Cbd Öl und Hanfprotein

Category: CBD Anbau

Die eigene CBD Mutterpflanze und Stecklinge – eine simple Anleitung.

Bei meinem letzten Besuch im örtlichen Growshop beschrieb mir der…

Bei meinem letzten Besuch im örtlichen Growshop beschrieb mir der Verkäufer ihre neuen Stecklinge, aus einer Züchtung mit extra hohem CBD- und extra niedrigem THC-Gehalt. Eine tolle Sache für viele Menschen. € 11,99- soll einer kosten.

Wie billig oder teuer ist das? Ist so ein Steckling schwer zu machen? Ist das legal? Gemessen an der Menge CBD-Gras, die schon ein einzelner Steckling hervorbringen kann, und vor allem gemessen am therapeutischen Potenzial, ist es wahrlich ein Schnäppchen. Gemessen am Aufwand, einen Steckling zu schneiden und zu bewurzeln, ist es aber Wucher. Und das sage ich als passionierter und erfahrener Hanfbauer. Stecklinge von Hanfpflanzen sind nicht schwer zu machen, kein grüner Daumen notwendig. Ob legal oder nicht hängt von Eurem Aufenthaltsort ab, Österreich und Schweiz lassen Hanfpflanzen zur Zierde zu, Deutschland nicht.

Wer ernsthaft mit dem Gedanken einer eigenen Stecklingszucht spielt, sei es für regelmäßige Selbstversorgung oder für ein kleines (legales) Nebenbusiness mit dem Verkauf von Stecklingen, findet in den folgenden Ausführung alles und noch etwas mehr das Ihr dafür braucht.

Kurz zur rechtlichen Lage

In Österreich und der Schweiz könnt Ihr Euch eine Hanfpflanze auch auf die Terrasse stellen. So lange sie nicht blüht, können Eure konservativen Nachbarn sich aufregen so viel sie wollen. Heikel wird es erst bei Entwicklung der Blüten. Ich würde auf den Ärger aber verzichten und eine gewisse Diskretion bewahren. In Deutschland ist der Privatbesitz von Hanfpflanzen generell verboten. Mit dem richtigen Samen könntet Ihr in Österreich und der Schweiz theoretisch auch eine Hanfpflanze legal blühen lassen. Allerdings werden entsprechend gezüchtete CBD-Samen (also mit weniger als 0,2 % THC, 1 % in der Schweiz) mit großer Zurückhaltung verbreitet.

Es sind inzwischen einige Samen erhältlich, aus denen Pflanzen mit THC-Gehalten unter 1 % wachsen, ich würde es aber selbst in der Schweiz nicht darauf ankommen lassen. Abweichungen sind häufig und das Risiko für Probleme überflüssig. Geht Eurem Hobby besser diskret und zufrieden in Euren eigenen 4 Wänden nach. In Österreich und der Schweiz könnt Ihr Stecklinge machen so viel Ihr wollt, egal von welcher Sorte, mit entsprechendem Gewerbeschein dann sogar legal verkaufen. Mit einer eigenen Selbstversorgung verstößt Ihr im gesamten deutschsprachigen Raum höchstwahrscheinlich, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung, gegen das Gesetz.

Weder in Deutschland, Österreich, noch der Schweiz würde ich meine blühenden Hanfpflanzen einem Polizisten vorführen, egal aus welchem Samen. Nebenbei geht es beim Wirkstoff CBD um medizinische und therapeutische Wirkung, und diese ist nachweislich wesentlich höher in ausgeglichenerem Verhältnis zu THC. Ich habe daher nicht im Geringsten ein schlechtes Gewissen, Euch auch Samen mit einigen Prozentpunkten THC zu empfehlen. Damit hätten Leidensgeplagte die beste Medizin, verstoßen aber gegen das Gesetz. Ich formuliere die Situation daher mal so: Polizisten, die bei kleiner Selbstversorgung fragwürdige Gesetze stupide anwenden, sind denkfaule Befehlsbefolger, denen Autoritätshörigkeit wichtiger ist als das Wohl ihrer Mitmenschen.

An wen wendet sich dieser Guide?

Schmerzgeplagter Mann, der die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
CBD kann Schmerzpatienten schonend helfen.

