CBD-Öl erfreut sich großer Beliebtheit und das ganz zu Recht. Langsam verändert sich die Gesetzeslage, die Forschung läuft auf Hochtouren und es wird immer deutlicher, dass CBD (Cannabidiol) große Vorteile für die Gesundheit haben kann…solange die Qualität stimmt.

In diesem Artikel werde ich darauf eingehen, was ein gutes Öl ausmacht und worauf Ihr vor dem Kauf achten solltet. Denn die Qualität des verwendeten CBD-Öls ist entscheidend für die Wirkung.

Qualitätsmerkmale von CBD-Öl

  1. Anbau (Pestizide, Fungizide, Bio)
  2. Herstellung (Extraktionsmethode, Inhaltsstoffe, CBD-Gehalt)
  3. Vollextrakte oder CBD- Isolat (Anzahl der Wirkstoffe, Entourage-Effekt)
  4. Laboranalysen (laufende Qualitätskontrolle)

CBD hat eine beruhigende, angstlösende und entspannende Wirkung auf Körper und Geist. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und hilft gegen Schlafstörungen. Es ist neben dem THC (Tetrahydrocannabinol) das wohl bekannteste und wirksamste Cannabinoid der Hanfpflanze.

CBD macht nicht “high”, es hilft dem Körper sich selbst zu regulieren. 

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig, die positive Wirkung wird von tausenden Menschen bestätigt. CBD konnte bereits und kann vielen Menschen helfen, vorausgesetzt die Qualität stimmt und es handelt sich um ein tatsächlich wirksames Produkt.

Falls Ihr ganz sicher gehen wollt, setzt Euch mit dem Hersteller in Verbindung und fragt nach den folgenden 4 Kriterien.

CBD-Öl Qualität. 4 Tipps.

Unabhängige Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass Öle auf dem Markt sind, deren Hauptbestandteil Speiseöl ist. Außerdem tauchen immer wieder Proben mit beunruhigend hohen Mengen an giftigen Pestizidwerten auf. 

Es gibt viele gute Hersteller die CBD-Produkte in bester Qualität anbieten aber es ist nicht einfach den Überblick zu bewahren. Hier gebe ich Euch eine Übersicht, wie Ihr die Guten von den Schlechten unterscheiden könnt, was gute Qualität ausmacht, und worauf Ihr sonst noch achten solltet.

Qualität – Herstellung CBD-Öl

CBD-Öl ist ein junges Produkt und dementsprechend hinken die Regulierungen und Vorschriften dem Markt noch ein wenig hinterher. Das heißt es gibt keine generellen Vorschriften bzw. Instanzen, die den Herstellungsprozess kontrollieren.

Die Methode wie Inhaltsstoffe aus der Hanfpflanze gelöst werden, beeinflusst nicht nur die Herstellungskosten sondern spielt auch für die Qualität des Öls eine entscheidende Rolle. Es gibt grundsätzlich 3 Extraktionsmethoden: 

1. CO2-Extraktion.

Diese Methode ist die effizienteste aller Methoden. Es handelt sich um ein schonendes Verfahren bei dem die meisten Stoffe der Pflanze erhalten bleiben. Das Verfahren ist umweltfreundlich und nachhaltig. 

Nachteil: Es ist teuer, erfordert Know-How und spezielle Geräte. Diese Extraktionsmethode ist wohl nichts für das “Labor in der Garage”. Die CO2- Extraktion wird von großen, führenden CBD-Öl Herstellern verwendet und ist ein Qualitätsmerkmal.

2. Flüssige Lösungsmittel.

Die Hanfblüten werden dabei in flüssige Lösungsmittel (in der Regel Butan, Alkohol, Hexan oder Ethanol) gelegt, die die Inhaltsstoffe aus der Hanfpflanze lösen. Es handelt sich um eine einfache und kostengünstige Methode die jeder auch bei sich zuhause anwenden kann. Bei dieser Extraktionsform bleiben viele der wichtigen Wirkstoffe, unter anderem auch Chlorophyll, erhalten.

Nachteile: das Lösungsmittel kann Spuren von Verunreinigungen im fertigen CBD-Öl hinterlassen. Sorgfältige Verarbeitungsmethoden und das richtige Lösungsmittel können dies minimieren (z. B. unvergällter 95% Lebensmittelalkohol). Hinweis: Diese Lösungsmittel sind extrem leicht entzündlich! 

