Cbd Öl und Hanfprotein

Category: Hanfprotein

Hanfprotein, Nährwerte und Inhaltsstoffe.

Produkten wie dem Hanfprotein, jung, modern, werden seitens der Anbieter…

Produkten wie dem Hanfprotein, jung, modern, werden seitens der Anbieter oft sensationelle Eigenschaften vorausgesagt. Ich gehe vielversprechenden Marketingaussagen gerne auf den Grund und habe deshalb umfangreiche Recherche, auch unterhalb der Oberfläche betrieben.

Bietet Hanfprotein hochwertiges Eiweiß? Und ist es wirklich eine hinreichende Quelle für Schlüsselnährstoffe wie Eisen, Zink und Magnesium? Oh ja, Hanfsamen oder Hanfprotein bieten hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß. Vitamine und Mineralstoffe variieren zwar von Produkt zu Produkt, sind aber ebenfalls durchwegs enthalten.

Ich ging bei meiner Recherche über die spärlichen Angaben der Einzelhändler und Cronometer hinaus und wandte mich direkt an Großhändler. Das biologische Hanfprotein des deutschen Großhändlers Besthemp dient bei den folgenden Angaben als Referenz.

Hanfprotein und seine Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Eiweiß, Kohlehydrate, Fett. Diese bilden auch die Menge an Energie eines Lebensmittels, angegeben in kcal (Kilokalorien). Im folgenden findet Ihr die Makronährstoffzusammensetzung eines biologischen Hanfproteins von Besthemp je 100 Gramm.

Energie: 345 kcal
Fett: 9,7 g
Gesättigte Fettsäuren: 1,2 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 1,4 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 7,1 g (Omega 6: 5,5 g, Omega 3: 1,6 g)
Kohlehydrate: 4,7 g
davon Zucker: 2,9 g
Protein: 50 g
Ballaststoffe: 19,7 g
Salz: 0,2 g

Diese Zahlen entsprechen ganz gut in etwa dem Querschnitt der im Einzelhandel erhältlichen Hanfproteine. Der Proteinanteil variiert bei den verschiedenen Produkten von etwa 30 bis 70 %, am häufigsten aber um die 50. Der Kohlehydratanteil variiert zwischen 4 und 10 %. Der Fettanteil zwischen 1 und 12 %. Die Ballaststoffe zwischen 13 und 30 %. Abhängig natürlich vom verwendeten Hanfsamen sowie dem Grad und der Art der Verarbeitung.

Hanfprotein und seine Mikronährstoffe

Hanfprotein Vitamine
Hanfprotein ist reich an wichtigen Mikronährstoffen.

Per Definition sind Mikronährstoffe Stoffe, die keine Energie liefern, die der Körper aber benötigt und nicht selbst bilden kann. Dazu zählen im Wesentlichen Vitamine und Mineralstoffe. Die folgenden Angaben beziehen sich wieder aufs gleiche Protein und wieder je 100 Gramm.

Vitamine:
Vitamin E: 3,4 mg
Vitamin B1: 1,0 mg
Vitamin B2: 0,1 mg
Vitamin B3: 2,3 mg
Vitamin B9: 0,12 mg

Mineralstoffe:
Magnesium: 994,8 mg
Eisen: 22,4 mg
Kalzium: 175,7 mg
Kalium: 1628 mg
Zink: 13,8 mg

Vor allem die hohen Mengen der eher seltenen aber wichtigen Mineralstoffe Magnesium, Eisen und Zink werden von Anbietern gerne erwähnt. Mal sehen wie unser Referenzprotein sich schlägt, wenn es einen Teil des täglichen Bedarfs dieser Schlüsselnährstoffe decken soll. Ich nenne als Menge zur täglichen Aufnahme mal 25 g des Hanfproteins, das entspricht bei den meisten Anbietern einer Portion.

Eisen:
Die täglich empfohlene Menge liegt im Schnitt bei 10 mg für Männer, 15 mg für Frauen (höherer Bedarf aufgrund der Menstruation). Eine Portion des Referenzproteins liefere immerhin 5,6 mg Eisen. Gut die Hälfte des Bedarfs für Männer und ein Drittel des Bedarfs für Frauen. Also eine deutlich relevante Menge.

Magnesium:
Je nach Alter und Geschlecht liegen die Empfehlungen zwischen 300 und 400 mg. Eine Portion Hanfprotein liefert immerhin knapp 250 mg. Deutlich mehr als die Hälfte und definitiv relevant.

Zink:
Der Zinkbedarf ist aufgrund der Ejakulation bei Männern höher. Etwa 10 mg täglich braucht der Mann, 7 mg die Frau. 3,45 mg liefert eine Portion des Referenzproteins. Gut die Hälfte für Frauen, mehr als ein Drittel für Männer. Ebenfalls relevante Mengen.

Die Mengen an Kalium und Kalzium sind mit mit etwa 10 und 5 % des Tagesbedarfs vernachlässigbar. Noch weniger sind es bei wie Vitamin E, B2 und B3. Vitamin B1 erreicht knapp 25 % und B9 (Folsäure) immerhin auch gut 10 %.

Ich will aber in Sachen Vitamin- und Mineralstoffversorgung ganz deutlich erwähnen, dass die Zahlen stark variieren können. Verschiedene Hanfsamen bilden unter verschiedenen Bedingungen unterschiedliche Mengen aus. Deshalb finden sich vermutlich auch bei den wenigsten Einzelhändlern Angaben dazu auf der Verpackung. Die Angaben sind nicht verpflichtend und die ständigen Analysen natürlich aufwendig. Auch der Großhändler weist deutlich darauf hin, dass es sich um fluktuierende Durschnittswerte handelt. Ich persönlich verlasse mich in Sachen Mikronährstoffe zwar nicht auf Hanfprotein, habe aber weitgehend Vertrauen und freue mich über die zusätzliche Versorgung.

Hanfprotein und seine Aminosäuren

Hanfprotein Aminosäuren Biologische Wertigkeit
Hanfprotein enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren.

Aminosäuren sind zunächst grob gesagt Bausteine von Proteinen und dienen dem Menschen in erster Linie zum Aufbau von Körpergewebe. 8 der insgesamt 21 im menschlichen Körper vorkommenden Aminosäuren sind essentiell, der Körper kann sie also nicht selbst bilden. Unser Hanfproteinpulver enthält pro 100 g folgende Mengen:

Asparagin: 5,1 g
Tryptophan: 0,4 g
Threonin: 1,7 g
Serin: 2,5 g
Glutamin: 8,6 g
Prolin: 1,8 g
Glycin: 2,3 g
Alanin: 2,1 g
Cystin: 0,7 g
Valin: 2,4 g
Methionin: 1,1 g
Isoleucin: 2,0 g
Leucin: 3,3 g
Tyrosin: 1,8 g
Phenylalanin: 2,3 g
Histidin: 1,4 g
Lysin: 2,4 g
Arginin: 6,0 g

Die essentiellen sind hervorgehoben. Über Aminosäuren gibt es sehr, sehr viel zu sagen, zu betrachten und zwecks Bestimmung der Wertigkeit von Hanfprotein, auch zu vergleichen. Seid zunächst einfach mal versichert, dass Hanfprotein eine hervorragende Eiweißquelle darstellt. Bei näherem Interesse lege ich Euch aber wärmstens meinen inzwischen sehr beliebten Artikel „Hanfprotein, Aminosäuren und biologische Wertigkeit“ ans Herz. 

Eines will ich hier noch kurz erwähnen: Wenn Ihr diese Zahlen vergleicht, achtet darauf ob von Menge pro Einheit eines Produkts oder von Menge pro Einheit von Eiweiß gesprochen wird. Die Angaben von vorhin beziehen sich auf 100 g Hanfproteinpulver. Für die Menge pro Einheit Eiweiß müsstet Ihr für unser Referenzprotein mit 50 % Proteinanteil die Zahlen verdoppeln.

Enthält Hanfprotein relevante Mengen Omega 3?

Nun einfache Rechnung: Der Tagesbedarf eines gesunden Menschen liegt bei 0,3 g. Eine Portion unseres Referenzproteins (25 g) enthält immerhin noch 0,4 g, mehr als der Tagesbedarf sogar. Leider ist es so einfach dann doch nicht. Es gibt 3 unterschiedliche Formen der Omega 3 Fettsäuren, ALA, EPA und DHA. Ich erspare Euch die ausgeschriebenen Versionen. In Hanfsamen, Leinsamen, Chiasamen etc. ist lediglich ALA enthalten, der Mensch benötigt aber EPA und DHA. Nun streiten Wissenschaftler sich leidenschaftlich, ob und wie gut der menschliche Körper EPA und DHA aus ALA synthetisieren kann. Je nach „Glaubensrichtung“ ist mal die Rede von 5, 10, 30, oder auch unter 1 Prozent.

Ich persönlich bleibe in Sachen Omega 3 aus Nüssen, Kernen und Samen mal gedämpft optimistisch und traue meinem Körper eine Umwandlungsrate von 5 % zu. Dies führt leider zur kurzen und knappen Antwort auf unsere Frage: Nein! Hanfprotein bietet für den Menschen keine relevanten Mengen Omega 3. 5 % von 0,4 g, das sind gerade mal 0,02 g pro Portion, also 6,6 % des Tagesbedarfs.

Ich nehme eine entsprechende Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren ernst. Ich verwende daher oft Leinsamen oder Hanfsamen in Smoothies und hochwertiges kalt gepresstes Leinöl oder Hanföl in Salaten und Dips. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, esse ich auch mal überteuerten, biologischen Fisch aus der Gegend. Von Fischölkapseln hätte ich aber abgeraten, ich nehme stattdessen regelmäßig Omega 3 Kapseln aus Algen. Warum? Die bedeutendsten Vorkommen von EPA und DHA finden sich zwar in Fischen und Meerestieren, die Quelle dafür sind aber deren Nahrung, nämlich Algen.

Je weiter wir die Nahrungskette hoch gehen, um so belasteter ist unser Essen mit Giften die sich in Fettgeweben anreichern. Und Fische gelten weitgehend als eine Art Schwamm für Schwermetalle. Wenn ich also die Wahl habe, und die haben wir zum Glück, wähle ich ein Omega 3 Supplement mit DHA und EPA direkt gewonnen aus Algen, und nicht aus Fisch.

Weitere Überlegungen und Empfehlungen

Ich habe es in anderen Beiträgen schon erwähnt, verwendet Hanfprotein möglichst roh! Mit Erhitzung geht der Mehrwert durch Fettsäuren vollständig und auch das meiste an Vitaminen und Mineralstoffen verloren. Möglichkeiten und Ideen zur Verwendung findet Ihr in meinem Artikel „Rezepte mit Hanfprotein“. Wer Hanfprotein entgegen meiner Empfehlung trotzdem für Backwaren verwenden will, nimmt am besten zumindest eines ohne nennenswerten Fettanteil, das wäre so ziemlich als einziges das von EatHonest Superfood.

Ein nicht unwesentlicher Punkt ist die Menge an Ballaststoffen. Auch damit kann man es übertreiben und nicht jeder Verdauungstrakt hat die selben Bedürfnisse. Ich mutmaße an dieser Stelle einfach mal, dass der Durchschnittskäufer von Hanfprotein sich ohnehin bereits weitgehend pflanzlich ernährt und daher bereits genug Ballaststoffe zu sich nimmt. Genauso geht es mir, weshalb ich keine Hanfproteine mit 25 g Ballaststoffen und aufwärts mehr kaufe. Meine Favoriten sind daher an zweiter Stelle das Protein von Sevenhills mit 19 g Ballaststoffen und inzwischen an erster Stelle das von Aktiv Organic mit 13 g.

Enthält Hanfprotein Gluten oder Laktose? Was denkt Ihr :)?

Fazit

Hanfprotein ist keine perfekte, aber sehr gute Proteinquelle, sowie eine gute Mineralstoffquelle. Für den Vitaminhaushalt und die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren hat es lediglich unterstützende Eigenschaften. Je nach Produkt versorgt Hanfprotein ganz nach Bedürfnis mit wenigen oder vielen Ballaststoffen.

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Zu viel THC im Hanfprotein von DM – war die Aufregung gerechtfertigt?

Bei meinen Recherchen zu Hanfprotein stolpere ich immer wieder über…

Bei meinen Recherchen zu Hanfprotein stolpere ich immer wieder über Artikel von Nachrichtenportalen über das Hanfproteinpulver des Herstellers „Veganz“, hauptsächlich verkauft in DM-Filialen. Die Aufregung und das Interesse war groß, als bekannt wurde, dass Kleinkinder mit der empfohlenen Tagesmenge zu viel des psychoaktiven Wirkstoffs THC aufnehmen könnten. Ich wittere bei solchen Schlagzeilen schnell konservative Panikmache, dachte mir also eine umfangreichere Recherche gibt vielleicht Aufschluss.

War die Aufregung gerechtfertigt? Bestand wirklich eine Gefahr für Kleinkinder? Nun das Proteinpulver von Veganz enthielt gut 800 µg (Mikrogramm) THC pro Kilogramm, das ist etwa 5,3 mal so viel wie in Deutschland bei Lebensmitteln erlaubt. Bei einer Überschreitung in dem Ausmaß ist ein wenig Aufregung verständlich. Jedoch bestand zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd eine entsprechend konkrete Gefahr, die ein derartiges mediales Aufpauschen samt Panikmache je gerechtfertigt hätte.

Die deutschsprachige Bevölkerung betrachtet das Thema Hanf im Schnitt sehr konservativ, eben entsprechend unserer Politik. Lasst uns mit Vergleichen und einigen Zahlen aufschlüsseln, wie gerechtfertigt die allgemeine Skepsis gegenüber Cannabis wirklich ist, am Beispiel des Hanfproteins von DM.

Die Hanfpflanze und THC

Zunächst mal sei gesagt, dass einzig und allein die Blüten der Hanfpflanze den psychoaktiven Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) ausbilden. Wenn in Hanf-Lebensmitteln kleine oder auch erhöhte Mengen davon nachweisbar sind, dann nur aufgrund des Kontakts der Samen mit Blüten bei Ernte oder Verarbeitung. Das ändert natürlich nichts an der Überschreitung der Grenzwerte, eine vorschnelle Verunglimpfung der wertvollen Hanfsamen aufgrund schlampiger Verarbeitung seitens eines Herstellers oder Verarbeiters ist aber ein wenig undurchdacht.

Gefahr durch (Hanf)-Lebensmittel?

Kein Nahrungsmittel ist frei von Gefahr. In jedem Liter Kuhmilch befinden sich z. B. einige Tropfen Eiter aufgrund überstrapazierter, entzündeter Euter der Milchkühe. Bedenklich? Auf jeden Fall. Gefährlich? Unter Umständen. Auch dafür gibt es längst einen gesetzlichen Grenzwert, der regelmäßig überschritten wird. Und hören wir da unsere konservative Politik aufschreien? Eher nein. Vieh- und Milchwirtschaft zählen schließlich zu den Stützpfeilern guter deutscher Kultur.

Dieser kleine Vergleich soll natürlich nicht den Hanf von jeglicher Skepsis befreien, er soll aber zu einem kleinen Perspektivenwechsel anregen. Messen wir vielleicht mit zweierlei Maß? THC birgt Gefahren, keine Frage, sei es unmittelbar im Straßenverkehr, aufgrund neurologischer Veränderungen im Gehirn oder auch volkswirtschaftlich aufgrund beschränkter Energie am Arbeitsplatz. Selbst mir als lautstarken Hanfbefürworter kann THC und dessen berauschende Wirkung gerne gänzlich gestohlen bleiben. Aber bergen Lebensmittel wie Hanfsamen, Hanfprotein oder Hanföl wirklich konkrete Gefahren?

Auf die Dosis kommt es an

THC Dosis
THC ist erst in hohen Dosen bedenklich.

Es wird Zeit für ein paar harte Zahlen und Fakten. Aus kompetenter Quelle weiß ich, dass für eine nette Dröhnung mit „Gras oder Marihuana“ etwa 0,5 Gramm davon geraucht oder gegessen werden müssen. Gras hat dieser Jahre meist einen THC-Gehalt zwischen 10 und 20 %. Für einen THC-Rausch benötigt es also zwischen 50 und 100 mg THC (0,5 g*10 % = 50 mg). Ein erwachsener Mensch braucht also vorsichtig kalkuliert 50 mg oder 50.000 µg THC für seinen Trip. Erst bei einer solchen Menge beeinflusst THC wahrnehmbar das Befinden und vielleicht auch negativ die neurologische Gesundheit. Die unzähligen erwiesenen positiven Eigenschaften von THC auf den Organismus vernachlässigen wir erst mal.

Ein Kleinkind wiegt wesentlich weniger und reagiert vielleicht auch sensibler. Benennen wir die wahrnehmbare oder gefährliche Menge also großzügig um den Faktor 20 reduziert, das wären 2,5 mg oder 2500 µg. Wie hoch ist die in Deutschland maximal empfohlene Tagesmenge THC noch mal? 1-2 µg/KG Körpergewicht, also 10-20 µg für ein Kind von 10 KG. Das Veganz Proteinpulver hat diese Grenze mit etwa 20 µg THC pro Portion für Erwachsene (25 Gramm Pulver) überschritten. Das Produkt enthielt damit etwa 800 µg THC/KG, also wie schon erwähnt etwa 5,3 mal mehr als der Gesetzgeber es vorschreibt. Eine Nachlässigkeit seitens des Herstellers? Natürlich. Ein Skandal weil gefährlich? Wohl kaum.

Jetzt seid Ihr eingeladen zu rechnen. Wie viel des Veganz Hanproteins hätte ein Kleinkind von 10 KG Körpergewicht essen müssen, um auch nur annähernd psychoaktiv beeinflusst gewesen zu sein? Etwas mehr als 3 Kilogramm (2500/800 = 3,125). Und wenn Ihr mir die kleine Anmerkung erlaubt: Bei einem Kilopreis von 30 Euro wären das knapp 100 Euro für einen einzigen THC-Rausch, dann wohl doch besser zum freundlichen Dealer von nebenan :).

