere.
  • Schneidet Zweige mit 2 bis 3 Blattpaaren wieder oberhalb des darunter liegenden Blattpaares ab. Tut also im Prinzip das gleiche wie bisher beim Zuschneiden, nun aber öfter :).
  • Schneidet das unterste Blattpaar des Stecklings am Stämmchen ab. Der Steckling hat nun also nur noch 1 oder 2 Blattpaare.
  • Für einen Grow mit sagen wir 9 Pflanzen schneidet 12 Stecklinge. 12 deshalb, weil die Bewurzelungsrate selten bei Hundert Prozent liegt und weil 3×4 Pflanzen gut in die meist rechteckige Anzuchtbox passen.
  • Stellt die Stecklinge einige Stunden oder auch über Nacht in Wasser, also in Gläser oder Becher. Dieser Schritt ist diskutabel, ich hatte bisher aber bessere Bewurzelungsraten mit.
  • Nehmt die Stecklinge jetzt aus dem Wasser und schneidet mit einem scharfen Messer (Stanleymesserklinge oder besser noch ein Skalpell) diagonal das unterste Stück des Stämmchens ab. Diagonal ist wichtig, damit eine größere Oberfläche zur Flüssigkeitsaufnahme entsteht. Die scharfe Klinge sorgt für einen schönen Schnitt und verhindert, dass zu viel Druck auf das Stämmchen ausgeübt wird.
  • Tunkt nun die unteren 1 bis 2 cm des Stämmchens in ein Wurzelhormon.
  • Zu diesem Zeitpunkt solltet Ihr bereits 12 der kleinen Anzuchttöpfchen mit Compo Sana Qualitätsblumenerde befüllt haben. Steckt den Steckling nun die mit Wurzelhormon benetzten 1 bis 2 cm und 2-3 mm mehr, in die Erde.
  • Macht das mit allen 12 und stellt die Stecklinge in den Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox.
  • Das Vorgehen in den nächsten 1 bis 2 Wochen ist nun ähnlich wie beim Samen: Haltet die Erde gut feucht und besprüht den Bereich um das Stämmchen in der Erde täglich mit der Sprühflasche.
  • Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit gebt wieder etwas Wasser auf den Boden der Anzuchtbox.
  • Als Beleuchtung fungiert nun wieder eine LSR 840 etwa 10 bis 20 cm über der Anzuchtbox. Ich empfehle Euch dafür noch mal die gleiche Version wie schon für die Mutterpflanze in Verwendung. Damit hättet Ihr dann auch gleich die passende Beleuchtung für die Wachstmszeit der Stecklinge.
  • Nach spätestens 2 Wochen sollten die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben und können aus der Anzuchtbox raus.

Wohin nun mit den Stecklingen?

Wie vorher bei der Beschreibung der Einkaufsliste schon erwähnt, verwenden wir die Growbox mit 40x40x160. 160 cm bieten ausreichend Platz für 2 Ebenen. Allerdings ist ein wenig handwerkliches Geschick gefragt. Baut auf etwa 105 bis 110 cm Höhe eine Etage ein. Wie? Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Ich habs mal in etwa so gemacht:

  • Befestigt 8 kleine Metallwinkel mit Kabelbindern und Gewebeband (jap das hält ordentlich) auf entsprechender Höhe.
  • Die Winkel verbindet Ihr mit stabilen, entsprechend zugeschnittenen Leisten aus Holz oder Metall.
  • Diese Leisten verbindet Ihr wiederum mit anderen, breiteren Leisten, sodass Ihr darauf die Anzuchtbox bzw. nach dem Bewurzeln die Stecklinge stellen und darunter die LSR für die Mutterpflanze montieren könnt.

Wem dies allerdings zu aufwändig oder unsicher ist, der kauft sich bitte statt einem Growzelt mit 160 cm Höhe, 2 Zelte mit 120 cm. Mit der Ersparnis an Versandkosten wäre dies nicht so viel teurer.

Lüfter?

Brauchen wir neben Belüftungsklappen- und Öffnungen des Growzeltes einen extra Lüfter zur Luftzirkulation? Bei einem Grow mit Blütephase auf jeden Fall. Bei Mutterpflanze und Stecklingen kommt es darauf an, und zwar hauptsächlich auf die Außentemperatur. Mit 2 Zelten könnt Ihr einen Lüfter verzichten. Mit 2 Beleuchtungen in einem Zelt kann es an warmen Tagen schon mal um einiges zu heiß werden. Sollte die Temperatur im Zelt die 30 Grad überschreiten dann braucht Ihr auf jeden Fall einen. Ein guter Lüfter in dieser Dimension kostet schon mal an die 40 Euro. Ich habe Euch hier einen sehr guten mit 2 Geschwindigkeitsstufen verlinkt.

Ihr könnt natürlich Lüfter für unter 15 Euro verwenden. Seid dann aber darauf vorbereitet, dass man sich wegen der Lärmentwicklung kaum im gleichen Raum aufhalten kann und auch bei geschlossener Tür, im Nebenraum noch von Eurem Projekt zu hören ist. Meine Empfehlung richtet sich daher eindeutig in Richtung Qualität. Auf Aktivkohlefilter könnt Ihr bei einer Stecklingszucht meist verzichten. Es findet zwar eine gewisse Geruchsentwicklung statt, diese ist meiner Meinung nach aber zu vernachlässigen.

Schlussworte

Nun liebe Freunde der Botanik, ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Ausführungen helfen, was auch immer Eure Motivation zum Gärtnern ist. Die meisten von Euch suchen vermutlich nach der effizientesten Methode zum Betreiben der eigenen Indoor-Selbstversorgung. Wie Ihr eine solche für etwa 300 Euro aufbaut, findet Ihr wie bereits erwähnt in diesem Artikel. Mit sämtlichen, Ratschlägen, Verlinkungen und einer vollständigen Einkaufsliste.

Ich wünsche Euch das Allerbeste, viel Erfolg, Gesundheit und Freude. Genießt den Prozess und die Früchte Eures Schaffens. Zögert auch nicht unterm Artikel einen Kommentar zu hinterlassen oder Fragen zu stellen. Wir freuen uns über jedes Feedback und jede Reaktion.

No Comments on Die eigene CBD Mutterpflanze und Stecklinge – eine simple Anleitung.

Was ist CBD-Öl? Alles über Wirkung und Anwendung.

Was ist CBD-Öl? CBD-Öl ist ein mit CBD (Cannabidiol) angereichertes…

Was ist CBD-Öl?

CBD-Öl ist ein mit CBD (Cannabidiol) angereichertes Trägeröl (Hanf- Oliven- Kokosöl). Es ist nicht psychoaktiv (macht also nicht high), hat positive Wirkungen auf Körper und Geist und ist in vielen Ländern legal erhältlich. CBD ist eine von über 100 natürlich vorkommenden Cannabinoid-Verbindungen der Hanfpflanze.

Wofür wird es verwendet? Wie wirkt es auf den Körper? Wie schmeckt es? Die Antworten auf diese und andere Fragen findet Ihr weiter unten. 

CBD-Öl ist ein vielseitig einsetzbares Naturprodukt, das aus der Hanfpflanze (Cannabis Sativa) gewonnen wird. Die heilende Wirkung von Cannabis ist schon seit Tausenden von Jahren bekannt und wurde erst kürzlich von der Medizin wiederentdeckt.

Die Wirkung von CBD ist im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) nicht psychoaktiv und in vielen Ländern legal erhältlich.

Welche CBD-Öle gibt es?

CBD-Öle unterscheidet man grundsätzlich an der Konzentration des Cannabidiols pro Milliliter Öl. Das heißt es gibt verschieden starke CBD-Öle.

Ein Beispiel für 5 % CBD-Öl: 10ml Öl = 500 mg Cannabidiol

Gängige Konzentrationen sind:

  • 5 %  
  • 10 %
  • 25 %

Es gibt aber auch 2,5 und 18%ige CBD-Öle auf dem Markt. 

Wie schmeckt CBD-Öl?

Da sein Trägeröl meist aus Hanfsamenöl hergestellt ist schmeckt es auch wie Hanfsamenöl. Es hat diesen für Hanföl typischen angenehm nussigen Geschmack.

Je höher die Konzentration an CBD desto weniger angenehm ist der Geschmack. Er kann bitter sein und erinnert an den Geschmack von Medizin. Was CBD-Öl ja auch ist – pflanzliche, natürliche Medizin.

CBD (Cannabidiol) der Wirkstoff

Hanf Cbd Öl
Hanf, ein natürliches Heilmittel.

CBD ist eine von über 60 verschiedenen chemischen Verbindungen, sogenannten Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze vorkommen. Diese Cannabiniode können vom Körper selbst produziert (Endocannabinoid) oder von außen zugeführt werden (Phytocannabinoide).

Es sind chemische Verbindungen die direkt mit den Regulationssystemen des Körpers interagieren und auf die Homöostase (inneres Gleichgewicht) einwirken. Dabei können körperliche Prozesse wie Stimmung, Schlaf, Appetit und Schmerzen beeinflusst werden.

Cannabinoide entfalten ihre Wirkung indem sie sich an verschiedene Rezeptoren anlegen. Viele dieser befinden sich im Gehirn, der Leber und der Niere. Die CB1-Rezeptoren im Gehirn, regulieren Appetit, Erinnerungen, Stimmung, Emotionen, Schmerz und Koordination. Auch THC bindet an diese Rezeptoren. CB2-Rezeptoren befinden sich im Immunsystem und beeinflussen Entzündungen und das Schmerzempfinden.

CBD wird aus Blättern, Blüten und Stielen der Hanfpflanze Cannabis Sativa gewonnen, es wirkt nicht psychoaktiv und ist im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) legal erhältlich.

Aufgrund seiner positiven Eigenschaften rückt CBD immer mehr in den Focus verschiedener Studien und wird fortlaufend getestet. Die aktuellen Erfahrungsberichte sind durchwegs positiv. Auch die Nebenwirkungen sind erfreulich gering.

Hanfsamenöl als gesunde Basis

Die Basis oder besser gesagt das Trägeröl für CBD-Öl kann variieren. In den meisten Fällen wird Hanfsamenöl als Basis verwendet, es kann aber auch jedes beliebige andere Öl als Träger dienen. Da das Hanfsamenöl an sich schon ein sehr gesundes und hochwertiges Öl ist, liegt es nahe dieses Öl als Basis zu verwenden. (Ich habe ein günstiges Öl in guter Qualität auf Amazon gefunden)

Was die Qualität des Trägeröls betrifft gibt es, wie bei jedem Öl verschiedenste Qualitätsstufen und Unterschiede. Die Qualität hängt größtenteils vom Aufwand beim Anbau (Bio) und der Verarbeitung (Kaltpressung) ab. 

Wofür wird CBD-Öl angewendet?

CBD-Öl gelangte kürzlich in den Fokus der Forschung und bis heute sind bereits einige Anwendungsmöglichkeiten bekannt und wissenschaftlich erforscht. Weitere Untersuchungen werden laufend durchgeführt und wir verfolgen gespannt die aktuellen Ergebnisse. 

Heute findet CBD-Öl Anwendung bei:

Vollextrakte mit einem breiten Spektrum an Wirkstoffen (CBD, CBDA, CBG, THC, Terpene, Flavonoide) sind CBD-Isolaten vorzuziehen. Die Qualität der Öle entscheidet über die Wirkung und ist daher nicht zu unterschätzen. Wir haben das Thema CBD-Öl Qualität in einem anderen Artikel ausführlich beleuchtet. Öle in sehr guter Qualität findet Ihr in unseren Empfehlungen

CBD-Öl gegen Schmerzen

CBD Öl gegen Schmerzen

CBD-Öl hat eine beruhigende Wirkung auf den Körper. CBD-Öl tritt mit Rezeptoren im Gehirn in Wechselwirkung, wodurch entzündungshemmende und schmerzstillende Effekte ausgelöst werden, die bei der Schmerztherapie helfen.

So kann beispielsweise bei Arthritis und Sklerose durch die Einnahme von CBD-Öl Schmerzlinderung herbeigeführt werden.

CBD-Öl kann zu einer Linderung der Schmerzen und damit zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen. Was unserer Meinung nach schon ein beachtlicher Beitrag ist für eine Heilpflanze, die erst kürzlich wieder in den Fokus der medizinischen Forschung rückte.

Je nach Schmerzintensität variieren auch die Dosierungsempfehlungen bzw. die Stärke des zu verwendenden CBD-Öls. Wir haben das Öl mehrmals erfolgreich gegen Zahnschmerzen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

CBD-Öl gegen Parkinson

CBD kann die Symptome der Parkinson-Krankheit, die sich meist durch starke Krämpfe und Verspannungen äußert, dramatisch lindern. CBD-Öl wirkt entspannend auf den Körper und ergo dessen auf die Muskeln.

Es gibt klare Nachweise darüber, dass CBD-Öl und medizinisches Cannabis Parkinson Patienten, Linderung verschaffen kann.

CBD-Öl gegen Migräne

Migräne kann einen komplett aus dem Lebensalltag werfen. Die immensen Schmerzen einer solchen Migräneattacke sind schwer vorstellbar. Hier wird ganz gut beschrieben, wie man sich diesen Schmerz vorstellen kann.   

Die weitere Erforschung von CBD ist in vollem Gange und es werden laufend neue Erkenntnisse publiziert. CBD-Öl ist in der Schmerztherapie eine natürliche Alternative zu den herkömmlichen Tabletten. 

Es gibt verschiedenste Medikamente, die für Linderung sorgen können… aber diese wirken nicht immer und vor allem ist mit ungesunden Nebenwirkungen zu rechnen. CBD-Öl ist ein pflanzliches und natürliches Heilmittel. Mehr zum Thema findet Ihr auf CBD-Öl gegen Migräne. Kontrolle über das eigene Wohlbefinden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Medikamenten zerstört es weder die Darmflora noch frisst es die Magenwände auf. Deshalb empfehle ich immer erst den schonenden, natürlichen und pflanzlichen Weg zur Heilung.

CBD-Öl bei Schlafstörungen

Schlafhilfe Cannabidiol

CBD-Öl wirkt entspannend und beruhigend, da liegt es nahe, dass es auch beim Einschlafen helfen kann. Wir haben es mehrmals erfolgreich getestet und zwar auf unseren mehrtägigen Wanderungen von Hütte zu Hütte durch die Alpen.

Für alle die damit nicht vertraut sind, es wird dort in großen Matratzenlagern mit vielen anderen wanderbegeisterten Menschen geschlafen. Ein echter Härtetest für den Schönheitsschlaf. Unsere Erfahrung mit CBD-Öl (in Kombination mit Ohropax) waren sehr überzeugend und ohne mein CBD-Öl findet Ihr mich auf keiner Hütte mehr.

Auch nach einem stressigen Tag, wenn die Gedanken nicht aufhören zu kreisen, kann das CBD – Öl entspannend wirken und beim Einschlafen helfen. Detailliertere Infos zum Thema CBD-Öl und Schlafen findet Ihr hier

CBD-Öl bei Depressionen

CBD wirkt positiv auf die Stimmung. Im Gegensatz zu THC, das sich auch durchaus negativ auf die Stimmung auswirken kann (Paranoia und Angstzustände), scheint CBD-Öl die Stimmung zu stabilisieren und Stimmungsschwankungen auszugleichen.

Es gibt laufende Forschungen zur Anwendung von CBD-Öl bei Depressionen, die wir beobachten und worüber wir Euch selbstverständlich am Laufenden halten.

Mehr Infos zu diesem Thema findet Ihr in unserem Artikel CBD-Öl und Depressionen

CBD-Öl bei Angst und Anspannung 

Angst, Sorgen, und Anspannung sind in unserer Gesellschaft keine Seltenheit mehr. Viele leiden unter Angstzuständen in der einen oder anderen Form und Ausprägung. Generell ist an Angst nichts verkehrt. Im Gegenteil, Angst kann uns helfen indem sie uns vor Gefahren schützt und uns davon abhält zu große Risiken einzugehen.

Aber hier sprechen wir von einer anderen Angst. Der Angst, die uns ständig im Nacken sitzt und die uns nicht mehr loslässt auch wenn wir keiner reellen Gefahr ausgesetzt sind. 

CBD-Öl bei psychischen Anspannungen wie:

  • Versagensängsten
  • Prüfungsangst
  • Nervosität
  • Ruhelosigkeit

Die Ursachen dieser Ängste können durch CBD-Öl nicht beseitigt werden und bedürfen sicherlich einer intensiveren Betrachtung.

CBD – Öl jedoch kann bei akut auftretenden Symptomen von Ängsten, Anspannung und Nervosität, sehr wohl helfen.

In solchen Fällen kann es Entspannung fördern, was dazu führt, dass man wieder klarer und freier denken und handeln kann. Wir haben sehr positive Erfahrungen mit CBD-Öl vor allgemein stressigen Situationen gemacht. Beispielsweise verspüre ich eine ziemliche Anspannung, wenn ich vor Leuten, also öffentlich reden muss.

Die Einnahme von CBD-Öl hilft mir entspannter und souveräner aufzutreten. Hierbei ist auf eine richtige Dosierung zu achten. 

CBD-Öl und Krebs

Das Thema CBD-Öl und Krebs ist in aller Munde. Es wurde bereits wissenschaftlich bewiesen, dass CBD helfen kann, die mit der Krebsbehandlung (Chemotherapie) verbundenen Symptome zu reduzieren. Wie aus einigen Studien hervorgeht soll CBD sogar eine krebsbekämpfende Eigenschaft besitzen.

Die Ergebnisse und Entwicklungen sind sehr positiv und es wird weiter geforscht, was neue Erkenntnisse bringen und die Anwendungsfelder noch erweitern wird.

CBD-Öl gegen Akne

CBD-Öl wirkt entzündungshemmend und hilft die Überproduktion von Talg aus den Talgdrüsen zu kontrollieren. Dies wirkt sich positiv auf das Hautbild aus und vermindert Akne.

CBD-Öl gegen neurologische Störungen

Forscher glauben, dass CBD bei neurologischen Störungen und Erkrankungen wie Epilepsie und Multipler Sklerose helfen kann. CBD sei in der Lage auf das Endocannabinoid – System und anderer Regulationssysteme positiv einzuwirken. 

Die Anwendung von CBD bei Multipler Sklerose und Epilepsie, ist eine der am meist untersuchten Einsatzmöglichkeiten.

Auch Alzheimer geht es in neuesten Untersuchungen an den Kragen. Diverse Studien zeigen bereits Hinweise darauf, dass CBD den kognitiven Verfall verhindern kann.

CBD-Öl für ein gesundes Herz

Weniger Stress und eine Senkung des Blutdrucks führen zu einem gesünderen Herzen. Scheint völlig logisch und in der Tat es gibt Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass CBD-Öl genau dabei helfen kann.

Weitere Studien zur Anwendung für CBD-ÖL

  • Antipsychotische Wirkung – das betrifft vor allem Menschen die unter Schizophrenie oder anderen psychischen Störungen leiden. Zur Studie
  • Hilfe bei Suchtverhalten, Drogenabhängigkeit. Die Liste geht von Heroin- und Morphin- bis hin zur weit verbreiteten Nikotinsucht. Untersuchungen zeigen, CBD wirkt unterstützend bei der Entwöhnung.  
  • Tumorwachstum – die Ausbreitung von Gehirn-, Darm-, Brust-, Lungen-, Prostatakrebs lässt sich durch CBD möglicherweise beeinflussen. Studie 
  • Diabetes – bei Mäusen wurde eine geringere Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) festgestellt. Hier gehts zur Studie.

Fazit

Viele Studien über CBD sind noch recht jung und es gibt noch viel zu lernen über die Wirksamkeit und Anwendungsmöglichkeiten von CBD-Öl. Dennoch geht recht klar hervor, dass CBD-Öl mehr ist als nur eine gute Alternative zu Pillen und Tabletten.