3. Öl-Extraktion.

Hierbei werden die Stoffe der Pflanze über ein Trägeröl (meist Olivenöl) direkt aufgenommen. Eine einfache, sichere und kostengünstige Methode, mit der Ihr selbst Euer Öl herstellen könnt. Der Nachteil dieser Methode ist die geringe Ausbeute, es werden nicht alle Stoffe aus der Pflanze gelöst und sie ist daher nicht sehr effizient. Für Selbermacher ok, vom Kauf solcher Öle rate ich ab.

Meine Empfehlung.

Die Extraktionsmethoden haben erheblichen Einfluss auf die Qualität und die Reinheit des CBD-Öls. Wird beim Lösen der Pflanzenstoffe nicht sauber gearbeitet, fehlen dem Öl die nötigen Wirkstoffe oder im schlimmsten Fall sind sogar Giftstoffe enthalten. Es empfiehlt sich etwas genauer hinzuschauen und im Zweifelsfall beim Hersteller nachzufragen, wie genau das CBD-Öl hergestellt wird.

Sowohl CO2 – als auch Alkohol- Extraktion sind empfehlenswert. Eine Kombination aus beiden wäre ideal, da die meisten Wirkstoffe erhalten bleiben. 

Bei meinen ersten CBD-Öl Erfahrungen verspürte ich kaum eine Wirkung. Nach ca. 1 Monat habe ich die Marke gewechselt und der Effekt des neuen Extrakts (hochwertiger und teurer) war deutlich stärker. Damals wurde ich zum ersten Mal darauf aufmerksam, welchen enormen Unterschied die Qualität des CBD-Öls macht. Die gängigen Öle kosten je nach CBD-Gehalt zwischen 25 und 160 Euro. Eine Investition die sich lohnt!

2. Die Qualität der Pflanze zählt. 

hanffeld-hanfprotein
Hanfanbau im Einklang mit der Natur.

Wie viele der wunderbaren Stoffe aus der Hanfpflanze extrahiert werden können, hängt auch davon ab, wie viele Stoffe überhaupt vorhanden sind. Gleich wie bei jedem gefertigten Produkt ist die Verwendung von hochwertigen Materialien ein Qualitätsmerkmal.

Qualität des Bodens
Das fängt schon dabei an auf welchem Boden die Pflanzen wachsen. Vor allem bei der Hanfpflanze ist das von großer Bedeutung, da es sich bei dieser Pflanze um einen sogenannten “Hyperakkumulator”, eine Art “Biostaubsauger” handelt. 

Pflanzen dieser Gattung sind in der Lage dem Boden Schwermetalle zu entziehen. Diese Schwermetalle gehen ihren Weg vom Boden über die Pflanze in das CBD-Öl. Es gibt immer wieder Fälle in denen sehr bedenkliche Analysewerte auftauchen.

Fungizide, Pestizide, Schwermetalle… nein Danke! Auch wenn Öle beispielsweise in Deutschland hergestellt wurden, bleibt doch die Frage, wo denn der Hanf dafür gewachsen ist und unter welchen Bedingungen. Verseuchte Böden sind billig, Spritzmittel erhöhen den Ertrag. 

Meine Empfehlung.

Gute Anhaltspunkte sind hier Biozertifikate und Transparenz auf den Webseiten der Hersteller. Ist auf der Webseite kein Hinweis auf den Anbau zu finden, dann lohnt es sich nachzufragen.

Gute Hersteller haben nichts zu verbergen und geben auf ihren Webseiten, Informationen über den Anbau und die Herkunft des Hanfs.

Hier ein Beispiel für beste Anbau QualitätBio Zertifiziert:

Hanf, ein Segen für die Landwirtschaft.

Die Tatsache, dass Hanf dem Boden Schwermetalle und andere unerwünschte Schadstoffe entzieht, machen sich clevere Bauern zu Nutzen. Die Cannabispflanze reinigt die Erde und erhöht ihren mikrobiologischen Gehalt. Weiters schlagen diese Pflanzen tiefe Wurzeln, was wiederum einer Bodenerosion entgegenwirkt.

Hanf ist vielfältig und kann als Dämmstoff, für die Herstellung von Papier und sogar Plastik verwendet werden. Übrigens, das aus Hanf gewonnene Plastik ist im Gegensatz zu herkömmlichem Plastik, biologisch abbaubar. 