Mit Hausverstand an den Hanf

Beim Betrachten dieser Zahlen drängt sich mir die ein oder andere Frage auf. Haben sich die Unzahl an sensationslüsternen Journalisten nur ansatzweise die Mühe gemacht zu rechnen? Vermutlich nicht. Geben Eltern ihren Kindern ein proteinreiches Nahrungsergänzungsmittel für Sportler? Nun Organismen im Wachstum brauchen mehr Protein und jenes aus Hanf ist eines der unbedenklichsten. Warum also nicht? Geben Eltern ihren Kleinkindern aber die volle Dosis von 25 Gramm, empfohlen für erwachsene Sportler? Nun hoffentlich nicht, aber selbst wenn wäre es kein Drama.

Fällt Euch irgendein Szenario ein, in dem selbst grob fahrlässige Eltern ihren Kindern mit einem Produkt wie der fehlerhaften Charge des Veganz Hanfproteins, eine auch nur annähernd gefährliche Dosis THC verabreichen könnten? Also mir nicht. Meint es der Gesetzgeber in Deutschland zum Schutz seiner Bürger vielleicht etwas mehr als gut in Sachen Grenzwerte für THC in Lebensmitteln? Ich weiß ein wenig polemisch, aber wie eben errechnet, offensichtlich ja!

Schutz oder Manipulation?

Manipulierter Konsument
Offizielle Empfehlungen sind in Sachen Lebensmittel oft fragwürdig.

Zunächst mal sei gesagt, es ist natürlich gut, dass die Gesetzgebung, gebildet und beraten von klugen und fachkundigen Menschen, Grenzwerte für potentiell gefährliche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln festlegt. Es geschehen natürlich Fehler, aber alles in allem ist es ein gutes Gefühl, sich beim Einkaufen auf eine solche Instanz weitgehend verlassen zu können. Leider sind solch mächtige Instanzen natürlich äußerst interessant für diverse Interessenvertretungen und damit anfällig für, naja sagen wir mal vorsichtig, Beeinflussung.

Politik, Bildung und Medien werden nun mal zu einem gewissen Grad aus Geld gemacht, das ist kein Geheimnis. Hätten mächtige Instanzen als oberstes Gebot wirklich den Schutz und die Gesundheit der Menschen im Sinn, wieso ist dann Werbung für Coca Cola, McDonalds, Ferrero, Storck, Absolut etc. erlaubt? Zucker, Junkfood und Alkohol raffen in einem Jahr mehr Menschen dahin als alle Kriege der Menschheitsgeschichte zusammen. Aber ein paar Mikrogramm THC zu viel in einem gesundheitsfördernden Hanfprotein, ohne jegliche konkrete Gefahr, sorgen für den großen Aufschrei?

Hanf – Definitiv eine Chance!

Hanf als Chance
Die Hanfpflanze bietet große Chancen in vielen Bereichen.

Ich erwähne es noch einmal: Ich will hier keine „Legalize it – Parolen“ schleudern. THC mag definitiv seinen medizinischen Nutzen haben, zur Berauschung eingesetzt wäre es aber nicht mehr und nicht weniger als Medikamenten- oder Drogenmissbrauch, wie man es sehen will. Allerdings ist THC lediglich einer von vielen Wirkstoffen in Hanfblüten. Alleine der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) hilft Menschen bei einer Bandbreite von Leiden, von Depressionen über Schlafstörungen bis zur Raucherentwöhnung.

Die Hanfpflanze bietet enormes Potential in so vielen Bereichen, als Medizin, als proteinreiches Nahrungsmittel, in der Kosmetik, als Rohstoff für Kleidung und Dämmmaterial. Und das jeweils äußerst umwelt- und ressourcenschonend. Ein Aspekt, der heute wichtiger ist denn je. Soll dieses riesige Potential, diese riesige Chance, wirklich an einem einzelnen psychoaktiven Inhaltsstoff scheitern? Konservative Stimmen hätten das gerne. Sie verdienen mit dem umweltschädigenden und ressourcenintensiven Status Quo immerhin gutes Geld. Nur zu verständlich dass sie keine Chance auslassen, die öffentliche Wahrnehmung um eine überlegene Alternative negativ zu beeinflussen.

Ich bin 31, beim aktuellen Kurs der Menschheit bin ich skeptisch, dass die Welt mit 70 oder 80 noch sonderlich lebensfreundlich sein wird. Nennt mich gerne Hippie oder Öko, ich sehe mich als Realist. Ein langfristig lebenswerter Planet hängt natürlich von vielen Faktoren ab, und ressourcenschonende Versorgung mit Protein ist definitiv einer der gewichtigsten, wenn nicht der gewichtigste. Wenn wir unseren Kindern und Kindeskindern einen wirklichen Gefallen tun wollen, reichen oft schon kleine Schritte, kleine Entscheidungen. Wie die Entscheidung, zwecks Proteinversorgung hier und da zu Produkten wie Hanfprotein anstatt zu Steak oder Hühnerbrust zu greifen.

Skepsis gegenüber jungen Produkten wie Proteinpräparaten aus Hanfsamen ist natürlich verständlich. Unsicherheit und Angst verschwinden bekannterweise aber mit Wissen und Information. Daher verlinke ich Euch hier einen Artikel über so ziemlich alles, das es über Hanfprotein zu wissen gibt. Jene die bereits überzeugt oder neugierig sind und das grüne Gold einfach mal probieren möchten, finden direkt im Anschluss meine beiden langfristigen Favoriten unter den Hanfproteinen.

Quellen:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/hanfhaltige-lebensmittel-12881

https://www.welt.de/wirtschaft/article154239351/Bekiffte-Kleinkinder-dm-ruft-Hanf-Pulver-zurueck.html

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Hanfprotein, die richtige Dosierung.

Welche Menge des grünen Goldes ist die richtige? Dosierungsempfehlungen von…

Welche Menge des grünen Goldes ist die richtige?

Dosierungsempfehlungen von Herstellern sind häufig lediglich auf schnellen Verbrauch und Neukauf ihrer Produkte ausgelegt. Bei Hanfprotein gestaltet sich das zu meiner Überraschung etwas anders. Die Empfehlungen erscheinen mir nach umfangreicher Recherche durchaus vernünftig und praktikabel. Aber natürlich gibt es verschiedenste Anforderungen.

Wer soll nun wie viel Hanfprotein zu sich nehmen? Etwa 30 Gramm täglich sind für die meisten Nutzer eine stabile Empfehlung. Jedoch hängt eine genauere Empfehlung von der konkreten Situation der Anwender ab. Gewicht, Größe, Geschlecht, Lebenswandel, Gesamternährung und vor allem körperliche Ziele, sind alles wesentliche Faktoren.

Die meisten Anwender halten sich an die ganz adäquate Herstellerempfehlung und tun erst mal gut daran. Doch die Anwendung lässt sich optimieren.

Auf den Einzelnen kommt es an

Ich beziehe mich in den folgenden Ausführungen auf Personen mit etwa 65 Kilogramm. Wer leichter oder schwerer ist, addiert oder subtrahiert bitte grob prozentuell. Soll ungefähr bedeuten: Jemand mit 90 Kilogramm nimmt statt der empfohlenen 30, eher 40 Gramm. Jemand mit unter 50 Kilogramm reduziert auf 20 bis 25 Gramm. Ich setze jetzt einfach mal eine Küchenwaage voraus. Ansonsten entspricht ein durchschnittlich großer, eher stark gehäufter Esslöffel etwa 20 Gramm.

Hanfprotein im Freizeitsport

Kletterer auf roter Felswand.
Auch Freizeitsportler schwören auf Hanfprotein.

FreizeitsportlerInnen erhalten mit der Verpackung eine gute Empfehlung. Wer sich täglich morgens 30 Minuten mit Cardio, Yoga oder leichtem Krafttraining ertüchtigt findet im Hanfprotein eine perfekte Ergänzung seines/ihres Ernährungsplans mit zusätzlichem wertvollen Nahrungsprotein sowie einigen Schlüsselnährstoffen. Mit 30 bis 40 Gramm täglich sind solche Personen gut versorgt. Ähnlich verhält es sich bei nicht-leistungsorientiertem Funsport wie Klettern, Bouldern, Slacklinen, Skifahren, Snowboarden und ähnlichem.

Im Kraftsport

Kraftsportler können an Trainingstagen gut und gerne 50 Gramm oder auch mehr Hanfprotein unters Essen, in Shakes oder Smoothies mixen. Die gereizten Muskelfasern wollen schließlich ausreichend versorgt werden. Leistungsorientierten Sportlern mit Ernährungsplan empfehle ich den Artikel Hanfprotein und seine Aminosäuren für detailliertere Infos und Empfehlungen.

Für Feinschmecker

Wer Hanfprotein vorwiegend aufgrund des meiner Meinung nach herrlich nussigen Geschmacks verwendet, übertreibt es bitte nicht! In Form von zum Beispiel Gebäck isst man schnell 100 Gramm oder mehr des Proteins auf einmal. Das ist weder gefährlich noch gesundheitlich bedenklich, meiner Meinung nach aber kontraproduktiv und schade ums wertvolle Proteinpulver. Ohne entsprechende körperliche Betätigung gehen die Kalorien des Proteins auch nur auf die Hüften und liefern wegen der Hitze im Backofen kaum noch Mikronährstoffe oder hochwertige Fette.

Empfindliche Personen kriegen bei so großen Mengen und einem Protein mit hohem Ballaststoffgehalt vielleicht auch mal leichte Verstopfung, vor allem wenn zu wenig getrunken wird. Meist reichen für den feinen Geschmack schon kleinere Mengen. Feinschmeckern mit gesundheitlichem Bewusstsein empfehle ich eher einen Schoko-Bananen-Smoothie mit 2 reifen, fleckigen Bananen, 10 Gramm Hanfsamen, 10 Gramm Kakaopulver und 20 bis 30 Gramm Hanfprotein. Weitere Anregungen, Tipps und Tricks in Sachen Zubereitung findet Ihr unter Rezepte mit Hanfprotein.

Auf Diät

Menschen auf einer vernünftigen Diät halten sich ebenfalls am besten an die Herstellerempfehlung mit etwa 30 Gramm täglich. In einer Protein-betonten Crashdiät (was ich ausdrücklich nicht empfehle) kann die Menge auch deutlich auf bis zu 100 Gramm täglich erhöht werden. Wie eine vernünftige Diät aussieht, warum und wie ihr Hanfprotein darin einbauen könnt, erfahrt Ihr in meinem Artikel Hanfprotein zum abnehmen.

Im Zweifel, vertraut der Verpackung!

In Zeiten öffentlicher Produktbewertung und Schadensersatzforderungen kann kaum ein Hersteller sich Empfehlungen für unseriös hohe Mengen seiner Produkte erlauben. Das Ergebnis ist tatsächlich, dass man Herstellerangaben bei Produkten wie Hanfprotein weitgehend vertrauen kann. Wer sich also unsicher ist, hält sich am besten an die Zahlen auf der Verpackung. Wer unsicher ist und keine Waage zur Verfügung hat, nimmt nicht wesentlich mehr als 2 Esslöffel täglich.

Ein nahezu sorgenfreies Proteinpulver

Hanfprotein ist kein aufwändig isoliertes Protein wie Whey, Kasein, Soja, Eialbumin, Reis oder Erbsen. Es ist lediglich entölter Hanfsamen, fein gemahlen und gesiebt. Die meisten Produkte haben daher Rohkostqualität und sind eher ganzes Lebensmittel als Nahrungsergänzung. Gefährliche Nebenwirkungen wie sie bei Isolaten oder Konzentraten schon mal auftreten, selbst bei sehr hohem Konsum, sind mit Hanfprotein nahezu ausgeschlossen. 

Die konkrete Auswahl eines Hanfproteins ist nicht schwer, wirklich schlechte Produkte gibt es wenige. Hier findet Ihr dennoch eine kurze Beschreibung meiner 3 Favoriten.

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Hanfprotein zum Abnehmen. Erfolgreich und schnell zum Wunschgewicht.

Wie Hanfprotein bei der Gewichtsabnahme hilft. Erst neulich erhielt ich…

Wie Hanfprotein bei der Gewichtsabnahme hilft.

Erst neulich erhielt ich wiedermal die Frage der Fragen: Was soll ich essen wenn ich abnehmen will? Meine Antwort auf diese Frage hat sich im Laufe der Jahre wenig geändert, aber heute habe ich so manchen Tipp extra.

Inwiefern kann Hanfprotein nun den Abnehmprozess unterstützen? Zwei der größten Gefahren beim Abnehmen sind zum einen eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen, zum anderen Muskelabbau durch zu geringe Proteinaufnahme. Beidem wirkt hochwertiges Hanfprotein auf einzigartige Weise entgegen.

Viele Menschen verlassen sich beim Abnehmen auf fragwürdige Diäten, Programme oder Supplements, die für viel Geld schnelle Ergebnisse versprechen. Zum langfristig gesunden und schlanken Körper gibt es aber keine Abkürzung. Disziplin, Geduld und ein wenig simples Know How sind gefragt. Hanfprotein ist sicherlich keine schnelle Lösung, unterstützt im Durchhalten von Disziplin und Geduld aber ungemein, und zwar auf vielfache Art und Weise.

Die beste Art abzunehmen

Zunächst mal allgemein: Abnehmen ist keine Raketenwissenschaft. Es muss weniger (Energie) in den Körper rein als dieser verbraucht, also weniger gegessen werden. Viele Menschen machen nun den Fehler und reduzieren einfach nur ihre Portionen, ändern aber nichts an der Lebensmittelauswahl. Genau hier schlummere aber das Potential für eine Ernährung, die man sowohl genießt als auch den Abnehmerfolg voranbringt.

Geregelte Mahlzeiten sind natürlich von Vorteil. Damit gäbe es für Hauptmahlzeiten dann lediglich eine simple Herangehensweise zu beachten: Die Gestaltung der Mahlzeit im Verhältnis 1:1:2. Ein Teil Kohlehydrate (eher Reis, Hirse, Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Buchweizen statt Nudeln), ein Teil Proteine (Fisch, Pute, Ei, Steak, Tempeh, Tofu), 2 Teile Gemüse. Und dabei geht es nicht um Gewichtsangaben oder Kalorien, sondern um Volumen. Kein Zählen, kein Wiegen, grobes Augenmaß und fertig. In diesem Verhältnis isst man sich dann mittags und abends satt und erfreut sich von Tag zu Tag mehr an Wohlbefinden und Erfolg.

Ein Kaloriendefizit entsteht mehr oder weniger von alleine durch die insgesamt niedrigere Energiedichte im Essen. Natürlich gäbe es noch eine Unzahl an möglichen Variablen, aber auf diese Art funktioniert Abnehmen generell sehr einfach, gesund und damit nachhaltig.

Hanfprotein zur Proteinversorgung im Kaloriendefizit

Leider fehlt vielen Menschen Geduld und/oder Disziplin. Sie lassen sich auf Crashdiäten ein oder vertrauen dem Appetitzügler aus dem Internet. Was geschieht? Menschen auf Diät werden schwach, fühlen sich ständig hungrig, müde und gereizt. Wie soll es auch anders sein? Dem Körper fehlen Nahrungsenergie, Vitamine, Mineralstoffe und vor allem, ausreichend Nahrungseiweiß.

Geregelte Mahlzeiten stellen nicht selten eine größere Herausforderung dar, erst recht wenn die Gewohnheit dazu fehlt. In solchen Fällen kann eine eiweißreiche Ersatzmahlzeit, die schnell geht und einen vorerst versorgt, durchaus sinnvoll sein. Dazu bedarf es auch keiner überteuerten, vorportionierten Fertigproteinshakes. Zwei oder drei Esslöffel Hanfprotein in Flüssigkeit eingerührt oder geschüttelt reichen schon. Und kosten nebenbei nur einen Bruchteil des Fertigprodukts.

Eiweiß ist von den 3 Makronährstoffen (Kohlehydrate, Fett, Eiweiß) derjenige, auf den der Körper im Kaloriendefizit am wenigsten verzichten kann. Eiweißpräparate sind da wie erwähnt zwar praktisch, aber häufig teuer, oft von fraglichem Inhalt und mit Zutatenlisten wie denen von Medikamenten. Hanfprotein ist aufgrund seiner geringen und schonenden Verarbeitung mehr Lebensmittel als Nahrungsergänzung, und zwar mit genialen Eigenschaften. In schwierigen oder hektischen Alltagen und dann noch im Kaloriendefizit stellt es daher eine wunderbare Alternative zu Hauptmahlzeiten oder Slimfast dar.

Hanfprotein gegen den JoJo-Effekt

Stoppt den JOJO Effekt bildlich dargestellt.
Keine Macht dem Jojo.

Es wurde 6 Wochen gehungert und regelmäßig Ausdauersport getrieben, die Pfunde purzelten. Was geschieht in dieser Zeit häufig? Der Körper baut neben Bauchspeck und Hüftgold leider auch Muskelmasse ab, der Grundumsatz verringert sich. Der Körper hat mehr oder weniger die neue Nahrungsmittelsituation adaptiert. Adäquate Muskelmasse ist eine der Schlüsselfaktoren für langfristigen Abnehmerfolg. Und diese Muskelmasse benötigt zum Erhalt eine gewisse Menge Protein.

Ist der Körper aber gezwungen, über längere Zeit mit weniger Nahrung und vor allem weniger Nahrungseiweiß hauszuhalten, zieht er schließlich seine Konsequenzen und entledigt sich anspruchsvoller und in der Situation scheinbar überflüssiger Muskelmasse. Der Grundumsatz sinkt drastisch. Was geschieht nun zum Ende der Diät? Bauchspeck und Hüftgold kehren doppelt und drei mal so schnell zurück wie sie verschwanden. Der oder die Abnehmwillige hat soeben einen weiteren Zyklus des gefürchteten JoJo-Effekts durchlaufen.

Kaloriendefizit und Sport schön und gut. Dann aber bitte mit ausreichend Protein im Speiseplan. Ein oder 2 Shakes, Smoothies oder Breis am Tag mit 30 bis 50 Gramm Hanfprotein helfen da enorm. Vielleicht auch noch verbunden mit moderatem Krafttraining im Bewegungsplan. Der Körper soll neben der entsprechenden Versorgung schließlich auch die richtigen Signale erhalten, nämlich dass Muskelmasse nicht überflüssig, sondern notwendig ist.