Primär wie gesagt an Menschen, die trotz medizinischen Bedarfs mit den hohen Kosten von CBD-Produkten zu kämpfen haben. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl. Auf wen das nicht zutrifft, der findet CBD Gras von hoher Qualität zum vernünftigen Preis auch in Online-Shops. Ein legales Business mit dem Verkauf von Hanfstecklingen wäre auch interessant und entspräche sicherlich dem Zeitgeist :). Natürlich eignen sich die Anleitungen auch für kostenbewusste Kiffer und Personen mit kommerziellen Ambitionen. Ich rate jedoch entschieden davon ab, illegale Hanfprodukte als Karrieremittelpunkt oder zur regelmäßigen Berauschung zu verwenden. In beiden Bereichen gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Wer sich Sorgen bezüglich der Anschaffung bzw. des Postwegs der Samen und des Equipments macht, den kann ich beruhigen. Ihr kauft vollkommen legal ein und der Postweg unterliegt dem Briefgeheimnis. Der Beamte, der sich illegal Zugang zu Bestellungen verschafft und deshalb einen Mini-Homegrow aushebt, macht sich nicht nur zum Gespött sondern auch etwa 10 mal so strafbar wie der/die vermeintliche Verbrecher(in) selbst.

Sind alle Hanfsorten zur Mutterpflanze geeignet?

Nein! Aber die meisten. Die einzigen Züchtungen, die nicht geeignet sind, sind Hybride mit der Cannabis ruderalis, besser bekannt als Automatik- oder Autoflower Sorten. Details, Möglichkeiten, Vorzüge und Anleitung zum Anbau solcher trotzdem wunderbaren Sorten, und auch warum sie nicht als Mutterpflanze geeignet sind, findet Ihr in diesem Guide. Alle anderen Hanfsamen, selbst ungeschälter, keimfähiger Speisehanf, sind theoretisch geeignet. Das soll natürlich keine Empfehlung sein. Wenn wir schon mit einem gewissen Aufwand eine Mutterpflanze kultivieren, dann so potent und ausgewählt wie möglich. Ihr trefft hier immerhin eine Entscheidung für die Zukunft.

Vorteile einer Mutterpflanze

  • Zunächst mal fallen die Kosten für immer wieder neue Samen weg. Je nach Sorte und Menge an Pflanzen sind das pro Grow schon mal 50 bis 80 Euro.
  • Mehr Pflanzen: Generell produziert der Hauptstamm einer Hanfpflanze die größten Blüten. 9 kleinere Pflanzen produzieren bei gleichem Licht und Platz in der Regel also mehr als 4 größere. 16 wären noch effizienter und so weiter.
  • Kürzere Wuchszeiten: 9 kleinere Pflanzen müssen nicht so lange wachsen wie 4 größere. Das bedeutet Ersparnis an Zeit und natürlich Energie (Licht, Wind, Luftumwälzung, Wasser, Dünger), also bares Geld.
  • Die Mutterpflanze kultiviert Ihr wenn erwünscht aus einem ausgewählten Sämling. Das heißt Ihr verwendet künftig nur noch genetische Klone erster Generation der stärksten von vielen Pflanzen. Das kann schon mal ein plus von 50 % oder mehr an Ergebnissen bedeuten.

Der richtige Samen für die Mutterpflanze

Es gibt inzwischen viele Samenbanken und eine Unmenge an verschiedenen Sorten. Für sehr hohe CBD-Gehalte wäre eine geeignete z. B. die Dinamed CBD. Eine ausgeglichenere Sorte in Sachen CBD zu THC wäre z. B. die Amnesia CBD. Ich empfehle Euch “feminisierte” Samen. Nur weibliche Cannabispflanzen produzieren Blüten samt CBD und THC. Bei (günstigeren) regulären Samen (also nicht feminisiert) müsst Ihr nach einigen Wochen mit Lupe nach kleinen Fäden und/oder Schwängeln Ausschau halten, klingt zwar lustig, ist aber zeit- und nervenaufreibend. 

Auswahl der Mutterpflanze

In meinem Guide zur vollständigen Indoor Selbstversorgung habe ich das grobe Szenario zur Auswahl einer guten Mutterpflanze in etwa so beschrieben:

  • Kauft 5 oder mehr feminisierte Hanfsamen einer ausgewählten Sorte.
  • Bringt die Samen zum Keimen, hegt und pflegt die Kleinen, und aus der sich am stärksten entwickelnden Pflanze macht Ihr Eure zukünftige Mutterpflanze. Meiner Erfahrung nach bringen diese Pflanzen später auch die besseren Ergebnisse.
  • Dadurch trefft Ihr so früh wie möglich eine qualitative Auswahl, die Euch zukünftig leicht bis zu 50 % mehr an Ergebnissen liefern wird.