Ob nun gegen Schmerzen, Schlafstörungen, Depressionen oder einfach für einen rundum gesunden Körper in dem man sich wohlfühlt. CBD-Öl ist ein pflanzliches und natürliches Heilmittel, das womöglich vielen Menschen helfen kann.

Relevante Fragen zu CBD-ÖL

Wie wird CBD-Öl hergestellt?

Cannabidiol (CBD) wird aus der Hanfpflanze extrahiert und dem “gewöhnlichen” Hanfsamenöl beigefügt. Dadurch entsteht das CBD-Öl. Es gibt 3 verschiedene Extraktionsmethoden: Ethanol-, Öl-, CO2- Extraktion

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CBD Blüten selber anbauen – für weniger als 80 Cent pro Gramm.

Der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) ist in aller Munde. In welchem…

Der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) ist in aller Munde. In welchem Ausmaß der aktuelle Hype gerechtfertigt ist, schwer zu beantworten. Viele Studien und inzwischen unzählige Erfahrungsberichte von Schmerzpatienten, Menschen mit Schlafstörungen, Frauen mit Menstruationsbeschwerden, Sportlern und inzwischen sogar von Haustierbesitzern lassen allmählich aber kaum Zweifel offen.

Die größte Hürde zwischen CBD-Produkten und vielen teils verzweifelten Patienten ist nach wie vor der Preis. Legales CBD Gras kostet selten weniger als 10 Euro pro Gramm, ähnlich viel also wie die illegale Variante. Genau an dieser Stelle komme ich ins Spiel. Ich bin Johannes, begeisterter Hanfbauer und Systemskeptiker. In diesem Beitrag erkläre ich Euch im Detail, Schritt für Schritt, wie Ihr für weniger als 30 Euro, 40, 50 oder noch mehr Gramm CBD-haltiges Marihuana herstellt. Alles was Ihr dafür braucht, ist ein sonniges, diskretes Plätzchen oder Räumchen, 20 bis 30 Euro und ein wenig Geduld. Auf teures Equipment und wissenschaftlich optimierte Vorgehensweisen verzichten wir ganz bewusst.

Kurz zur rechtlichen Situation

Zur Zeit gibt es für den Otto Normalverbraucher leider kaum Zugang zu zertifizierten Hanfsamen von Sorten mit weniger als 0,2 Prozent THC. Und selbst wenn, wäre der vollständige Anbau immer noch an eine Konzession gebunden. Ich sage „vollständig“ deshalb, weil die Aufzucht von Hanfpflanzen bis zur natürlichen Blütephase legal ist (in Österreich und der Schweiz jedenfalls). Ebenso wie der Erwerb potenter Hanfsamen, Stecklingen und dem modernsten Equipment zur bestmöglichen Stimulierung der eigentlich verbotenen blühenden Hanfpflanzen.

Die Gesetzeslage in Österreich, Deutschland und auch der Schweiz ist durchzogen von lächerlicher Heuchelei. Wir zahlen Steuern für den Samen, für eventuelles Aufzuchtequipment, dürfen uns damit aber nicht unsere eigene Medizin herstellen. Uns allen ist aber klar, worum es in diesem Beitrag gehen wird. Ja, ich werde Euch Anleitung zur Gesetzesüberschreitung bieten, und nein, der Fehler liegt nicht bei mir. Die erhältlichen Samen und Stecklinge wurden zwar auf hohen CBD- und niedrigen THC-Gehalt gezüchtet, illegal ist deren vollständige Aufzucht trotzdem.

Ich persönlich halte auch THC (Tetrahydrocannabinol) für einen medizinisch sehr wertvollen Wirkstoff, empfehle Euch daher mit gutem Gewissen auch Samen mit einigen Prozentpunkten THC. Ich weise Euch jetzt noch ein letztes mal darauf hin, dass Ihr Euch in Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie den meisten Ländern dieser Welt, mit der Umsetzung meiner Anweisungen geringfügig oder auch schwer strafbar macht. Jedoch handelt es sich um Gesetze, die meiner ehrlichsten Meinung nach sowohl falsch, als auch von äußerst fragwürdiger, korrupter Herkunft sind. Und Polizisten, die diese Gesetze stupide anwenden, sind denkfaule Befehlsbefolger, denen Autoritätshörigkeit wichtiger ist als das Wohl ihrer Mitmenschen.

An wen wendet sich dieser Guide?

Schmerzgeplagter Mann, der die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
CBD kann Schmerzpatienten schonend helfen.

Ich wende mich mit meinen Ausführungen primär an Menschen, die trotz medizinischen Bedarfs mit den hohen Kosten von CBD-Produkten zu kämpfen haben. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl. Auf wen das nicht zutrifft, der findet CBD Gras von hoher Qualität zum vernünftigen Preis auch in Online-Shops. Natürlich eignen sich die Anleitungen auch für kostenbewusste Kiffer und Personen mit kommerziellen Ambitionen. Ich rate jedoch entschieden davon ab, illegale Hanfprodukte als Karrieremittelpunkt oder zur regelmäßigen Berauschung zu verwenden. In beiden Bereichen gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Wer sich Sorgen bezüglich der Anschaffung bzw. des Postwegs der Samen macht, den kann ich beruhigen. Ihr kauft vollkommen legal ein und der Postweg unterliegt dem Briefgeheimnis. Der Beamte, der sich illegal Zugang zu Bestellungen verschafft und deshalb einen Mini-Homegrow aushebt, macht sich nicht nur zum Gespött sondern auch etwa 10 mal so strafbar wie der/die vermeintliche Verbrecher(in) selbst.

Die Grundbedingungen

Wie erwähnt, der Tenor lautet: Minimaler Aufwand für maximale Ergebnisse. 

  • Moderne Hanfpflanzen sind auf schnelles Wachstum, hohe Erträge und vor allem Resistenz gezüchtet. Ein „einsamer“ Platz im Garten, ein Balkon oder ein Raum mit irgendwas zwischen etwa 18 und 30 Grad sind schon geeignet.
  • Drinnen versteht sich ein Fenster wohl von selbst. Besser größer als kleiner.
  • Der Raum hat idealerweise ein Fenster Richtung Süden und ist hell gestrichen.
  • Der Raum sollte vielleicht nicht gerade im Eingangsbereich sein :).
  • Wir verwenden sog. Autoflower Samen (dazu gleich mehr). Je mehr Licht desto besser, die Reihenfolge für die beste Jahreszeit lautet daher: Sommer, Frühling, Herbst, Winter.
  • Die erwähnten Autoflower Samen sind zwar nicht an Lichtzyklen gebunden, grobe oder ständige Unterbrechungen bekommen ihnen aber auch nicht. Soll bedeuten: In dem Raum oder an dem Ort sollte es nachts so gut es geht generell dunkel sein, also nicht in der Nähe von z. B. Straßenlaternen, und es sollte keine Unterbrechungen der Dunkelheit durch Einschalten von Beleuchtungen geben.
  • Im Winter sind die Ergebnisse ohne Kunstlicht dürftig, wartet eher auf den Frühling. Wer es eilig hat und sich nicht vor kleinen Investitionen scheut, dem lege ich diesen Beitrag wärmstens ans Herz.
  • Bewahrt eine gewisse Diskretion. Ein Polizist mache sich zwar lächerlich, eine einzelne Pflanze auszuheben, seine Pflicht wäre es streng genommen trotzdem. Erzählt niemandem davon, dem Ihr nicht hundertprozentig vertraut. Ich kenne das, die Euphorie ist groß oder man möchte vielleicht auch mal der coole Hecht sein, lasst es!!! Geschichten über ausgehobene Plantagen beginnen großteils mit: „Hmm, ja, ich habe es … erzählt.“

Zu besorgen

Die Liste ist kurz:

  • Ein Anzuchttöpfchen
  • Eine Anzuchtbox
  • Einen Blumentopf
  • Erde
  • Dünger
  • Einen Samen

Wer gewillt ist, etwas Mühe und Recherche auf sich zu nehmen, braucht außer den etwa 10 bis 15 Euro für den Samen samt Versand kein Geld auszugeben. Ich will aber ehrlich sein, ein paar Euro mehr erleichtern die Angelegenheit enorm. Im Folgenden seht Ihr wie.

Anzuchttöpfchen

Ein kleines Töpfchen, eine kleine Tasse, ein kleines Glas oder ein sehr kleines Tuppergeschirr. Mir fällt kein Haushalt ein, in dem nicht irgendwas geeignetes rumliegen oder rumstehen würde. Ich rechne diesen Posten in die Kalkulation also nicht mit ein. Zur besseren Veranschaulichung: Von so was ist die Rede, samt Untersetzer. Nehmt wenn möglich eher etwas Formbares aus Kunststoff als aus Glas oder Keramik. Das Umtopfen könnte sonst zur Prozedur werden.

Noch komfortabler wäre es natürlich mit solchen Zellulose-Anzuchttöpfchen, da wachsen die Wurzeln durchs Material durch. Das stellt Ihr später dann einfach so wie es ist in den größeren Topf. Ich persönlich bin aber kein Fan davon. Man kann keinen Untersetzer verwenden und bei mir entstand auch mal Schimmel. Tipp: Wenn Ihr wirklich kein kleines Töpfchen rumliegen habt, auf Mülldeponien gibt’s Blumentöpfe zuhauf :).

Anzuchtbox

Für die ersten paar Tage braucht Ihr eine kleine wasserdichte Box mit transparentem Deckel. Dies kann eine mit Folie ausgekleidete Schachtel sein oder eine etwas höhere Tupperbox. Als transparenter Deckel funktioniert eine dünne Plastikfolie wie z. B. Frischhaltefolie oder Abdeckfolie zum Malen. Grund und Funktion dieser Box ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den ersten Lebenstagen der jungen Pflanze.

Eigenschaften dieser Box:

  • Groß genug, dass das kleine Töpfchen reinpasst
  • Wasserdicht: damit der Boden mit Wasser bedeckt werden kann
  • Mindestens doppelt (besser 3 oder 4 mal) so hoch wie das kleine Töpfchen, damit der Sämling nicht direkt nach der Keimung ansteht
  • Transparenter Deckel, der sich abnehmen lässt. Dies kann wie gesagt auch nur eine Frischhaltefolie sein, die man auf einer Seite mit Klebeband befestigt und dann darüber legt
  • 2 kleine Löcher (etwa 0,5 cm Durchmesser) auf gegenüberliegenden Seiten auf verschiedenen Höhen für leichten Luftaustausch

Eine etwas höhere Tupperdose wäre am naheliegendsten. Wer nichts herumliegen hat und/oder absolut nichts basteln will, findet sehr praktische und günstige Anzuchtboxen auf Amazon. Dies wäre für das eine Pflänzchen meiner Meinung nach aber zu viel des guten. Wenn nicht im Haushalt, dann findet sich auf jeden Fall was Geeignetes auf der Mülldeponie oder am Flohmarkt für weniger als einen Euro. Ich rechne die Anzuchtbox also ebenfalls nicht in die Kalkulation mit ein.

Blumentopf

Je nach Menge an Licht bzw. je nach Jahreszeit wächst und gedeiht die Pflanze unterschiedlich stark. Im Winter sind die Ergebnisse wie erwähnt dürftig. Wer nicht abwarten kann und auf einen Grow unter Kunstlicht verzichten will, für den oder die reicht ein Blumentopf von etwa 4 bis 7 Liter. Im Herbst oder Frühling sollten es schon eher 7 bis 10 Liter sein. Im Sommer dann 10 bis 13 Liter.

Ich lege Euch sehr ans Herz, Tontöpfe statt Plastik zu verwenden. Die Wurzeln wachsen direkt und sehr dicht an den Innenseiten der Töpfe entlang. Bei gesunden Pflanzen ist der Wurzelballen bei der Ernte eher weiß als schwarz. Ich bin überzeugt, die Pflanzen nehmen Teile des Plastiks in sich auf. Tontöpfe verhalten sich zu Plastiktöpfen ähnlich wie Wasser in Glasflaschen gegenüber Wasser in Plastikflaschen. Habe ich die Wahl, nehme ich Glas. Das Gleiche empfehle ich Euch für Euer eigenes, natürliches, biologisches Gras.

Ein Tontopf in entsprechender Größe kostet schon mal 10 Euro aufwärts. Für den Frühling oder Herbst wäre ein solcher geeignet. Im Sommer schon eher ein solcher. Im Idealfall habt Ihr etwas Geeignetes rumstehen. Zwecks Niedrighalten der Kosten empfehle ich Euch aber auch hier zunächst die örtliche Mülldeponie, dann den nächsten Flohmarkt. Wenn Ihr in einer Stadt wohnt unterschätzt auch Willhaben, Spock etc. nicht. Leute sind oft dankbar, wenn sie sich die Entsorgung sparen und verschenken so was meist.

Erde

Hier gibt es je nach Brieftasche verschiedene Möglichkeiten.

  • Wer es kostenlos und maximal natürlich halten will, begibt sich mit Schaufel und Beutel in den Wald und gräbt. Hierbei kann ich aber keine Garantie für die Ergebnisse übernehmen.
  • Bei mir stets sehr bewährt hat sich die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Sowohl zur Aussaat als auch zur Aufzucht.
  • Noch bessere Ergebnisse entstehen allerdings mit einer eigens dafür gemischten Erde eines führenden Herstellers, mit der All-Mix-Erde von BioBizz. Ich verlinke hier bewusst den Sack mit 50 Litern. 20 Liter kosten nur 2 Euro weniger und enthalten aktuell auch noch 6 Euro Versandkosten. Für die Aussaat bräuchtet Ihr dennoch auch die Compo Sana Qualitätsblumenerde, die von BioBizz ist für Sämlinge zu stark vorgedüngt.

Meine Empfehlung: Wer es sich leisten kann, verwendet die All-Mix-Erde von BioBizz. Mit 19 Euro hättet Ihr damit die beste Erde, auch für die nächsten 4 bis 6 Pflanzen. Und schon bei der ersten Pflanze amortisiert sich diese Investition vielfach. Wem das Geld dafür wirklich weh tut, dem empfehle ich zumindest die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Erde aus dem Garten, der Kompostieranlage, dem Wald oder selber gemischte Erden sind eher was für Fortgeschrittene.

Dünger

Sowohl die Compo Sana Qualitätsblumenerde als auch die All-Mix-Erde von BioBizz sind vorgedüngt. Wer im Winter ein Pflänzchen unterm Fenster zieht, kann sich den Dünger sparen. Beim wenigen Licht im Winter gedeiht die Pflanze so schwach, dass der vorhandene Dünger in der Erde mehr als ausreicht. Im Frühling oder Herbst macht Dünger schon einen Unterschied, im Sommer sowieso. Meine Empfehlung lautet hier wieder die Variante des führenden Herstellers, ein Starterset von Biobizz.

Sehr bodenständige Gemüter können auch selbst eine Jauche aus Brennnesseln oder anderem Kompost herstellen. Ich habe damit allerdings keine Erfahrung. Der Dünger von BioBizz funktioniert wunderbar, vor allem in Kombination mit selbiger Erde. Es gibt sehr viele hoch spezialisierte Hersteller für alles rund um den Cannabisanbau. Vergleichbar gute Eigenlösungen sind sicher möglich, in breiter Anwendung meiner Meinung nach aber wenig praktikabel.

Sonstiges

Eine kleine Gießkanne erleichtert und erfreut die Bewässerung enorm, zur Not funktioniert aber auch so ziemlich jedes wasserdichte Gefäß. Ein kleiner Wasserzerstäuber bzw. eine Sprühflasche sind in den ersten Tagen nach der Aussaat fast unabdingbar. Damit lässt sich der Erdbereich um den Samen ideal feucht halten. In Baumärkten gibt es solche meist um weniger als 2 Euro.

Der Samen

Der Samen ist tatsächlich das einzige, wofür wir wirklich Geld ausgeben müssen. Für die Anleitung in diesem Guide braucht Ihr nur einen Einzigen. Wie erwähnt funktioniert diese Anleitung ganzjährig, je nach Jahreszeit zwar besser oder schlechter, aber dennoch sind wir an keinen bestimmten Lichtzyklus gebunden. Eine Kreuzung moderner Hanfsamen mit der sog. Cannabis ruderalis macht es möglich. Dadurch entstanden hoch potente Samen mit einzigartigen Eigenschaften. Nämlich dass die Pflanze unabhängig vom Lichtzyklus eine vorprogrammierte Lebensdauer durchläuft. Lediglich die Gesamtmenge an Licht macht einen Unterschied. Diese Variante nennt sich „Autoflower“.

Warum kein Steckling?

Autoflower-Stecklinge sind per Definition ein Widerspruch in sich. Autoflower-Pflanzen sind aufgrund ihrer vorprogrammierten Lebensdauer nicht zur Mutterpflanze geeignet. Stecklinge stammen im Unterschied zum Sämling aber eben von einer Mutterpflanze. Der Steckling wird von einer Mutterpflanze geschnitten und zur Bewurzelung in die Erde „gesteckt“. Wenn Ihr im Internet oder im Shop Eures Vertrauens so was wie einen Automatik- oder Autoflowersteckling findet, ist dies kein Steckling sondern ein Sämling. Ist der Samen erst einmal eingepflanzt, rennt die Zeit und die wenigsten Anbieter riskieren, Sämlinge aus wertvollen, haltbaren Samen, nicht loszuwerden. Auch in Sachen Versand oder Transport ist ein Samen eindeutig die bessere Wahl.

Welchen Samen nun genau?

Das Internet ist inzwischen sprichwörtlich voll von geeigneten Samen. Bei der konkreten Auswahl stellt sich zunächst die Frage nach der gewünschten Wirkung. Die beiden relevanten Wirkstoffe sind CBD und THC. Warum auch THC? Es ist erwiesen, dass THC die therapeutische Wirkung des CBDs enorm verstärkt. Im Gegenzug lindert CBD die psychoaktive Wirkung des THCs. Moderne Hanfsamen mit 20 % THC und kaum CBD oder umgekehrt sind hochgezüchtete, genetische Freaks. Die einen verursachen Paranoia und machen einen weich in der Birne. Die anderen haben mit fast ausschließlich CBD zwar einen gewissen therapeutischen Wert, wirkten mit ausgeglichenerem Verhältnis aber vielfach besser. Scheint als hätte die Natur es wiedermal besser gewusst :).

CBD-Produkte mit weniger als 0,2 bzw. 0,3 % THC sind in Deutschland und Österreich zwar legal, der Anbau der Hanfpflanze samt Blüte aber unabhängig vom Gehalt illegal. Ihr macht Euch egal mit welchem Samen so oder so ein wenig strafbar. Da tendiere ich persönlich gleich zu einem Samen mit jenem Verhältnis, das am besten hilft. Die Cheese Autoflowering CBD wäre eine solche. Wer den THC-Gehalt minimieren will, greift zu Sorten wie der Dinamed CBD Autoflowering. Wer sich entgegen meiner Empfehlung dennoch der Gefahr der Paranoia oder des Verlusts kognitiver Fähigkeiten aussetzen will, wählt frei aus einer Sorte dieser Kategorie.

Der Start

Stellt Euch bitte darauf ein, dass Ihr in den nächsten Tagen und Wochen eher keinen mehrtägigen Urlaub außer Haus machen werdet. Die Pflänzchen schätzen in der Anfangsphase tägliche Pflege. Idealerweise ist gerade April, Mai oder Juni, Ihr habt einen passenden Ort oder Raum ausgewählt, starten wir!

Ein paar CBD Samen in der Hand eines Gärtners.
Die wertvollen Hanfsamen sind mit Sorgfalt handzuhaben.