Daher mein simpler aber äußerst effektiver Rat zur Vermeidung des Jojo-Effekts: Fordert und vor allem versorgt Eure Muskulatur!Und wenn mit Nahrungsergänzung, dann am besten mit dem leicht verdaulichen, hypoallergenen Protein der Hanfpflanze.

Hanfprotein gegen Heißhunger

Es ist Mitternacht und der Schlaf will einen nicht erreichen. Ein nagender, suchtartiger Drang treibt einen erbarmungslos noch mal zum Kühlschrank. Der gefürchtete Heißhunger hat viele Gesichter. Oft fordert die neurale Autobahn im Gehirn schlicht und einfach die Einhaltung einer fatalen Gewohnheit ein. Vielleicht hat man es mit dem Kaloriendefizit übertrieben und der Körper fordert so sehr Energie, dass er sich der Kontrolle des eigentlich disziplinierten Geistes bemächtigt. Oder aber dem Körper fehlen im Rahmen einer unausgewogenen Ernährung im Kaloriendefizit Proteine und Mikronährstoffe.

Ein Mangel an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen ist hungertechnisch kaum auszuhalten. Hanfprotein kann auch hier enorm unterstützen. Die Liste der Vitamine und Mineralstoffe im Hanfprotein ist lang, vor allem aber ist es reich an den häufig mangelnden Mineralstoffen Eisen, Zink und Magnesium. Drei wichtige Schlüsselnährstoffe für einen gut funktionierenden Stoffwechsel.

Hanfprotein kann Euch vielleicht nicht vor der Macht schlechter Gewohnheiten oder der Dummheit fahrlässiger Kaloriendefizite bewahren, es hilft aber definitiv bei der Versorgung mit essentiellen Schlüsselnährstoffen. Die Gefahr von Heißhunger aufgrund von Vitamin- und Mineralstoffmangel lässt sich dadurch drastisch reduzieren.

Hanfprotein für nachhaltigeres Sättigungsgefühl

Hanfprotein entsteht quasi als Restprodukt bei der Hanfölpressung, wird danach lediglich gepresst, gemahlen und gesiebt. Der Verarbeitungsgrad variiert natürlich von Produkt zu Produkt, Hanfproteine beinhalten dennoch zwischen 13 und 30 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Und während Proteine und Mikronährstoffe im Hanfprotein eventuellen Heißhungerattacken entgegen wirken, sorgen Ballaststoffe für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.

Hersteller von Fertigproteinmahlzeiten werben gerne mit der extra Portion Ballaststoffe in ihren Produkten zu genau diesem Zweck. Bezeichnungen wie „Cellulosepulver“ auf der Verpackung eines vermeintlichen „Gesundheitsprodukts“ ließen mich allerdings skeptisch werden. Hanfprotein als gepresster und gemahlener Hanfsamen beinhaltet Ballaststoffe noch ganz natürlich, eben jene des einst ganzen Hanfsamens.

Warum also Unsummen für Produkte zahlen, die lediglich eine Kombination Dutzender isolierter und synthetischer Nährstoffe samt einigen E-Nummern sind, wenn es natürliche Produkte mit deutlich überlegenen Eigenschaften für viel weniger Geld gibt?

Mit Hanfprotein „schnell“ abnehmen

Ich will zunächst deutlich betonen, dass ich niemandem rate, mehr als maximal 1 Kilogramm Körpergewicht pro Woche zu verlieren. Die Belastung für Leber, Nieren, den gesamten Organismus, ist dabei enorm. Ich kann Ehrgeiz bei Abnehmwütigen kurz vorm Urlaub oder der Bademodesaison aber gut verstehen. Gesundheit ist leider etwas, dessen Abwesenheit wesentlich mehr auffällt als dessen Anwesenheit. Menschen werden ihrem Körper trotz Appellen und Warnungen immer wieder und immer weiter zu viel abverlangen. Schnell ist eben verführerisch.

Eine gesunde Physis vorausgesetzt, mag „schnell“ ja funktionieren, auch mehrmals im Jahr. Ein zumindest geringer Schaden an Stoffwechsel und/oder Organismus lässt sich im Crash-Verfahren aber schwer vermeiden. „The biggest Loser“ hats gezeigt. Daher noch ein letztes Mal der Appell: Geht den Gewichtsverlust langsam, gesund und nachhaltig an.

Für jene, die gegen gut gemeinte Warnungen und Appelle immun sind, hier zumindest ein Ratschlag zur Schadensbegrenzung: Sorgt im starken Kaloriendefizit zumindest für stabile Protein- und Mineralstoffversorgung und wenn möglich aus natürlicher Quelle. Ich werde jetzt keine Hanfprotein-Monodiät empfehlen aber auf jeden Fall eine Ergänzung. In einer solchen Ausnahmesituation in Sachen Ernährung ist man auf gute, natürliche, effektive und gesunde Produkte angewiesen. Und Hanfprotein ist nach meiner Erfahrung, Recherche und ehrlichen Meinung eines davon.

Abnehmen und dabei der Umwelt was Gutes tun

Low-Carb und Low-Fat-Ernährungsstile gelten als die ultimativen Abnehminstrumente dieser Tage. Was ist besser? Kommt wohl darauf an wen man fragt. Lautstarke Befürworter und Erfolgsstorys finden sich auf beiden Seiten. Das liegt meiner Meinung nach ganz einfach an unterschiedlichen Stoffwechseltypen. Studien tendieren aktuell wieder eher in Richtung Low-Fat. Für mich persönlich funktioniert keins der Extreme. Um dies individuell herauszufinden, ist eines Einzelnen Einsatz gefragt. Dabei helfen Experten, eine simple Methode findet Ihr aber auch in meinem kurzen eBook: „Die 5 Säulen der idealen Ernährung“.

Den beiden Lagern Low Fat und Low Carb gemein ist ein erhöhter bis sehr hoher Proteinanteil. Low-Carb mit starker Gewichtung tierischer Produkte empfiehlt generell eine noch höhere Eiweißzufuhr. Davon rate ich aus objektiver als auch persönlicher Überzeugung entschieden ab. Tierprodukte haben sicherlich ihren Platz und Nutzen in unserer Ernährung, aber auch ihre Tücken. Über den Einfluss von Nahrungscholesterin auf den körpereigenen Cholesterinspiegel streiten sich Experten seit je her, ebenso wie über die Gefahr tierischen Proteins für die Nieren.

Sind Experten sich uneinig, lohnt ein Blick auf eventuelle finanzielle Interessen Betroffener. Nebenbei sprechen wohl die Zahlen in Sachen Herz- Kreislauf-Erkrankungen für sich. Oder aber man befragt gleich die 2 besten Ratgeber: Herz und Verstand. Mein Verstand sagt mir, dass langlebige Völker wie die Okinawer ziemlich sicher was richtig machen. Darunter die geringe Aufnahme tierischen Proteins. Mein Herz sagt mir, dass ich die Umwelt und den Planeten in besserem, zumindest aber im gleichen Zustand an meine Nachkommen übergeben will.

Mit der Tierindustrie als den mit Abstand größten Umwelt-und Klimakiller weiß ich also ganz genau, worauf ich aus Perspektive von Mutter Erde öfters mal verzichte. Sowohl Low-Fat als auch Low-Carb-Varianten lassen sich problemlos mit moderatem Anteil an Tierprodukten gestalten. Natur und Kultur bieten uns auch in Ausnahmesituationen wie einer Diät, geniale Alternativen und Möglichkeiten. Mit Produkten wie dem Hanfprotein.

Für Ideen und Anwendungsmöglichkeiten mit Hanfprotein empfehle ich Euch wärmstens diesen Beitrag.

Die konkrete Auswahl eines Hanfproteins ist nicht schwer, wirklich schlechte Produkte gibt es wenige. Hier findet Ihr dennoch eine kurze Beschreibung meiner 3 Favoriten.

No Comments on Hanfprotein zum Abnehmen. Erfolgreich und schnell zum Wunschgewicht.

Hanfprotein, Aminosäuren und biologische Wertigkeit.

Was hat es mit diesen Begriffen auf sich und wie…

Was hat es mit diesen Begriffen auf sich und wie schlägt sich Hanfprotein bei genauerer Betrachtung?

Wie oft habt Ihr in Büchern, Blogs, Videos oder Diskussionen schon von Aminosäurenzusammensetzung und biologischer Wertigkeit gehört? Lysin, Leucin, Glutamin, Isoleucin, Arginin und Wertigkeiten von 90 oder 107. Mir waren diese Begriffe lange Zeit ein Mysterium, dem ich nun aber auf den Grund gegangen bin. Mit interessanten Erkenntnissen.

Was sind Aminosäuren nun genau, was haben sie mit der biologischen Wertigkeit zu tun und wie hochwertig ist Hanfprotein aus wissenschaftlicher Sicht? Aminosäuren sind grob gesagt Bausteine von Proteinen und dienen dem Menschen in erster Linie zum Aufbau von Körpergewebe. Die biologische Wertigkeit ist eines von inzwischen vielen Instrumenten, um einem Nahrungsmittelprotein einen qualitativen Wert zum Muskelaufbau zuzuordnen. Als Basis dafür dient das Hühnerei mit einem Wert von 100. Hanfprotein hat je nach Quelle einen Wert zwischen 87 und 104, ist also definitiv eine hochwertige Proteinquelle. Aber sehen wir genauer hin.

Viele Menschen wählen ihr Proteinpulver rein nach dem Kriterium der biologischen Wertigkeit. Dabei gibt es inzwischen andere und genauere Messmethoden. Proteinversorgung muss auch nicht der einzige Nutzen eines Eiweißpräparats sein. Es gibt Proteinpulver, die können wesentlich mehr.

Aminosäuren – Ein Überblick

Zunächst unterscheidet man zwischen essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren. Essentiell bedeutet dabei, dass der Körper auf Zufuhr mittels Nahrung angewiesen ist. Er kann diese Aminosäuren nicht selbst bilden. 8 der insgesamt 21 im menschlichen Körper vorkommenden Aminosäuren sind essentiell, unser Hauptaugenmerk wird darauf liegen. Es gibt auch Feinheiten wie semi-essentiell, erweiterte Anforderungen bei Krankheit oder im Heranwachsen, ein erwachsener, gesunder Körper ist bei ausreichender Zufuhr der 8 essentiellen Aminosäuren Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin aber bestens versorgt.

Die biologische Wertigkeit – eine veraltete Theorie?

Karl Thomas, der Entwickler, ist 1969 verstorben und hat den Begriff bereits 1909 erstmals verwendet. Seine Theorie fand und findet großen Anklang, auch heute noch. Vermutlich weil „biologische Wertigkeit“ irgendwie professionell klingt und das Vorgehen und die geläufigste Definition dahinter denkbar einfach ist. Dem Ei wurde der Referenzwert 100 zugewiesen. Es war zur Zeit der Entwicklung der Theorie das (einzelne) Lebensmittel mit dem besten Aminosäureverhältnis. 100 ist dabei keine Gewichtsangabe, keine Prozentzahl, es ist einfach nur ein Skalenwert.

Andere Nahrungsmittelproteine werden dann damit verglichen. Kombinationen verschiedener Nahrungsmittel ergeben schnell Werte jenseits der 100, ein Umstand der einige Definitionen der biologischen Wertigkeit schwer in Frage stellt. Internet und auch Fachliteratur bieten verschiedenste Versionen was die biologische Wertigkeit nun genau ist, teils amüsante.

Die biologische Wertigkeit – Eine einheitliche Theorie? – Kaum!

  • Wikipedia hält es in Sachen Definition unverfänglich: Die biologische Wertigkeit ist ein Maß dafür, mit welcher Effizienz Nahrungsproteine in körpereigene Proteine umgesetzt werden können. Angaben zu Messmethoden fehlen.
  • Meine Lieblingsversion: Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel Gramm körpereigenes Eiweiß aus 100 g Nahrungseiweiß gebildet werden kann. So steht es in offiziellen Lehrbüchern. Soll also bedeuten, aus insgesamt 100 Gramm Ei- und Kartoffelprotein im richtigen Verhältnis baut der Körper 136 Gramm Muskeln und/oder andere Gewebe auf? Ich traue dem menschlichen Körper ja viel zu, das aber nicht. So viel zum hiesigen Bildungssystem.
  • Hier die naheliegendste Variante: Die biologische Wertigkeit ist die Stickstoffmenge, die im menschlichen Körper verbleibt, geteilt durch die Stickstoffmenge, die man mit dem Nahrungsmittelverzehr aufgenommen hat. Anschließend wird das Ergebnis mit der Zahl 100 multipliziert. Es sei erwähnt, die Messung geschieht mittels Tierversuchen.

Die biologische Wertigkeit – Ein angenehmes Werkzeug? – Schon eher!

Kombinationen aus verschiedenen Nahrungsmitteln ergeben schon mal Werte von 136 (1 Ei auf etwa 600 Gramm Kartoffeln). Reis allein hätte einen Wert von etwa 80, Bohnen je nach Sorte nur zwischen 50 und 70, kombiniert sind sie dem Ei ebenbürtig. Dies bedeutet wie gesagt weder, dass es sich dabei um ein 100 %iges Eiweiß handelt noch dass der Körper 100 % davon aufnehmen kann. Es bedeutet lediglich, dass die Aminosäurezusammensetzung der Kombination von zum Beispiel Reis und Bohnen ein ähnliches oder gleiches Profil erreicht wie das des Volleis. Das tatsächlich umgesetzte Eiweiß liegt stets deutlich unter 100 %.

Die Theorie der biologischen Wertigkeit geht laut Quellen weiters davon aus, dass der Körper Nahrungsmittelprotein um so besser verwerten kann, je ähnlicher dessen Aminosäurekombination dem des eigenen Muskelgewebes ist. Dem folgt eine paradoxe Schlussfolgerung: Wären Primaten oder besser noch, andere Menschen somit nicht die effizienteste Proteinquelle? Theoretisch ja. Was wäre dann die biologische Wertigkeit davon, 300? Wobei andere Messungen wieder ergaben, dass Menschenfleisch eine eher minderwertige Proteinquelle wäre.

Eine einheitliche Messmethode sowie einheitliche Definition scheint tatsächlich zu fehlen. Die wesentlichste Funktion der biologischen Wertigkeit ist heute wohl hauptsächlich als biegbares, schön klingendes Werkzeug für effektives Marketing.

Wie bestimme ich nun die Qualität von Proteinquellen?

Im verzweifelten Versuch, irgendwie Klarheit in die Sache mit der Wertigkeit der Proteine zu bringen, entstanden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viele Theorien:

Der EAA-Index (Essential Amino Acid Index) und der Chemical Score beschäftigen sich dabei hauptsächlich mit Messungen der einzelnen Aminosäuren in Lebensmitteln und vergleichen es mit einem Referenzprotein, dem guten alten Hühnerei. Die essentielle Aminosäure, die im Vergleich zum Hühnerei am schlechtesten abschneidet ist dann die sog. limitierende Aminosäure.

Die bisherigen Methoden hatten dann aber alle Schwächen hinsichtlich der Verdaulichkeit des Proteins. Daraufhin entstand der PER (Protein Efficiency Ratio), wobei lediglich die Gewichtszunahme pro Gramm Protein gemessen, aber keine anderen Umstände berücksichtigt wurden. Sehr ungenau also.

Der NPU (Net Protein Utilization) ist schon genauer, denn dieser berücksichtigt in der Berechnung sowohl die Wertigkeit eines Proteins als auch die Verdaulichkeit. Der NPU misst, wie viel vom resorbierten Protein der Körper zurückhält. Doch auch dieser Wert hat seine Grenzen, denn je mehr Eiweiß dem Körper zugeführt wird, desto weniger Aminosäuren resorbiert er.

Als aktuell am zuverlässigsten gilt der sog. PDCAAS (Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score). Das Konzept wurde für mangelernährte Kinder in Entwicklungsländern erdacht. Das Referenzprotein ist hierbei nicht das Hühnerei, sondern der Eiweißbedarf von 2- bis 5-jährigen Kindern. Die Methode misst das im Körper resorbierte und zurückgehaltene Protein und vergleicht auch das Aminosäureprofil mit dem Referenzprotein. Die limitierende essentielle Aminosäure bestimmt den Wert des Vergleichsproteins. Jedoch mehrt sich auch am PDCAAS die Kritik. Zu viele wesentliche Faktoren im Verdauungsprozess finden keine Beachtung. Verschiedene Proteine (Ei, Soja, Whey, Kasein) mit verschiedenem Aminosäureprofil erhalten alle den Höchstwert von 1.0. Die Fokussierung liegt zu stark auf einzelnen Proteinen, der Wert wäre daher realitätsfern. Der Referenzproteinbedarf von 2- bis 5-jährigen Kindern diene auch kaum als Grundlage zur Messung des Bedarfs von Erwachsenen und Leistungssportlern.

Die aktuellste Messung für Nahrungsprotein

Im deutschsprachigen Raum gilt die biologische Wertigkeit als das beliebteste und der PDCAAS als das aktuell zuverlässigste Instrument, trotz ihrer eindeutigen Schwächen. Etwas neues ist daher am Entstehen. Der PDCAAS als aktueller Standard geht allmählich über in den DIAAS (Digestable Indispensable Amino Acid Score). Diesen könnte man als eine Art Erweiterung des PDCAAS betrachten.

Bisherige Methoden maßen lediglich die Zurückhaltung des Stickstoffs, also des Gesamtproteins im Organismus. Der DIAAS misst die Verdauung der Aminosäuren im Dünndarm und kommt damit zu einem viel genaueren Ergebnis. Tendenziell sind die Werte dabei ähnlich dem des PDCAAS. Wheyproteinkonzentrat erreicht einen Wert von 0.973, Sojaproteinisolat 0.906, und nicht jeweils 1.0 wie beim PDCAAS. Leider gibt es zu Hanfprotein noch keine Messungen laut DIAAS, ich lasse es Euch aber wissen sobald sich das ändert.

Wie schneidet Hanfprotein im Vergleich ab?

