THC und inzwischen auch CBD sind die bekanntesten Inhaltsstoffe der Hanfpflanze, die aber insgesamt mehr als 100 Cannabinoide beinhaltet. Einer der immer noch eher unbekannten wirksamen Bestandteile ist Cannabigerol, kurz CBG.

CBG ist genau wie CBD nicht psychoaktiv und unterliegt in Deutschland und vielen anderen Ländern nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Erste Studien legen nahe, dass CBG allerdings ein vielversprechendes medizinisches Potenzial besitzt und sich ähnlich wie CBD in verschiedenen Bereichen therapeutisch einsetzen lässt.

Was ist CBG?

Cannabigerol (CBG) ist ein Phytocannabinoid, also ein pflanzeneigenes Cannabinoid, das in der Hanfpflanze vorkommt und Mitte der 1960er Jahre erstmals entdeckt wurde. In der Cannabispflanze liegt CBG genau wie viele andere Cannabinoide natürlicherweise als Säureform vor – als Cannabigerolsäure (CBGA).

CBG ist eines der ersten Cannabinoide, das in der Hanfpflanze gebildet wird. Da es nur in kleinen Mengen vorkommt gilt es als ein sehr wertvolles Cannabinoid.

Cannabinoide-CBG
CBG im Vergleich zu anderen Cannabinoiden

Im Verlauf des Wachstums und der Reifung von Enzymen wird CBDA in THCA, CBDA und andere Cannabinoide umgewandelt.  Aus diesen werden später durch Trocknen und Erhitzen (Decarboxylierung)die bekannten, nicht-sauren Stoffe THC und CBD entstehen. 

CBG bildet also die Basis anderer Bestandteile und kommt dementsprechend vorrangig in jungen Pflanzen vor. Im klassisch angebauten und geernteten Cannabis, das häufig auch für einen möglichst hohen THC- und CBD-Anteil gezüchtet wurde, liegt die wertvolle CBG-Konzentration bei vielen Sorten hingegen unter 1 Prozent

Welche Wirkung hat CBG?

Weil ein Großteil aller Cannabinoide erst in den 1960er Jahren entdeckt wurde und die Forschung aufgrund der beinahe weltweit vorhandenen Verbote rund um Cannabis lange schwierig war, sind die Wirkungen von THC, CBD und anderen Stoffen immer noch nicht vollständig geklärt.

Das gilt noch mehr für das CBG, das aufgrund seines geringen Anteils lange nicht im Fokus der Forschung stand. 

Erste Studien sind vielversprechend
Inzwischen gibt es erste Studien, die dem Cannabigerol ein breites Wirkspektrum zuschreiben. Nach dem Konsum bzw. der Einnahme gelangt das CBG ins Blut und so genau wie THC oder CBD ins körpereigene Endocannabinoidsystem.

Dort bindet sich CBG vorrangig an den CB1-Rezeptor und entfaltet so seine Wirkung – und zwar seine medizinische Wirkung. CBG ist nämlich nicht psychoaktiv, es löst also keinen Rausch aus.

CBG Schützt Nervengewebe
Anwender berichten von einer entzündungshemmenden Wirkung, für die inzwischen auch Studien sprechen. Italienische Forscher konnten 2018 feststellen, dass CBG sich positiv auf Entzündungen von Nervengewebe und oxidativen Stress auswirken kann. Dabei handelt es sich um zwei Störungen, die bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Multipler Sklerose im Fokus stehen. 

CBG stärkt Nevenzellen
Im In-Vitro-Modell konnte CBG schützend wirken, die zelleigene antioxidative Abwehr wieder stärken und das Absterben von Nervenzellen reduzieren. Die Forscher unterstützen deshalb explizit die Nutzung von CBG bei neurodegenerativen Erkrankungen.

Zellschutz
Bei Mäusen konnte CBG ebenfalls bereits zellschützende Eigenschaften unter Beweis stellen. Spanische Forscher konnten im Rahmen ihrer Studie feststellen, dass CBG im Hinblick auf Chorea Huntington die Zerstörung von Nervenzellen reduzieren kann. 

Appetitanregend
Die Wirkung von CBG geht aber über die entzündungshemmenden und zellschützenden Eigenschaften hinaus. In einer Studie mit Ratten konnte CBG unter Beweis stellen, dass es sich um einen sehr gut verträglichen Stoff mit einer appetitanregenden Wirkung handelt, der zukünftig auch beim Menschen bei krankhafter Abmagerung und anderen Essstörungen eingesetzt werden könnte.

Entspannend und Angstlösend
Anwender von CBG berichten darüber hinaus oft von entspannenden und sogar angstlösenden Wirkungen, die aber aufgrund der immer noch recht dünnen Studienlage noch nicht endgültig belegt sind.

Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBG?