3. Vollextrakte vs. CBD-Isolat.

Die Bezeichnungen variieren von Hersteller zu Hersteller. Vollextrakte werden außerdem noch als Vollspektrum oder Naturextrakte bezeichnet. CBD-Isolate werden auch noch Monopräparate genannt.

Einfach gesagt enthalten Vollextrakte so viele Inhaltsstoffe (Cannabinoide, Terpene, Flavonoide) wie nur möglich. Monopräparate nur einen isolierten Stoff wie zum Beispiel CBD oder CBG (Cannabigerol).

Vollextrakte sind die klare Wahl für Qualitätssuchende.

Vollextrakte stehen für CBD – Qualität

Wird ein CBD-Öl als Vollextrakt bezeichnet, enthält es das ganze Spektrum an Inhaltsstoffen der Cannabispflanze. Neben den beiden bekannten Stoffen THC und CBD enthält die Pflanze noch über 120 weitere Cannabinoide, als auch Terpene und Flavonoide. Es wird darauf geachtet, dass so viele Stoffe wie möglich in dem Extrakt enthalten sind. 

Bei Vollextrakten entfaltet sich im Vergleich zu Monopräparaten der “Entourage Effekt”. CBD hat eine bessere Wirkung in Kombination mit anderen Cannabinoiden, was aktuelle (2015) Studien belegen. Mehr zum Entourage Effekt findet Ihr weiter unten.

CBD-Isloat.

Hingegen wird bei einem CBD-Isolat oder Monopräparat das Cannabidiol aus der Hanfpflanze extrahiert und von den anderen Cannabinoiden isoliert. In dem Fläschchen befindet sich neben dem Trägeröl “nur” das herausisolierte Cannabidiol und enthält daher auch kein THC.

Auch wenn sich Vollextrakte als wirksamer erwiesen haben, sind CBD-Isolate manchmal die bessere Wahl. Dies ist der Fall wenn jemand auf Drogen getestet wird oder empfindlich auf andere Cannabinoide wie THC reagiert. In diesem Fall empfiehlt es sich die genauen Laboranalysen des Herstellers zu beachten, falls vorhanden.

Wir empfehlen nur Öle, die von unabhängigen Laboren getestet wurden und auch tatsächlich das enthalten was angegeben wird. Unsere Empfehlungen. 

Persönlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass Vollspektrum-Öle stärkere Wirkung zeigen und dies wird auch von vielen Erfahrungsberichten bestätigt.

Klare Empfehlung: Vollspektrum Öle – Je mehr Inhaltsstoffe der Hanfpflanze in der Flasche sind, desto besser.

4. Laboranalysen bestätigen die Qualiät

CBD-Öl Qualität Laboranalyse
Reinheit und CBD-Gehalt werden im Labor untersucht.

Vertrauenswürdige Hersteller haben fast immer Laboranalysen zur freien Einsicht auf ihren Webseiten oder legen diese auf Anfrage vor. Ich denke, dass diese Art der Transparenz der richtige Weg ist, um Vertrauen zwischen Hersteller und Kunden aufzubauen. Solche Analysen sind noch nicht verpflichtend, werden also freiwillig durchgeführt, kosten Geld und sind leider immer noch die Ausnahme.

Laufende Laboranalysen sind Grundvoraussetzung für Vertrauen und ein Qualitätsmerkmal.  

Eine seriöse Firma sollte immer aktuelle Laborergebnisse zur Verfügung stellen. Einige haben die Analyse-Zertifikate online, andere legen sie der Verpackung bei oder beides. Guter Kundendienst ist ein Zeichen für Qualität, also kontaktiert die Hersteller und lasst Euch helfen, wenn Ihr die Laborergebnisse nicht finden könnt. 

Meine Empfehlungen.

Prüft den THC-Gehalt auf dem Etikett. Momentan sind folgende Werte legal: 

Deutschland: 0,2 %
Österreich: 0,3 %
Schweiz: 1 % 

Achtet auf unabhängige Zertifizierungen wie zum Beispiel von Arge Canna. Produkte mit diesem Gütesiegel unterliegen laufenden Kontrollen und das steht wiederum für Qualität. 