Zunächst mal ein wenig Ernüchterung: Hanfprotein hat zwar eine biologische Wertigkeit von mindestens 87, einen PDCAAS aber von lediglich 0.61. Eher gering also gegenüber Whey, Ei und Soja mit dem erreichten Maximalwert von 1.0. Der neue DIAAS wird für Hanfprotein vermutlich einen ähnlichen, vielleicht einen etwas höheren Wert als der PDCAAS ergeben. Hanfprotein glänzt nämlich mit einer sehr hohen Verdaulichkeit von annähernd 95 % und der DIAAS legt mehr Gewichtung auf den Verdauungsprozess.

Warum aber nun der geringe PDCAAS von Hanfprotein? Hanfprotein hat wie häufig erwähnt zwar ein vollständiges Aminosäureprofil aller essentiellen Aminosäuren und ist auch hoch in den BCAAs (Leucin, Isoleucin und Valin), es ist allerdings vergleichbar niedrig im Vorkommen von Lysin. Lysin ist damit die sog. limitierende Aminosäure in Hanfprotein und verantwortlich für den bescheidenen offiziellen Wert. Doch das ist kein Grund zur Besorgnis.

Warum Lebensmittel mit ausgeglichenem Aminosäureprofil überbewertet sind

Gibt es irgendjemanden da draußen, der sich zwecks Proteinversorgung auf ein einzelnes Lebensmittel verlässt? Na gut die Inuit tun gut daran ausreichend Karibu zu essen und dadurch ausreichend und ausgeglichen mit Proteinsäuren (über) versorgt zu sein. Sie werden aber auch selten älter als 50. Wir leben im Jahr 2018 und kaum jemand in der zivilisierten Welt ist heute auf eine ähnliche Monokost beschränkt. Soll heißen wir essen eine Vielzahl an Lebensmitteln mit einer Vielzahl an Aminosäureprofilen.

Läge man es darauf an, hätte man große Mühe, eine Mahlzeit ohne ausgeglichenes Aminosäurespektrum zu gestalten. Und der menschliche Körper speichert und kombiniert einzelne Aminosäuren ganz nach Bedarf über Stunden und Tage hinweg. All die bisher erörterten Messinstrumente entbehren damit zu einem gewissen Grad jeglicher Bedeutung. Muskelaufbau ist im Wesentlichen abhängig von ausreichender, leicht überschüssiger Nahrungszufuhr. Bei einer nur minimal abwechslungsreichen, selbst rein pflanzlichen Ernährung, stehen dem Körper alle Aminosäuren ausreichend zur Verfügung.

Warum wir mit Hanfprotein supplementieren sollten

Ich will vorausschicken: Ich ernähre mich „nicht“ vegan. Wenn ich nun ein Proteinpulver unter den vielen Verschiedenen auswählen müsste, wäre dies dennoch Hanfprotein. Das geringe Vorkommen von Lysin und der daher niedrige PDCAAS beunruhigen mich nicht im geringsten. Warum nicht? Weil Lysin in sämtlichen tierischen Lebensmitteln, sowie in Soja und Lupinen schon fast etwas überrepräsentiert ist und in den meisten Hülsenfrüchten, Buchweizen, Hirse oder Reis auch noch ausreichend vorhanden.

Ich begrüße den niedrigen Anteil von Lysin im Hanfprotein daher als gesundheitlich wertvollen Ausgleich und Benefit. Hanfprotein liefert auch nicht nur Protein, hochwertige Fette, Ballaststoffe und eine Fülle an wertvollen Mikronährstoffen wie Zink, Magnesium und Eisen in Rohkostqualität, es ist auch noch hypoallergen und äußerst umweltschonend. Anders als Whey, Kasein oder Soja ist Hanfprotein eher ganzes Lebensmittel als aufwändig verarbeitete Nahrungsergänzung. Zur Herstellung wird lediglich der entölte Hanfsamen mechanisch gepresst, gemahlen und gesiebt, alles ohne Einwirkung von Hitze oder Chemie.  

Ich probiere und teste gerne verschiedene Hanfproteine und damit Ihr das für Euch beste schneller findet, habe ich meine 3 Hanfprotein Favoriten genauer beschrieben.

Das ideale Proteinpulver

Welches wäre rein aus der Perspektive maximalen Muskelaufbaus das ideale Proteinpulver bzw. die ideale Gesamtaminosäurenaufnahme?

Ich richtete zur Beantwortung dieser Frage den Blick bewusst nicht in die Wissenschaft sondern direkt in die Fitnessindustrie und nach Hollywood. Im Zweifel glaube ich eher Jahrzehnte langer Erfahrung als sich ständig erweiternden und widersprechenden Studien. Im wesentlichen schwören Bodybuilder und Superheldendarsteller auf 3 Komponenten: „Chicken“ also Hühnerbrust, Eier und Whey. Ich habe mir den Spaß gemacht, das Aminosäureprofil dieser 3 Kandidaten rein pflanzlich annähernd nachzubauen.

Zum Vergleich steht dabei das Profil von 3 Teilen Hühnerbrust, 2 Teilen Eier, 1 Teil Whey. Hochwertige Hülsenfruchtprodukte wie z. B. Tempeh entsprechen diesem Profil schon ganz gut, 3:1 kombiniert mit Hanfprotein noch etwas besser. Tempeh als fermentiertes Health-Food hätte ohnehin große Benefits gegenüber Huhn oder Eiern, darauf ließe sich eine pflanzliche Fitnessernährung sehr gut aufbauen. Im folgenden ein Vergleich der Profile Hühnerbrust, Eier, Whey im Verhältnis 3:2:1 mit dem Profil Soja, Erbsen, Hanf im Verhältnis 3:2:1.

tierische-vs-pflanzliche-fitnessernährung-vitahanf

Schon ganz interessant. Wir wollen uns aber genauer mit dem Aminosäureprofil des Hanfproteins im Vergleich zur vorherrschenden Fitnessernährung beschäftigen. Hier ergibt sich was ganz interessantes. Wie ihr in der folgenden Abbildung seht ist das Profil des Hanfproteins mit Ausnahme von Lysin, der tierischen Fitnessernährung sehr ähnlich.

tierische-Fitnessernährung-vs-Hanfprotein

Ich will natürlich erwähnen, dass keine meiner verwendeten Zahlen auf jedes beliebige Produkt zutreffen. Drei verschiedene Hanfproteine verwenden unter Umständen drei verschiedene Hanfsamen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Genauso gibt es auch Unterschiede bei Whey, Eier, Soja, Erbsen oder Geflügel. Meine Quelle für die Berechnung findet Ihr hier.

Mit Hanfprotein zum überlegenen Proteinpulver

Wie Ihr auf der Abbildung seht hinkt bei Hanfprotein im Vergleich zum Optimum lediglich Lysin deutlich hinterher. Das ist im Rahmen einer so ziemlich jeden Ernährung wie erwähnt kein Problem, für Puristen hätte ich dennoch einen simplen, aber effektiven Ratschlag. Lysin gibt es als isolierte Aminosäure von verschiedensten Herstellern als Pulver oder Kapseln in 500, 1.000 oder 2.000 mg. Das geht zwar schon sehr in Richtung Lebensmitteltechnik und ist sicher nicht natürlich, aber was ist das heute schon? Immerhin gilt isoliertes Lysin, gemeinsam mit Prolin und Vitamin C als äußerst effektiv in der Krebsbekämpfung.

Wer mit ausschließlich Hanfprotein also das bevorzugte Aminosäureprofil von Captain America und Superman basteln will, macht dafür folgendes: Man nehme für einen Proteinshake 25 bis 30 Gramm Hanfproteinpulver und gibt 500 mg Lysin hinzu. Fertig! Mit dieser Mischung hättet Ihr ein Proteinpulver mit beinah dem Profil, wie es laut Jahrzehnte langer Erfahrung im Muskelaufbau maximal effektiv ist, zusätzlich zu all den anderen Vorteilen des Hanfproteins hinsichtlich Verdaulichkeit, Verträglichkeit, Mikronährstoffversorgung, hochwertiger Fettsäuren und vor allem Nachhaltigkeit.

Was ich als (Kraft-) Sportler aus all dem nun mitnehme

Zunächst mal dass die Wissenschaft in Sachen Ernährung überbewertet ist. Forschungsresultate sind weder endgültig noch unvoreingenommen. Für jedes Studienergebnis gibt es in der Regel 3 Studien, die das Gegenteil beweisen. Und vor allem ist die Wissenschaft mehr und mehr einfach nur noch Werkzeug für effektives Marketing. Wem oder was vertraue ich in Sachen Ernährung dann am besten?

Den selben 3 wichtigsten Ratgebern, auf die wir leider ein wenig verlernt haben zu vertrauen, Beobachtung, Herz und Verstand. Ihr wollt gesund und fit alt werden? Dann nehmt euch Menschen zum Vorbild, die dem entsprechen und kombiniert die Beobachtung mit Herz und Verstand. Könnte in der Praxis bedeuten, esst in etwa wie ein traditioneller Okinawer, der Muskeln aufbauen will: Bodenständig, natürlich, unverarbeitet, ausreichend aber arm an Tierprodukten. Hollywood-Stars und Bodybuilder haben offensichtlich Resultate, kompromittieren damit aber ganz offenkundig ihre langfristige Gesundheit. Ein überflüssiger Kompromiss wie ich meine.

Verringerte Aufnahme tierischen Proteins wird quer über den Globus mit Gesundheit und Langlebigkeit in Verbindung gebracht. Gesund nicht nur für den einzelnen, auch für den Planeten und die Menschheit im Gesamten. Herz und Verstand stehen damit in Einklang. Vertraut bei der Proteinaufnahme daher mit gutem Gewissen auf eine Jahrtausende alte Nutzpflanze, die dieser Jahre ihr hoch verdientes Comeback feiert, dem Hanf.

Mein langzeitiger Favorit unter den Hanfproteinen

4 Comments on Hanfprotein, Aminosäuren und biologische Wertigkeit.

Hanfprotein vs Whey. Welche Eiweißquelle ist besser?

Als ich vor kurzem meinen Amazon-Einkaufswagen mit Fitness-Supplements füllte, fiel…

Als ich vor kurzem meinen Amazon-Einkaufswagen mit Fitness-Supplements füllte, fiel mir wiedermal die enorme Angebotsbreite für Proteinpulver auf. Vor allem Hanfprotein scheint stark im Kommen. Ich dachte mir eine aktuelle Recherche kann zumindest nicht schaden und verbrachte damit die nächsten Stunden. Wie gut ist das Protein aus Hanfsamen, und vor allem, ist es eine gleichwertige Alternative zum allseits beliebten Whey?

Ist Hanfprotein besser als Whey?

Die Ergebnisse sind beeindruckend auf der einen, besorgniserregend auf der anderen Seite. Hanfprotein ist auf jeden Fall eine gleichwertige, wenn nicht eine wesentlich höherwertige Alternative. In Sachen Kraft und Leistung steht Hanfprotein den tierischen Pendants kaum nach, in Sachen Verträglichkeit, Zusatznutzen und vor allem Gesundheit ist es weit überlegen.

Hanfprotein – Ein Eiweiß mit enormem Zusatznutzen

Der Alltag sollte natürlich im Sinne von Fitness stehen, viel mehr aber noch sollte Fitness den Alltag verbessern, die Wahl der Fitnessernährung inbegriffen. Nach inzwischen unzähligen Stunden an Recherche kristallisierte sich zu diesem Zweck ein Protein ganz klar heraus, und zwar jenes aus Hanf. Inwiefern ist Hanfprotein traditionellen Produkten wie Wheyprotein nun überlegen? Sehen wir uns diese beiden Proteine, ihre Unterschiede, Vorzüge aber auch Gemeinsamkeiten im Detail an.

Hanfprotein und Wheyprotein im direkten Nährstoffvergleich

Bei Wheyprotein gestaltet sich die Nährstoffzusammensetzung simpel. Etwa 80 % davon sind in der Regel Aminosäuren, also Protein. Ein paar Reste Kohlehydrate und Fett sind meist noch enthalten. Wobei ich Laktose und gesättigte Fette nicht unbedingt als Mehrwert betrachten würde. Natürliche Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme? Eher Fehlanzeige.

Die Herstellung unter hohen Temperaturen, unter hohem Druck oder mit chemischer Einwirkung zerstört selbst den letzten Rest eventueller Mikronährstoffe. Gewitzte Hersteller setzen dem Isolat oder Konzentrat dann oft wieder einen Vitamin- und Mineralstoffkomplex zu. Sicherlich eine Verbesserung, die schiere Notwendigkeit eines solchen Zusatzes sollte aber bereits skeptisch stimmen. Mit Hanfprotein gestaltet sich die Angelegenheit schon etwas vielseitiger.

Aufgrund der schonenden Verarbeitung sind im Protein noch fast sämtliche der ursprünglich vorhandenen Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Sulfur, Zink, Vitamin A, Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C, Vitamin D sowie Vitamin E.

Trotz Entölung sind im Hanfprotein auch noch 9 bis 12 % Fett enthalten, und zwar die wertvollen Omega 3 und 6 Fettsäuren in idealem Verhältnis. Auch Ballaststoffe zur Unterstützung der Verdauung und Antioxidantien sind noch vorhanden.

Hanfprotein und Wheyprotein – Eine ähnliche Geschichte

Eiweißpulver gelten als hoch konzentrierte, physiologisch wertvolle, den Muskelaufbau verstärkende Nahrungsmittel oder zumindest Nahrungsergänzungsmittel. Naheliegend, dass Proteinpulver bei der Verarbeitung des zugrundeliegenden Rohstoffs, sei es Milch, Ei, Soja, Erbsen, Reis oder Hanf, dabei das primär gewünschte Endprodukt bilden. Lebensmittelverarbeitung bringt meist eine Art Abfall, Rest- oder Nebenprodukt hervor. Die Frage lautet häufig: Entsorgen oder anderweitig verwenden?

Hanfprotein und Wheyprotein teilen hier ein Schicksal. Beide sind lediglich Sekundärprodukte in der Verarbeitung des ursprünglichen Lebensmittels. Whey, oder auf Deutsch Molke entsteht als einst unerwünschtes Restprodukt bei der Käse- und Joghurtherstellung, Hanfmehl oder Hanfprotein entsteht als trockenes, entöltes Überbleibsel bei der Hanfölherstellung. Sollten wir als Konsument von solchen Produktionsabfällen- oder resten nun tendenziell eher Abstand nehmen? Manchmal vielleicht, aber keinesfalls grundsätzlich! Ein aufgeklärter Konsument ist ein guter Konsument. Der genauere Blick auf Umfang und Methoden der Weiterverarbeitung lohnt sich.

Whey – Vom Abfallprodukt zum Verkaufsschlager?

hanfprotien das bessere whey

Die Verwendung eines jeden einzelnen Bestandteils bei Produktionsprozessen ist im Kontext zum Industriezeitalter ein eher junges Phänomen. Erst komplexe technische Errungenschaften machten dies zur Gänze möglich. Lange lautete der Haupttenor: Rausholen was benötigt wird und weg mit dem Rest. So auch einst bei der Verarbeitung des viel geliebten weißen Goldes aus den Zitzen der indischen Gottheit. In riesigen Behältern schwamm stets ein ungeliebter weißer Rest Richtung Oberfläche: Das vom Milchkasein getrennte Molkeprotein. Abfall, der dem ersehnten Endprodukt im Weg stand.

Lange Zeit wurde dieser unerwünschte Rest entsorgt. Böse aber meiner Meinung nach äußerst kompetente Stimmen stellen die Entwicklung hin zum Wheyproteinpulver folgend dar: Das Molkeprotein war bei stark steigender Menge irgendwann zu toxisch für die Entsorgung in Gewässer oder Kanalisation. Eine Alternative musste her. Die Milchindustrie machte als kreative Lösung dann Kraftsportler und Bodybuilder als Zielgruppe aus.

Mikrofiltriert, hydrolisiert oder chemisch ionengetauscht wurde der lästige Abfall prompt zum Grundpfeiler moderner Fitnessernährung. Eine über alle Maßen aggressive Werbestrategie machte Wheyprotein innerhalb kürzester Zeit zum beliebtesten und inzwischen meist gekauften Proteinpulver.

Ich will hier keinesfalls das Potential des Wheyproteins für Muskelwachstum und Leistung im Kraftsport in Frage stellen. Die Wirksamkeit ist erwiesen und die Ergebnisse sprechen für sich. Der gesundheitliche Mehrwert und vor allem die Folgen langfristigen Verzehrs bleiben dabei aber Teil der Phantasie. Will ich meinen Post-Workout-Proteinshake wirklich auf ein Produkt aufbauen, das, um überhaupt zum Verzehr geeignet zu sein, erst chemisch verarbeitet oder molekular gespalten werden muss? Schon Milch und Käse gelten längst als gesundheitlich bedenklich, wie steht es dann wohl um die Reste bei deren Verarbeitung?

Es geht auch anders – mit Hanfprotein

Wie schneidet Hanfprotein bei Betrachtung unter den selben Kriterien ab? Ausgangsprodukt dafür ist der Hanfsamen, der Samen einer vom Menschen mehr als Zehntausend Jahre genutzten Kulturpflanze. Lange zu Unrecht verunglimpft wegen der psychoaktiven Wirkung einiger Blüten erlebt Hanf in all seinen Bestandteilen aktuell eine Art Renaissance. Eine wunderbare Entwicklung und vollkommen zurecht. 

Primärprodukt bei Entstehung des Hanfproteins ist das inzwischen hoch geschätzte Hanföl, laut Wissenschaft eines der wertvollsten Fette überhaupt. Ich denke ich lehne mich mal nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich sage, Hanfsamen und Hanföl sind wesentlich wertvoller und gesünder als Milch, Käse und Butter, vom ethischen und umwelttechnischen Aspekt der Tierhaltung mal abgesehen.

Vom Samen zum Protein

Hanfprotein-hanfsamen-hanföl
Hanfsamen, Hanföl und Hanfprotein –  wertvoll und echt.

Was trennt uns nach der Hanfölherstellung  noch vom Hanfprotein? Nicht mehr viel. Der dabei entstehende Presskuchen ist quasi schon das fertige Protein, kein Erhitzen, keine Chemikalien, kein molekulares Filtrieren. Ein simples mechanisches Mahlwerk und ein Sieb bringen den einstigen Presskuchen in seine gewünschte fein pulverisierte Form. Dieser vergleichsweise simple und dabei äußerst schonende Prozess in der Herstellung führt nebenbei noch zu einem sehr günstigen Preis pro Kilogramm von unter 20 Euro, ein Schnäppchen für ein biologisches Protein mit einer enormen Fülle an positiven und unvergleichlich wertvollen Eigenschaften für den Menschen.