Die Aussaat

  • Befüllt das Anzuchttöpfchen mit der Compo Sana Erde und drückt diese nur leicht nach unten, die jungen Wurzeln tun sich leichter in lockerem Erdwerk.
  • Legt den Samen vorsichtig in die Mitte des Töpfchens und drückt ihn leicht mit dem Finger in die Erde.
  • Streut gerade so viel Erde drüber, dass der Samen bedeckt ist.
  • Befeuchtet die Oberfläche mit einigen Sprühern aus dem Wasserzerstäuber. In den ersten Stunden öfters damit sich die generelle Feuchtigkeit der Erde gleich mal erhöht. „Gut feucht, aber nicht nass“ lautet die Devise.
  • Bedeckt den Boden der Anzuchtbox mit Wasser.
  • Stellt das Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox (der Untersetzer ist wichtig, damit die Erde das Wasser auf dem Boden der Box nicht ansaugt).
  • Stellt die Anzuchtbox samt Töpfchen nun an ihren Platz. Junge Hanfpflanzen haben es tendenziell eher lieber etwas wärmer als kühler, wählt wenn möglich einen Platz nahe oder auf einer schwach aktivierten Heizung.
  • Junge Hanfpflanzen mögen auch keine kalte Erde, legt, wenn auf kühlem Untergrund, daher unter die Anzuchtbox eine Styroporplatte oder ähnliches Dämmmaterial. Ansonsten zumindest einen dickeren Karton.
  • Besprüht die Oberfläche ab nun 2 bis 3 mal am Tag mit der Sprühflasche. Wie gesagt, gut feucht, aber nicht nass.
  • Haltet mit der Sprühflasche die Oberfläche der Erde so lange gut feucht, bis die Sämlinge aufgegangen sind. Das dürfte nach spätestens 5 Tagen der Fall sein.
  • Nach einer Woche bis 10 Tagen dürfte das Pflänzchen schon einige Zentimeter hoch sein und das erste Blattpaar hat sich entwickelt. Nehmt den jungen Sämling nun aus seiner Anzuchtbox raus und stellt ihn wie er ist samt Untersetzer an seinen Platz. Wenn der gedachte Aufzuchtort draußen ist, empfiehlt es sich dennoch, das fragile Pflänzchen in den ersten etwa 2 Wochen drinnen zu kultivieren.
  • Ab diesem Zeitpunkt (also Auszug aus der Anzuchtbox) empfiehlt die Fachliteratur ständig leichten Wind. Hanfpflanzen wachsen sonst zu schnell in die Höhe, werden nicht robust genug, instabil und kippen leicht. Draußen, oder auf einem Balkon erledigt dies die Natur. In einem gut gelüfteten Raum reicht auch schon die dadurch entstehende Luftbewegung. Wenn die Blätter sich allerdings kaum bewegen wäre ein kleiner USB-Ventilator eine ernsthafte Überlegung wert. Amazon bietet dafür günstige Optionen, die der Pflanze ein wertvoller, lebenslanger Begleiter wären.
  • Je nach Sorte und Bedingungen könnt Ihr das Pflänzchen nun die nächsten 1 bis 2 Wochen wachsen lassen. Die Compo Sana Qualitätsblumenerde ist leicht vorgedüngt, Ihr braucht also nur für Wasser sorgen. Gießen könnt Ihr nun mit der Gießkanne, alle 2 bis 3 Tage reicht. Hebt die Pflanze am Topf an, anhand des Gewichts erkennt man leichter, wann gegossen werden muss. Weniger ist meist mehr, für die Menge werdet Ihr recht schnell ein Gefühl entwickeln.
  • Vermeidet beim Bewässern so gut es geht Extreme: die Erde sollte niemals so nass sein, dass sich Wasser im Untersetzer sammelt, die Oberfläche sollte aber auch nie ausgetrocknet sein. Mit allem dazwischen kann ein Hanfpflänzchen ganz gut umgehen.
  • Ihr könnt (müsst aber nicht) bereits kurz nachdem die Pflanze aus der Anzuchtbox kommt sehr kleine Mengen Wuchsdünger (Bio-Grow) verwenden. Dadurch lässt sich der Wuchs ein wenig beschleunigen und die Pflanze wäre vielleicht noch etwas besser versorgt. Häufiger als Nährstoffmangel tritt bei jungen Pflanzen allerdings Überdüngung auf. Und bei den sehr geringen Wassermengen ist das Messen einer vernünftigen Düngermenge fast unmöglich. Ihr könnt Gießwasser samt wenigen Tropfen Dünger für mehrere Bewässerungen im Voraus mischen. Wie gesagt, bei sehr jungen Pflanzen kein Muss aber unter Umständen eine kleine Hilfe.
  • Je größer das Pflänzchen, um so höher wird dann aber natürlich der Nährstoffbedarf. In den Tagen vorm Umtopfen könnt Ihr schon eine Düngelösung mit etwa 1 ml Dünger pro Liter Wasser verwenden.
  • Wenn die Pflanze doppelt oder drei mal so groß ist wie das Töpfchen und schon so viel Wasser saugt, dass die Erde jeden zweiten Tag trocken und leicht ist, wird es Zeit zum Umtopfen.

Das große Umtopfen

Tontöpfe zum Umtopfen der CBD Pflanzen.
Beim Umtopfen ist eine gewisse Vorsicht geboten.

Das Pflänzchen ist nun etwa 3 bis 4 Wochen alt und saugt ihr kleines Töpfchen schon in weniger als 2 Tagen leer, es wird Zeit dem Wurzelballen mehr Platz zu verschaffen. Ich hoffe Ihr habt Euch meinen Appell zu Herzen genommen und verwendet einen schönen Tontopf.

Zum Umtopfen selbst:

Macht den Topf voll mit Bio-Bizz-Erde (ihr könnt auch Bio-Bizz und Compo Sana mischen), drückt die Erde wieder nur leicht nach unten und grabt in der Mitte ein Loch in der Größe des Anzuchttöpfchens. Macht den Topf ordentlich voll, die Erde sitzt nach. Beim Befreien des Wurzelballens ist ein wenig Vorsicht geboten: Dreht die Pflanze samt Töpfchen auf den Kopf und legt die obere Seite des Töpfchens (die sich jetzt unten befindet) auf die Innenseite Eurer flachen Hand, der Stamm des Pflänzchens befindet sich dabei zwischen zwei Fingern (am besten Mittel- und Ringfinger oder Mittel- und Zeigefinger).

Drückt nun das Plastiktöpfchen so lange immer wieder kurz zusammen, bis sich der Wurzelballen löst. Auf die Art vermeidet Ihr, am empfindlichen jungen Pflänzchen zu ziehen. Dreht den Wurzelballen samt Pflänzchen nun vorsichtig um und stellt es in das vorbereitete Loch des größeren Topfes. Wer ein Zellulose-Anzuchttöpfchen verwendet hat, spart sich das und stellt ihn wie er ist ins vorbereitete Loch. Schüttet die Hohlräume an den Seiten des kleinen Wurzelballens noch mit Erde zu und fertig. Wartet mit der nächsten Bewässerung nun einige Stunden. Das Umtopfen bedeutet genau wie das Gießen Stress für Pflanzen, beim nächsten Bewässern sollte sie sich vom letzten Stress besser ein wenig erholt haben.

Nach dem Umtopfen

Nun liebe Freunde der Botanik, damit wäre die gröbste Arbeit getan. Von nun an versorgt Ihr Eure neue Mitbewohnerin im Wesentlichen nur noch mit Wasser und Nährstoffen und erfreut Euch im Gegenzug an ihrer guten Entwicklung, ihrer wundervollen Optik, ihrem betörenden Geruch, sorry … ähm ja wir reden noch von einer Pflanze :).

  • Durch den Zauber der Autoflower-Genetik geht alles mehr oder weniger von selbst. Sorgsame Pflege und vielleicht das ein oder andere zusätzliche Know-How wird die Pflanze aber reichlich belohnen.
  • Bei zusätzlichem Know-How denke ich an Methoden wie LST (Low Stress Training) oder Super-Cropping. Dies würde hier den Rahmen sprengen, ist für gute Ergebnisse auch nicht notwendig. Aber vielleicht hat den ein oder anderen ja die Leidenschaft gepackt und will der neuen Mitbewohnerin zusätzlich was Gutes tun.
  • In Sachen Düngung ist das Düngeschema für die All-Mix-Erde von BioBizz auch für Autoflower-Pflanzen gut zu gebrauchen. Weniger ist wie immer stets etwas mehr. Sagen wir Euer Samen hat laut Herstellerangabe eine Gesamtentwicklungszeit von 80 Tagen, das sind etwas mehr als 11 Wochen. Damit fände das Düngeschema ziemlich genau Anwendung. Mit dem Start von Bio-Bloom und TopMax könnt Ihr euch eine Woche mehr Zeit lassen. Steigt also nach dem Umtopfen etwa in Woche 4 beim Düngeschema ein. Und wie gesagt, besser weniger als mehr! Nachdüngen ist leichter als durchspülen.
  • Wurzelstimulans ist laut Beschreibung auf der Compo Sana Qualitätsblumenerde bereits dort enthalten. BioHeaven habe ich bei meinen Grows mit der All-Mix-Erde bisher nicht verwendet, kann also nicht sagen, ob es den hohen Preis wert ist. Unbedingt brauchen tut Ihr es jedenfalls nicht. Bio-Grow und Top-Max des kleinen Startersets sollten für diesen Grow reichen, Bio-Bloom unter Umständen nicht, bestellt im Zweifel also rechtzeitig nach.
  • Die Pflanze entwickelt (hoffentlich) schwere Blüten. Früher oder später vermutlich zu schwer für den Hauptstamm und obere Zweige. Verwendet zum Stützen und Aufbinden daher am besten Bambusstäbe und Wolle. Beides Dinge, die man für wenige Euro kaufen, aber auch für Cents oder Gratis am Gebrauchtmarkt oder Mülldeponien findet.
  • Pauschale Angaben zur Gießmenge sind aufgrund der vielen Variablen kaum möglich. Sagen wir es ist Sommer und Ihr versorgt Eure Pflanze in der 8. Woche jeden zweiten Tag mit einer Nährstofflösung von 700 ml bis 1 Liter. Da kann bei 25 Grad und mehr schon mal eine extra Bewässerung (also ohne Dünger) dazwischen fällig werden. Im Herbst oder Frühling bei geringeren Temperaturen und weniger Sonne ist vermutlich die Pflanze weniger entwickelt, saugt dadurch auch weniger Nährstofflösung. Im Winter kann es schon mal vorkommen, dass das verkümmerte Pflänzchen eine Woche lang nichts braucht.
  • Es gilt ähnliches wie zuvor schon erwähnt, mit allem zwischen „trocken“ und „Wasser im Untersetzer“ kann die Pflanze einigermaßen umgehen. Wobei Hanfpflanzen es mit zunehmendem Alter tendenziell eher trockener bevorzugen, das regt angeblich zusätzlich die Harzproduktion an.
  • Euer erster Versuch wird vermutlich nicht ideal verlaufen. Erfreut Euch trotzdem an der herrlichen Entwicklung.
  • Zudem ist Cannabis eine Pflanze mit (in der Natur) vorprogrammierten Lebenszyklus. Auch bei gesunden Pflanzen bleiben Blätter also nicht über die gesamte Zeit perfekt grün und schön. Krankheiten sind ein anderes (viel umfangreicheres) Thema, alte Blätter werden aber schon mal braun und vertrocknen. Zum Ende hin hat die Pflanze auch bei den besten Züchtern einige nicht mehr grüne Blätter. Von gelb bis violett kommt alles vor. Je höher die Sorgfalt und Gesundheit, um so höher die Erträge natürlich. Macht Euch bei Eurem ersten Grow aber nicht wegen jeder kleinen Verfärbung verrückt.
  • Wie auf der Düngeanleitung von Biobizz abgebildet, sollten die Pflanzen in der letzten Woche bzw. in den letzten Tagen nur noch mit Wasser „gespült“ werden. Die Blüten beinhalten dann angeblich weniger Düngereste und der Geschmack verbessert sich.
  • Je nach Sorte, Sorgfalt und Bedingungen kommt es irgendwann zwischen etwa 9 bis 13 Wochen nachdem Ihr einen kleinen Samen in die Erde gabt, zum großen Moment, der Ernte :).

Die Ernte

Rote Fäden auf reifer Cannabisblüte bei der Ernte.
Wenn die meisten Fäden rot sind, ist die Pflanze fertig.

Es ist so weit. Ihr habt Euch etwa 3 Monate lang liebevoll um Eure Mitbewohnerin gekümmert, es wird allmählich Zeit, dass sie sich um Euch kümmert :). Ihr habt sie einige Tage mit Wasser gespült (ihr also keinen Dünger mehr gegeben), ihr vielleicht noch ein wenig gut zugeredet, bereitet ihr ein würdevolles Ende.

Der richtige Zeitpunkt

Aus dem richtigen Erntezeitpunkt machen Viele gerne mal eine kleine Wissenschaft. Die Betrachtung der einzelnen Harzblasen unter einer starken Lupe wird schon mal empfohlen. Wir halten es wiederum einfacher: Die Fäden auf den Blüten verfärben sich in den späteren Wochen immer mehr von weiß, nach braun-rötlich. Wenn etwa 2/3 bis 3/4 der Fäden sich verfärbt haben, solltet Ihr aufhören zu düngen und nur noch einige Tage mit Wasser spülen. Zusammen mit der Angabe der Entwicklungsdauer auf der Verpackung findet Ihr so schon einen guten Zeitpunkt. Macht Euch aber nicht verrückt damit, den genau richtigen Tag finden selbst Fortgeschrittene selten.

Das Abschneiden

Verwendet zum Abschneiden der Pflanze am unteren Ende des Stamms eine vernünftige Baumschere. Falls Ihr keine besitzt habe ich Euch hier die günstigste auf Amazon verlinkt. Ich hatte zu Beginn einmal keine zur Hand und verwendete Küchenschere und Zange. Das „unkoordinierte Herumreißen und Schneiden“ fühlte sich damals scheußlich an. Als hätte ich in freier Wildbahn ein Tier erlegt und versuchte es mit Pfeil und Bogen zu zerlegen. Ich glaube fest an eine gewisse energetische Kommunikation. Ihr setzt in diesem Moment dem Leben Eurer lieb gewonnenen Mitbewohnerin ein Ende, dies sollte von Würde und Dankbarkeit geprägt sein.

Ich weiß ich höre mich an wie der Hippie von nebenan. Ich bezeichne die Pflanze auch nicht als Lebewesen, viel mehr geht es dabei um Euer Wohlbefinden. Macht diesen Moment, den gesamten Akt der Ernte zu etwas Besonderem. Hört angenehme Musik, genießt den herrlichen Duft und stellt Euch vor, wie die Pflanze Euch in Kürze Schmerzlinderung, Vergnügen, Appetit oder tiefen erholsamen Schlaf bereitet. Ich hoffe Ihr verzeiht mir die esoterische Note, aber ein wenig Dankbarkeit im Leben tut uns allen gut. Nachdem der Stamm schließlich durchschnitten ist, bindet eine Schnur ans untere Ende der Pflanze und hängt sie kopfüber etwa auf Augenhöhe auf. Ich binde sie an einen Haken in der Decke. Zur Not tut es aber auch ein längerer Streifen eines guten Gewebebandes.

Das Stutzen

Gärtner bei der Arbeit
Das Ernten sollte ein Akt der Freude und Dankbarkeit sein.
  • Nun Werkzeuge wie auf der Abbildung brauchen wir leider nicht :). Ihr braucht lediglich eine kleine, gut scharfe Schere, die möglichst bequem in der Hand liegt und mit geringstem Kraftaufwand zu bedienen ist. Ihr werdet die Schere nämlich häufiger auf und zu bewegen. Ich muss aber zugeben, ich hatte nie eine professionelle, extra für diesen Zweck gemachte, Ernteschere. Ich verwende die kleinste aus solch einem Set. Mit anderen hatte ich schon mal Krämpfe und Blasen.
  • Sorgt für ausreichend Licht im Arbeitsbereich. Eine 100 Watt Birne oder entsprechende LED sollte es schon sein. Ich habe auch schon mal eine starke Schreibtischlampe direkt auf die hängende Pflanze gerichtet aufgestellt.
  • Verwendet Einweg-Handschuhe wie Ihr sie von Arztserien oder Mitarbeitern in der Feinkostabteilung kennt. Das Harz riecht zwar herrlich, kann sich aber tagelang hartnäckig auf den Fingerspitzen halten. Ich habe eine größere Erntesession ohne Handschuhe mal unterbrochen und war zu Besuch in einem Haushalt mit jungem Hund. Der war von meinen Händen nicht mehr wegzukriegen :).
  • Es geht an die Arbeit. Entfernt nun alle Blätter und äußeren Blattbereiche, auf denen sich keine sichtbaren Harzperlen befinden. Startet ganz oben, also am unteren Ende der Pflanze. Die meisten größeren Blätter schneidet Ihr dabei samt Stiel ab, auch viele der kleineren. Erst in Nähe der oberen Bereiche werden einige Blätter im inneren Bereich Harzperlen aufweisen, schneidet diese Blätter an entsprechender Stelle ab. Am Ende sollte es in etwa aussehen wie das zweite Bild in diesem Artikel. Nur dass Ihr hoffentlich eine wesentlich größere Pflanze vor Euch habt :).
  • Die meiste Sorgfalt sollte dabei natürlich den oberen Bereichen, also dem Bereich mit üppigen Blüten zukommen. Stresst Euch nicht zu sehr im unteren Bereich mit den kleinen Blüten mit kaum Harz. Die kosten die meiste Zeit und liefern am wenigsten Ergebnisse. Ein klassischer Fall des Pareto-Prinzips.
  • Auf der Schere wird sich mehr und mehr reines Harz ansammeln. Schabt es immer wieder mal (mit einer feinen Klinge zum Beispiel) ab und hebt es auf. Diese kleine klebrige Ansammlung pflanzlicher Güte kann schon den selben Abend zu einem der interessantesten, entspanntesten oder auch ausgelassendsten des Jahres machen :).

Das Trocknen

Aus den „idealen Bedingungen“ zum Trocknen könnte man in ähnlichem Ausmaß eine Wissenschaft machen wie aus der Aufzucht selbst. Aber wie gesagt wir halten es einfach. Einige Grad bei Temperatur oder Prozentpunkte bei Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger müsste man mit aufwendigem Equipment regulieren. Dunkel, um die 18 bis 20 Grad, mittlere Luftfeuchtigkeit und mittlere Durchlüftung wären nahe am Ideal. Ein kalter, feuchter Keller sollte es vielleicht nicht gerade sein. Temperatur und Luftfeuchtigkeit lassen sich wie erwähnt aber oft schwer verändern, dunkel und durchlüftet widersprechen sich leider auch meist.

Indoor-Growern empfehle ich dafür die dunkle Growbox mit laufendem Lüfter. Vielleicht habt Ihr ja eine dunkle Abstellkammer, die Ihr dann halt immer wieder mal lüftet. Ansonsten müsst Ihr in Sachen Dunkelheit Abstriche machen und hängt die gestutzte Pflanze, wie immer wieder mal in den Nachrichten zu sehen, einfach über einen Wäscheständer oder ähnliches.

Rechnet mit etwa 4 bis 7 Tagen Trocknungszeit. Ein Indikator für einen guten Moment, die Pflanze runterzunehmen ist, wenn der Stamm bzw. die Äste „gerade noch“ nicht brechen, sondern noch knicken. Also ziemlich trocken, aber nicht vollkommen trocken. Schneidet nun die einzelnen Blüten von den Ästen und Zweigen runter. Theoretisch könntet Ihr das Material jetzt schon verwenden. Eine weitere Maßnahme hat sich (zumindest bei mir) in Sachen Geschmack und Weichheit beim Rauchen aber bewährt. Und zwar: Wie Ihr es vielleicht in Filmen schon mal gesehen habt, das Einwickeln in Papier.

Kurze Reifung

Wickelt die Blüten leicht komprimiert in Papier. Nehmt dafür bitte keine Zeitung sondern wenn möglich hochwertige, vielleicht sogar biologisch abbaubare und pestizidfreie Papierbögen. Stellt es Euch ein wenig vor wie einen überdimensionalen Joint. Darin findet dann ein einfacher Reifeprozess statt, eine Art Veredelung wenn Ihr so wollt. Innerhalb der nächsten 3 bis 5 Tage öffnet Ihr die Bögen 2 bis 3 mal täglich einige Minuten, damit die restliche Feuchtigkeit entweichen kann.