CBG bildet in der jungen Cannabispflanze die Basis für bekanntere Cannabinoide wie CBD. Es gibt Eigenschaften, die sich die beiden Stoffe teilen aber auch einige Unterschiede.

Ein Merkmal, das CBD und CBG gemeinsam haben, ist die fehlende Psychoaktivität. Beide Cannabinoide lösen also anders als das THC keinen Rausch aus, weshalb nicht der Missbrauch als Droge im Vordergrund steht, sondern die medizinische bzw. therapeutische Wirkung.

CBG-vs-CBD
CBG ist anders als CBD – Aber beide sind effektiv

Bei der genauen Wirkweise und den Einsatzbereichen gibt es allerdings Unterschiede.

CBD
Die Einnahme von CBD zielt vor allem auf die schmerzlindernden und entspannenden Eigenschaften ab, die inzwischen auch gut mit Erfahrungsberichten von Anwendern und mit Studien untermauert sind.

CBG
CBG wirkt durch das direkte Andocken an die CB1-Rezeptoren anders und ist eher etwas für den ganz gezielten medizinischen Einsatz bei neurodegenerativen Erkrankungen oder Essstörungen – also in Bereichen, in denen CBG in ersten Studien bereits eine Wirkung unter Beweis stellen konnte.

Denkbar ist allerdings nicht nur die Nutzung zur Linderung von Symptomen, sondern auch die prophylaktische bzw. vorsorgliche Einnahme zur Erhaltung einer gesunden Gehirnfunktion und zum Schutz der Nervenzellen

Ist CBG in CBD Öl enthalten?

CBG wird als eines der ersten Cannabinoide in der Hanfpflanze gebildet und später durch Enzyme in Stoffe wie THC und CBD umgewandelt. Beim klassischen Anbau vieler Sorten bleibt lediglich ein CBG-Restgehalt von unter 1 Prozent übrig, der sich zumindest teilweise auch in CBD-Öl wiederfindet.

THC-Oel-Unterschied
CBG ist nur in geringen Mengen in CBD-Öl enthalten

Für eine gezielte Einnahme von CBG ist CBD-Öl allerdings weniger geeignet. Die passende Alternative ist spezielles CBG-Öl, bei dem das Cannabigerol im Fokus steht und in höherer Konzentration enthalten ist.

Was ist besser CBD oder CBG?

CBD und CBD teilen sich zahlreiche Eigenschaften und zielen bei der medizinischen Nutzung teilweise auf die gleichen Effekte ab. Die Frage, ob CBD oder CBG besser ist, lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten.

  • Beim CBD geht es für viele Anwender vor allem um die entspannende und angstlösende Wirkung, also die positiven Eigenschaften bei Stress oder Schlafproblemen. Auch die schmerzlindernde Wirkung steht beim CBD oft im Vordergrund.
  • Das CBG zielt eher auf andere Anwendungsbereiche ab, nämlich den Schutz von Nervenzellen, die Senkung des Augeninnendrucks oder die Steigerung des Appetits. 

Aktuell gibt es noch mehr Studien zu CBD
Der Stoff ist aufgrund seiner hohen Konzentration im Hanf und der damit verbundenen Bekanntheit besser erforscht und auch die zahlreichen Wirkungen sind besser belegt als beim CBG. 

CBG kann aber eine gute Alternative zum CBD sein, wenn es vor allem um neudegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Chorea Huntington, MS und die damit verbundenen Symptome geht. Unter Umständen lohnt es sich auch, sowohl CBD als auch CBG auszuprobieren, um herauszufinden, welches Cannabinoid eine optimalere Wirkung entfaltet und die persönlichen Beschwerden besser lindert – eventuelle Nebenwirkungen sind bei beiden Stoffen überschaubar.

Vorteile von CBD

  • Große Auswahl an völlig legalen CBD-Produkten
  • Entspannende, angstlösende und schmerzlindernde Wirkung im Vordergrund
  • Enorm breites Wirkspektrum
  • Viele Eigenschaften sind recht gut belegt
  • CBD löst keinen Rausch aus
  • Bei normalem Konsum keine Gefahr für Autofahrer

Vorteile von CBG

  • Vielversprechende Studienlage im Hinblick auf neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder MS
  • Appetitanregende Wirkung in ersten Studien
  • Sehr gut verträglich
  • CBG ist nicht psychoaktiv, macht also nicht „high“
  • Bei normalem Konsum keine Gefahr für Autofahrer

Wie wird CBG Angewendet?

Während es inzwischen jede Menge CBD-Produkte gibt, die von CBD-Blüten und CBD-Öl bis hin zu CBD-Schokolade reichen, ist die Auswahl beim CBG noch recht überschaubar. Für eine bequeme Anwendung bietet sich vor allem CBG-Öl an.