Meine Begeisterung für Hanf und vor allem für Hanfprotein steigt beim Schreiben dieser Zeilen ins Unermessliche. Und nicht zuletzt weil ich mein Frühstück gerade mit Hanfsamen und Hanfprotein garniert habe und dabei frohlocke. Als sportbegeisterter und inzwischen gesundheitsbewusster Mensch in den Dreißigern bin ich für Produkte aus Hanf mehr und mehr einfach nur dankbar. Lange genug hat es gedauert, bis die Fitnesswerbemaschinerie mit deren muskelbepackten Figuren mich nicht mehr zum Kauf und Konsum fragwürdiger Eiweißpulver verleiten konnte. Akne auf Schultern und Rücken seinerzeit inklusive.

Lebensmittel vs. Konzentrat

Hanfprotein hat zwar einen geringeren Proteinanteil von 50 bis 70 %. Es sind aber noch sämtliche Begleitstoffe zur korrekten Verdauung und Verarbeitung enthalten. Vergiftungen oder Mineralstoffdefizite können also keine auftreten, anders als bei Isolaten oder Konzentraten. Die Nährstoffzusammensetzung eines Lebensmittels ist nicht um sonst wie sie ist, wir betrachten sie am besten als Komposition zur bestmöglichen Verarbeitung und Versorgung unseres Körpers. Und Hanfprotein ist bis auf den reduzierten Fett- und Ballaststoffanteil genau das, ein Lebensmittel.

Isolierte Makronährstoffe sind für unseren Körper selten von Vorteil. Zucker als isoliertes Kohlehydrat ist eines der schädlichsten Genussmittel des Planeten. Einige isolierte Fette mögen in hoher Qualität und moderaten Mengen von gesundheitlichem Nutzen sein, ein zu Viel davon schlägt aber ausnahmslos ins Gegenteil um. Warum sollte sich das mit isolierten Proteinen so viel anders verhalten?

Es gibt in diesem Bereich noch sehr wenig Forschung, ich rede hier also von Hausverstand. Warum das Risiko eingehen? Wenn ich mich schon für eiweißreiche Nahrungsergänzung entscheide, dann doch für ein Produkt, das einem Lebensmittel am nähesten kommt.

Ist die biologische Wertigkeit von Hanfprotein so hoch wie die von Whey?

Vermutlich nicht. „Vermutlich“ deshalb, weil ich kein Wissenschaftler bin und die Zahlen in den verschiedenen Quellen variieren. Whey hat einen Wert von 104 bis 110. Hanf hat mal einen Wert von 87, dann ist es dem Wheyprotein wieder gleichwertig. Klingt so weit ja schon mal richtig gut. Mit einer biologischen Wertigkeit von mindestens 87 könnte ich dem Hanfprotein nun ohne weiteres eine exzellente Eignung als alleinige Proteinquelle für Kraftsportler und Bodybuilder attestieren. So einfach will ich es mir aber nicht machen, ich sehe gern genauer hin.

Die biologische Wertigkeit ist, vermutlich weil es irgendwie gut und professionell klingt, die gängigste Messmethode für die Wertigkeit von Nahrungsprotein. Sie gilt heute aber weitgehend als veraltet und überholt. Eine wesentlich bessere und inzwischen als am zuverlässigsten geltende Methode ist der sog. PDCAAS (Protein digestibility-corrected amino acid score) mit einer Skala von 0-1. Der PDCAAS von Whey ist 1, also höchstmöglich, genau wie der von Ei, Kasein oder Soja. Der PDCAAS von Hanfprotein ist hingegen lediglich 0,61. Genaueres zu Messmethoden und insbesondere bezüglich Hanfprotein findet ihr in diesem Artikel.

Ist Hanfprotein doch nicht so gut?

Ist Hanf als Proteinquelle also ungeeignet oder unzureichend? Ganz und gar nicht. Diese Werte beziehen sich stets nur auf das Aminosäurevorkommen eines einzigen Nahrungsmittels. Der Körper wäre vielleicht besser mit Nahrungsprotein versorgt, äße man nur Whey als äße man nur Hanf. Welcher Mensch isst denn aber schon ausschließlich ein einziges Nahrungsmittel? Der niedrigere PDCAAS des Hanfproteins ergibt sich lediglich aus einem etwas geringen Vorkommen der Aminosäure Lysin.

Die meisten Nüsse, Kerne und Samen sind eher arm an Lysin. Es ist allerdings stark vertreten in zum Beispiel Reis, Buchweizen, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten, vor allem in Soja und Lupinen. Verwendet man Hanfprotein also wie gedacht als Nahrungsergänzung innerhalb einer nur annähernd sinnvollen Ernährung, ist es für Muskelaufbau ebenso potent wie Whey, Kasein oder Soja. Dies muss auch nicht einmal innerhalb einer einzigen Mahlzeit geschehen. Der menschliche Körper speichert und kombiniert Aminosäuren über Stunden und Tage ganz nach Bedarf. Hanfprotein macht also sehr wohl dicke Muskeln, und es kann noch wesentlich mehr.

Was ein sinnvolles Proteinpulver leisten sollte

So ziemlich jedes Proteinpulver auf dem Markt leistet den simplen Anspruch schnelleren Muskelwachstums. Unsere Ansprüche sollten aber wesentlich höher liegen. Ich will ein Eiweißpulver, das ich nicht nur bis 45, sondern bis 80 ohne Bedenken einnehmen kann. Eine wirklich gute Proteinquelle zusätzlich zur regulären Ernährung leistet für mich folgendes:

  • unterstützt den Muskelaufbau
  • ist beinah ausnahmslos sehr gut verdaulich
  • verursacht keine Blähungen
  • ist hypoallergen
  • hat Rohkostqualität
  • verfügt über natürliche Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe
  • ist bezüglich Aminosäurezusammensetzung dem menschlichen Körper ähnlich
  • hat dadurch eine hohe biologische Wertigkeit
  • schmeckt bereits ohne jegliche Zusätze zumindest erträglich
  • stellt einen geschmacklichen Mehrwert in Smoothies und Backwaren dar
  • ist auch in hoher und biologischer Qualität preisgünstig
  • ist Teil einer nachhaltigen, umweltschonenden Produktionskette
  • ist in der Produktion äußerst energie- und ressourcenschonend

Kein anderes Eiweißpulver auf dem Markt außer Hanfprotein entspricht jedem einzelnen dieser Kriterien. Detaillierteres zu den einzelnen Punkten findet ihr in diesem Artikel. Wenn mich heute jemand fragt, welches Protein ich empfehlen würde, lautet die Antwort jedes mal ganz klar: Hanf.

Eine Gegenübestellung von Hanfprotein und Wheyprotein.

Hanfprotein statt Whey – Fürs Klima und die Umwelt

Jeder Proteinshake mit pflanzlichem Protein statt Whey, Kasein oder Eialbumin stellt einen kleinen Triumph für Klima und Umwelt dar. Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass tierische Nahrungsmittel Klima- und Umweltsünder Nummer 1 sind. Auf Soja- Erbsen- oder Lupinprotein reagieren leider viele Menschen allergisch oder mit Blähungen, verständlich dass man dann wieder umsteigt auf besser verträgliches tierisches Protein. Hanfprotein ist da wie erwähnt eine geniale Alternative.

Ich werde jetzt keine Details über die enorme Ineffizienz, Grausamkeit oder die fatalen Folgen für Klima und Umwelt durch die Tierindustrie anführen. Das könnte den Eindruck erwecken, ihr sollt auf Fortschritt im Muskelaufbau zugunsten von Tierwohl, Klima oder Umwelt verzichten. Das will ich keinesfalls. Ich würde es allerdings wahnsinnig gerne sehen, dass Sportler ihre Performance und Kraft nicht mehr nur kurzfristig und auf Kosten der eigenen Gesundheit und Brieftasche erhöhen, sondern zu einer nachhaltigen, gesunden, leistbaren und insgesamt höherwertigen Alternative greifen, dem Hanfprotein.

Die konkrete Auswahl eines Hanfproteins ist nicht schwer, wirklich schlechte Produkte gibt es wenige. Hier findet Ihr dennoch eine kurze Beschreibung meiner 3 Favoriten.

No Comments on Hanfprotein vs Whey. Welche Eiweißquelle ist besser?

Rezepte mit Hanfprotein – Einfache Verwendung des besten Eiweißpulvers.

Manchmal kauft man ein neues Nahrungsmittel oder Supplement und hat…

Manchmal kauft man ein neues Nahrungsmittel oder Supplement und hat außer den lieblosen Anleitungen auf der Verpackung keine wirkliche Rezeptidee. Mir selbst ging es mit Hanfprotein zwar nicht so, ich lebe in Sachen Essen aber auch gern Leidenschaft und Kreativität aus. Ob es schnell gehen muss oder einen in der Küche die Schaffenskraft übermannt, mit Hanfprotein haltet ihr eine wertvolle und vielseitige Zutat in Händen.

Generell hätte ich gesagt, es eignet sich besser als Zutat oder Ergänzung zu Süßem als zu Herzhaftem. Im folgenden findet Ihr einige Vorschläge. Ich reihe die Rezepte dabei von schnell nach zeitaufwändig.

In Flüssigkeit einrühren

Hanfprotein in einem Smoothie.
Eiweiss-Drink, Hanfprotein in Flüssigkeit.

Wenn es schnell gehen soll, dann wie auf den meisten Produktverpackungen beschrieben, das Hanfprotein einfach in Flüssigkeit einrühren. Ist eine Flüssigkeit trinkbar, ist sie theoretisch dafür geeignet. Geschmacklich ansprechende Ergebnisse erreicht ihr mit Hafer- Dinkel- Hirse- oder Reismilch. Säfte eignen sich geschmacklich meiner Meinung nach weniger. Wer sich der Idee des Low Carb verpflichtet fühlt, kann auch Soja- oder Mandelmilch verwenden, wirklich lecker wirds damit allerdings nicht. Die Löslichkeit beim Einrühren würde ich als mittel bis gut beschreiben. Ein Schneebesen oder Mixer machens allerdings besser.

Im Shake oder Smoothie

Hanfprotein im Eiweissshake mit Blattspinat.
Grüner Smoothie mit Blattspinat und Hanfprotein.

Smoothies sind für Proteinshakes natürlich großartig. Sie gehen schnell, sind lecker, vielfältig und die hohe Drehzahl des Mixers vermengt das Proteinpulver perfekt mit allem anderen. Selbst den dafür gewünschten Zeitaufwand könnt Ihr breit variieren. Was konkrete Zutaten angeht lautet meine Empfehlung ganz klar: mit Banane(n). Natürlich kann Hanfprotein in jeden Smoothie, mit Bananen ist es geschmacklich aber ein Bringer.

Schnelles Rezept:

  • 1 große oder 2 kleine Bananen
  • 1 Hand voll Spinat (gern auch jedes andere Grünzeug)
  • 1 TL Hanfsamen (gern auch beliebige andere Nüsse, Kerne oder Samen)
  • 1 EL Hanfprotein
  • Je nach gewünschter Konsistenz 100 bis etwa 300 ml Wasser

Aufwändigeres Rezept:

  • 1 große oder 2 kleine Bananen
  • 1 Hand voll Spinat (gern auch jedes andere Grünzeug)
  • 1 TL Hanfsamen (gern auch beliebige andere Nüsse, Kerne oder Samen)
  • 1 EL Hanfprotein
  • 1 TL rohes Kakaopulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Messerspitze Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Hafermilch (gern auch jede andere Milch)
  • 100 ml Wasser

Garniert mit Kokosflocken oder Schokoraspeln

Kurzer Appell zum Schluss: Bitte nehmt solche Rezepte nicht als in Stein gemeiselt, experimentiert! Smoothies sind so vielseitig, starre Rezepte sind ihnen wirklich nicht würdig.

Ins Joghurt

Auch für die Low Carb Fraktion ist natürlich was dabei. Es muss auch nicht immer Kuh- oder Ziegenmilchjoghurt sein. Auch in Soja- Kokos- oder selbst gemachtem Nussjoghurt schmeckt es genial. Wer die volle Dröhnung Hanf will, macht sich einen Joghurt aus geschälten Hanfsamen und mischt das Protein drunter.

Verwendet im Joghurt eher keine Früchte! Milchsäurebakterien vertragen sich nicht sonderlich gut mit Fruchtsäure oder Einfachzucker, und ich werde mich hüten ein Rezept zu präsentieren, von dessen ernährungsphysiologischen Nutzen ich nicht überzeugt bin. Nehmt zum Süßen daher eher den Süßstoff eurer Wahl. Die natürlichste Variante wäre ein Steviawasser bzw. Steviatee. Kurze Anleitung dazu am Ende des Artikels.

Rezeptvorschlag:

  • 200 ml bevorzugtes (Natur) Joghurt
  • 1 EL Hanfprotein
  • 50 ml Steviawasser
  • 1 TL Kakao
  • 1 MS Zimt
  • 1 EL Kokosmilch

Im Brei oder in Cerealien

Haferbreimüsli mit Blaubeeren und Hanfprotein.
Haferbreimüsli mit Blaubeeren und Hanfprotein.

Zunächst sei gesagt, dass ein selbst gemachter Getreideflockenbrei Cerealien vorzuziehen ist. Wenn ihr Cerealien kauft und esst, dann bitte nicht im Supermarkt. Kelly’s und Nestle sind in Sachen Ernährung so ungefähr die schlechtesten Ratgeber, die ihr finden könnt. Bioläden, Reformhäuser und natürlich das Internet bieten ein paar sinnvollere Alternativen. Ich esse selbst keine Cerealien, halte sie als komplex verarbeitetes Produkt für minderwertig und überflüssig, will daher auch keine konkrete Empfehlung geben. Wenn Zeit und/oder Lust für Zubereitung fehlen, sind sie aber eine praktische Alternative.

Besser als Cerealien wäre da schon ein hochwertiger Frühstücksbrei. Qualität schlägt sich bei solchen Produkten allerdings stark im Preis nieder. Dafür gehts schnell, 1-2 EL Hanfprotein hinzu und fertig ist der Eiweißbrei.

Meine Empfehlung lautet: Selbst Hand anlegen! Ich mixe mir zum Frühstück zur Zeit gerne einen Brei aus (eingeweichten) Haferflocken, Buchweizensprossen (einfach gekochter Buchweizen geht natürlich auch), Banane, Blaubeeren, Zimt und Hanfprotein. Das Hanfprotein ist dabei eine absolute Verbesserung in Geschmack und Konsistenz, lediglich die Farbe leidet ein wenig. Ich koche die Mischung gerne mehrere Tage auf Vorrat, aber hier das Rezept für eine Portion:

  • 25 Gramm Haferflocken
  • 25 Gramm Buchweizen
  • 1 mittlere Banane
  • 1 kleine Tasse Blaubeeren
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Hanfprotein

Wiederum gilt, dieses Rezept ist eine Version oder Basis für eine Vielfalt von Möglichkeiten. Nehmt einen Getreideflockenmix, nur Haferflocken, nur Buchweizen, nur Hirse, wie Ihr wollt oder was Ihr zuhause habt. Gebt auch gern Datteln, Rosinen, Kokosflocken, Kakao, Carob, Sojamilch, Hafermilch etc. dazu. Ein wirkliches “falsch” in der Küche geschieht wenn, höchstens mutwillig.

Im Kuchen oder Riegel

Hanfprotein ersetzt Mehl in Kuchen und Gebäck.

In Kuchen und Gebäck kann man den Mehlanteil zu einem gewissen Grad mit Hanfprotein ersetzen. Bei 10 bis 20 % bleibt der Teig noch gut formbar. Ich habe auch schon Kuchen mit fast ausschließlich Hanfprotein gemacht, aus dem Ausrollen wurde dann aber ein geduldiges, fast schon zermürbendes Ausstreichen. Es schmeckt wie gesagt in Süßem besser als in Herzhaftem.

Ich betrachte Backwaren zur Verarbeitung von Hanflebensmitteln allerdings als die ungünstigste Variante. Die Hitze zerstört leider die guten Omega 3 – und 6 Fette sowie viele der Vitamine und Mineralstoffe. Das ist kein Drama, aber wahnsinnig schade. Um in Backwaren keine unter Umständen schädlichen, erhitzten Fette zu essen, empfehle sich dafür am ehesten ein Protein ohne nennenswerten Fettanteil. Viele Lebensmittel sind erhitzt wertvoller als roh, Hanfsamen und Hanfprotein gehören definitiv nicht dazu.

Schnelles Rezept:

  • 100 Gramm Haferflocken oder Hafermehl
  • 100 Gramm Hanfprotein
  • 2 reife Bananen
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 TL Zimt
  • 100 ml Steviawasser
  • Halbe Packung Backpulver

Zubereitung:

Alles mit so viel Wasser oder (pflanzlicher) Milch vermengen, bis die Masse sich gerade noch leicht vermengen und ausstreichen lässt. Je trockener und je dünner, um so schneller ist es fertig. Alles auf einem Backbleck samt Backpapier ausstreichen und bei 150 Grad und wenn vorhanden Heißluft in den Ofen. Je nach Backrohr dauert es dann zwischen 20 und 40 Minuten. Um ein wenig Aufmerksamkeit beim ersten Mal kommt ihr leider nicht herum. Wird es schnell dunkel, Temperatur runter, tut sich nach 20 Minuten kaum was, Temperatur rauf. Backöfen sind zu unterschiedlich, als dass ich hier universell exakte Angaben bieten könnte.

Ich habe bewusst auf aufwändigere Zutaten verzichtet. Natürlich könnte man noch eine Karotte oder Zucchini in den Teig reiben, vorher noch etwas Eiklar zu Schnee schlagen und alles vorsichtig unterheben oder Blaubeeren in den ausgestrichenen Teig drücken. Wer gerne backt, kann sich gerne mehr Zeit nehmen und kreativ werden. Tendenziell richtet sich die Nachfrage aber an Geschwindigkeit.