Es gäbe dafür auch Gerätschaften, die das ganze stark beschleunigen. Eingefleischte Liebhaber „fermentieren“ das Material auch mal wochenlang bei ähnlichem Vorgehen mit großer Sorgfalt in einem Glas. Ich halte die Papierbögen aber für einen gesunden und effizienten Mittelweg.

Nun habt Ihr es tatsächlich geschafft, Euer eigens angebautes Marihuana ist fertig für den Konsum, Glückwunsch!! Zur Aufbewahrung empfehle ich Euch verschließbare Gläser (ich vermeide Plastik gerne wo es geht). Diese könnt/solltet Ihr auch noch einige Tage täglich kurz öffnen, damit auch ganz sicher kein Schimmel entsteht. Lagerung im Kühlen und Dunklen versteht sich hoffentlich von selbst.

Sonstiges zur Ernte

  • Rechnet bei Eurer ersten Ernte schon mit 1 oder 2 Stunden Erntedauer, Tendenz mit Übung natürlich sinkend.
  • Eine Frage, die ich als kompletter Noob damals aufwendig recherchierte, war: „Was ist der Unterschied zwischen Hasch oder Haschisch und Marihuana?“ Marihuana sind die getrockneten Blüten, die Ihr nun gerade sorgfältig in Gläsern aufbewahrt. Hasch oder Haschisch ist das reine Harz ohne jegliches Blattmaterial, in etwa das, was Ihr (hoffentlich) von der Ernteschere gekratzt habt.
  • Aus dem Verschnitt der Ernte könnte man Haschisch gewinnen. Dafür benötigt man sog. Bubble Bags. Ich selbst habe damit kaum Erfahrung aber vielleicht will es jemand von Euch ja mal probieren.
  • Hinweis für übertriebene Sparfüchse: Ich rate Euch stark davon ab, die Erde wiederzuverwenden. Die Ergebnisse wären lächerlich.
  • Falls es sich nicht von selbst versteht: Entsorgt Wurzelballen und Blattreste nicht unbedingt in der Biotonne Eurer Wohnanlage :). Das ist nicht nur leichtsinnig, sondern auch unfair gegenüber eventuellen anderen Growern in Eurem Haus.

Schlussworte

Nun liebe Naturfreunde, ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Ausführungen helfen, was auch immer Eure Motivation zum Gärtnern ist. Manche von Euch hätten vielleicht auch gerne etwas mehr Professionalität und Regelmäßigkeit in ihrem Hobby. Wie Ihr für etwa 300 Euro Eure eigene dauerhafte Indoor-Selbstversorgung aufbaut, findet Ihr daher in diesem Artikel. Mit sämtlichen, Ratschlägen, Verlinkungen und einer vollständigen Einkaufsliste.

Es stellt sich vielleicht auch die Frage nach dem gesündesten und effektivsten Konsum Eures eigenen Materials. Wie Ihr in Stefans Artikel lesen könnt, ist Rauchen eine der einfachsten und effektivsten Methoden. Wobei ich auf die Nachteile von Verbrennungsrückständen in Joints verzichten würde. „Vaporizen“ ist das Stichwort. Ein guter Vaporizer kostet kein Vermögen mehr. Auf der Empfehlungsseite von Vitahanf findet Ihr eine Beschreibung 3 guter Geräte in verschiedenen Preisklassen.

Ich wünsche Euch das Allerbeste, viel Erfolg, Gesundheit und Freude. Genießt den Prozess und die Früchte Eures Schaffens. Zögert auch nicht unterm Artikel einen Kommentar zu hinterlassen oder Fragen zu stellen. Wir freuen uns über jedes Feedback und jede Reaktion.

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CBD Gras selber anbauen – ein geiler Guide vom Samen zur Pflanze.

Vom CBD Samen zur CBD Pflanze Es tut mir in…

Vom CBD Samen zur CBD Pflanze

Es tut mir in tiefster Seele weh, wenn ich von Schmerz- und Leid-geplagten Menschen höre, die mit CBD-haltigen Hanfprodukten ihre Situation wesentlich verbessern könnten, denen aber Politik oder hohe Preise den Zugang verbauen. Ich bin Johannes, passionierter Hanfbauer und Systemskeptiker. In diesem Beitrag gebe ich Anleitung zu Eurem eigenen kleinen Homegrow von Anfang bis Ende, mit allen Utensilien und Infos die Ihr braucht.

Mit welchen Ausgaben, welchem zeitlichen Ausmaß und mit welchen Ergebnissen könnt Ihr rechnen? Ich suche und verlinke Euch zu allen Produkten den meiner Meinung nach besten Kompromiss aus Preis und Leistung, es werden für wirklich alles drum und dran kaum 300 Euro sein. Je nach Sorte habt Ihr dann in spätestens 3 Monaten Euer eigenes CBD-haltiges Material. Ebenfalls je nach Sorte und Sorgfalt könnt Ihr mit 30 bis vielleicht sogar 60 Gramm CBD-haltigem Marihuana rechnen. Die Dimension ist zur regelmäßigen Versorgung von 1 bis 2 Personen konzipiert.

Ich gebe Euch Anleitung mit einfachen Komponenten in Sachen Samen, Erde und Dünger. Auf komplexe Messgeräte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, PH- oder EC-Wert könnt Ihr weitgehend verzichten. Es ist aber normal, dass der erste Versuch nicht 100prozentig ideal verläuft. Es wird eine Lernkurve stattfinden. Ich verspreche aber, es wird Spaß und Freude machen. Der Start ist natürlich in jeder Hinsicht am aufwändigsten, aus finanzieller, zeitlicher und auch lerntechnischer Sicht. Je nach Verbrauch haben sich die Ausgaben höchstwahrscheinlich aber innerhalb der ersten Aufzucht amortisiert. Danach sind die Kosten für weitere Versorgung minimal. Ich gebe Euch auch Anleitung für eine eigene Mutterpflanze zur Stecklingszucht, damit wärt Ihr dann sogar unabhängig von neuen Samen.

Kurz zur rechtlichen Situation

Zur Zeit gibt es für den Otto Normalverbraucher leider kaum Zugang zu Hanfsamen von Sorten mit weniger als 0,2 Prozent THC. Und selbst wenn, wäre der vollständige Anbau immer noch an eine Konzession gebunden. Ich sage „vollständig“ deshalb, weil die Aufzucht von Hanfpflanzen bis zur natürlichen Blütephase legal ist. Ebenso wie der Erwerb potenter Hanfsamen, Stecklingen und dem modernsten Equipment zur bestmöglichen Stimulierung der eigentlich verbotenen blühenden Hanfpflanzen.

Die Gesetzeslage in Österreich, Deutschland und auch der Schweiz ist durchzogen von lächerlicher Heuchelei. Wir zahlen Steuern für das Aufzuchtequipment, dürfen uns damit aber nicht unsere eigene Medizin herstellen. Uns allen ist aber klar, worum es in diesem Beitrag gehen wird. Ja, ich werde Euch Anleitung zu Gesetzesüberschreitung bieten, und nein, der Fehler liegt nicht bei mir. Die erhältlichen Samen und Stecklinge wurden zwar auf hohen CBD- und niedrigen THC-Gehalt gezüchtet, illegal ist deren vollständige Aufzucht trotzdem.

Ich persönlich halte auch THC (Tetrahydrocannabinol) für einen medizinisch sehr wertvollen Wirkstoff, empfehle Euch daher mit gutem Gewissen Samen mit einigen Prozentpunkten THC. Ich weise Euch jetzt noch ein letztes mal darauf hin, dass Ihr Euch in Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie den meisten Länder dieser Welt, mit der Umsetzung meiner Anweisungen geringfügig oder auch schwer strafbar macht. Jedoch handelt es sich um Gesetze, die meiner ehrlichsten Meinung nach sowohl falsch, als auch von äußerst fragwürdiger, korrupter Herkunft sind. Und Polizisten, die diese Gesetze stupide anwenden, sind denkfaule Befehlsbefolger, denen Autoritätshörigkeit wichtiger ist als das Wohl ihrer Mitmenschen.

An wen wendet sich dieser Guide?

Schmerzgeplagter Mann, der die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
CBD kann schmerzlindernd wirken.

Ich wende mich mit meinen Ausführungen primär an Menschen, die trotz medizinischen Bedarfs mit den hohen Kosten von CBD-Produkten zu kämpfen haben. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl. Natürlich eignen sich die Anleitungen auch für kostenbewusste Kiffer und Personen mit kommerziellen Ambitionen. Ich rate jedoch entschieden davon ab, illegale Hanfprodukte als Karrieremittelpunkt oder zur regelmäßigen Berauschung zu verwenden. In beiden Bereichen gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Wer sich Sorgen bezüglich der Anschaffung bzw. des Postwegs von Equipment und Samen macht, den kann ich beruhigen. Ihr kauft vollkommen legal ein und der Postweg unterliegt dem Briefgeheimnis. Der Beamte, der sich illegal Zugang zu Bestellungen verschafft und deshalb einen Mini-Homegrow aushebt, macht sich nicht nur zum Gespött sondern auch etwa 10 mal so strafbar wie der/die vermeintliche Verbrecher(in) selbst.

Die Grundbedingungen

Wir wollen hier keine kommerzielle, nach allen Regeln optimierte Plantage aufbauen. Die Pflanzen haben zwar ihre bevorzugten Idealbedingungen in jeglicher Hinsicht, wir halten es aber einfach, praktikabel und für den Hausgebrauch. Wir kultivieren auf Resistenz gezüchteten Hanf und keine penible Venusfliegenfalle.

  • Ein Raum mit irgendwas zwischen etwa 15 und 24 Grad ist schon geeignet. Herbst und Frühling haben sich meiner Erfahrung nach in Sachen Temperatur bewährt. Kühler war bei mir bisher besser als wärmer.
  • Der Raum sollte ein Fenster zum Kippen haben. Der kleine Grow benötigt nicht super viel Frischluft, ganz ohne kommt er aber auch nicht aus. Im Winter müsst Ihr dann halt öfters mal stoßlüften.
  • Im Sommer würde ich auf Indoor-Anbau verzichten. Zu heiß, zu trocken, mit Kühlung viel zu energieaufwendig. Macht zu dieser Zeit besser was Schönes draußen :).
  • Der Raum sollte vielleicht nicht gerade im Eingangsbereich sein.
  • Bewahrt eine gewisse Diskretion. Ein Polizist mache sich zwar lächerlich, einen Grow dieser Dimension auszuheben, seine Pflicht wäre es streng genommen trotzdem. Erzählt niemandem davon, dem Ihr nicht hundertprozentig vertraut. Ich kenne das, die Euphorie ist groß oder man möchte vielleicht auch mal der coole Hecht sein, lasst es!!! Geschichten über ausgehobene Plantagen beginnen großteils mit: „Hmm, ja, ich habe es … erzählt.“

Vor dem Start zu besorgen

Kurzer Hinweis noch:
Ich verwende in den folgenden Ausführungen und Empfehlungen viele Links, meist auf Amazon. Das sind zwar Affiliate Links (die Betreiber der Seite erhalten also eine kleine Provision, solltet Ihr innerhalb der nächsten 24 Stunden nach dem Klick auf einen der Links ein Produkt auf Amazon kaufen), die Verlinkung dient aber hauptsächlich zur einfacheren Veranschaulichung. Ich hätte mir ganz am Start des Hobbys eine solche Verlinkung gewünscht, das hätte mir eine Menge Zeit, Geld, und auch Ärger erspart. Euch entsteht dadurch natürlich kein Nachteil. Das Team von Vitahanf steckt sehr viel Liebe und Mühe in ihre Seite, Menschen kann durch ihre Arbeit wirklich geholfen werden. Ein solches Projekt kann man mit gutem Gewissen unterstützen.

Ich erkläre gleich alles im Detail, einen Überblick über die notwendigen Besorgungen findet Ihr aber schon mal in der vollständigen Einkaufsliste.

Behausung

Bevor Ihr einen Samen aussucht, hätte ich den neuen zukünftigen Mitbewohnern erst mal eine Unterkunft (auf)gebaut mit Licht für die ersten 2 bis 3 Wochen. Ihr könnt natürlich gern Euer handwerkliches Geschick einsetzen, aber es gibt für sehr wenig Geld sehr gute Behausungen auf Amazon. Die bieten alle Anschlüsse, sind lichtdicht und im Gebrauch sehr komfortabel. Bedingungen, die ein Eigenbau selten alle erfüllt, glaubt mir :).

Ich empfehle bewusst die Größe 60×60 statt 40×40 aus mehreren Gründen: Die Pflanzen fühlen sich wohler und entwickeln sich besser mit etwas mehr Platz. Zweitens könnt Ihr als Startbeleuchtung eine billige Standard Leuchtstoffröhre mit 60 cm und 18 Watt verwenden. Kleinere Größen sind bei LSR seltener und gleich wieder teurer. Der Preisunterschied bei den Größen der Growzelte ist zudem verschwindend gering.

Die Höhe des Zeltes überlasse ich Euch, 120cm sollten vollkommen ausreichen. Die Version mit 180cm kostet allerdings nur 5 Euro mehr, Ihr geht damit in Sachen Höhe absolut auf Nummer sicher und es eröffnen sich eventuelle Möglichkeiten für später, wie zum Beispiel ein Grow auf 2 Etagen mit eigener Mutterpflanze und Stecklingszucht. Aber dazu wie gesagt später mehr :).

Beleuchtung (zum Start)

Es gibt in Sachen Beleuchtung viele Möglichkeiten für die ersten Lebenstage- und Wochen von Hanfpflanzen. Von allen Leuchtmitteln, die ich ausprobiert habe, ist eine LSR der Type 840 aber eine der stabilsten, einfachsten und günstigsten. Für unseren Grow brauchen wir nur eine einzelne davon. Ich empfehle Euch da aber eher den nächsten Baumarkt, dort kriegt Ihr auch gleich eine günstige Fassung dafür. Amazon hat leider nur teure. Mit anderen Leuchtmitteln haben sich meine jungen Pflanzen meist nicht richtig wohl gefühlt, hatten verhaltenen oder seltsamen Wuchs, deshalb lautet meine Empfehlung für die Anfangsphase immer noch eine LSR Type 840. Auf die Lichtfarbe „840“ kommt es dabei an.

Zur Aufhängung könnt Ihr natürlich billiges Garn oder herumliegende Schnüre verwenden. Ich verspreche aber, dass sich die paar Euro für eine solche Kette und solche Haken vielfach auszahlen. Damit lässt sich die Höhe bequem einstellen, Ihr habt kein lästiges, ungenaues, zeitaufwändiges Geknote und vor allem, es hält. Sowohl die LSR als auch später die LED oder HPS.

Aussaaterde

Zur Aussaat der Samen empfehle ich Euch die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Davon braucht Ihr nur sehr wenig, in Baumärkten und Supermärkten gibt es sie oft auch im 5 Kilo Pack. Eine klassische Aussaaterde aus dem Baumarkt oder gute Erde aus dem Wald funktioniert in der Regel auch. Ich hatte bisher allerdings die besten Keimraten mit der Compo Sana Qualitätsblumenerde.

Töpfe (Vorzucht)

Für die Aussaat und Vorzucht verwendet in etwa die kleinsten Töpfchen, die Ihr finden könnt, samt Untersetzer. Damit später das Umtopfen leichter ist bitte aus Plastik. Dafür empfehle ich Euch aber auch eher den nächsten Baumarkt, kann auf Amazon keine ohne hohe Versandkosten finden. Besorgt Euch davon gerne gleich mal 10 Stück oder mehr. Die kosten kaum was und Ihr seit für eventuelle Stecklingsversuche oder anderes vorbereitet. In den meisten Haushalten liegen geeignete aber auch am Balkon oder im Garten :).

Anzuchtbox

Für die ersten paar Tage braucht Ihr eine kleine wasserdichte Box oder Schachtel mit transparentem Deckel. Dies kann eine mit Folie ausgekleidete Schachtel sein oder eine Kunststoffbox von Ikea. Als transparenter Deckel funktioniert eine dünne Plastikfolie wie z. B. Frischhaltefolie oder Abdeckfolie zum Malen. Grund und Funktion dieser Box ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den ersten Lebenstagen der jungen Pflänzchen.

Eigenschaften dieser Box:

  • Groß genug für die 5 kleinen Töpfchen (etwa 30×40 reicht schon).
  • Wasserdicht: damit der Boden mit Wasser bedeckt werden kann.
  • Mindestens doppelt (besser 3 oder 4 mal) so hoch wie die kleinen Töpfchen, damit die Pflanzen nicht direkt nach der Keimung anstehen.
  • Transparenter Deckel, der sich abnehmen lässt. Dies kann wie gesagt auch nur eine Frischhaltefolie sein, die man auf einer Seite mit Klebeband befestigt und dann darüber legt.
  • 2 kleine Löcher (etwa 2cm Durchmesser) auf gegenüberliegenden Seiten auf verschiedenen Höhen für leichten Luftaustausch.

Ich habe dafür eine herumliegende Plastikbox umfunktioniert. Wer nichts herumliegen hat und/oder absolut nichts basteln will, findet sehr praktische und günstige Anzuchtboxen auf Amazon.

Sonstiges für den Start

Einen Wasserzerstäuber (Sprühflasche) und eine kleine Gießkanne findet Ihr auch sehr günstig im Baumarkt. Zeitschaltuhren habe ich bisher auch immer aus dem Baumarkt verwendet. Kauft allerdings keine für weniger als 5 Euro, die haben bei mir schon mal versagt. Und das kann den gesamten Grow vernichten. Jene zwischen 7 und 10 Euro haben bisher immer zuverlässig funktioniert. Ob elektronisch oder mechanisch ist dabei Geschmackssache. Ihr werdet höchstwahrscheinlich auch Verteiler und 1 oder 2 Verlängerungskabel brauchen. Was ich Euch auch unbedingt empfehle im Haus zu haben ist ein gutes Gewebeband. Sei es für Verkabelung, Befestigung oder auch mal zu Verdichtung.

Die Pflanze(n)

Eine CBD Pflanze für den Anbau zu Hause.
Die sorgfältige Auswahl der CBD Pflanzen ist entscheidend.

Die Behausung ist (auf) gebaut und alles weitere besorgt, dann geht es jetzt zur vielleicht wichtigsten Entscheidung: Der Sorte. Wir halten uns an welche mit hohem CBD-Gehalt. Fachbegriffe wie Indica, Sativa oder Ruderalis müssen Euch zunächst nicht weiter beschäftigen, die meisten Sorten sind heute ohnehin hochgezüchtete Hybride (Mischlinge). Relevant ist für uns an dieser Stelle der Unterschied zwischen 2 Varianten: Klassisch und Autoflower.

Klassisch

Die klassische, photoperiodische oder einfach normale Variante der Hanfpflanze verhält sich folgendermaßen: Die Pflanze „wächst“ bei 18 Stunden Licht/6 Stunden Dunkelheit und „beginnt zu blühen“ bei 12 Stunden Licht/12 Stunden Dunkelheit.

Vorteile:

  • geeignet für Stecklingszucht
  • daher unabhängig von neuen Samen
  • Größe der Pflanzen lässt sich durch Dauer der Wachstumsphase bestimmen

Autoflower

Die Pflanze hat einen vorprogrammierten Lebenszyklus, unabhängig von Lichtverhältnissen. Je mehr Licht, um so besser allerdings die Ergebnisse. Indoor zieht man Autoflower-Pflanzen daher in der Regel mit einem 18/6 Zyklus.

Vorteile:

  • kürzere Aufzucht gegenüber regulären Pflanzen aus Samen (nicht aber mit Stecklingszucht).
  • besser für Outdoor geeignet.
  • flexibler bezüglich Licht- und Dunkelphasen.

Die Erträge der beiden Varianten sind inzwischen ähnlich hoch. Dabei ist aber weniger die Rede von Ertrag pro Pflanze, sondern eher der Ertrag per Fläche und verbrauchter Energie.