Beherzigt diese Punkte und Ihr werdet in Zukunft die guten von den weniger guten CBD-Ölen unterscheiden können. Für alle die noch etwas mehr über diese faszinierende Pflanze wissen wollen… im folgenden geht es um den “Entourage Effekt” und die vielfältigen Duft- und Aromastoffe der Cannabispflanze. Was haben sie für einen Einfluss auf die Qualität des Öls und wie können wir von Ihnen profitieren?

Die Heilkraft der ganzen Pflanze.

Ein großer Teil der alternativen Medizin dreht sich darum, die gesamte Pflanze für medizinische Zwecke zu nutzen, anstatt den Wirkstoff in einem Labor zu isolieren oder zu produzieren. Ganzheitliche Pflanzenmedizin findet seit Jahrtausenden in alten Heilkünsten, wie dem Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin, Anwendung. 

In der “klassischen Medizin” wie wir sie kennen, und wie sie zum größten Teil noch heute praktiziert wird, dreht sich alles um ein schnelles Beheben der Symptome. Die Krankheiten werden isoliert vom Rest des Menschen betrachtet und mit einzelnen Pillen gezielt attackiert. Die Alternative dazu ist ein ganzheitlicher Ansatz, weg von isolierten Stoffen, hin zu Medizin mit dem ganzheitlichen Heilspektrum der Pflanze. 

Qualitätsmerkmal Entourage-Effekt?

Wenn mehrere oder alle Inhaltsstoffe (Terpene, Flavonoide, Cannabinoide, etc.) der Hanfpflanze gemeinsam eingenommen werden, komplementieren sich diese und führen zu einer verbesserten gesundheitlichen Wirkung, was als der “Entourage Effekt” bezeichnet wird. 

Dem Gegenüber stehen sogenannte Isolate, in denen ein einzelnes Cannabinoid vom Rest der Pflanze isoliert und verwendet wird. Nun ist dieser Effekt wissenschaftlich noch nicht ganz bestätigt, es liegen jedoch einige gute Argumente sowie Studien vor, die diese Theorie stützen. 

In der Hanfpflanze befinden sich über 500 verschiedene Stoffe davon ca. 120 bekannte Cannabinoide zu denen auch CBD und THC gehören. Untersuchungen deuten darauf hin, dass medizinische Substanzen in ihrem ganzen und natürlichen Zustand effektiver sind.

Dieses Phänomen, der “Entourage-Effekt”, entsteht wenn mehrere Inhaltsstoffe der Cannabispflanze mit dem menschlichen Körper interagieren. Gemeinsam erzeugen sie eine stärkere Wirkung als jeder einzelne dieser Stoffe isoliert in der Lage wäre. Es handelt sich um eine synergetische Wirkung. 

Auch Aristoteles sagte schon: das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Das ist eine sehr gute Erklärung für den Entourage-Effekt. 

Erstmals erwähnt wurde der Entourage-Effekt von dem israelischen Cannabis Forscher Raphael Mechoulam. Mechoulam gilt als einer der Pioniere der Cannabisforschung. Neben dem Entourage-Effect trug er auch wesentlich zu Entdeckung des Endocannabinoid-Systems bei. Er war der Erste, der entdeckte, dass Cannabinoide am besten wirken, wenn sie gemeinsam und nicht getrennt voneinander eingesetzt werden. 

Aufgegriffen wurde dieser Gedanke von Ethan Russo, er ist Psychopharmakologe und einer der angesehensten Cannabisforscher unserer Zeit. Russo hat einige interessante Studien zu dem Thema durchgeführt und aufgezeigt, dass die Zusammensetzung der verabreichten Cannabinoide deren Wirkung verändert. Zum Beispiel vermindert CBD die psychoaktiven Effekte von THC. 

CBD hilft THC zu regulieren.

Vor allem wenn es um THC geht ist der Entourage-Effekt von großer Bedeutung. Beim Gedanken an THC denken viele gleich mal an Drogen. Das THC ist der psychoaktive Bestandteil der Hanfpflanze und in der Tat mit Vorsicht zu genießen. 

Die “berauschende” Wirkung wird nicht immer geschätzt, so steht bei der medizinischen Anwendung von Cannabis die heilende Wirkung der Pflanze im Vordergrund. Wie können wir die ganze Heilkraft der Hanfpflanze nutzen ohne davon “high” zu werden? 