Rezeptvideo für die gesündesten Hanfprotein Riegel

Kleiner Tipp zum Backen oder für Süßspeisen generell – Die Süßkartoffel:

Die Sükartoffel ist die Königin der komplexen Kohlehydrate.
Die Königin der komplexen Kohlehydrate.

Ich bezeichne die Süßkartoffel gerne als die Königin der komplexen Kohlehydrate. Sie schmeckt süß, hat dabei aber einen niedrigen glykämischen Index, weder Glukose noch Fruktose. Paleofans schätzen an ihr das Nichtvorhandensein der ach so gefürchteten Antinährstoffe wie Phytinsäure oder Lektine. Esoterisch angehauchte Gemüter bezeichnen sie auch gerne als Medizin für die Bauchspeicheldrüse, und zwar nicht wegen dem niedrigen glykämischen Index, sondern weil sie in ihrer Form der Bauchspeicheldrüse ähnelt. Immerhin schreiben die Okinawer der Süßkartoffel einen Teil ihrer Langlebigkeit zu.

In Backwaren verbessert sie deutlich die Konsistenz und macht das Ergebnis saftiger. Gleichzeitig verringert sich der Bedarf an Zucker oder Süßstoffen. Sie macht das Gebäck also gesünder sowohl durch Verringerung von Zucker und Mehl, als auch durch ihre eigenen wertvollen Eigenschaften auf Bauchspeicheldrüse und Verdauung. Ich habe auch schon gedämpfte Süßkartoffel, gemeinsam mit Banane, Kokosmehl und Hanfprotein zu einem Brei vermengt – kein Hingucker aber geschmacklich grandios!

Ein weiterer Tippselbst gemachtes Steviawasser:

Die oft erwähnte “Süße ohne Reue” gibt es leider nicht. Weder Xylit, Sucralose, Aspartam, Saccharin, noch Steviosid oder Mönchsfrucht entsprechen diesem Anspruch. Auch Datteln oder Rosinen im Übermaß hinterlassen ihre Spuren. Dies mag jetzt ein wenig am Thema des Hanfproteins vorbeigehen, aber Eure Gesundheit ist mir wichtig. Meine Empfehlung in Richtung eines süßen aber gesünderen Lebens lautet daher: Macht euer eigenes Steviawasser bzw. Steviatee. Dazu kocht ihr einfach nur ganze Steviablätter wie einen Tee auf, lasst das ganze 10 Minuten ziehen und füllt es im Vorrat in einer Glasflasche ab.

Das ist nicht nur einfach und natürlich, sondern im Vergleich zu verarbeiteten Süßstoffen auch noch äußerst günstig. Die Blätter sind wahnsinnig ergibig. Nebenbei habe ich festgestellt, dass der etwas gewöhnungsbedürftige Geschmack von Stevia wunderbar mit dem nussigen Geschmack von Hanfprotein harmoniert. Probiert das unbedingt mal aus! Hier findet Ihr den besten Deal für getrocknete Steviablätter auf Amazon.

Die konkrete Auswahl eines Hanfproteins ist nicht schwer, wirklich schlechte Produkte gibt es wenige. Hier findet Ihr dennoch eine kurze Beschreibung meiner 3 Favoriten.


2 Comments on Rezepte mit Hanfprotein – Einfache Verwendung des besten Eiweißpulvers.

Hanfprotein, seine Wirkung und warum es das beste Eiweißpulver ist.

Was ist Hanfprotein genau? Was kann es? Taugt es zum…

Was ist Hanfprotein genau? Was kann es? Taugt es zum Muskelaufbau? Ist es gesund? Und am wichtigsten: macht es high?

Lange habe ich nach einem Proteinpulver mit Eigenschaften wie denen des Hanfproteins gesucht. Es baut sehr gut Muskeln auf, macht natürlich „nicht“ high und bietet enormen Mehrwert in sehr vielen Bereichen einer gesunden Ernährung. Auch wenn als Nahrungsergänzung verkauft, kann man es ohne weiteres als gesundes Lebensmittel bezeichnen.

Der Teil der Hanfpflanze, der dabei das Protein liefert, ist der Samen. Dieser ist generell von unschätzbarem Wert. Ihr wollt wissen was Hanfprotein im Detail so alles kann, lest weiter!

Die wichtigste Frage vorweg – Macht Hanfprotein high?

Nein, noch nie und niemals! Schön wärs :). Der einzige Teil der Hanfpflanze mit psychoaktiver Wirkung sind die Blüten einiger weiblichen Sorten. Und selbst die Samen solcher Pflanzen könnte man bedenkenlos essen, dies würde nur sehr, sehr kostspielig. Samen, Blüten, selbst Blätter weiblicher, potenter, blühender Hanfpflanzen sind heiß begehrt, illegal und daher entsprechend teuer.

Kiffer sind vielleicht nicht gerade bekannt für Auffassungsgabe und Durchblick, aber selbst sie gäben nicht 10, 12 oder 15 Euro pro Gramm Marihuana aus, wenn sie ums gleiche Geld 500 oder 750 Gramm berauschendes Hanfprotein bekämen.

Hanfprotein besteht aus Nutzhanfsamen. Und die Samen des Industrie- oder Nutzhanfs kosten je nach Qualität kaum mehr als Kürbiskerne oder Mandeln. Kein Teil des Nutzhanfs enthält zu irgendeiner Zeit oder Phase seines Lebenszyklus auch nur annähernd berauschende Mengen des begehrten THCs. Euphorische Jugendliche, die denken sie hätten mit einem Industriehanffeld das berauschende Paradies auf Erden gefunden, erleben regelmäßig bittere Enttäuschung. Ich kann das zwar nachfühlen, aber wir leben im Informationszeitalter., lesen hilft und schützt. Das gilt übrigens auch für politisch konservativ eingestellte Gemüter, die mit einem Verbot jeglicher Hanfprodukte als Teil ihres Wahlprogramms jämmerlich auf Stimmenfang gehen.

Was ist Hanfprotein nun genau?

Hanfprotein besteht zunächst mal weder aus Blüten, Blättern oder Stielen der Hanfpflanze, sondern lediglich und ausschließlich aus den Samen. Hanfprotein und ganze Hanfsamen sind beides wertvolle Lebensmittel und ähneln sich im Nährwert auch sehr. Der Proteinanteil des Hanfproteins ist höher, der Fettanteil geringer als der des Samens. Dies geschieht durch Entölung des Hanfsamens. Das Hanfprotein oder Hanfmehl ist quasi das Neben- oder Restprodukt bei der Herstellung des wertvollen Hanföls.

Das mag sich zunächst degradierend anhören. Reste bei der Herstellung eines Produkts sind aber nicht selten gleich- oder höherwertig als das ursprüngliche Produkt. Hanfprotein ist ein perfektes Beispiel dafür. Direkt bei oder nach der Hanfölpressung entsteht der sog. Presskuchen. Dieser wird dann ohne jegliche Erhitzung, chemische Behandlung oder Mikrofiltration lediglich fein bis sehr fein vermahlen und gesiebt.

Ein gutes Hanfprotein besitzt daher Rohkostqualität mit sämtlichen Enzymen, Vitaminen und Mineralstoffen. In einem Satz erklärt: Hanfprotein ist der entölte vermahlene, gesiebte Rest des Hanfsamens nach der Hanfölherstellung.

Ist Hanfprotein sicher?

Dies ist stets sowohl eine Frage des Kontexts als auch der Intelligenz des Verbrauchers. Verglichen mit einem beliebigen anderen Proteinisolat ist Hanfprotein sehr sicher. Es sind bisher keine Vergiftungen oder Krankheiten aufgrund zu hohen Konsums von Hanfprotein bekannt. Eher im Gegenteil, Hanfsamen als Nahrungsmittel verfügen über eine Menge gesundheitsfördernder Eigenschaften. Hochprozentige Proteinisolate wie Whey oder Kasein hingegen lösten bei übermäßigem Verzehr schon mal eine Darmvergiftung aus.

Muskeln schön und gut, ein gewisses Maß an Hausverstand bei Gebrauch von Nahrungsergänzung bleibe aber bitte bewahrt. Wer seinen halben Kalorienbedarf oder mehr über Eiweißpulver deckt, wundere sich bitte nicht über Konsequenzen. Wobei solch ein Vorgehen mit Hanfprotein noch wesentlich weniger fatal wäre als mit beinah jedem beliebigen anderen Präparat. Empfehlen würde ich es dennoch nicht.

Unnatürliche Berge von Muskeln entstehen kaum gesund oder schonend. Extrem hoher Proteinkonsum, also 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und aufwärts, geht selten ohne Entwicklung verschiedener Leiden und Krankheiten wie vielleicht Gicht, Nierenleiden oder sogar Krebs einher.

Kein Lebensmittel dieser Welt ist in unbegrenzten Mengen gesund oder sicher. Hanfprodukte und eben Hanfprotein sind da keine Ausnahme. Selbst Wasser führt ab etwa 8 Litern zur Vergiftung. Wenn ich eine Menge nennen müsste, die man täglich mit Hanfprotein nicht überschreiten sollte, wären das etwa 100 Gramm, um im gesundheitsfördernden Bereich zu bleiben. Und das ist bereits wesentlich mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Proteinbedarfs.

Ich mixe zur Zeit täglich etwa 20 bis 30 Gramm in mein Essen und meinen Post-Workout-Shake und habe dabei mit einer ausgewogenen, weitgehend pflanzlichen Ernährung gute Erfolge.

Ist Hanfprotein gesund?

Gleiches Spiel wie vorhin, verglichen mit was? Verglichen mit einem gekeimten oder geschälten Hanfsamen, etwas weniger gesund. Verglichen mit frisch geernteten Kürbiskernen, etwas weniger gesund. Verglichen mit zum Beispiel Brot aus dem Supermarkt, gesünder. Verglichen mit einem Hühnerei, gesünder. Verglichen mit Whey-Soja- oder Eiproteinpulver, viel gesünder.

Unter seines gleichen, also verglichen mit Eiweißpulvern, ist Hanfprotein nach aktueller Studienlage ohne zu übertreiben, das Gesündeste.

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Gesundheit ist ein ganzheitliches Konzept. Keine Nahrungsergänzung, kein Mineralwasser, kein Vitaminpräparat und kein Lebensmittel dieser Welt alleine werden euch Gesundheit verschaffen. So auch das Hanfprotein nicht. Vor dem Regal stehend gefüllt mit Eiweißpulver und Weightgainern, ist Hanfprotein aber sicherlich eine gesündere, wenn nicht die gesündeste Wahl. Wer neben Bizeps und Trizeps auch großen Wert auf langfristige Gesundheit und Wohlbefinden legt, findet in Hanfprotein einen wesentlichen Teil der Lösung.

Ist die biologische Wertigkeit des Hanfproteins so hoch wie die von zum Beispiel Whey?

Vermutlich nicht. „Vermutlich“ deshalb, weil ich kein Wissenschaftler bin und die Zahlen in den verschiedenen Quellen variieren. Whey hat einen Wert von 104 bis 110. Hanf hat mal einen Wert von 87, dann ist es dem Wheyprotein wieder gleichwertig. Klingt so weit ja schon mal richtig gut.

Mit einer biologischen Wertigkeit von mindestens 87 könnte ich dem Hanfprotein nun ohne weiteres eine exzellente Eignung als alleinige Proteinquelle für Kraftsportler und Bodybuilder attestieren. So einfach will ich es mir aber nicht machen, ich sehe gern genauer hin.

Die biologische Wertigkeit ist, vermutlich weil es irgendwie gut und professionell klingt, die gängigste Messmethode für die Wertigkeit von Nahrungsprotein. Sie gilt heute aber weitgehend als veraltet und überholt. Eine wesentlich bessere und inzwischen als am zuverlässigsten geltende Methode ist der sog. PDCAAS (Protein digestibility-corrected amino acid score) mit einer Skala von 0-1. Der PDCAAS von Whey ist 1, also höchstmöglich, genau wie der von Ei, Kasein oder Soja. Der PDCAAS von Hanfprotein ist hingegen lediglich 0,61. Genaueres zu Messmethoden und insbesondere bezüglich Hanfprotein findet ihr in diesem Artikel.

Doch nicht so gut?

Ist Hanf als Proteinquelle also ungeeignet oder unzureichend? Ganz und gar nicht. Diese Werte beziehen sich stets nur auf das Aminosäurevorkommen eines einzigen Nahrungsmittels. Der Körper wäre vielleicht besser mit Nahrungsprotein versorgt, äße man nur Whey als äße man nur Hanf. Welcher Mensch isst denn aber schon ausschließlich ein einziges Nahrungsmittel? Der niedrigere PDCAAS des Hanfproteins ergibt sich lediglich aus einem etwas geringen Vorkommen der Aminosäure Lysin. Alles über Hanfprotein vs. Whey findet Ihr hier.

Die meisten Nüsse, Kerne und Samen sind eher arm an Lysin. Es ist allerdings stark vertreten in zum Beispiel Reis, Buchweizen, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten generell, vor allem in Soja und Lupinen. Verwendet man Hanfprotein also wie gedacht als Nahrungsergänzung innerhalb einer nur annähernd sinnvollen Ernährung, ist es für Muskelaufbau ebenso potent wie Whey, Kasein oder Soja.

Dies muss auch nicht einmal innerhalb einer einzigen Mahlzeit geschehen. Der menschliche Körper speichert und kombiniert Aminosäuren über Stunden und Tage ganz nach Bedarf. Hanfprotein macht also sehr wohl dicke Muskeln, und es kann noch wesentlich mehr.

Was ein sinnvolles Proteinpulver leisten sollte

So ziemlich jedes Proteinpulver auf dem Markt leistet den simplen Anspruch schnelleren Muskelwachstums. Unsere Ansprüche sollten aber wesentlich höher liegen. Ich will ein Eiweißpulver, das ich nicht nur bis 45, sondern bis 80 ohne Bedenken einnehmen kann. Eine wirklich gute Proteinquelle zusätzlich zur regulären Ernährung leistet für mich folgendes:

Hanfprotein- Pulver
  • unterstützt den Muskelaufbau
  • ist beinah ausnahmslos sehr gut verdaulich
  • verursacht keine Blähungen
  • ist hypoallergen
  • hat Rohkostqualität
  • verfügt über natürliche Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe
  • ist bezüglich Aminosäurezusammensetzung dem menschlichen Körper ähnlich
  • hat dadurch eine hohe biologische Wertigkeit
  • schmeckt bereits ohne jegliche Zusätze zumindest erträglich
  • stellt einen geschmacklichen Mehrwert in Smoothies und Backwaren dar
  • ist auch in hoher und biologischer Qualität preisgünstig
  • ist Teil einer nachhaltigen, umweltschonenden Produktionskette
  • ist in der Produktion äußerst energie- und ressourcenschonend

Kein anderes Eiweißpulver auf dem Markt außer Hanfprotein entspricht jedem einzelnen dieser Kriterien. Ich persönlich bin daher schon lange Fan davon. Zu Beginn einfach nur weil mir der Gedanke an Hanf als Nahrungsmittel gefiel. Die abgebildete Hanfpflanze auf der Packung bringt mich heute noch zum Schmunzeln.

Dann mochte ich, wie genial der nussige Geschmack mit Bananen oder Haferbrei harmoniert. Mit steigendem Interesse an Ernährung wuchs dann auch immer mehr die Begeisterung für Hanf als Lebensmittel. Wenn mich heute jemand fragt, welches Protein ich empfehlen würde, lautet die Antwort jedes mal ganz klar: Hanf.

Hanfprotein – Mehr als Nahrungsergänzung

Die Bezeichnung oder Kategorie Nahrungsergänzung wird dem Hanfprotein bei weitem nicht gerecht. In Summe seiner Inhaltsstoffe und Eigenschaften kann man es ohne weiteres ein vollkommenes Lebensmittel nennen.

Tatsächlich ist Hanfprotein in so hohem Maße wertvoll, dass ein Mensch sich mehrere Monate ausschließlich davon ernähren könnte, ohne auch nur den geringsten Nährstoffmangel zu erleiden. Welches andere Nahrungsmittel und vor allem welches andere Proteinpulver leistet das schon? Die Kriterien für ein gutes Eiweißpulver eben vorhin waren schon beeindruckend, doch sehen wir uns das Ganze im Detail an.

Hanfprotein – Mehr als ein Proteinisolat

Eiweißpulver aus Whey, Kasein, Eialbumin, Soja, Erbsen oder Reis werden unter Einwirkung von Hitze oder Chemie hergestellt. Hanfprotein ist da eine Ausnahme. Nun sind technisch aufwändig aufbereitete Nahrungsmittel nicht zwingend schlecht, ein isolierter Bestandteil eines einst ganzen Lebensmittels ist es in der Regel aber. Mit Hanfprotein verhält es sich anders. Als Nebenprodukt nach der Hanfölpressung wird der überbleibende Presskuchen ohne Einwirkung von Hitze oder Chemie lediglich mechanisch gemahlen und gesiebt. Sämtliche Vitamine und Mineralstoffe der wertvollen Hanfsamen bleiben erhalten.

Hanfsamen für Hanfprotein

 

Hanfprotein ist also nicht weniger als der entölte, fein vermahlene Hanfsamen, und zwar in der Regel in Rohkostqualität. Viel näher kann ein Nahrungsergänzungsprodukt einem Lebensmittel nicht kommen. Stehe ich als gesundheitsbewusster Kraftsportler nun vor der Wahl zwischen einem chemisch aufbereiteten, isolierten Wheyprotein oder einem schonend gepresst und gemahlenen Hanfprotein, wofür entscheide ich mich dann wohl besser?

Hanfprotein – Ein nahezu ideales Aminosäureprofil

Hanfprotein enthält tatsächlich alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren, also all jene, die der Körper nicht selbst aufbauen kann und auf dessen Zufuhr er deshalb mittels Nahrung angewiesen ist. Der hohe Anteil an BCAAs (verzweigtkettigen Aminosäuren) macht das Hanfprotein dabei besonders potent für Muskelreparatur und Muskelaufbau.