Was ist besser oder empfehlenswerter? Geschmackssache. Ich muss leider zugeben, ich habe mit Autoflower-Pflanzen unter Kunstlicht keine persönliche Erfahrung. Am Balkon haben sich letzten Sommer verschiedene Sorten aber gut entwickelt. Ich mag Effizienz und Autoflower-Sorten sind aufgrund ihrer Eigenschaften prädestiniert, ohne jeglichen Stromverbrauch von Frühling bis Herbst auf dem Balkon zu gedeihen. Für die kalten Monate, Indoor oder wenn Ihr keine Möglichkeit für einen kleinen Outdoorgrow habt, empfehle ich Euch aufgrund erwähnter Vorteile die klassische Variante.

Samen oder Stecklinge

Beides könnt Ihr online bestellen oder im nächsten Shop direkt besorgen. Meine Empfehlung lautet hier ein „ klassischer, feminisierter Samen“. Nur weibliche Cannabispflanzen produzieren Blüten samt CBD und THC. Bei (günstigeren) regulären Samen (also nicht feminisiert) müsst Ihr nach einigen Wochen mit Lupe nach kleinen Fäden und/oder Schwängeln Ausschau halten, klingt zwar lustig, ist aber zeit- und nervenaufreibend. Bei feminisierten Samen und Stecklingen besteht dieses Problem nicht.

Der (gekaufte) Steckling hat gegenüber Samen zwar 2 wesentliche Vorteile, aber meiner Meinung nach gewichtigere Nachteile:

Vorteile des Stecklings:

  • kürzere Wuchszeit, da kein Ankeimen notwendig
  • keine Anschaffung eines Leuchtmittels für die ersten 1 bis 2 Wochen

Nachteile des Stecklings:

  • er ist teurer.
  • man kann nicht vollkommen sicher sein, dass die junge Pflanze immer konstante Lichtzyklen hatte, was Stress und eine geschwächte Pflanze bedeuten könnte.
  • der Transport der Stecklinge stört ebenfalls meist deren Lichtzyklen, setzt also sowohl Pflanze als auch den Menschen Stress aus (eine Schachtel mit Hanfpflanzen im Kofferraum macht eine Fahrt nicht gerade angenehmer).
  • der Steckling ist häufig eine Pflanze aus dritter, vierter oder noch späterer Generation. Soll bedeuten, die teuer gekaufte Pflanze ist unter Umständen also schon der Steckling eines Stecklings eines Stecklings eines Stecklings. Die Kopie einer Kopie einer Kopie einer Kopie ist nicht mehr so gut oder potent wie das Original. Die Gefahr besteht beim Samen nicht.

Für den absoluten Start empfehle ich Euch daher wie gesagt einen klassischen, feminisierten Samen. Auf Stecklinge könnt Ihr dann immer noch mit einer eigenen Mutterpflanze umsteigen, aber dazu später mehr.

Welchen Samen nun konkret? Für umfangreichere Beratung empfehle ich Euch eine eigene Recherche oder besser noch, einen Besuch im nächsten Shop. Für therapeutische Zwecke haben die Dinamed CBD oder Dinamed CBD Plus von dinafem.org einen guten Ruf. Sie haben einen sehr geringen THC-Gehalt, sehr hohen CBD-Gehalt und hohe Erträge bei vergleichsweise geringer gesamter Vegetationszeit. Ich persönlich schätze die Wirkung von THC, tendiere bei therapeutischer Behandlung also eher zu ausgeglichenen Sorten wie der Amnesia CBD. Ich will aber auch Menschen ohne klinische Leiden nicht diskriminieren, solche wählen dann eher einen Samen aus der spaßigen Kategorie.

Wie viele Pflanzen?

Ich empfehle Euch für den Start 5 Samen. Warum? Es kommt schon mal vor, dass einer nicht aufgeht. Bei 5 Samen hättet Ihr dann immer noch ein Quadrat aus 4 Pflanzen. Ihr könnt natürlich auch 3 oder nur einen einzigen Samen kaufen. Mit weniger Pflanzen verlängert sich auf gleicher Fläche aber die Wachstumsphase. Eine einzige Pflanze müsstet Ihr auch beschneiden oder mit komplexen, fortschrittlichen Methoden runterbinden. 3 Pflanzen nutzen den Platz in einer quadratischen Growbox schlechter als 4 oder 5.

Das ideale Vorgehen wäre folgendes: Kauft 5 Samen. In der Regel gehen alle auf. Aus der kräftigsten der 5 Pflanzen macht Ihr dann eine Mutterpflanze für Eure eigene kleine Stecklingszucht. Damit wärt Ihr zukünftig von Samen unabhängig und verwendet nur noch genetische Klone der stärksten von 5 Pflanzen. Anleitung für die eigene Mutterpflanze und das Schneiden von Stecklingen gebe ich Euch später.

Nun, damit hättet Ihr dann erst mal alles für die ersten 2 bis 3 Wochen Eures eigenen Homegrows. Kommen wir zum Eingemachten.

Der Start

Etwa 10 Tage nach der Keimung brauchen die jungen Pflanzen ständigen Wind für stabilen Wuchs. Für einen kleinen Grow bietet sich ein günstiger USB-Ventilator an. Die lassen sich stufenlos regulieren, das ist vor allem bei sehr jungen Pflanzen von Vorteil. Und ein altes USB-Ladegerät oder Adapter für den Dauerbetrieb liegt in fast jedem Haushalt irgendwo. Ich hänge den Ventilator an die gleiche Zeitschaltuhr wie das Licht, andere lassen ihn rund um die Uhr laufen. Ich denke nachts ist es draußen tendenziell auch eher windstill. Generell ist Wind aber essentiell, bestellt den Ventilator also besser zu diesem Zeitpunkt noch vor der „Aussaat“.

Stellt Euch bitte darauf ein, dass Ihr in den nächsten Wochen eher keinen mehrtägigen Urlaub außer Haus machen werdet. Die Pflänzchen schätzen in der Anfangsphase tägliche Pflege. Nun, die Growbox steht, die Leuchtstoffröhre ist installiert, starten wir!

Die Aussaat

Ein paar CBD Samen in der Hand eines Gärtners.
Eine sorgsame Aussaat der empfindlichen Samen ist essentiell.
  • Nehmt genug Erde für die 5 kleinen Töpfchen und mischt sie mit so viel Wasser, dass die Erde gut feucht, aber nicht nass ist. Als Behältnis zum mischen reicht schon eine etwas größere Tupperdose.
  • Befüllt die Töpfchen damit und drückt die Erde nur leicht nach unten, die jungen Wurzeln tun sich leichter in lockerem Erdwerk.
  • Legt die Samen vorsichtig jeweils in die Mitte der Töpfchen und drückt sie leicht mit dem Finger in die Erde.
  • Streut gerade so viel Erde drüber, dass die Samen bedeckt sind (trockene Erde lässt sich leichter streuen).
  • Befeuchtet die Oberfläche mit einigen Sprühern aus dem Wasserzerstäuber.
  • Bedeckt den Boden der Anzuchtbox mit Wasser.
  • Stellt die Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox (Untersetzer sind wichtig, damit die Erde das Wasser auf dem Boden der Box nicht ansaugt).
  • Stellt die Anzuchtbox nun in die lichtdichte Growbox. Hanf ist angeblich ein Dunkelkeimer, lasst das Licht in den ersten etwa 24 Stunden daher aus.
  • Junge Hanfpflanzen mögen keine kalte Erde, legt daher unter die Anzuchtbox eine Styroporplatte oder ähnliches Dämmmaterial. Ansonsten zumindest einen dickeren Karton.
  • Besprüht die Oberfläche ab nun 2 bis 3 mal am Tag mit der Sprühflasche. Wie gesagt, gut feucht, aber nicht nass.
  • Nach etwa 24 Stunden startet Ihr den ersten Lichtzyklus. Einige Stunden auf oder ab machen keinen Unterschied. Stellt zunächst einen Zyklus von 20 Stunden Licht/4 Stunden Dunkelheit ein. Lasst zunächst genug Abstand zwischen LSR und Anzuchtbox (gut 30cm), der Kunststoff und der Innenraum der Box sollen zwar warm, aber nicht zu heiß werden.
  • Haltet mit der Sprühflasche die Oberfläche der Erde so lange gut feucht, bis die Sämlinge aufgegangen sind. Das dürfte nach spätestens 5 Tagen der Fall sein.
  • Nach einer Woche bis 10 Tagen dürften die Pflänzchen schon einige Zentimeter hoch sein und das erste Blattpaar hat sich entwickelt. Nach spätestens 2 Wochen (besser nach etwa 7 bis 10 Tagen) können die jungen Sämlinge aus der Anzuchtbox und direkt in die Growbox in etwa 10cm Abstand unter die LSR.
  • Auf den Boden der Growbox gebt Ihr wieder etwas Wasser zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.
  • Ab diesem Zeitpunkt brauchen die Kleinen wie erwähnt ständig leichten Wind. Sie wachsen sonst zu schnell in die Höhe, werden nicht robust genug, instabil und kippen leicht. Klippt den Ventilator dazu in etwa halber oder ¾ Höhe des Zelts an ein Eckprofil und dreht ihn auf kleiner Stufe in Richtung Pflänzchen. Die Kleinen sollen sich leicht bewegen aber nicht den Eindruck machen, im Sturm zu stehen. Probiert hier einfach verschiedene Abstände, Winkel und Geschwindigkeiten aus.
  • Je nach Sorte und Bedingungen könnt Ihr die Pflänzchen in diesem Setup die nächsten 1 bis 2 Wochen wachsen lassen. Die Compo Sana Qualitätsblumenerde ist leicht vorgedüngt, Ihr braucht also nur für Wasser sorgen. Gießen könnt Ihr nun mit der Gießkanne, alle 2 bis 3 Tage reicht. Hebt die Pflanzen am Topf an, anhand des Gewichts erkennt man leichter, wann gegossen werden muss. Weniger ist meist mehr, für die Menge werdet Ihr recht schnell ein Gefühl entwickeln.
  • Vermeidet beim Bewässern so gut es geht Extreme: die Erde sollte niemals so nass sein, dass sich Wasser im Untersetzer sammelt, die Oberfläche sollte aber auch nie ausgetrocknet sein. Mit allem dazwischen können die Pflänzchen ganz gut umgehen.
  • Rechnet bitte auch damit, dass die Pflanzen unterschiedlich viel Wasser brauchen. Bei 4 bis 5 Pflanzen hält sich der Aufwand für Sorgfalt hier zum Glück in Grenzen. Aber wollt Ihr gute Ergebnisse, sorgt für glückliche Pflänzchen :)!
  • Den Abstand zur LSR könnt Ihr nach etwa 2 bis 2,5 Wochen (nach Aussaat) auf 5 bis 7 cm verringern. Damit erhöht sich die Lichtmenge. Aber passt den Abstand bitte regelmäßig an. Das Wachstum beschleunigt sich oft von Tag zu Tag und wir wollen keine verbrannten Blätter. Zur gleichen Zeit könnt Ihr die Zeitschaltuhr auch auf 19 Stunden Licht/5 Stunden Dunkelheit umstellen.
  • Wenn die Pflanzen doppelt oder drei mal so groß sind wie die Töpfchen und schon so viel Wasser saugen, dass die Erde jeden zweiten Tag trocken und leicht ist, wird es Zeit zum Umtopfen. Dazu kommen wir gleich. Vorher müssen wir uns noch Gedanken um zukünftiges Licht, Luftumwälzung, Erde und Dünger machen.

Hauptbeleuchtung

Spätestens wenn die Kleinen aus der Anzuchtbox raus sind solltet Ihr auch bereits eine Idee für die Hauptbeleuchtung haben bzw. diese bereits bestellt haben. Für einen Grow dieser Dimension eignen sich sowohl kleine NDLs (Natriumdampflampen), ESLs (Energiesparlampen) als auch LEDs. Am günstigsten, unkompliziertesten und energiesparendsten sind eindeutig LEDs. Die Effizienz ist inzwischen konkurrenzfähig, lediglich das Licht der LED ist für unser Auge weniger schön. Meine Empfehlung geht für diesen Grow trotzdem bzw. daher, eindeutig in Richtung LED. Auf Amazon gibt es inzwischen Unmengen verschiedener Ausführungen. Ich habe Euch hier eine gute mit Top Bewertungen verlinkt.

Be- und Entlüftung

Sobald die neue Lampe in Betrieb geht, sollte innerhalb der Growbox die Luft ständig umgewälzt werden. Und zwar rund um die Uhr. Sowohl zur Temperaturregelung als auch für Frischluft. Meiner Erfahrung nach sorgt gute bis leicht überdimensionierte Luftumwälzung für wesentlich bessere Ergebnisse. Für unseren Grow benötigen wir dennoch nur einen kleinen Lüfter. Qualität, Laufruhe und vor allem ein annehmbarer Lärmpegel haben hier leider ihren Preis. Ihr könnt natürlich Lüfter für unter 15 Euro verwenden. Seid dann aber darauf vorbereitet, dass man sich wegen der Lärmentwicklung kaum im gleichen Raum aufhalten kann und auch bei geschlossener Tür, im Nebenraum noch von Eurem Projekt zu hören ist.

Nehmt daher bitte ein paar Euro mehr in die Hand und bestellt einen hochwertigen, laufruhigen und vor allem leisen Lüfter. Zu späterem Zeitpunkt kommt es natürlich zu einer nicht zu unterschätzenden Geruchsentwicklung der blühenden Pflanzen. Der verräterische Duft ist (nach leichtfertigem Getratsche) einer der häufigeren Ursachen für eventuelle Probleme. Für wenige Euro mehr kriegt Ihr ein komplettes Set mit Lüfter und passendem Aktivkohlefilter. Damit riecht man dann kaum noch was.

Ich sage mal so: In einer Erdgeschosswohnung in der Stadt mit Gehweg vor dem Fenster ist ein AKF (Aktivkohlefilter) beinah unabdingbar. Im dritten Stock mit einigen Metern Abstand zum nächsten Fenster hatte ich auch bei wesentlich größeren Projekten keine Probleme (was aber trotzdem unnötig leichtsinnig war). In einem Einfamilienhaus mit Grundstück und wenig Besuch kann man sich den Aufwand sparen. Dies muss natürlich jeder für sich abwiegen. Der Preisunterschied für diesen Grow liegt bei 10 bis 20 Euro, meine Empfehlung lautet: Sicherheit!

Erde und Dünger

Zur gleichen Zeit wie Ihr Belichtung und Lüfter bestellt, bestellt auch gleich Erde. Direkt auf Amazon, mit Prime, kriegt Ihr die meiner Meinung nach beste und am einfachsten zu Hand habende biologische Erde, die von BioBizz. Ich verlinke hier bewusst den Sack mit 50 anstatt die lediglich benötigten 20 Liter. Die 50 Liter kosten nämlich kaum 2,50 mehr. Außerdem bin ich guter Dinge dass Euch das Hobby Spaß machen wird :).

Als Dünger-Starterset bestellt Euch das dazugehörige Starterset von BioBizz. Ihr könnt (müsst aber nicht) bereits kurz nachdem die Pflanzen aus der Anzuchtbox kommen sehr kleine Mengen Wuchsdünger (Bio-Grow) verwenden. Dadurch lässt sich der Wuchs ein wenig beschleunigen und die Pflanzen wären vielleicht noch etwas besser versorgt. Häufiger als Nährstoffmangel tritt bei jungen Pflanzen allerdings Überdüngung auf. Ich empfehle Euch in dieser Phase erst mal nur wenige Tropfen auf einen Liter, erst nach und nach dann steigern. Mehr als 1ml pro Liter werdet Ihr von Bio-Grow aber nie brauchen.

Das große Umtopfen

Tontöpfe zum Umtopfen der CBD Pflanzen.
Beim Umtopfen sei eine gewisse Vorsicht geboten.

Die Pflänzchen sind nun etwa 3 bis 4 Wochen alt und saugen ihre kleinen Töpfchen schon in weniger als 2 Tagen leer, es wird Zeit dem Wurzelballen mehr Platz zu verschaffen. Ich lege Euch sehr ans Herz, Tontöpfe statt Plastik zu verwenden. Die Wurzeln wachsen direkt und sehr dicht an den Innenseiten der Töpfe entlang. Bei gesunden Pflanzen ist der Wurzelballen bei der Ernte eher weiß als schwarz. Ich bin überzeugt, die Pflanzen nehmen Teile des Plastiks in sich auf.

Tontöpfe verhalten sich zu Plastiktöpfen ähnlich wie Wasser in Glasflaschen gegenüber Plastikflaschen. Habe ich die Wahl, nehme ich Glas. Besorgt Euch jedenfalls Töpfe mit 3 bis 4 Litern Inhalt, das sind bei runden Tontöpfen welche mit 17 bis 18 cm Innendurchmesser. Achtet darauf, dass Ihr Töpfe mit Loch im Boden samt passendem Untersetzer nehmt. Ich empfehle Euch dafür den nächsten Baumarkt, ansonsten gäbe es aber auch welche auf Amazon.

Zum Umtopfen selbst:
Macht die Töpfe voll mit Bio-Bizz-Erde, drückt die Erde wieder nur leicht nach unten und grabt in der Mitte ein Loch in der Größe der Anzuchttöpfchen. Macht die Töpfe ordentlich voll, die Erde sitzt nach. Beim Befreien des Wurzelballens ist ein wenig Vorsicht geboten: Dreht die Pflanze samt Töpfchen auf den Kopf und legt die obere Seite des Töpfchens (die sich jetzt unten befindet) auf die Innenseite Eurer flachen Hand, der Stamm des Pflänzchens befindet sich dabei zwischen zwei Fingern (am besten Mittel- und Ringfinger oder Mittel- und Zeigefinger).

Drückt nun das Plastiktöpfchen so lange immer wieder kurz zusammen, bis sich der Wurzelballen löst. Auf die Art vermeidet Ihr, am empfindlichen jungen Pflänzchen zu ziehen. Dreht den Wurzelballen samt Pflänzchen nun vorsichtig um und stellt es in das vorbereitete Loch des größeren Topfes. Schüttet die Hohlräume an den Seiten des kleinen Wurzelballens noch mit Erde zu und fertig. Wartet mit der nächsten Bewässerung nun einige Stunden. Das Umtopfen bedeutet genau wie das Gießen Stress für Pflanzen, beim nächsten Bewässern sollten sie sich vom letzten Stress besser ein wenig erholt haben.

Das Setup nach dem Umtopfen

  • Die Pflänzchen sind nun in ihren neuen, größeren Töpfen.
  • Der Lüfter ist installiert und läuft, wenn mehrstufig, zunächst nur auf Stufe 1.
  • Die LED-Lampe hängt etwa 20 bis 25 cm über den Pflanzenspitzen (den Abstand verringern wir erst später nach und nach auf etwa 10 cm).
  • Der Ventilator sorgt an geeigneter Stelle für adäquate Bewegung, zunächst eher weniger als mehr. Die 4 oder 5 Pflanzen sind höchstwahrscheinlich unterschiedlich hoch. Gleicht die Höhe durch Unterstellen der niedrigeren an. Untersetzer, alte Teller oder Tupperschalen haben sich bei mir dafür häufig bewährt.
  • Die Zeitschaltuhr stellt Ihr auf 18 Stunden Licht/6 Stunden Dunkelheit.
  • Die Bio-Bizz Erde ist ebenfalls gut vorgedüngt. Verwendet nur maximal 1 ml Bio-Grow auf einen Liter Wasser und haltet die Erde mit dieser Nährlösung wiederum gut feucht.
  • Je nach Sorte und Sorgfalt lasst Ihr die Pflanzen nun 1 bis 2 Wochen mit diesem Lichtzyklus wachsen. Pauschale Angaben sind hier leider sehr schwer, es gibt einfach zu viele Variablen. Habt Ihr nur 3 Pflanzen, lasst diese etwas länger wachsen. Habt Ihr nur eine Pflanze, verwendet zunächst einen wesentlich größeren Topf (etwa 10 Liter) und lasst diese dann eher 4 bis 5 Wochen wachsen. Wie gesagt: Der erste Grow ist in jeder Hinsicht am Aufwendigsten. Vieles, das jetzt noch verwirrend oder irritierend klingt, ist spätestens beim dritten Grow aber Routine.