THC wird schon seit 1980 synthetisch hergestellt und in Form eines isolierten THC Medikaments (Marinol) verwendet. Die Behandlung wird von den Patienten, aufgrund der unangenehmen Nebenwirkungen, meist abgebrochen. Ein ähnliches in 2010 entwickeltes Medikament, das zu gleichen Teilen THC und CBD kombiniert (Sativex) sei wesentlich besser verträglich. Auch diese Erfahrungsberichte sprechen für den Entourage-Effekt!

CBD lindert unerwünschte Nebenwirkungen von THC.

CBD ist neben seiner gesundheitsfördernden Wirkung auch dafür bekannt, THC und die “berauschenden” Nebenwirkungen abzuschwächen. Es liegen bereits Studien (1, 2) vor, die bestätigen, dass CBD mögliche Nebenwirkungen des THC (kognitive Beeinträchtigung, Paranoia, Psychosen) mildern kann. 

Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass die schmerzstillenden Eigenschaften von THC und CBD bei gemeinsamer Anwendung stärker sind, als isoliert eingenommen. Ein weiteres Indiz dafür, dass die einzelnen Wirkstoffe sich gegenseitig unterstützen und zu einer verstärkten Wirkung führen. 

CBD-Öl Qualität – Terpene.

CBD Terpene Duft Qualität
Der angenehme Geruch von Kiefer ist unverwechselbar.

Terpene sind organische Substanzen die für den unverwechselbaren Geruch der Cannabispflanze sorgen. Jede Pflanze hat ihren eigenen Geruch und dafür sind Terpene in den ätherischen Ölen und Harzen verantwortlich. Diese intensiven Öle sind für die charakteristischen Geschmacksaromen der verschiedenen Cannabisarten verantwortlich, so z.B. Zitrone, Minze und Kiefer. 

Das Aussergewöhnliche an der Hanfpflanze ist, dass sie über 100 verschiedene Terpene beinhaltet und jede Sorte, weist einen einzigartigen Terpen-Typ und eine einzigartige Zusammensetzung, auf.

Diese Duftstoffe finden sich in besonders starker Konzentration in den Blüten weiblicher, unbefruchteter Pflanzen und schützen diese vor Bakterien, Pilzen, Insektenbefall und anderen umweltbedingten Stressfaktoren. Offensichtlich schätzen nicht alle Lebewesen den intensiven Geruch der Hanfpflanze. Ich persönlich finde die unglaubliche Bandbreite an Düften und Aromen dieser Pflanze faszinierend. 

Unser Geruchssinn wird wohl oft vernachlässigt. Düfte haben eine Wirkung auf uns, ob wir uns dessen nun bewusst sind oder nicht. Diese Wahrheiten finden sich oft in Sprichwörtern oder Floskeln wieder: jemanden nicht riechen können, das stinkt zum Himmel, das riecht nach Ärger, etc.

Mit ihren vielen verschiedenen Düften und Aromen lädt die Hanfpflanze dazu ein, unseren Geruchssinn wieder zu entdecken und ihn bewusst zu nutzen. 

Auswirkung auf die CBD-Öl Qualität.

Neben der Bildung von Gerüchen und der damit verbundenen natürlichen Schutzfunktion der Pflanze, scheinen Terpene auch noch die Wirkung von Cannabinoiden zu verstärken bzw. zu verändern.

Es handelt sich dabei wieder um den bereits erwähnten Entourage-Effekt. Die gesamten Inhaltsstoffe der Hanfpflanze kombiniert, erhöhen die Wirksamkeit der einzelnen Stoffe.

Terpene sind ein Qualitätsmerkmal. Sind diese im Öl enthalten, darf man von einer besseren Wirkung des Produktes ausgehen. 

Cannabinoide und Terpene arbeiten zusammen.

Das Zusammenwirken verschiedener Cannabinoide beschäftigt die Forschung. Deren Zusammenwirken mit Terpenen, Flavonoiden und vielen anderen Stoffen der Hanfpflanze wiederum wirft eine weitere Hand voll Fragen auf.

Nun ist vielfach belegt, dass die Kombination von CBD und THC zu einer besseren Wirkung führen. Es ist davon auszugehen, dass die Anwendung mit dem vollen Spektrum der Hanfpflanze zu noch besseren Ergebnissen führt. 