Der besonders hohe Wert der Aminosäure L-Arginin beschert ihm zusätzlich den Ruf einer potenzsteigernden Wirkung. Pflanzlichen Eiweißpulvern wird ja gerne ein unvollständiges Aminosäureprofil und damit physiologische Minderwertigkeit nachgesagt, das Hanfprotein beweist das genaue Gegenteil und noch darüber hinaus. Es enthält nicht nur ein komplettes Profil, sondern auch noch in idealem Verhältnis zueinander. Es stellt dadurch Nahrungsprotein in sehr hoher bioverfügbarer Qualität dar.

Die richtigen Proteintypen für ein starkes Immunsystems

Weiters so besonders und wertvoll am Hanfprotein ist die Zusammensetzung seiner Proteintypen: Es besteht zu 35% aus Albumin und zu 65% aus Globulin Edestin. Das Albumin ähnelt sehr dem Protein des Eiklars, ist bekanntermaßen also besonders hochwertig weil leicht verdaulich und nebenbei noch eine wichtige Quelle für Antioxidantien.

Wesentlich interessanter ist aber der hohe Anteil an Globulin. Dieses stellt auch im menschlichen Körper die dritthäufigste Proteingruppe dar. Dort bildet es zum Beispiel wichtige Bestandteile eines starken Immunsystems, sorgt für reibungslosen Transport von Vitamin B12 und Eisen.

Die Liste der Aufgaben des Globulin im menschlichen Körper wäre lang und wohl auch etwas viel theoretische Biologie an dieser Stelle. Die physiologische Hochwertigkeit des Hanfproteins ist jedenfalls einwandfrei belegt, es kann vom Körper sehr schnell und reibungslos zu eigenem Protein umgebaut werden und durch die hohe Ähnlichkeit des Hanfproteins mit körpereigenem Protein entstehen dabei kaum säurehaltige Abbauprodukte von nicht verwertbaren Proteinen. Leber, Nieren und schlussendlich das Blutbild werden es euch danken.

Hanfprotein für „gesunden“ Muskelaufbau

Große Mengen Protein, vor allem tierisches Protein, sind nachgewiesenermaßen eine Belastung für Körper und Organismus. In jungen Jahren funktionieren Verdauungs- und Entgiftungsorgane meist noch ganz manierlich, lange Zeit ist die zusätzliche Herausforderung durch hoch prozentige, hoch verarbeitete Proteinpulver kein Problem.

Die Muskeln glänzen in der Sonne und ziehen die gewünschten Blicke auf sich. Eine wundervolle Sache und auf jeden Fall erstrebenswert. Doch sind dicke Muskeln es wert, dafür seine langfristige Gesundheit zu riskieren? Auf keinen Fall. Ist ein Risiko dabei überhaupt notwendig? Auch auf keinen Fall.

Zunächst ist der tatsächliche Bedarf an Protein für sichtbaren Muskelaufbau nicht annähernd so hoch wie die Werbemaschinerie es uns weiß machen will. 1 bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht sind dazu mehr als ausreichend, 2 Gramm und mehr belasten bereits mehr als sie nutzen. Tassenweise Proteinpulver oder massenhaft Steak und Rührei sind daher bestenfalls überflüssig, schlechtesten falls schädlich und schon gar nicht notwendig. Hanfprotein ist hier der perfekte Kompromiss zwischen oder besser gesagt die perfekte Symbiose von Muskelmasse und Gesundheit.

Ein trainierter, ästhetisch ansprechender Körper ist natürlich was schönes und entsteht nicht von allein. Ich schäme mich nicht es zu sagen, auch ich möchte einen Sixpack, und zwar einen der am Strand für bewundernde Blicke sorgt. Würde ich dafür meine Gesundheit riskieren, heute nicht mehr. Und dank Hanfprotein, müssen wir das auch nicht. Alles über Muskelaufbau mit Hanfprotein findet Ihr hier.  

Hanf – Der König der pflanzlichen Proteine

Hanfpflanze Eiweißprotein

 

Die zum Beispiel beliebteste pflanzliche Proteinquelle, die Sojabohne, enthält sog. Trypsininhibitoren. Diese mögen in einem Sojaproteinisolat nicht mehr oder kaum noch vorkommen, deshalb ist es aber auch bereits ein Isolat und weit entfernt davon ein Nahrungsmittel zu sein. Obwohl Hanfprotein eher ganzes Lebensmittel ist als Proteinisolat, enthält es diese Trypsininhibitoren nicht.

Trypsin ist ein Verdauungsenzym, das Proteine im Dünndarm verdaut. Inhibitoren hemmen es. Hanfprotein vereint hier damit die Vorteile sowohl eines Proteinisolats als auch die eines Lebensmittels. Es bietet hochwertiges Protein in großer Menge in sehr guter Bioverfügbarkeit und vermeidet gleichzeitig eventuelle Nachteile oder Spätfolgen durch die Einnahme eines Isolats. Mir persönlich fällt da die Wahl für mein Proteinpulver sehr einfach.

Blähungen oder Verdauungsbeschwerden – nicht mit Hanfprotein

Spezifische, individuelle, äußerst seltene Reaktionen auf Hanfprotein und einzelne Inhaltsstoffe darin mögen sicherlich vorkommen. Bisher ist zwar nichts derart bekannt, grundsätzlich ausschließen kann man es dennoch nicht. Kein Produkt oder Lebensmittel ist perfekt.

In Sachen massentauglicher Verträglichkeit und Verdaulichkeit rangiert Proteinpulver aus Hanf aber an der Spitze. Dies mag einerseits an der erwähnten, nahezu idealen Zusammensetzung der Proteingruppen und Aminosäuren liegen, zusätzlich ist der Hanfsamen aber frei von sog. Oligosacchariden.

Vor allem Menschen mit empfindlicher Reaktion auf Fruktose werden das Hanfprotein daher zu schätzen wissen. Kaum jemand hat heute noch eine wirklich gesunde Darmflora. Blähungen, Durchfall und Co. zählen zu häufigen Nebenwirkungen vieler Eiweißpräparate. Ich will nicht so weit gehen, dem Hanfprotein regenerierende Eigenschaften auf Darmflora und Verdauung zuzuschreiben. Es unterstützt dabei aber immerhin indem es weder Beschwerden noch Verschlechterung verursacht. Der Darm ist schließlich das zweite Gehirn. Wir geben also besser Acht darauf.

Hanfprotein – Der Technik voraus

Hersteller investieren Unsummen in die Entwicklung der idealen Formel für deren Eiweißpulver. Jenes Vitamin, jener Mineralstoffkomplex, dieses Verdauungsenzym, zusätzlich noch Ballaststoffe. Isolierte Proteine verursachten bereits mehr als einmal Darmvergiftungen aufgrund des Fehlens der natürlich im Lebensmittel vorkommenden Begleitstoffe.

Die Reaktion der Fitnessindustrie darauf? Sie setzt den isolierten Proteinen Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Ballaststoffe und und und aus meist künstlich synthetisierter Quelle wieder zu. Eine Verbesserung? Gewiss. Eine sinnvolle Lösung? Fragwürdig. Langfristig gesund? Aktuell kaum zu beantworten. Der Endkundenpreis? Weitgehend unzumutbar.

Gesund und dabei noch sehr preisgünstig

hanfprotein-günstig

Muskelaufbau muss weder teuer noch ein Spiel mit der eigenen Gesundheit sein. Proteinpulver mit komplexen Formeln und endlosen Zutatenlisten kosten nicht selten 50 Euro und mehr per Kilogramm.

Hanfprotein mit 20 Euro per Kilo erscheint da nahezu als Schnäppchen. Dabei verhält es sich gegenüber den meisten Proteinpräparaten in etwa wie ein Apfel gegenüber Vitaminsoda. Der Apfel sowie das Hanfprotein sind (nahezu) komplette Lebensmittel, von unserem Organismus im Laufe von Millionen von Jahren selektiert, vollkommen in Mikro- und Makronährstoffkomposition. Dem hat selbst moderne Technik nichts entgegen zu setzen. Wieso also das aktuell Bestmögliche verändern? Vermutlich weil sich damit nur begrenzt Geld verdienen lässt.

Hauptbestandteil von Vitaminsoda ist isolierter Zucker, Hauptbestandteil technologisch entwickelten Eiweißpulvers ist isoliertes Protein. Durch Zugabe von Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Ballaststoffen etc. versucht man dann, aus isolierten Nährstoffen ein vermeintlich gesundes Fitness- Health- oder Lifestyleprodukt zu basteln und an gesundheitsbewusste, aber tendenziell leider eher naive Kunden, teuer zu verkaufen.

Habe ich in Sachen Lebensmittel die Wahl, und die hat man meist, greife ich immer zum Produkt mit der geringsten Zutatenliste und der geringsten Verarbeitung.

Studien vs. Hausverstand

In Sachen Protein fällt auch aus dieser Perspektive die Wahl sehr leicht, und zwar auf Produkte wie Hanfprotein. Brieftasche und Gesundheit werden es einem danken. Hanfprotein ist ein junges Produkt, Erfahrungsberichte und Studien sind zwar bereits vorhanden, aber vergleichsweise rar. Bisherige Ergebnisse stimmen immerhin durchwegs positiv.

Ich persönlich bin in Sachen Nahrungsergänzung gerne auf der sicheren Seite und verlasse mich dabei weitestgehend auf den Hausverstand. Ich brauche keine Studien oder 500 Seiten Erfahrungsberichte, um zu wissen, dass ein Apfel gesund ist. Die Evolution hat dies bereits eindeutig belegt. Mit Hanfsamen oder eben Hanfprotein verhält es sich ähnlich.

Studien sollen die Nützlichkeit, aber vor allem die Sicherheit von Nahrungsmitteln belegen. Kommerzielles Interesse ist an Ergebnis und Interpretation dabei leider häufig mindestens so beteiligt wie Daten und Fakten. Wem wollt ihr vertrauen wenn es um Gesundheit und damit um die Qualität eures einzigen Lebens geht, dem vermeintlich unbestechlichen Labor von nebenan, oder eurem Hausverstand?

Hanfprotein – Herz und Gehirn zuliebe

hanfprotein-herzkreislauf-gesund

Hanfsamen bestehen wie die meisten Samen großteils aus Fett, hauptsächlich aus den essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und 6. Und zwar nebenbei noch in einem für den menschlichen Körper idealen Verhältnis von 1 zu 3. Hanfprotein besteht zwar aus entölten Hanfsamen, je nach Samen und Verarbeitung verbleibt aber ein Restanteil zwischen 8 und 12 Prozent Öl im Protein.

Hanfprotein kann somit einen wertvollen Beitrag für einen gesunden Fettsäurehaushalt liefern. Das ideale Fettsäuremuster schützt aufgrund seiner cholesterinsenkenden Wirkung nicht nur Herz, sondern hemmt auch die zelltoxischen Wirkungen der alzheimertypischen Ablagerungen im Gehirn. 

Wissenschaftler schließen daraus, dass Hanfmahlzeiten daher ideal sind für die Behandlung von Herz- als auch Hirnkrankheiten. Welcher Hersteller kann das von seinem Whey- oder Kaseinprotein schon behaupten?

Ich will an dieser Stelle aber erwähnen, dass Hanfprotein unter den Hanfprodukten zu diesem Zweck zwar einen guten, aber nicht den besten Beitrag liefert. Hanföl wäre hier meine erste Wahl, geschälte Hanfsamen die zweite. Weiters sei erwähnt, dass Omega 3 und 6 Fettsäuren weder hitzestabil, noch unbegrenzt haltbar sein.

Als Backzutat oder zur Krisenvorsorge eignen sich Hanfprotein oder Hanfmehl meiner Meinung nach daher nur bedingt. Will man diesen äußerst wertvollen gesundheitlichen Aspekt genießen, dann bitte die Lagerung im Kühlen und Trockenen ernst nehmen.

Hanfprotein – Ein Eiweißpulver mit natürlichen Mikronährstoffen

Neben all den bisher erwähnten Inhaltsstoffen und Vorzügen liefert Hanfprotein auch noch eine beträchtliche Menge Vitamine und Mineralstoffe, vor allem der häufig knappen Mineralstoffe Eisen, Zink und Magnesium.

Dem Mineralstoffkomplex in Hanfsamen und somit auch im Hanfprotein wurde sogar eine Testosteron-erhöhende Wirkung nachgewiesen. Dies verdanken wir dem hohen Vorkommen der sog. Asparaginsäure in Verbindung mit dem hohen Anteil an Magnesium. Eine gesunde Menge natürlicher Ballaststoffe umschmeicheln zusätzlich die Verdauung.

Abnehmen – schneller mit Hanfprotein

Klingt merkwürdig wenn von Protein zum Muskelaufbau die Rede ist, die Nährstoffkombination in Hanfsamen sorgt aber für schnelleres Sättigungsgefühl, steigert den Stoffwechsel und verringert Heißhunger auf Süßes. Der Motivation zum Training oder körperlichen Aktivität ist dies sicherlich nicht abträglich.

Sinnvolles Abnehmen bezieht sich außerdem nicht lediglich aufs Gewicht, sondern auf den Körperfettanteil. Dieser lässt sich am besten mit Krafttraining, leichter Reduktion der Kalorien und leichter Erhöhung des Proteinanteils erreichen. Ein gut verwertbares, gut verdauliches, gesundes Proteinpulver wie Hanfprotein verstärkt den Abnehmerfolg daher ideal.

Hanfprotein – Das hypoallergene Eiweißpulver

Politisch konservativ eingestellte Gemüter klammern sich an jeden noch so kleinen Grashalm wenn es darum geht, Argumente gegen die Nutzung von Hanf vorzubringen. Dabei zeigen sie auch immer wieder mal gerne mit dem Finger auf Kiffer mit roten Augen oder allergischen Reaktionen auf das Suchtmittel aus THC-haltigen Blüten. Eine klare Differenzierung zwischen Nutzhanf und potenten weiblichen Pflanzen unter Kunstlicht fehlt dabei meist.

Tatsächlich sieht es so aus, dass sowohl Gluten, Milch, Ei, Soja, Lupinen- oder Nussallergiker in Hanfsamen oder Hanfprotein eine fast immer sehr gut verträgliche Alternative finden. Kaum jemand reagierte je allergisch auf den Konsum von Hanfprodukten als Nahrungsmittel. Welches andere Proteinpulver kann das von sich behaupten?

Ist Hanfmehl das gleiche wie Hanfprotein?

Nein! Diese Frage ist häufig gestellt, scheint Google im deutschen Sprachraum aber zu überfordern. Zum Glück weiß man im englischsprachigen Raum mehr. Immerhin ist Hanfprotein im Schnitt um etwa 40% teurer als das Mehl. Und das hat seinen Grund.

Hanfprotein wird feiner gemahlen und vor allem feiner gesiebt als das Mehl. Dadurch entsteht ein feineres Pulver mit geringerem Ballaststoffanteil, wodurch wiederum der relative Proteinanteil steigt. Die Werte variieren von Produkt zu Produkt.

Ich habe bereits viele Hanfproteine und Hanfmehle gesehen und probiert. Zwischen 2 Produkten, egal ob Mehl oder Protein, bestehen fast immer geringe Unterschiede in Farbe und Feinheit. Proteine sind im Schnitt feiner. Tendenziell kosten Hanfproteine mit geringerem Ballaststoffanteil und höherem Proteinanteil auch etwas mehr. Ich persönlich lege großen Wert auf Feinheit und auch den höheren Proteinanteil, zahle daher gerne etwas mehr.

Der Ballaststoffanteil variiert bei den verschiedenen Anbietern zwischen 7 und 25 Gramm pro 100 Gramm. Ballaststoffe sind natürlich sehr wichtig und wertvoll für die Verdauung, ein zu viel des Guten kann aber auch mal zu Verstopfung führen. Eine ausgewogene Ernährung enthält in der Regel bereits ausreichend Ballaststoffe. Ein weiterer Grund vom Hanfmehl zum hochwertigen Hanfprotein zu wechseln.

Ich verwende zur Zeit das biologische Protein von Sevenhills mit 19 Gramm Ballaststoffen, werde demnächst aber mal das von EatHonest mit weniger als 7 Gramm probieren.

Hanfprotein fürs Klima und die Umwelt

Jeder Proteinshake mit pflanzlichem Protein statt Whey, Kasein oder Eialbumin stellt einen kleinen Triumph für Klima und Umwelt dar. Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass tierische Nahrungsmittel Klima- und Umweltsünder Nummer 1 sind.

Auf Soja- Erbsen- oder Lupinenprotein reagieren leider viele Menschen allergisch oder mit Blähungen, verständlich dass man dann wieder umsteigt auf besser verträgliches tierisches Protein. Hanfprotein ist da wie erwähnt eine geniale Alternative.

Ich werde jetzt keine Details über die enorme Ineffizienz, Grausamkeit oder die fatalen Folgen für Klima und Umwelt durch die Tierindustrie anführen. Das könnte den Eindruck erwecken, ihr sollt auf Fortschritt im Muskelaufbau zugunsten von Tierwohl, Klima oder Umwelt verzichten. Das will ich keinesfalls. Ich würde es allerdings wahnsinnig gerne sehen, dass Sportler ihre Performance und Kraft nicht mehr nur kurzfristig und auf Kosten der eigenen Gesundheit und Brieftasche erhöhen, sondern zu einer nachhaltigen, gesunden, leistbaren und insgesamt höherwertigen Alternative greifen, das Hanfprotein.

Und wie verwende ich Hanfprotein nun?

Hanfprotein Smoothy

 

Generell hätte ich gesagt, es eignet sich besser als Zutat oder Ergänzung zu Süßem als zu Herzhaftem. Für die weniger Kreativen da draußen hier ein paar Anregungen:

Wie auf den meisten Produktverpackungen beschrieben, einfach in Flüssigkeit einrühren: Ist eine Flüssigkeit trinkbar, ist sie theoretisch dafür geeignet. Geschmacklich ansprechende Ergebnisse erreicht man mit Hafer- Dinkel- Hirse- oder Reismilch. Säfte eignen sich geschmacklich meiner Meinung nach weniger. Mit Mandel- oder Sojamilch wird’s auch nicht unbedingt lecker. Die Löslichkeit beim Einrühren würde ich als mittel bis gut beschreiben. Ein Schneebesen oder besser noch ein Mixer machens allerdings besser.