CBG-Öl
Nutzer können CBG-Öl einfach dosieren und komfortabel oral einnehmen. Außerdem bietet es sich auch für die Weiterverarbeitung in Lebensmitteln an. Damit ist CBG-Öl für viele Nutzer das Produkt der Wahl, wenn es um die Anwendung von CBG geht. Es ist vollkommen legal und enthält ähnlich wie das CBD-Öl kaum THC (maximal 0,2 %).

CBG-Liquid für das Verdampfen in einer handelsüblichen E-Zigarette oder Vaporizer ist inzwischen ebenfalls erhältlich und das sogar in verschiedenen Geschmacksrichtungen. 

Wo ist CBG enthalten?

CBG ist genau wie THC, CBD sowie mehr als 100 andere Cannabinoide in der Hanfpflanze enthalten und findet sich dementsprechend auch in vielen Endprodukten. Das gilt vor allem für die besonders naturnahen und praktisch unverarbeiteten Produkte wie CBD-Blüten.

Der CBG-Gehalt ist bei CBD-Produkten allerdings sehr gering, da beim klassischen Anbau und der gewöhnlichen Ernste nur noch weniger als 1 Prozent CBG in der Pflanzenbestandteilen übrig bleiben. Bei verarbeiteten Produkten wie CBD-Öl oder CBD-Liquid, die oft durch eine Extraktion entstehen, ist der CBG-Gehalt unter Umständen noch niedriger.

CBG kaufen

CBG ist (noch) nicht so bekannt wie seine beiden Geschwister THC und CBD, daher findet sich das seltene Cannabinoid nur in ausgewählten Onlineshops. Die Nachfrage wird rasch steigen und bald wird es das CBG-Öl wie auch das CBD-Öl vielerorts zu kaufen geben. Wir empfehlen wie auch beim CBD-Öl auf Qualität zu achten.

CBG wird meist in als CBG-Öl angeboten und über Shops, Onlineshops oder direkt über den Hersteller verkauft.

Unsere CBG-Öl Empfehlung:

CBG-Öl Natruextrakt 5 %

  • 500 mg rein aktiviertes Cannabigerol (5%) pro 10 ml
  • Höchste Qualitätsstufe durch permanente Analysen
  • 100% decarboxyliert
  • THC <0,01%
  • Mit hochwertigem Hanfsamenöl

CBG und CBD auf Amazon kaufen

Anders als das bekannte THC lösen Cannabinoide wie CBD und CBG keinen Rausch aus und sind deshalb auch nicht verboten. Trotzdem gibt es teilweise Einschränkungen, wenn es um den Kauf entsprechender Produkte geht.

Der große Versandhändler Amazon hat zahlreiche CBD-Produkte aussortiert und Händlern untersagt, CBD und vergleichbare Produkte auf der Plattform zu vertreiben. Auf Nachfrage erhielten Händler vom Versandriesen die Antwort, dass der Verkauf von „Pflanzenteilen der Gattung Cannabis Sativa“ zukünftig nicht mehr gestattet sei. Einen rechtlichen Grund gibt es dafür nicht, CBD-Produkte wie CBD-Öl, CBD-Liquid oder CBD-Kristalle sind legal, wenn sie alle Grenzwerte einhalten.

Offenbar möchte Amazon sich aber bereits positionieren und schützen, sollte es innerhalb der EU oder in anderen Ländern zu einer geänderten Gesetzeslage kommen. Außerdem gehen betroffene Händler davon aus, dass der große Versandhändler einfach nicht mit Schlagwörtern wie „Hanf“ oder „Cannabis“ in Verbindung gebracht werden möchte – zumindest nicht in Europa.

Achtung!!
Aktuell dürfen keine CBD-Produkte auf Amazon verkauft werden, möglicherweise ist in den dort angebotenen Ölen kein CBD enthalten.

Eine Ausweichmöglichkeit sind in jedem Fall spezialisierte Online-Shops, die CBD- und CBG-Produkte vertreiben und zur Verfügung stehen, wenn Amazon irgendwann auch gezielt CBG-Produkte sperrt.

CBG-Öl Dosierung

CBG ist vor allem in Form von CBG-Öl erhältlich, wobei verschiedene Konzentrationen zur Auswahl stehen. Weit verbreitet sind CBG-Öle mit Konzentrationen von 3 Prozent und 5 Prozent. Einsteiger, die CBG erst einmal ausprobieren möchten, können zu einem milderen Produkt greifen, zunächst mit wenigen Tropfen (2-5 Tropfen) beginnen und die Wirkung sowie die Verträglichkeit beobachten.

Im späteren Verlauf ist für eine optimale Wirkung auch eine höhere Dosierung möglich – insbesondere für erfahrenere Anwender. Eine Überdosierung ist praktisch unmöglich und auch die Nebenwirkungen von CBG sind genau wie bei CBD und anderen Cannabinoiden sowohl überschaubar als auch ungefährlich.