Vollextrakte mit einem breiten Spektrum an Wirkstoffen (CBD, CBDA, CBG, THC, Terpene, Flavonoide) sind CBD-Isolaten vorzuziehen. Die Qualität der Öle entscheidet über die Wirkung und ist daher nicht zu unterschätzen. Öle in sehr guter Qualität findet Ihr in unseren Empfehlungen

Typische Terpene in der Hanfpflanze.

Myrcen ist das am häufigsten vorkommende Terpen in Cannabis. Der Geruch von Myrcen erinnert oft an erdige, moschusartige Noten, die Gewürznelken ähneln. Außerdem hat es ein fruchtiges, rote Trauben Aroma und wirkt sedierend. 

Limonen, wie der Name schon sagt, erinnert an Zitronen und Zitrusfrüchte. Das ist keine Überraschung, da alle Zitrusfrüchte große Mengen dieser Verbindung enthalten. Limonen wird in Kosmetika und auch in Reinigungsprodukten verwendet, es wirkt stimmungsaufhellend und lindert Stress. 

Linalool – dieses Terpen kommt auch in Minze, Lavendel, Blumen und sogar Pilzen vor. Es hat entzündungshemmende Eigenschaften, wird unter anderem bei Akne verwendet und wirkt sedierend. 

Humulen riecht erdig, holzig und kommt in Koriander, Basilikum und Hopfen vor. Es wirkt antibakteriell und verleiht dem Bier sein beliebtes Aroma. Humulene sind entzündungshemmend und schmerzlindernd. 

Pinen riecht pikant süßlich und kommt auch in Salbei, Kiefernnadeln und anderen Nadelbäumen vor. Es gilt als Wachmacher unter den Terpenen und soll die Merkfähigkeit erhöhen. Außerdem erweitert es die Bronchien und ist bei Asthmatikern beliebt. 

Caryophyllene haben ein holzig, würziges, an Pfeffer erinnerndes Aroma. Und genau da kommt es unter anderem auch vor, in Pfeffer, Nelken und Oregano. Es soll Schlaflosigkeit lindern und krampflösend wirken. 

Flavonoide und CBD-Öl Qualität.

Die Aromen und der Geschmack von Cannabis werden oft Terpenen zugeschrieben. Aber auch Flavonoide spielen eine Rolle bei der Differenzierung verschiedener Sorten und Stämme.

Die einzigartigen Gerüche und Aromen der Cannabispflanze entstehen erst durch das Zusammenspiel von Terpenen und Flavonoiden. Darüber hinaus beeinflussen Flavonoide die Pigmentierung

Obwohl noch nicht vollständig geklärt ist, wie Flavonoide genau funktionieren, ist anzunehmen, dass sie mit den anderen Inhaltsstoffen der Hanfpflanze eine Synergie eingehen und die Wirkung der einzelnen Stoffe unterstützen (Entourage-Effekt). 

Flavonoide zählen zu den sogenannten Phytonährstoffen oder sekundären Pflanzenstoffen. Es handelt sich um natürliche bioaktive Substanzen, die nur in pflanzlicher Nahrung vorkommen, so auch in der Hanfpflanze.

Flavonoide sind antioxidativ und immunstimulierend und wirken den häufigsten der heutigen Todesursachen wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen. 

In der Pflanzenwelt gibt es ca. 6000 verschiedene Flavonoide, in Cannabis sind bis heute insgesamt 23 bekannt, 3 davon kommen ausschließlich in der Cannabispflanze vor. Dabei handelt es sich um sogenannte Cannaflavine.

Verwandte Fragen – CBD-Öl Qualität

Was bedeutet BIO CBD-Öl?
Die Bio-Qualität von CBD-Öl bezieht sich auf die Herkunft und den Anbau der Hanfpflanze. Bio CBD-Öl wird aus Bio-zertifizierten Hanfpflanzen hergestellt. Dabei unterliegen, sowohl der Anbau als auch das verwendete Saatgut strengeren Richtlinien. Ziel ist es eine bessere Qualität der Produkte zu gewährleisten. 

Kann man CBD rauchen?
Ja, CBD kann geraucht bzw. verdampft werden. Dabei werden die Blüten der Hanfpflanze oder spezielle CBD-Liquids verwendet. 3 Arten der Anwendung:
– gedrehte Hanfzigaretten
– Pfeife
– Verdampfer/Vaporizser
Vorsicht: CBD-Öl eignet sich nicht zum Rauchen!