In Smoothies: Hier lautet meine Empfehlung ganz klar: mit Banane(n). Ihr könnt es natürlich in jeden Smoothie mixen, mit Bananen ist es geschmacklich aber ein Bringer. Schnelles Rezept: 1 große oder 2 kleine Bananen, 1 Hand voll Spinat, 1 TL Hanfsamen, 1 EL Hanfprotein, wers süßer mag noch 1-2 Datteln.

In den Brei: Passt in jeden Getreideflockenbrei, ob mit Kakao und Zimt oder Heidelbeeren und Rosinen, das Hanfprotein verbessert Geschmack und Nährwert.

Ins Joghurt: Auch für die Low Carb Fraktion ist natürlich was dabei. Es muss auch nicht immer Kuh- oder Ziegenmilchjoghurt sein. Auch in Soja- Kokos- oder selbst gemachtem Nussjoghurt schmeckt es genial. Wer die volle Dröhnung Hanf will, macht sich einen Joghurt aus geschälten Hanfsamen und mischt das Protein drunter.

In Backwaren: In Kuchen und Gebäck kann man den Mehlanteil zu einem gewissen Grad mit Hanfprotein ersetzen. Bei 10% bleibt der Teig noch gut formbar. Ich habe auch schon Kuchen mit fast ausschließlich Hanfprotein gemacht, aus dem Ausrollen wurde dann aber ein geduldiges Ausstreichen. Schmeckt in Süßem wie gesagt besser als in Herzhaftem. Ich betrachte diese Variante wie vorhin erwähnt aber als die ungünstigste. Die Hitze zerstört leider die guten Omega 3 – und 6 Fette sowie viele der Vitamine und Mineralstoffe. Das ist kein Drama, aber wahnsinnig schade. Viele Lebensmittel sind erhitzt wertvoller als roh, Hanfsamen gehören eindeutig nicht dazu.

Für konkretere Anweisungen und Vorschläge verweise ich euch gerne auf den Artikel „Rezepte mit Hanfprotein“.

Mit Hanf in eine bessere Zukunft

Hanf ist eine faszinierende, äußerst vielfältige Pflanze. Und dabei ist der Nahrungsmittelbereich nur ein kleiner Teil davon. Nicht um sonst wird Hanf mit großer Dankbarkeit seit Jahrtausenden von verschiedensten Kulturen dieser Welt genutzt und geschätzt.

Mit modernen Verarbeitungsmethoden wäre Sie ein effektiverer und ressourcenschonenderer Ersatz sowohl für Baumwolle als auch für Glaswolle (Dämmstoff). Wenn konservativ eingestellte Gemüter euch vor potentiell berauschenden Gefahren des Nutzhanfs warnen, betrachtet dies lediglich als Armutszeugnis einer lernunwilligen, korrupten Politik.

THC-haltige Blüten weiblicher Hanfpflanzen sind tatsächlich der geringste Nutzen, den uns diese wundervolle Pflanze bietet. Auch nicht im medizinischen Bereich. Den größten medizinischen Nutzen bietet nicht das THC (Tetrahydrocannabinol), sondern CBD (Cannabidiol). Meine Schwester Martina erläutert und erklärt den unglaublichen Nutzen dieses Wirkstoffs eindrucksvoll in vielen Beiträgen hier auf Vitahanf.

Gesundheit ist wie erwähnt ein ganzheitliches Konzept. Sowohl Ernährung, Umwelt als auch Medizin spielen dabei eine bedeutende Rolle. Und Hanf hätte das Potential, alle 3 dieser Bereiche auf revolutionäre Art zu verbessern.

 

Die konkrete Auswahl eines Hanfproteins ist nicht schwer, wirklich schlechte Produkte gibt es wenige. Hier findet Ihr dennoch eine kurze Beschreibung meiner 3 Favoriten.

 

No Comments on Hanfprotein, seine Wirkung und warum es das beste Eiweißpulver ist.

Hanfprotein zum Muskelaufbau – Was bringt es wirklich?

Ist Hanfprotein eine echte Alternative im Kraftsport?  Ich liebe den…

Ist Hanfprotein eine echte Alternative im Kraftsport? 

Ich liebe den natürlich induzierten Endorphinausstoß nach einem intensiven, fordernden Training. Und wer hat schon wirklich was gegen sichtbare Muskeln? Stellt sich dann schnell die Frage nach entsprechender Proteinversorgung. Lange Zeit habe ich mich auf Whey und Kasein verlassen, aber die Akne am Rücken wollte nicht verschwinden. Dann begann die Suche nach einem Protein, das sowohl gut verträglich, effektiv als auch schonend für den Organismus ist. Denn was sind Muskeln schon wert wenn die Gesundheit drunter leidet? Nach Jahren des Trainings, Stunden an Recherche und Dutzenden verschiedenen Proteinpulvern, hat sich ein Protein ganz klar hervorgetan: Das Hanfprotein. Es ist definitiv eine echte Alternative zu Klassikern wie Kasein oder Whey, und zwar eine bessere. Was macht Eiweiß aus Hanf so besonders? Lest weiter.

 

Hanfprotein – Mehr als ein Proteinisolat 

Eiweißpulver aus Whey, Kasein, Eialbumin, Soja, Erbsen oder Reis werden unter Einwirkung von Hitze oder Chemie hergestellt. Hanfprotein ist da eine Ausnahme. Nun sind technisch aufwändig aufbereitete Nahrungsmittel nicht zwingend schlecht, ein isolierter Bestandteil eines einst ganzen Nahrungsmittels ist es in der Regel aber. Mit Hanfprotein verhält es sich anders. Als Nebenprodukt nach der Hanfölpressung wird der überbleibende Presskuchen ohne Einwirkung von Hitze oder Chemie lediglich mechanisch gemahlen und gesiebt. Sämtliche Vitamine und Mineralstoffe der wertvollen Hanfsamen bleiben erhalten.

Hanfprotein ist also nicht weniger als der entölte, fein vermahlene Hanfsamen, und zwar in der Regel in Rohkostqualität. Viel näher kann ein Nahrungsergänzungsprodukt einem Lebensmittel nicht kommen. Stehe ich als gesundheitsbewusster Kraftsportler nun vor der Wahl zwischen einem chemisch aufbereiteten, isolierten Wheyprotein und einem schonend gepresst und gemahlenen Hanfprotein, wofür entscheide ich mich dann wohl besser?

Wie gut ist Hanfprotein aber nun für Muskelwachstum? 

Damen-Krafttraining zum Muskelaufbau.
Sind Training und Ernährung optimiert, kann der Griff zum Proteinpulver durchaus Sinn machen.

Zunächst mal sei gesagt, dass für fortlaufenden Muskelaufbau kaum mehr als täglich 1 bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht nötig sind. Alles über 2 Gramm ist gesundheitlich bereits bedenklich. Eine Optimierung des Trainingsprogramms oder Reduktion von Zucker und Alkohol bringen meist mehr Erfolg im Muskelwachstum als 2 zusätzliche Proteinshakes. 

Sind Training und Ernährung individuell optimiert, kann der Griff zum Proteinpulver aber durchaus Sinn machen. Ist Hanfprotein rein aus Sicht des Muskelwachstum eine gute Wahl? Auf jeden Fall. Hanfprotein enthält tatsächlich alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren, also all jene, die der Körper nicht selbst aufbauen kann und auf dessen Zufuhr er deshalb mittels Nahrung angewiesen ist. Der hohe Anteil an BCAAs (verzweigtkettigen Aminosäuren) macht es besonders potent für Muskelreparatur und Muskelaufbau.

Der besonders hohe Wert der Aminosäure L-Arginin beschert ihm zusätzlich den Ruf einer potenzsteigernden Wirkung. Pflanzlichen Eiweißpulvern wird ja gerne ein unvollständiges Aminosäureprofil und damit physiologische Minderwertigkeit nachgesagt, das Hanfprotein beweist das genaue Gegenteil und noch darüber hinaus. Es enthält nicht nur ein komplettes Profil, sondern auch noch in idealem Verhältnis zueinander. Es stellt dadurch Nahrungsprotein in sehr hoher bioverfügbarer Qualität dar.

Weiters so besonders und wertvoll am Hanfprotein ist die Zusammensetzung seiner Proteintypen: Es besteht zu 35% aus Albumin und zu 65% aus Globulin Edestin. Das Albumin ähnelt sehr dem Protein des Eiklars, ist bekanntermaßen also besonders hochwertig weil leicht verdaulich und nebenbei noch eine wichtige Quelle für Antioxidantien. Wesentlich interessanter ist aber der hohe Anteil an Globulin. Dieses stellt auch im menschlichen Körper die dritthäufigste Proteingruppe dar. Dort bildet es zum Beispiel wichtige Bestandteile eines starken Immunsystems und sorgt für reibungslosen Transport von Vitamin B12 und Eisen.

Die Liste der Aufgaben des Globulin im menschlichen Körper wäre lang und wohl auch etwas viel theoretische Biologie an dieser Stelle. Die physiologische Hochwertigkeit des Hanfproteins ist jedenfalls einwandfrei belegt, es kann vom Körper sehr schnell und reibungslos zu eigenem Protein umgebaut werden und durch die hohe Ähnlichkeit des Hanfproteins mit körpereigenem Protein entstehen dabei kaum säurehaltige Abbauprodukte von nicht verwertbaren Proteinen. Leber, Nieren und schlussendlich das Blutbild werden es Euch danken. 

Ist die biologische Wertigkeit des Hanfproteins aber so hoch wie die von Whey? 

Vermutlich nicht. „Vermutlich“ deshalb, weil ich kein Wissenschaftler bin und die Zahlen in den verschiedenen Quellen variieren. Whey hat einen Wert von 104 bis 110. Hanf hat mal einen Wert von 87, dann ist es dem Wheyprotein wieder gleichwertig. Klingt so weit ja schon mal richtig gut. Mit einer biologischen Wertigkeit von mindestens 87 könnte ich dem Hanfprotein nun ohne weiteres eine exzellente Eignung als alleinige Proteinquelle für Kraftsportler und Bodybuilder attestieren. So einfach will ich es mir aber nicht machen, ich sehe gern genauer hin. 

Die biologische Wertigkeit ist, vermutlich weil es irgendwie gut und professionell klingt, die gängigste Messmethode für die Wertigkeit von Nahrungsprotein. Sie gilt heute aber weitgehend als veraltet und überholt. Eine wesentlich bessere und inzwischen als am zuverlässigsten geltende Methode ist der sog. PDCAAS (Protein digestibility-corrected amino acid score) mit einer Skala von 0-1. Der PDCAAS von Whey ist 1, also höchstmöglich, genau wie der von Ei, Kasein oder Soja. Der PDCAAS von Hanfprotein ist hingegen lediglich 0,61. Genaueres zu Messmethoden und insbesondere bezüglich Hanfprotein findet ihr in diesem Artikel.

Ist Hanf als Proteinquelle also ungeeignet oder unzureichend? Ganz und gar nicht. Diese Werte beziehen sich stets nur auf das Aminosäurevorkommen eines einzigen Nahrungsmittels. Der Körper wäre vielleicht besser mit Nahrungsprotein versorgt, äße man nur Whey als äße man nur Hanf. Welcher Mensch isst denn aber schon ausschließlich ein einziges Nahrungsmittel? Der niedrigere PDCAAS des Hanfproteins ergibt sich lediglich aus einem etwas geringen Vorkommen der Aminosäure Lysin.

Die meisten Nüsse, Kerne und Samen sind eher arm an Lysin. Es ist allerdings stark vertreten in zum Beispiel Reis, Buchweizen, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten generell, vor allem in Soja und Lupinen. Verwendet man Hanfprotein also wie gedacht als Nahrungsergänzungsmittel innerhalb einer nur annähernd sinnvollen Ernährung, ist es für Muskelaufbau ebenso potent wie Whey, Kasein oder Soja. Dies muss auch nicht einmal innerhalb einer Mahlzeit geschehen. Der menschliche Körper speichert und kombiniert Aminosäuren über Stunden und Tage ganz nach Bedarf.

Nun seit ihr auch hoffentlich nicht auf diesem Blog, um herauszufinden wie ihr möglichst schnell und effektiv Krägen und Ärmel eurer Garderobe sprengt. Ich lege auch großen Wert auf Athletik, würde für dicke Muskeln aber niemals meine Gesundheit riskieren. Und das müssen wir auch nicht. 

Ich will im hohen Alter noch Videos von mir ins Internet stellen, in denen ich 20 Klimmzüge mache. Deshalb ist Hanfprotein für mich absolut die erste Wahl. Weil es mehr kann als nur beim Muskelaufbau zu helfen.

Alles über Hanfprotein vs. Whey könnt Ihr hier nachlesen. 

Hanfprotein – Ein Eiweißpulver mit natürlichen Mikronährstoffen 

Neben all den bisher erwähnten Vorzügen liefert Hanfprotein auch noch eine beträchtliche Menge Vitamine und Mineralstoffe, vor allem der häufig knappen Mineralstoffe Eisen, Zink und Magnesium. Dem Mineralstoffkomplex in Hanfsamen und somit auch im Hanfprotein wurde sogar eine Testosteron-erhöhende Wirkung nachgewiesen. Dies verdanken wir dem hohen Vorkommen der sog. Asparaginsäure in Verbindung mit dem hohen Anteil an Magnesium.

Hanfprotein schützt auch noch Herz und Gehirn. Hanfsamen bestehen großteils aus Fett, hauptsächlich aus den essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und 6. Und zwar nebenbei noch in einem für den menschlichen Körper idealen Verhältnis von 1 zu 3. Hanfprotein besteht zwar aus entölten Hanfsamen, je nach Samen und Verarbeitung verbleibt aber ein Restanteil zwischen 8 und 12 Prozent Öl im Protein.

Es kann somit einen wertvollen Beitrag für einen gesunden Fettsäurehaushalt liefern. Das ideale Fettsäuremuster schützt aufgrund seiner cholesterinsenkenden Wirkung nicht nur Herz, sondern hemmt auch die zelltoxischen Wirkungen der alzheimertypischen Ablagerungen im Gehirn. Wissenschaftler schließen daraus, dass Hanfmahlzeiten daher ideal sind für die Behandlung von Herz- als auch Hirnkrankheiten. Welcher Hersteller kann das von seinem Whey- oder Kaseinprotein schon behaupten?

Hanfprotein – Der Technik voraus 

Hanfprotein Muskelaufbau
Hanfprotein das ideale Eiweißpulver

Hersteller investieren Unsummen in die Entwicklung der idealen Formel für deren Eiweißpulver. Jenes Vitamin, jener Mineralstoffkomplex, dieses Verdauungsenzym, zusätzlich noch Ballaststoffe. Isolierte Proteine verursachten bereits mehr als einmal Darmvergiftungen aufgrund des Fehlens der natürlich im Lebensmittel vorkommenden Begleitstoffe. Die Reaktion der Fitnessindustrie darauf? Sie setzt den isolierten Proteinen Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Ballaststoffe und und und aus meist künstlich synthetisierter Quelle wieder zu. Eine Verbesserung? Gewiss. Eine sinnvolle Lösung? Fragwürdig. Langfristig gesund? Aktuell kaum zu beantworten. Der Endkundenpreis? Weitgehend unzumutbar. 

Muskelaufbau muss weder teuer noch ein Spiel mit der eigenen Gesundheit sein. Proteinpulver mit komplexen Formeln und endlosen Zutatenlisten kosten nicht selten 50 Euro und mehr per Kilogramm. Hanfprotein in bester biologischer Qualität kostet kaum 20 Euro. Und dabei verhält es sich gegenüber den meisten Proteinpräparaten in etwa wie ein Apfel gegenüber Vitaminsoda. Der Apfel sowie das Hanfprotein sind (nahezu) komplette Lebensmittel, von unserem Organismus im Laufe von Millionen von Jahren selektiert, vollkommen in Mikro- und Makronährstoffkomposition. Dem hat selbst moderne Technik nichts entgegen zu setzen. Wieso also das aktuell Bestmögliche verändern? Vermutlich weil sich damit nur begrenzt Geld verdienen lässt.

Hauptbestandteil von Vitaminsoda ist isolierter Zucker, Hauptbestandteil technologisch entwickelten Eiweißpulvers ist isoliertes Protein. Durch Zugabe von Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Ballaststoffen etc. versucht man dann, aus isolierten Nährstoffen ein vermeintlich gesundes Fitness- Health- oder Lifestyleprodukt zu basteln und an gesundheitsbewusste, aber tendenziell leider eher naive Kunden, teuer zu verkaufen. Habe ich in Sachen Lebensmittel die Wahl, und die hat man meist, greife ich immer zum Produkt mit der geringsten Zutatenliste und der geringsten Verarbeitung.

In Sachen Protein fällt auch aus dieser Perspektive die Wahl sehr leicht, und zwar auf Produkte wie Hanfprotein. Brieftasche und Gesundheit werden es einem danken. Hanfprotein ist ein junges Produkt, Erfahrungsberichte und Studien sind zwar bereits vorhanden, aber vergleichsweise rar. Bisherige Ergebnisse stimmen immerhin durchwegs positiv. Ich persönlich bin in Sachen Nahrungsergänzung gerne auf der sicheren Seite und verlasse mich dabei weitestgehend auf den Hausverstand. Ich brauche keine Studien oder 500 Seiten Erfahrungsberichte, um zu wissen, dass ein Apfel gesund ist. Die Evolution hat dies bereits eindeutig belegt. Mit Hanfsamen oder eben Hanfprotein verhält es sich ähnlich.

Studien sollen die Nützlichkeit, aber vor allem die Sicherheit von Nahrungsmitteln belegen. Kommerzielles Interesse ist an Ergebnis und Interpretation dabei leider häufig mindestens so beteiligt wie Daten und Fakten. Wem wollt Ihr vertrauen wenn es um Gesundheit und damit um die Qualität eures einzigen Lebens geht, dem vermeintlich unbestechlichen Labor von nebenan, oder eurem Hausverstand? 

Die konkrete Auswahl eines Hanfproteins ist nicht schwer, wirklich schlechte Produkte gibt es wenige. Hier findet Ihr dennoch eine kurze Beschreibung meiner 3 Favoriten.

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