Hier geht es weiter zu Teil 2: Der Blüte, Ernte, der Kultivierung einer Mutterpflanze und dem Schneiden von Stecklingen.

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CBD Gras selber anbauen – ein geiler Guide von der Blüte bis zur Ernte.

CBD Blüten, Ernte, Mutterpflanze und Stecklinge Neulinge im Hanfanbau lesen…

CBD Blüten, Ernte, Mutterpflanze und Stecklinge

Neulinge im Hanfanbau lesen besser zuerst den ersten Artikel dieses Zweiteilers: Vom Samen zur Pflanze.

Das Einleiten der Blüte

Verwendet Ihr eine Autoflower Sorte, lasst die Zeitschaltuhr ganz einfach wie sie ist. Befinden sich in Eurer Growbox aber wie empfohlen 4 oder 5 wunderschöne klassische Hanfpflanzen, ist es nun an der Zeit die Blüte einzuleiten. Dies geschieht wie erwähnt durch Umstellen des Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht/12 Stunden Dunkelheit. Ihr gaukelt Euren Pflanzen im Prinzip den nahenden Winter vor.

  • Leitet die Blüte, vor allem beim ersten Grow, eher etwas früher als später ein. Die Pflanzen legen in den ersten Wochen der Blüte heftig an Größe zu. Fehlender Platz nach oben kann da schon mal ein Ärgernis werden.
  • Je nach Sorte wachsen die Pflanzen ab dem Zeitpunkt des Einleitens zwischen etwa 50 und 200 %. Indica-lastige Sorten eher weniger, Sativa-lastige Sorten mehr. Höchstwahrscheinlich verwendet Ihr einen Hybriden von 50/50 oder 60/40. Rechnet bei solchen Pflanzen leicht mit einer Verdopplung der Größe. Dies gibt auch zusätzlich Rat für den richtigen Moment zum Einleiten der Blüte.
  • Wenn Ihr in dieser Angelegenheit ganz sicher gehen wollt, nehmt statt der Growbox mit 60x60x120, die Version mit 60x60x180. Kostet auch nur 5 Euro mehr.

Sonstiges zur Blütephase

Der Großteil der Zeit Eures Grows liegt zwar noch vor Euch, der Großteil der Arbeit ist aber getan. Von nun an wachsen die Pflanzen einige Wochen mit hohem Tempo und werden dann mehr und mehr Energie in die Entwicklung der harzigen Blüten stecken.

CBD Pflanze in der vierten Woche der Blüte.
In den ersten Wochen der Blüte findet enormes Wachstum statt.
  • In Sachen Düngung haltet Euch im Wesentlichen an das Düngeschema für die All-Mix-Erde von BioBizz. Etwas weniger ist in der Regel wiederum etwas mehr. Wurzelstimulanz ist laut Beschreibung auf der Qualitätsblumenerde bereits dort enthalten. BioHeaven habe ich bei meinen Grows mit der All-Mix-Erde bisher nicht verwendet, kann also nicht sagen, ob es den hohen Preis wert ist. Unbedingt brauchen tut Ihr es jedenfalls nicht. Bio-Grow und Top-Max des kleinen Startersets sollten für diesen Grow reichen, Bio-Bloom unter Umständen nicht, bestellt im Zweifel also rechtzeitig nach.
  • Eine pauschale Gießmenge ist bei den vielen Variablen schwierig zu nennen. Wenn ich Pflanzen in 3,5 Liter Töpfen ziehe, brauchen sie bei guten Bedingungen etwa 250ml alle 3 Tage. Befolgt diesen Wert aber bitte nicht starr.
  • Hat Euer Lüfter 2 Stufen, stellt ihn etwa ab der zweiten Blütewoche auf Stufe 2.
  • Je später es wird, also je älter die Pflanzen werden, um so geringer sollte die Luftfeuchtigkeit sein. Haltet die Erde daher zunehmend eher „trocken bis feucht“ als gut feucht. Die geringere Feuchtigkeit regt angeblich die Harzbildung an. Luftentfeuchter oder andere technische Feinheiten wären bei Grows in dieser Dimension meiner Meinung nach aber zu viel des Guten.
  • Sorgt durch Unterstellen weiterhin dafür, dass die Pflanzenspitzen auf etwa gleicher Höhe bleiben.
  • Die wenigsten Pflanzen wachsen bis zum Ende ohne jegliche Unterstützung. Vor allem wenn die Blüten an Gewicht gewinnen :). Folgende Möglichkeiten haben sich bei mir dafür bewährt:
    • Steckt Bambusstäbe in die Erde und bindet die Pflanze daran hoch.
    • Verbindet mit einem etwas robusteren Garn die Ecken der Growbox auf entsprechender Höhe und bindet die Pflanzen daran hoch. Das ist sehr praktisch und führte bei mir bisher zu besten Erträgen, hat aber natürlich den Nachteil, dass die Pflanzen sich kaum mehr bewegen lassen und vor allem das Abschätzen des Feuchtigkeitsgrades durch wiegen nur noch sehr bedingt möglich ist. Man sollte dafür schon ein wenig Gefühl und Erfahrung mit dem verwendeten Setup haben.
    • Zur Not: Wenn Ihr zwar Schnur aber keine geeigneten Bambus- oder anderen Stäbe habt, bindet die Pflanzen mit mehr Schnur an den oberen Profilen der Growbox hoch.
  • Mit zunehmendem Alter vertragen und brauchen die Pflanzen auch mehr Licht. Und die Lichtmenge nimmt potenziell mit der Verringerung des Abstands zur Lichtquelle zu, oder so irgendwie :). LEDs produzieren zudem kaum Hitze, wodurch die Gefahr von Verbrennungen gering sind. Startet die Blütephase mit etwa 10cm Abstand zwischen Pflanzenspitzen und Licht und reduziert diesen innerhalb der etwa ersten 2 Wochen der Blütephase auf bis zu 5cm.
  • Spätestens jetzt werdet Ihr froh sein, die Lampe mit Kette und Haken anstatt Schnüren aufgehängt zu haben. Ihr werdet in den ersten Wochen der Blütephase die Lampe nämlich fast täglich höher hängen müssen.
  • Die gesamte Blütezeit läuft bei den meisten Sorten (auch laut Hersteller) etwa 60 Tage, also 8 bis 9 Wochen. Dies kann je nach Bedingungen auch mal etwas variieren. Die Herstellerangabe ist aber ein ganz guter Ansatzpunkt.
  • Je nach Sorte werdet Ihr ab etwa Woche 3 bis 4, Zeugen des herrlichen Schauspiels der Blütenentwicklung.
  • Cannabis ist eine Pflanze mit (in der Natur) vorprogrammierten Lebenszyklus. Auch bei gesunden Pflanzen bleiben Blätter also nicht über die gesamte Zeit perfekt grün und schön. Krankheiten sind ein anderes (viel umfangreicheres) Thema, alte Blätter werden in der Blütephase aber schon mal braun und vertrocknen. Zum Ende hin hat die Pflanze auch bei den besten Züchtern einige nicht mehr grüne Blätter. Von gelb bis violett kommt alles vor. Je höher die Sorgfalt und Gesundheit, um so höher die Erträge natürlich. Macht Euch bei Eurem ersten Grow aber nicht wegen jeder kleinen Verfärbung verrückt.
  • Wie auf der Düngeanleitung von Biobizz abgebildet, sollten die Pflanzen in der letzten Woche bzw. in den letzten Tagen nur noch mit Wasser „gespült“ werden. Die Blüten beinhalten dann angeblich weniger Düngereste und der Geschmack verbessert sich.
  • Je nach Sorte, Setup etc. kommt es irgendwann zwischen etwa 11 bis 14 Wochen nachdem Ihr einen kleinen Samen in die Erde gabt, zum großen Moment, der Ernte :):).

Die Ernte

Rote Fäden auf reifer Cannabisblüte bei der Ernte.
Wenn die meisten Fäden rot sind, ist die Pflanze fertig.

Es ist so weit. Ihr habt Euch etwa 3 Monate lang liebevoll um Eure Mitbewohner gekümmert, es wird allmählich Zeit, dass sie sich um Euch kümmern :). Erweisen wir den inzwischen in die Jahre gekommenen, nicht mehr ganz so vitalen Pflanzen die letzte Ehre. Ihr habt sie einige Tage mit Wasser gespült (ihnen also keinen Dünger mehr gegeben), ihnen vielleicht noch ein wenig gut zugeredet, bereiten wir ihnen ein würdevolles Ende.

Der richtige Zeitpunkt

Aus dem richtigen Erntezeitpunkt machen Viele gerne mal eine kleine Wissenschaft. Die Betrachtung der einzelnen Harzblasen unter einer starken Lupe wird schon mal empfohlen. Wir halten es wiederum einfacher: Die Fäden auf den Blüten verfärben sich in den späteren Wochen immer mehr von weiß, nach braun-rötlich. Wenn etwa 2/3 bis 3/4 der Fäden sich verfärbt haben, solltet Ihr aufhören zu düngen und nur noch einige Tage mit Wasser spülen. Zusammen mit der Angabe der Blütedauer auf der Verpackung findet Ihr so schon einen guten Zeitpunkt. Macht Euch aber nicht verrückt damit, den genau richtigen Tag finden selbst Fortgeschrittene selten.

Ich habe mal gelesen, dass man die Pflanzen den letzten Tag im Dunkeln lässt, irgendwas von wegen Beruhigung oder Entspannung. Mir gefiel der Gedanke, Ihr wisst schon, wie der Start so das Ende :). Außerdem bedeutet das 12 Stunden weniger Stromverbrauch durch Beleuchtung und Ventilator. Wer agiert nicht gern ökologisch? Also Daumen hoch von mir für diese Maßnahme.

Das Abschneiden

Verwendet zum Abschneiden der Pflanzen am unteren Ende des Stamms eine vernünftige Baumschere. Falls Ihr keine besitzt habe ich Euch hier die günstigste auf Amazon verlinkt. Ich hatte zu Beginn einmal keine zur Hand und verwendete Küchenschere und Zange. Das „unkoordinierte Herumreißen und Schneiden“ fühlte sich damals scheußlich an. Als hätte ich in freier Wildbahn ein Tier erlegt und versuchte es mit Pfeil und Bogen zu zerlegen. Ich glaube fest an eine gewisse energetische Kommunikation. Ihr setzt in diesem Moment Euren lieb gewonnenen Mitbewohnern ein Ende, dies sollte von Würde und Dankbarkeit geprägt sein.

Ich weiß ich höre mich an wie der Hippie von nebenan. Ich bezeichne die Pflanze auch nicht als Lebewesen, viel mehr geht es dabei um Euer Wohlbefinden. Macht diesen Moment, den gesamten Akt der Ernte zu etwas besonderem. Hört angenehme Musik, genießt den herrlichen Duft und stellt Euch vor, wie die Pflanzen Euch in Kürze Schmerzlinderung, Vergnügen, Appetit oder tiefen erholsamen Schlaf bereiten. Ich hoffe Ihr verzeiht mir die esoterische Note, aber ein wenig Dankbarkeit im Leben tut uns allen gut. Nachdem der Stamm schließlich durchschnitten ist, bindet eine Schnur ans untere Ende der Pflanze und hängt sie kopfüber etwa auf Augenhöhe auf. Ich binde sie an einen Haken in der Decke. Zur Not tut es aber auch ein längerer Streifen des Gewebebandes.

Das Stutzen

  • Ihr braucht eine kleine, gut scharfe Schere, die möglichst bequem in der Hand liegt und mit geringstem Kraftaufwand zu bedienen ist. Ihr werdet die Schere in den nächsten Stunden nämlich häufiger auf und zu bewegen. Ich muss aber zugeben, ich hatte nie eine professionelle, extra für diesen Zweck gemachte, Ernteschere. Ich verwende die kleinste aus solch einem Set. Mit anderen hatte ich schon mal Krämpfe und Blasen.
  • Sorgt für ausreichend Licht im Arbeitsbereich. Eine 100 Watt Birne oder entsprechende LED sollte es schon sein. Ich habe auch schon mal eine starke Schreibtischlampe direkt auf die hängende Pflanze gerichtet aufgestellt.
  • Verwendet Einweg-Handschuhe wie Ihr sie von Arztserien oder Mitarbeitern in der Feinkostabteilung kennt. Das Harz riecht zwar herrlich, kann sich aber tagelang hartnäckig auf den Fingerspitzen halten. Ich habe eine größere Erntesession ohne Handschuhe mal unterbrochen und war zu Besuch in einem Haushalt mit jungem Hund. Der war von meinen Händen nicht mehr wegzukriegen :).
  • Es geht an die Arbeit. Entfernt nun alle Blätter und äußeren Blattbereiche, auf denen sich keine sichtbaren Harzperlen befinden. Startet ganz oben, also am unteren Ende der Pflanze. Die meisten größeren Blätter schneidet Ihr dabei samt Stiel ab, auch viele der kleineren. Erst in Nähe der oberen Bereiche werden einige Blätter im inneren Bereich Harzperlen aufweisen, schneidet diese Blätter an entsprechender Stelle ab. Am Ende sollte es in etwa aussehen wie das zweite Bild in diesem Artikel.
  • Die meiste Sorgfalt sollte dabei natürlich den oberen Bereichen, also dem Bereich mit üppigen Blüten zukommen. Stresst Euch nicht zu sehr im unteren Bereich mit den kleinen Blüten mit kaum Harz. Die kosten die meiste Zeit und liefern am wenigsten Ergebnisse. Ein klassischer Fall des Pareto-Prinzips :).
  • Auf der Schere wird sich mehr und mehr reines Harz ansammeln. Schabt es immer wieder mal (mit einer feinen Klinge zum Beispiel) ab und hebt es auf. Diese kleine klebrige Ansammlung pflanzlicher Güte kann schon den selben Abend zu einem der interessantesten, entspanntesten oder auch ausgelassendsten des Jahres machen :).

Das Trocknen

Die fertig beschnittenen Pflanzen hängt Ihr nun zum Trocknen in die Growbox, mit laufendem Lüfter. Aus den „idealen Bedingungen“ zum Trocknen könnte man in ähnlichem Ausmaß eine Wissenschaft machen wie aus der Aufzucht selbst. Aber wie gesagt wir halten es einfach. Einige Grad bei Temperatur oder Prozentpunkte bei Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger müsste man mit aufwendigem Equipment regulieren. Wenn die Pflanzen mit unserem Setup in diesem Raum einigermaßen gut gewachsen sind, ist die dunkle Growbox mit laufendem Lüfter auch ein geeigneter Ort zum Trocknen.

Rechnet mit etwa 4 bis 7 Tagen Trocknungszeit. Ein Indikator für einen guten Moment, die Pflanzen runterzunehmen ist, wenn der Stamm bzw. die Äste „gerade noch“ nicht brechen, sondern noch knicken. Also ziemlich trocken, aber nicht vollkommen trocken. Schneidet nun die einzelnen Blüten von den Ästen und Zweigen runter. Theoretisch könnt Ihr das Material jetzt schon verwenden. Eine weitere Maßnahme hat sich (zumindest bei mir) in Sachen Geschmack und Weichheit beim Rauchen aber bewährt. Und zwar: Wie Ihr es vielleicht in Filmen schon mal gesehen habt, das Einwickeln in Papier.

Kurze Reifung

Wickelt die Blüten leicht komprimiert in Papier. Nehmt dafür bitte keine Zeitung sondern wenn möglich hochwertige, vielleicht sogar biologisch abbaubare und pestizidfreie Papierbögen. Stellt es Euch ein wenig vor wie einen überdimensionalen Joint. Darin findet dann ein einfacher Reifeprozess statt, eine Art Veredelung wenn Ihr so wollt. Innerhalb der nächsten 3 bis 5 Tage öffnet Ihr die Bögen 2 bis 3 mal täglich einige Minuten, damit die restliche Feuchtigkeit entweichen kann.

Es gäbe dafür auch Gerätschaften, die das ganze stark beschleunigen. Eingefleischte Liebhaber „fermentieren“ das Material auch mal wochenlang bei ähnlichem Vorgehen mit großer Sorgfalt in einem Glas. Ich halte die Papierbögen aber für einen gesunden und effizienten Mittelweg.

Nun habt Ihr es tatsächlich geschafft, Euer eigens angebautes Marihuana ist fertig für den Konsum, Glückwunsch!! Zur Aufbewahrung empfehle ich Euch verschließbare Gläser (ich vermeide Plastik gerne wo es geht). Diese könnt/solltet Ihr auch noch einige Tage täglich kurz öffnen, damit auch ganz sicher kein Schimmel entsteht. Lagerung im Kühlen und Dunklen versteht sich hoffentlich von selbst.

Sonstiges zur Ernte

  • Rechnet bei Eurer ersten Ernte bei einem Grow in dieser Dimension mit etwa 2 Stunden Erntedauer, Tendenz mit Übung natürlich sinkend.
  • Eine Frage, die ich als kompletter Noob damals aufwendig recherchierte, war: „Was ist der Unterschied zwischen Hasch oder Haschisch und Marihuana?“ Marihuana sind die getrockneten Blüten, die Ihr nun gerade sorgfältig in Gläsern aufbewahrt. Hasch oder Haschisch ist das reine Harz ohne jegliches Blattmaterial, in etwa das, was Ihr (hoffentlich) von der Ernteschere gekratzt habt.
  • Aus dem Verschnitt der Ernte könnte man Haschisch gewinnen. Dafür benötigt man sog. Bubble Bags. Ich selbst habe damit kaum Erfahrung aber vielleicht will es jemand von Euch ja mal probieren.
  • Hinweis für übertriebene Sparfüchse: Ich rate Euch stark davon ab, die Erde wiederzuverwenden. Die Ergebnisse wären lächerlich.
  • Falls es sich nicht von selbst versteht: Entsorgt Wurzelballen und Blattreste nicht unbedingt in der Biotonne Eurer Wohnanlage :). Das ist nicht nur leichtsinnig, sonder auch unfair gegenüber eventuellen anderen Growern in Eurem Haus.

Die eigene Mutterpflanze und Stecklingszucht

Eine schwangere Frau mit dickem Bauch und einem Hanfblatt in der Hand.
Eine Mutterpflanze bietet enorme Vorteile in der Hanfzucht.

Wie schon mehrfach erwähnt, folgt nun noch eine kurze Anleitung zur Kultivierung Eurer eigenen Mutterpflanze, sowie dem Schneiden und Anwurzeln eigener Stecklinge. Dies bietet enorme Vorteile, gegenüber nur geringen Nachteilen.

Nachteile:

  • Es entsteht nur eine Sorte. Allerdings, warum wechseln wenn diese Sorte hilft und/oder gefällt?
  • Die Mutterpflanze und die Stecklinge brauchen natürlich einen eigenen Platz, in der Regel ihre eigene kleine Box. Was bei den heute wirklich krass niedrigen Preisen aber kein sonderliches Problem mehr darstellt.

Vorteile:

  • Zunächst mal fallen die Kosten für immer wieder neue Samen weg. Je nach Sorte und Menge an Pflanzen sind das pro Grow schon mal 50 bis 80 Euro.
  • Mehr Pflanzen: Generell produziert der Hauptstamm die größten Blüten. 9 kleinere Pflanzen produzieren in der Regel also mehr als 4 größere. 16 wären noch effizienter und so weiter.
  • Damit kommen wir zum nächsten gewichtigen Vorteil: 9 kleinere Pflanzen müssen nicht so lange wachsen wie 4 größere. Das bedeutet Ersparnis an Zeit und natürlich Energie (Licht, Wind, Luftumwälzung, Wasser, Dünger), also bares Geld.
  • Die Mutterpflanze kultiviert Ihr wie erwähnt aus dem sich am besten entwickelnden Sämling. Das heißt Ihr verwendet künftig nur noch genetische Klone erster Generation der stärksten von mehreren Pflanzen. Das kann schon mal ein plus von 50 % oder mehr an Ergebnissen bedeuten.

Kultivieren der Mutterpflanze

  • Nehmt dafür wie gesagt den stärksten Sämling. In der Regel produzieren jene Pflanzen, die von Beginn an besser, schneller, robuster und gesünder wachsen, später auch die besseren Ergebnisse.
  • 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat, wenn die Pflänzchen schon 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben, schneidet Ihr den Hauptstamm direkt ober dem dritten oder vierten Blattpaar ab. Einige Tage nach dem Umtopfen ist ein guter Zeitpunkt.
  • Setzt die Mutter auch gleich in einen größeren Topf, 10 Liter dürfen es schon sein.
  • An der Schnittstelle wachsen in den kommenden Tage und Wochen 2 bis 4 Zweige in verschiedene Richtungen. Wenn diese Zweige je 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben, macht dort das selbe. Die Pflanze wächst durch diese Art des Zuschneidens niedriger und buschiger.
  • In einigen Wochen ist es so weit, und die junge Mutter produziert genug Zweige bzw. Stecklinge für den ersten Grow mit ihren „Kindern“.

Beleuchtung für die Mutterpflanze

Für die Mutterpflanze haben sich bei mir ebenfalls die guten alten Leuchtstoffröhren immer sehr gut bewährt. Und zwar wieder eine von der Type bzw. Lichtfarbe 840, egal ob Osram, Phillips oder sonst welche. Für die Mutterpflanze empfiehlt sich die Ausführung in Ringform. 40 Watt sollten reichen, mit 55 geht’s noch ein wenig schneller. Amazon bietet hier einige Varianten, auch mit Prime. Ich empfehle Euch dafür dennoch den nächsten Baumarkt. Wenn Ihr mit sowas absolut keine Erfahrung habt, lasst Euch dort am besten auch die Installation bzw. den Anschluss erklären. Auf Wind, also einen Ventilator, habe ich bei meinen Mutterpflanzen bisher verzichtet.

Das Schneiden der Stecklinge

Eure Mutterpflanze ist einige Wochen alt, Ihr habt sie mehrfach zugeschnitten, der letzte Schnitt ist 1 bis 2 Wochen her, dann sollte sie allmählich genug Zweige für den ersten Grow mit ihren Kindern bieten.

CBD Stecklinge kurz nach der Anwurzelung.
Stecklinge zu bewurzeln ist einfacher als Samen zu pflanzen.
  • Verwendet eine gut scharfe Schere
  • Schneidet Zweige mit 2 bis 3 Blattpaaren wieder oberhalb des darunter liegenden Blattpaares ab. Tut also im Prinzip das gleiche wie bisher beim Stutzen.
  • Schneidet das unterste Blattpaar des Stecklings am Stämmchen ab. Der Steckling hat nun also nur noch 1 oder 2 Blattpaare.
  • Für den Grow mit 9 Pflanzen schneidet 12 Stecklinge. 12 deshalb, weil die Bewurzelungsrate selten bei Hundert Prozent liegt und weil 3×4 Pflanzen gut in die meist rechteckige Anzuchtbox passen.
  • Stellt die Stecklinge einige Stunden oder auch über Nacht in Wasser, also in Gläser oder Becher. Dieser Schritt ist diskutabel, ich hatte bisher aber bessere Bewurzelungsraten mit.
  • Nehmt die Stecklinge jetzt aus dem Wasser und schneidet mit einem scharfen Messer (Stanleymesserklinge oder besser noch ein Skalpell) diagonal das unterste Stück des Stämmchens ab. Diagonal ist wichtig, damit eine größere Oberfläche zur Flüssigkeitsaufnahme entsteht. Die scharfe Klinge sorgt für einen schönen Schnitt und verhindert, dass zu viel Druck auf das Stämmchen ausgeübt wird.
  • Tunkt nun die unteren 1 bis 2 cm des Stämmchens in ein Wurzelhormon.
  • Zu diesem Zeitpunkt solltet Ihr bereits 12 der kleinen Anzuchttöpchen mit Compo Sana Qualitätsblumenerde befüllt haben. Steckt den Steckling nun die 1 bis 2 cm und 2-3 mm mehr in die Erde.
  • Macht das mit allen 12 und stellt die Stecklinge in den Töpchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox.
  • Das Vorgehen in den nächsten 1 bis 2 Wochen ist nun ähnlich wie bei den Samen: Haltet die Erde gut feucht und besprüht den Bereich um das Stämmchen in der Erde täglich mit der Sprühflasche.
  • Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit gebt wieder etwas Wasser auf den Boden der Anzuchtbox.
  • Als Beleuchtung fungiert nun wieder eine LSR 840 etwa 10 bis 20 cm über der Anzuchtbox.
  • Nach spätestens 2 Wochen sollten die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben und können aus der Anzuchtbox raus.
  • Nun und der Rest ist Euch ja bekannt :).

Sonstiges zur Stecklingszucht

  • Alles in allem ist es leichter einen Steckling zu machen als fragile Sämlinge aufzuziehen (ein weiterer Vorteil).
  • Verwendet für die Mutterpflanze einen Mix aus Compo Sana Qualitätsblumenerde und der BioBizz All-Mix-Erde und düngt sie nur leicht mit maximal 1ml Bio-Grow pro Liter Wasser.
  • Die Mutterpflanze wird etwa alle 2 Wochen neue Stecklinge liefern. Es tut zwar weh, aber bereitet Euch darauf vor, mehr Stecklinge bzw. Verschnitt zu entsorgen als zu verwenden.
  • Allerdings bietet die Growbox mit den Maßen 60x60x180 genug Platz für 2 Ebenen. Wenn Ihr diese Box zu einer reinen „Blütebox“ macht und auf halber Höhe eine Etage einbaut, hättet Ihr damit die Anzahl und Ausbeute verdoppelt und im Schnitt alle 4,5 Wochen eine Ernte.
  • In einer kleineren Box mit 40x40x160 könntet Ihr auf 2 Etagen Mutterpflanze und die nachkommende Generation unterbringen.
  • Ihr könntet sogar noch einen Schritt weiter gehen, statt Quadraten aus 9, Quadrate aus 16 Pflanzen machen und ein Rad aus 4 mal 8 Pflanzen betreiben. Sagen wir die Blütedauer Eurer Sorte beträgt genau 8 Wochen, dann würdet Ihr alle 2 Wochen Stecklinge schneiden und reife Pflanzen ernten. Ihr müsstet die jüngeren 8 Pflanzen auf einer Ebene in der Blütebox dann halt unterstellen. Insgesamt verringere sich die Wuchszeit aber noch mal um etwa eine Woche.
  • Einen extra Platz zum Trocknen bräuchtet Ihr bei dem strengen Zeitplan noch :).
  • Mit einem solchen Rad seid Ihr und vermutlich noch eine weitere (schmerzgeplagte) Person ganz sicher ausreichend versorgt.

Die eigene Mutterpflanze bietet wie Ihr seht viele Vorzüge und Möglichkeiten. Ich will Euch aber davor warnen, der Gier zu verfallen. Unter Umständen gebt Ihr mal eine kleine Menge Eurer Ergebnisse gegen Bezahlung weiter und wittert das große Geschäft. Ihr beginnt, mit überlegenen Growsets wie diesem zu liebäugeln und Mathematik macht plötzlich Spaß. Leute lasst es sein, erfreut Euch an Eurer eleganten Selbstversorgung und nutzt dadurch gewonnene Energie und Freude für sinnvollere Dinge.

Ein paar Schlussworte

Nachdem der gesamte Beitrag fast die Länge eines kleinen eBooks hat, scheinen mir ein paar Schlussworte angebracht. Nun, ich hoffe sehr, die Preise für CBD-haltige Produkte sinken bald und bieten einer breiten Masse an Menschen leichteren Zugang zu diesem wundervollen Wirkstoff. Bis dahin bin ich guter Dinge, dass Ihr in dieser kurzen Anleitung eine annehmbare Alternative findet.

Hanf ist eine wundervolle Pflanze, das meine ich aus tiefstem Herzen. Es wird Zeit, dass sie sich aus den Klauen der konservativen Verunglimpfung befreit und endlich wieder ihren verdienten Platz in der Kultur des Menschen einnimmt. Ich persönlich werde diesem Hobby wohl noch länger treu bleiben, auch wenn es zu einer Art Legalisierung kommen sollte. Ich weiß gern was ich hab und um ehrlich zu sein, es macht wahnsinnig viel Freude und Spaß!

Für jene, die nun endgültig die Lust am Erschaffen von Leben in den eigenen 4 Wänden gepackt hat, habe ich noch mal alle Verlinkungen in Form einer Art Einkaufsliste zusammengestellt. Ich wünsche Euch das Beste, habt Spaß :)!!

No Comments on CBD Gras selber anbauen – ein geiler Guide von der Blüte bis zur Ernte.

Hanf legal anbauen. Mit Hanfsamen aus dem Supermarkt CBD herstellen.

Ich habe mich gefragt, ob man normal käufliche Speisehanf-Samen aus…

Ich habe mich gefragt, ob man normal käufliche Speisehanf-Samen aus dem Lebensmittelhandel anpflanzen kann. Quasi seine eigene Hanfpflanze anbauen, und das mit gewöhnlichen Hanfsamen aus dem Supermarkt. Gute Frage!

Kann man normale, handelsübliche Hanfsamen anpflanzen?
Ja, Ihr könnt Speisehanf-Samen im Supermarkt, auf Amazon oder im Bioladen legal kaufen, anpflanzen und daraus eine Hanfpflanze wachsen lassen. Mit den normalen, regulären Hanfsamen, die Ihr Euch sonst über das Müsli kippt könnt Ihr zum Hobbygärtner werden. 

So weit so gut, aber wie sieht das ganze rechtlich aus? Ist das legal? Und warum sollte man sich eine Hanfpflanze ins Wohnzimmer stellen? Ich rauche doch gar nicht, was hat die Pflanze denn sonst noch so zu bieten? Diese Fragen (und viele mehr) werde ich in diesem Artikel beantworten.

Hanfsamen, das Nahrungsmittel. 

Wir unterhalten uns hier über Hanfsamen als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Sie sind als Nahrung gedacht und werden auch so verkauft. Im Grunde nichts anderes als Sonnenblumenkerne oder Chiasamen. Ganz normale Nahrungsmittel eben. Sie können überall gekauft werden, sind vollkommen legal und wirken weder berauschend noch machen sie “high”.  

Hanfsamen enthalten kein THC (Tetrahydrocannabinol) und sind völlig ungefährlich. Im Gegenteil, sie gelten sogar als sehr gesund. 

Hanfsamen kaufen.

Wie schon gesagt Ihr könnt die Hanfsamen direkt im Supermarkt, auf Amazon oder sonst irgendwo online kaufen. Zwei Dinge sind wichtig:

  1. Gute Qualität.
  2. Und ganz wichtig… kauft ungeschälte Hanfsamen! Nur ungeschälte und naturbelassene Hanfsamen (nicht geröstet, gesalzen oder sonst was) eignen sich für den Anbau.  

Hier meine Empfehlungen auf Amazon. Diese Samen eignen sich zum Anpflanzen, schmecken lecker, haben Bio-Qualität, sie sind nicht zu teuer und sind auch noch gesund. Falls Ihr wirklich anpflanzen wollt, kauft Euch gleich einen Blumentopf und Erde dazu. 

Wieviel THC ist in “Supermarkt-Sorten” enthalten?

Die Hanfsamen die es im Supermarkt, auf Amazon oder im Drogeriemarkt zu kaufen gibt, sind mit großer Sicherheit Nutzhanf-Sorten mit einem THC-Gehalt von max. 0,2 bzw. 0,3 %. Die EU schreibt gesetzlich vor, welche Sorten von Samen für den Nutzhanfanbau verwendet werden dürfen. Die Pflanzen, die daraus wachsen eignen sich daher nicht als Rauschmittel. 

Wie jedes Naturprodukt unterliegt auch Hanf natürlichen Schwankungen und da kann es schon mal vorkommen, dass der eine oder andere Samen eine Hanfpflanze mit einem etwas höheren THC-Anteil hervorbringt. Das ist aber eher die Seltenheit. 

Wenig THC, dafür jede Menge CBD.

Die Hanfpflanze besteht aus weit mehr als nur THC. Insgesamt tummeln sich über 100 verschiedene Cannabinoide (Wirkstoffe) in der Pflanze und der bekannteste Vertreter neben dem THC ist das CBD (Cannabidiol). 

Wer seine Hanfpflanze aus gewöhnlichen Müslisamen wachsen ließ, der besitzt nun eine Pflanze mit kaum THC dafür aber reichlich CBD (CBG, CBDa, CBC, CBN). Über die gesundheitlichen Wirkungen von CBD könnt Ihr Euch in unseren Artikeln über CBD-Öl informieren.  

Hanfsamen einpflanzen und wachsen lassen.

Kleine CBD Pflanze mit Erde zum Anbau.
CBD-Hanf selber herzustellen ist keine Hexerei.

Ich bin wahrlich kein Anbau-Experte. Hab es mit ein bisschen Hausverstand aber trotzdem hinbekommen, dass ein kleines Pflänzchen gewachsen ist. Falls Ihr eine Anleitung von A-Z wollt, lest Euch den “Geilen-Anbau-Guide” von unserem Gartenfachmann Johannes durch. Da findet Ihr alles was Ihr braucht. 

Tipp: Wer sich ernsthaft dafür entscheidet Hanfpflanzen selbst anzubauen, wird es mit speziell gezüchteten “Autoflowering Hanfsamen” wesentlich leichter haben. Samen aus dem Supermarkt oder Bioladen funktionieren auch, jedoch sind die extra dafür gezüchteten Cannabissamen deutlich einfacher groß zu ziehen und bringen am Ende wahrscheinlich auch mehr Ertrag.

Der Kauf von Hanfsamen ist 100 % legal. Die Weiterverarbeitung des Samens, das Einpflanzen und Aufziehen einer Hanfpflanze ist jedoch eine andere Geschichte.

Hansamen anpflanzen. Ist das legal?

Kann ich im Supermarkt gekaufte Hanfsamen legal anbauen? 

Nein (zumindest in Deutschland), denn der einst so harmlose und legale Hanfsamen wird in Verbindung mit ein bisschen Wasser, Erde und Zeit zu einer kriminellen Handlung.

Klingt hart? Ja, das denke ich auch. Vor allem da es sich um eine Pflanze mit heilender Wirkung handelt, deren Potential weit über den “Rauschzustand” hinausgeht. Mehr dazu im Folgenden. 

Details zu den Ländern.

In Deutschland ist das Anbauen von Hanf verboten. Rechtlich gesehen macht Ihr Euch als Privatperson strafbar sobald Ihr eine Hanfpflanze anbaut, Punkt.  

  • Es gibt in Deutschland keine Möglichkeit selbst legal Cannabis anzubauen, nicht einmal für medizinische Zwecke. Selbst Nutzhanf, also Cannabispflanzen mit niedrigem bis gar keinem THC Gehalt, dürfen nicht angebaut werden. Es ist dabei auch egal, ob es sich um männliche oder weibliche Pflanzen handelt.

In Österreich darf Hanf von Privatpersonen als Zierpflanze angebaut werden. Ja, es ist also legal Hanfsamen anzupflanzen. 

  • Illegal wird es erst dann, wenn die Hanfpflanze in Blüte steht. Die Blüten der Cannabispflanze enthalten THC, und wenn die Pflanze den Grenzwert von 0,3 % übersteigt, ist sie gemäß Suchtmittelgesetz in Österreich verboten. 

In der Schweiz ist der private Anbau von Hanf zulässig. Es muss sich aber um eine Sorte ohne berauschende Wirkung handeln. Der THC-Wert muss weniger als 1 Prozent betragen. Liegt der THC-Gehalt unter einem Prozent, sind die Produkte laut Schweizer Bundesamt für Gesundheit, nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt, sondern dem Lebensmittelgesetz.

Der Anbau von Hanf ist nicht überall zu 100 % legal, ob diese Regelung auch zu 100 % Sinn macht ist fragwürdig. Grundsätzlich macht es aber einen Unterschied ob ein Schmerzpatient für die Herstellung seiner eigenen Medizin, zwei oder gleich fünfzig Cannabispflanzen im Keller anpflanzt. Rein rechtlich würde das in Deutschland zwar keinen Unterschied machen, jedoch denke ich, dass ein Richter bei zwei Pflanzen nicht gleich alle Register ziehen wird. 

Wozu Hanf selbst anbauen?

Wer eine Hanfpflanze zuhause stehen hat und weiß wie man sie verwendet, macht Gebrauch von einer der ältesten Heilpflanzen. Es kann daher gut sein, dass Euch der eine oder andere Besuch in der Apotheke erspart bleiben wird. Hanf ist kein Wundermittel, jedoch verhilft sie täglich vielen Menschen zu mehr Wohlbefinden. Wieso also nicht mal probieren? 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die gesundheitsfördernden Stoffe der Hanfpflanze aufzunehmen. 

– Hanftee
Hanfkosmetik
– CBD-Blüten/Hanfblüten
– CBD-Öl
– Hanfsamen
Hanfsamenöl
Hanfprotein

All diese Produkte können gekauft werden (ich habe Euch einige Empfehlungen verlinkt). Manche können für den Eigenbedarf auch selbst hergestellt werden, wie zum Beispiel Hanftee, CBD-Öl oder Hanfblüten bzw. CBD-Blüten.

Hanftee wird aus den Blättern und Blüten der Hanfpflanze hergestellt, wirkt entspannend und beruhigend. Fertig zubereiteter Tee enthält Cannabidiolsäure als Hauptbestandteil und Spuren anderer wertvoller Cannabinoide sowie zahlreiche Flavonoide (Duft- und Geschmackstoffe), insbesondere Apigenin, Luteolin, Orientin, Quercetin, Kaempferol und Vitexin. 

CBD-Blüten/Hanfblüten können geraucht oder noch besser, vaporisiert (verdampft) werden. Mehr dazu findet Ihr in unserem Artikel: CBD Rauchen. Alles über Vaporizer, Liquids und CBD-Blüten.  

Wer fix fertige und legal CBD-Blüten kaufen möchte dem empfehle ich CBDNOL. Mehr dazu gibts auf unserer Empfehlungsseite

CBD-Öl kann auch selbst hergestellt werden. Wir werden sehr bald eine Youtube-Video Anleitung dazu produzieren. Sobald es soweit ist findet Ihr den Link dazu hier. Wer nicht so lange warten will kann auch sofort loslegen und wird dank Google schnell fündig werden.

Wer CBD-Öl kaufen möchte dem empfehle ich Vollextrakte. Sie bieten ein breites Spektrum an Wirkstoffen (CBD, CBDA, CBG, THC, Terpene, Flavonoide) und sind CBD-Isolaten (einziger Wirkstoff ist CBD) vorzuziehen. 

Die Qualität der Öle entscheidet über die Wirkung und ist daher nicht zu unterschätzen. Wir haben das Thema CBD-Öl Qualität in einem anderen Artikel ausführlich beleuchtet. Öle in sehr guter Qualität findet Ihr in unseren Empfehlungen

Pflanzen aus handelsüblichen Hanfsamen sind wirksam.

Wie gesagt Hanfsamen aus dem Bioladen führen zu Hanfpflanzen mit kaum THC. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie keine positive Wirkung haben.

  • Cannabidiol (CBD) ist im Gegensatz zu THC der nicht psychoaktive Bestandteil der Hanfpflanze.
  • Es ist neben dem THC das wirksamste und am meisten erforschte Cannabinoid der Hanfpflanze. 
  • CBD kann entzündungshemmend, beruhigend, schmerzstillend, ausgleichend und harmonisierend auf Körper und Geist wirken. 

Samen aus dem Fachgeschäft.

Wollt Ihr mehr über Samen und die verschiedenen Sorten wissen? Dann informiert Euch bei Samenbanken. Ich empfehle Euch Sensi Seeds. Das Unternehmen ist eine der ältesten und größten Samenbanken der Welt. 

Der Service ist gut, die Lieferung schnell und zuverlässig. Ihr findet dort Sorten mit kaum THC und hohem CBD-Gehalt, aber genauso bieten sie Sorten mit hohem THC-Gehalt. Und übrigens, Samen über Sensi Seeds zu kaufen ist zu 100 % legal.

Bitte informiert Euch vor dem Konsum über die Wirkungen und möglichen Nebenwirkungen von THC. 

Weiterführende Fragen. 

Was sind feminisierte Samen?
Feminisierte Cannabissamen bringen nur weibliche Pflanzen hervor. Weibliche Hanfpflanzen bringen insgesamt mehr Ertrag und die weiblichen Blüten enthalten wesentlich mehr Cannabinoide als die Pollensäcke der männlichen Pflanze. 

Was sind Autoflowering Samen?
Autoflowering Samen sind das Ergebnis aus einer Kreuzung von herkömmlichen Cannabissorten mit der Cannabis Ruderalis-Genetik. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:
– schnellere Ernte 
– kürzere Blütezeiten
– kleiner, kompakter Wuchs
– Blüte, unabhängig vom Lichtzyklus
Insgesamt der ideale Samen für Anfänger. 

Wie ist der Geruch von Nutzhanf?
Der “lebendige” und ungetrocknete Nutzhanf riecht ähnlich intensiv wie jede andere Hanfpflanze auch. Manche THC-haltige Sorten sind auf intensiveren Geruch gezüchtet. Nutzhanf hat getrocknet eine leichte und typisch aromatische Note, einen strohigen, blättrigen Beigeschmack und Geruch.

Kann man Speisehanf rauchen?
Ja Speisehanf kann auch geraucht werden. Dabei wird man aber keinen berauschenden Effekt verspüren, da die Nutzhanfsorten nur einen sehr geringen THC-Gehalt von 0,2 – 0,3 % aufweisen. Andere gesundheitsförderliche Cannabinoide wie CBD (Cannabidiol) sind auch in Speisehanf enthalten. 

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Der Unterschied zwischen Hanf, Cannabis, Marihuana und Haschisch.

Ob Nutzhanf, medizinisches Cannabis oder Marihuana, die Hanfpflanze hat viele…

Ob Nutzhanf, medizinisches Cannabis oder Marihuana, die Hanfpflanze hat viele Namen. Den Unterschied für die jeweilige Bezeichnung macht oft nur die Art der Verwendung und der THC-Gehalt (Tetrahydrocannabinol).

In der folgenden Übersicht geht hervor, dass Nutzhanf nicht viel Gemeinsamkeiten mit Marihuana und Haschisch aufweist, und das obwohl sie von der gleichen Ursprungspflanze abstammen.

Die Begriffe Hanf (Nutzhanf), Marihuana und Haschisch sind recht klar abgegrenzt. Einzig beim Begriff Cannabis muss man etwas genauer hinschauen, denn hier ist nicht unbedingt von vornherein klar ob es sich um ein illegales Rauschmittel oder ein gesundes und legales Lebensmittel handelt. 

Übersicht 


Legal Psychoaktiv (THC)  Anwendungsgebiete Verwendung
Hanf
(Nutzhanf)

Ja* 

Nein – Lebensmittel
– Baustoff
– Papierherstellung
– Textilien 
– Kosmetik 
Die ganze Pflanze:

Samen
Blätter
Stängel
Blüten
Cannabis

Ja/Nein*


Ja/NeinJe nach Sorte:

– Nutzhanf
 
– Medizinisches Cannabis
– Cannabis Öl 
– Rauschmittel


Nutzhanf: ganze Pflanze

Medizinisches Cannabis und Rauschmittel: Getrocknete Blüten und Blätter. 

Marihuana Nein Ja – Rauschmittel
– Medizinische Anwendung
Getrocknete Blüten und Blätter
Haschisch Nein  Ja – Rauschmittel
Harz der Blüten und Blätter wird in Platten gepresst. 

*Mit Einschränkungen, Details dazu weiter unten im Teil “Legalität”

Hanf.

Hanf Feld Anbau Cannabis
Hanf ist eine vielseitig einsetzbare Nutzpflanze. 

Hanf ist eine Pflanzengattung die der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) angehört. Ein weiterer prominenter Vertreter der Hanfgewächse ist übrigens der Hopfen. 

Wenn von Hanf die Rede ist handelt es sich im allgemeinen um die Nutzpflanze ohne psychoaktive Wirkung. Es hat sich so eingebürgert, dass mit dem Wort “Hanf” jene Produkte gemeint sind, die frei von THC sind bzw. einen Gehalt von 0,2 % nicht überschreiten. 

Dieser Begriff hat nichts mit Kiffen, Drogen oder Rauschzuständen zu tun, ist vollkommen legal und dient zur Herstellung von praktischen und essbaren Produkten. Aus Hanf (auch Nutzhanf genannt) werden Lebensmittel, Kosmetikartikel, Kleider, Baustoffe und Arzneimittel hergestellt. Legale und meist sehr gesunde Hanfprodukte sind:

Genau genommen muss man aber noch einmal zwischen den beiden Begriffen Nutzhanf und Drogenhanf unterscheiden. 

Nutzhanf weist einen THC-Gehalt von ca. 0,2 % auf und führt zu keiner berauschenden Wirkung. (Anwendungsgebiete siehe oben) 

Drogenhanf hat einen wesentlich höheren THC-Gehalt (bis zu 20 % und mehr) wird als Rauschmittel oder Arzneimittel verwendet. 

Das Wort Drogenhanf wird umgangssprachlich aber nicht wirklich verwendet, hier haben sich Begriffe wie Cannabis, Marihuana, Weed oder Gras etabliert. 

Cannabis.

Eine CBD Pflanze für den Anbau zu Hause.
Die unverkennbare Blattform der Cannabspflanze. 

Cannabis ist nichts weiter als das lateinische Wort für Hanf. Spricht man aber von Cannabis, ist nicht von vornherein klar ob der THC-Gehalt über oder unter 0,2 % liegt. Je nach Sorte kann der Begriff Cannabis auf ein psychoaktives und berauschend wirkendes Produkt oder ein legales und rauschfreies Produkt hindeuten. Das Wort hat umgangssprachlich jedoch eine andere Bedeutung als Hanf und wird meist dann verwendet wenn die Pflanze psychoaktiv ist.

Die Cannabispflanze kann auch Nutzhanf mit THC-Werten unter 0,2 % sein, das Wort steht aber grundsätzlich in Verbindung mit einem THC-Gehalt über 0,2 %. In der Landwirtschaft wird das Wort Hanf benutzt, wenn es um Rauschmittel geht verwendet so gut wie niemand das Wort Hanf und benutzt stattdessen Cannabis oder Marihuana. 

Um sicher zu gehen solltet Ihr Euch genau informieren und gegebenenfalls nachfragen. Handelt es sich um Cannabis ohne THC wird das üblicherweise klar kommuniziert. 

Da Cannabis und Hanf eigentlich das gleiche bedeuten ist das manchmal ein wenig irreführend. Als Faustregel für die Bezeichnungen gilt: 

Hanf = NICHT psychoaktiv
Cannabis = psychoaktiv

Der THC-Gehalt ist abhängig von der Cannabis Sorte. Es gibt Sorten mit über 20 % THC aber auch Sorten mit unter 0,2 % THC. CBD-Blüten erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie nicht berauschend wirken (0,2 % THC), legal zu kaufen sind und trotzdem gesundheitsfördernde Wirkung zeigen. Mehr dazu in unserem Artikel: CBD Rauchen. Alles über Vaporizer, Liquids und CBD-Blüten.

Die Cannabis Pflanze wird grundsätzlich in zwei Arten eingeteilt:

Cannabis sativa: wächst bis zu 2 m, hat kleine Blätter, dickere Stängel und gröbere Fasern. Aufgrund seiner Beschaffenheit eignet sich Cannabis sativa besser als Nutzhanf. Enthält je nach Sorte THC.

Cannabis indica: ist kleiner, buschiger, insgesamt zarter und hat größere Blätter. Cannabis indica wird bevorzugt als Drogen- und Medizinpflanze verwendet. 

Medizinisches Cannabis.

Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei meist um psychoaktives Cannabis welches für medizinische Zwecke verwendet wird. Medizinisches Cannabis ist auf Rezept, legal in der Apotheke erhältlich. Für die “ausgewählten” Patienten stehen dort mehrere Sorten mit verschiedenen THC und CBD-Verhältnissen zur Auswahl bereit. 

Die medizinische Verwendung von Cannabis und THC bei:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit und Abmagerung
  • Spastik
  • Bewegungsstörungen
  • Schmerzzustände
  • Glaukom
  • Epilepsie
  • Asthma
  • Abhängigkeit und Entzugssymptome
  • Psychiatrische Symptome 
  • Autoimmunerkrankungen und Entzündungen

Alle weiteren medizinischen Verwendungen und genaue Beschreibungen findet Ihr auf der Seite Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente (IACM).

Marihuana.

CBD Blüten rauchen kaufen
Getrocknete Blüten und Blätterteile der Cannabispflanze. 

Marihuana wird unter anderem auch als Weed, Gras, Mary Jane oder Ganja bezeichnet.

Marihuana hat viele Namen, gemeint sind aber immer die getrockneten Blüten der weiblichen Cannabispflanze.

Genau genommen bezieht sich das Wort Cannabis auf die ganze Pflanze, während Marihuana sich nur auf ausgewählte Teile der Cannabispflanze, nämlich die getrockneten Blüten und Blätter, bezieht.

Die Bezeichnung Marihuana hat nicht mehr viel mit Nutzhanf zu tun, hierbei geht es nicht um Fasern oder Dämmstoffe sondern um Rauschzustand oder medizinische Anwendung. Für die berauschende Wirkung ist der hohe THC-Gehalt verantwortlich. Als Mindestwert gilt 3 % THC, neuere Züchtungen schaffen es auch über 20 %.

Medizinisches Marihuana ist kein Begriff der viel verwendet wird, ist aber im Grunde das Selbe wie medizinisches Cannabis, nämlich getrocknete Blüten der weiblichen Hanfpflanze. 

Haschisch/Hasch.

Haschisch Platten aus Harz der Hanfpflanze
Das THC-haltige Harz der Cannabispflanze wird in Platten gepresst. 

Haschisch auch Shit genannt, wird aus dem abgesonderten Harz der Blüten und Blätter der weiblichen Cannabispflanzen hergestellt.

Vor allem die Blüten der Cannabispflanze bilden, ab einem bestimmten Punkt in der Blütezeit, ein Harz indem THC in hoher Konzentration enthalten ist. Das Harz wird durch mehrere Siebe (trockene Siebung) vom Rest der Pflanze gelöst und dann in sogenannte Haschischplattengepresst. Der THC-Gehalt solcher Platten ist recht hoch und liegt zwischen 4 und 30 %. 

Wird nur das extrahierte Harz der weiblichen Pflanzen verwendet, spricht man von Haschisch. Verwendet man allerdings die harzhaltigen getrockneten Blütentrauben und blütennahen Blätter als Ganzes, wird stattdessen von Marihuana gesprochen. 

Legalität.

Wann ist eine Hanfpflanze legal und wann nicht?

Hanf/Nutzhanf/Cannabis

  • Eingetragene Landwirtschaftliche Betriebe können eine offizielle Genehmigung für den Anbau von Nutzhanf erhalten und somit legal Hanf anbauen. Der THC-Gehalt der erlaubten Hanf-Sorten liegt unter 0,2 %, die Sorten werden von der EU vorgegeben. 
  • Privatpersonen dürfen in Deutschland weder Nutzhanf noch Cannabis anbauen, egal wie niedrig der THC-Gehalt der Pflanze ist. Privatanbau ist illegal. 
  • In Österreich sieht das aktuell noch anders aus. Hanfpflanzen dürfen bis zur Blüte als Zierpflanze gehalten werden. Sobald die Pflanze aber in die Blüte kommt (THC wird gebildet) gilt sie als illegal und muss vernichtet werden. 
  • Produkte mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 % (zB. CBD-Öl ) sind sowohl in Deutschland als auch Österreich legal erhältlich. In der Schweiz liegt die Schmerzgrenze etwas höher, bei 1 % THC. 

Legalisierung von Cannabis und Marihuana. 

Die Legalisierung von Cannabis ist ein heikles und polarisierendes Thema, aber es birgt auch Potential für mögliche Verbesserung einer Gesellschaft in sich, und sollte deswegen offen und konstruktiv diskutiert werden.

Ich persönlich tendiere zu einer Legalisierung von Cannabis und denke, dass es mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringen kann. Vorausgesetzt die jeweilige Regierung bereitet die Bürger mit einer breit angelegten Aufklärung und Information auf die Legalisierung von Cannabis vor. 

Marihuana ist eine Droge und wie jede andere Droge kann sie negative Auswirkungen auf den Konsumenten haben. Cannabis ist nicht harmlos! Und nur weil eine Droge legalisiert ist heißt das nicht dass sie sicher ist. Wie man auch am Beispiel von Alkohol und Zigaretten sieht. 

Abgesehen von der medizinischen Anwendung bin ich weder Cannabis Befürworter noch Cannabis Konsument. Dennoch glaube ich, dass der beste Weg um die Gesellschaft (vor allem junge Leute) vor den negativen Effekten von Cannabis zu schützen, eine Legalisierung und staatliche Regulation ist.

Die Gründe für eine Legalisierung sind nicht ganz offensichtlich, und werden erst bei genauerem Hinsehen erkenntlich. Cannabis einfach zu verbieten und zu hoffen, dass Erwachsene und Jugendliche sich daran halten zeigte sich als wenig effektiv. (Bei Erwachsenen ist Cannabis insgesamt die am häufigsten konsumierte illegale Substanz. Schätzungen gehen von rund 3,1 Millionen erwachsenen Cannabiskonsumenten allein in Deutschland aus. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weit darüber)

Illegales Cannabis und seine “Nebenwirkungen”.

Illegales Cannabis ist ein Riesen “Geschäftszweig”, kriminelle Drogen-Dealer verdienen Milliarden und das Geld gelangt in die falschen Hände. Würde Cannabis vom Staat reguliert und versteuert (sowie andere Drogen wie Alkohol, Nikotin und Koffein) bliebe das Geld in den Staatskassen und könnte sinnvoll in die Gesellschaft reinvestiert werden.

Es handelt sich dabei um viel Geld, und anstatt es den Drogen Baronen in den Hintern zu blasen, könnten damit Krankenhäuser gebaut und Armut bekämpft werden. Eine aktuelle Studie (2018) belegt, dass im Fall einer Legalisierung von Cannabis jährlich über 2,66 Milliarden Euro!! in die deutschen Staatskassen fließen würden. 

Fehlende Kontrolle.

Jugendliche sind schlecht informiert, bekommen Zugriff auf Cannabis vom Schwarzmarkt und es ist unmöglich zu sagen was sie da genau in den Händen halten. Würde der Cannabis-Markt unter der Obhut der Regierung stehen, könnten Cannabis-Produkte klaren Richtlinien und Regulierungen unterliegen. Die Qualität des Produkts sowie diemögliche Wirkung würden transparent sein.

So wie auf jeder Bier- oder Schnapsflasche der Alkoholgehalt angegeben werden muss, könnte der genaue THC-Gehalt auf Cannabis-Produkten angegeben werden. Damit weiß der Konsument was er da vor sich hat und kann dementsprechend dosieren.

Kriminalisierung von Cannabis.

Viele Schicksale werden wegen kriminalisiertem Drogenbesitz zerstört. Ich spreche hier nicht von Drogendealern, sondern von jenen Menschen die voll in die Gesellschaft integriert sind, täglich ihrem Beruf nachgehen und hin und wieder Cannabis konsumieren. Es handelt sich hierbei nicht um kriminelle Verbrecher sondern um die ganz normale arbeitende Bevölkerung. Diese anständigen Leute werden aufgrund von Cannabisbesitz kriminalisiert, vielleicht sogar vorbestraft. Hilft es einer Gesellschaft und betroffenen Familien wenn man Menschen wegen einem gelegentlichen Cannabiskonsum als Verbrecher hinstellt? Wohl kaum. Die Kriminalisierung von Cannabis verursacht mehr Schaden als Nutzen. 

Portugal hat im Jahr 2001 den Cannabiskonsum entkriminalisiert, das heißt der Besitz von Drogen ist keine Straftat mehr, sondern nur noch eine Ordnungswidrigkeit – wie zB. Falschparken. Hat diese Gesetzesänderung Portugal in ein Drogenchaos gestürzt? Nein genau das Gegenteil ist der Fall:

  • Weniger Menschen nehmen Drogen
  • Weniger junge Menschen nehmen Drogen
  • Drogenkriminalität sinkt
  • Weniger Drogentote

Mehr dazu findet Ihr auf auf diesen beiden Artikeln (1,2). Die gesamte Studie über Portugal und Drogenkonsum findet Ihr hier.

Am 17.Oktober 2018 wurde Cannabis in Kanada legalisiert. Jeder kann in, vom Staat regulierten, Shops nun offiziell Cannabis kaufen. Kanadas Staatskasse wird sich freuen und ich bin gespannt auf die Auswertung der Langzeitstudien. Kanada übernimmt eine Vorreiterrolle und es wird sich zeigen welche Auswirkungen die Legalisierung von Cannabis hat. 

Überzüchtete Cannabissorten.

Eine Weitere “Nebenwirkung” von illegalem Cannabis betrifft die Cannabispflanze selbst. Aufgrund der Illegalität wurden Sorten mit möglichst viel THC gezüchtet. Diese bizarren Züchtungen steigern zwar den Gewinn allerdings sind sie mit der “ursprünglichen” Hanfpflanze, die unsere Vorfahren als Medizin genutzt haben, nicht vergleichbar.

Der THC-Gehalt solcher Züchtungen ist dermaßen hoch und steht nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis mit den restlichen Inhaltsstoffen (zB. Cannabidiol CBD) der Pflanze. Es ist naheliegend, dass solche Sorten den Cannabiskonsumenten schaden. Aufklärung, Bildung und Regulierung können helfen derartige Sorten zu verdrängen. 

Cannabis vs. Alkohol.

Vergleicht man Cannabis mit Alkohol stellt sich die Frage ob nicht die falsche Droge legal ist. Wie gesagt Cannabis ist nicht ungefährlich aber neben Alkohol sieht Cannabis aus wie ein 3 jähriges Kind in der Krabbelstube. Für mehr Informationen empfehle ich Euch diesen Artikel der die beiden Drogen miteinander vergleicht. 

Weiterführende Fragen.

Kann man Nutzhanf rauchen?
Ja man kann Nutzhanf rauchen. Nutzhanf hat den Vorteil, dass er nicht berauschend wirkt aber trotzdem alle gesundheitlichen Vorteile mit sich bringt. CBD-Blüten gibt es in CBD-Shops oder online LEGAL zu kaufen. 

Kleiner Tipp: Das Vaporisieren also Verdampfen von Hanf ist der Gesundheit wesentlich zuträglicher da keine Verbrennung stattfindet und die damit verbundenen Giftstoffe wegfallen. Mehr dazu in unserem Artikel: CBD Rauchen. Alles über Vaporizer, Liquids und CBD-Blüten.

Kann Marihuana Psychosen auslösen?
Marihuana ist keine harmlose Droge und kann durchaus Psychosen auslösen. Es passiert relativ selten und meist bei ohnehin gefährdeten Personen mit einer Neigung zu Psychosen. Sorten mit einem hohen CBD- und niedrigen THC-Gehalt können das Risiko minimieren.

No Comments on Der Unterschied zwischen Hanf, Cannabis, Marihuana und Haschisch.

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