Natürlich reiche theoretisch ein einziger Samen. Bei der Entscheidung für eine Mutterpflanze, deren genetische Klone später zur Selbstversorgung oder als Teil eines (legalen) Einkommens dienen sollen, drängt sich eine sorgfältigere Auswahl aber mehr als auf. Jemand mit ernsthafen Ambitionen folgt daher bitte mindestens den eben genannten Kriterien. Wer das Potenzial der zukünftigen Mutter optimieren will, hat noch weitere Möglichkeiten:

  • Mehr Samen: Die stärkste Pflanze aus 10 Samen ist vermutlich noch mal um einige Prozentpunkte besser als die stärkste aus 5 Samen.
  • Mehrere Mutterpflanzen zum Test: Die stärkste und kräftigste Pflanze entwickelt tendenziell zwar die größten und schwersten Blüten, aber keine Regel ohne Ausnahme. Ich hatte schon Fälle, in denen eine unscheinbare Pflanze aus dem einstigen Mittelfeld, in der Blütephase plötzlich die Führung übernahm. Wie wäre also das Vorgehen? Macht aus allen Samen (bis auf vielleicht den schwächste(n)) Mutterpflanzen. Kultiviert sie wie nachfolgend gleich beschrieben und schneidet ebenfalls wie gleich beschrieben jeweils den Hauptstamm. Aus den Schnitten entstehen Eure ersten Stecklinge. Bewurzelt diese, schickt sie frühest möglich in die Blüte und lasst die einzelnen Pflanzen mit ihren Ergebnissen für sich sprechen. Dies erfordert natürlich einige Wochen und Monate mehr Zeit, mehr Sorgfalt und Genauigkeit, dafür habt Ihr am Ende aber mit ziemlicher Sicherheit eine hervorragende Ausgangsgenetik für Eure Stecklingszucht. Nebenbei entstehen im Rahmen der Testreihen bereits verwendbare Ergebnisse, eine Zeit der Selektion mit Zwischenversorgung sozusagen :).
  • Reguläre Samen: So mancher Hardliner unter den Hanfbauern ist davon überzeugt, dass reguläre Samen (also nicht femisiert), den feminisierten überlegen sind. Ich kann das leider weder klar bestätigen noch dementieren. Wer zum Zwecke maximaler Leistung aber sicher gehen will, kauft statt feminisierten, reguläre Samen. Die sind zumindest günstiger. Einige Wochen nach der Aussaat müsst Ihr dann halt die Männchen aussortieren. Dafür haltet Ihr bei den Weibchen dann mit der Lupe Ausschau nach kleinen Fäden an den Blattansätzen. Eine eigene, detaillierte, bebilderte Anleitung dazu kann ich Euch leider nicht bieten. Zum Glück ist das Internet aber sehr freigibig, daher verweise ich Euch zunächst mal auf die erste Abbildung in diesem Beitrag. Nach einigen Wochen erkennt Ihr bei den weiblichen Pflanzen die kleinen weißen Fäden wie auf der Abbildung links. Neben dem Aufwand der Auswahl und der eventuellen Unsicherheit ist bei regulären Samen die zusätzliche Zeit aber ein weiterer Nachteil. Eindeutige Geschlechtsmerkmale erkennt Ihr leider erst ab einer bestimmten Größe. Plant bei der Selektion daher zusätzlich 2 bis 4 Wochen ein.

Wer keinen hohen Bedarf nach Optimierung und wenig Geduld für eine gewisse Sorgfalt hat, sondern lediglich möglichst günstig eine Mutterpflanze aufbauen und schnell eigene Stecklinge schneiden und bewurzeln will, besorgt sich nur einen einzelnen feminisierten Samen einer ausgewählten Sorte. Mit etwas Glück erwischt Ihr einen überdurchschnittlich potenten Samen mit hoher Leistung, höchstwahrscheinlich einen durchschnittlichen, es kann aber leider auch ein weniger guter sein.

Warum kein Steckling zur Mutterpflanze?

Ein Steckling wäre definitiv die unkomplizierteste und schnellste Variante. Es gibt aber gewichtige Gründe dagegen:

  • Man kann nicht vollkommen sicher sein, dass die junge Pflanze immer konstante Lichtzyklen hatte, was Stress und eine geschwächte Pflanze bedeuten könnte.
  • Der Transport des Stecklings stört ebenfalls meist dessen Lichtzyklus, setzt also sowohl Pflanze als auch Mensch Stress aus (eine Schachtel mit einer Hanfpflanze im Kofferraum macht eine Fahrt nicht gerade angenehmer).
  • Ein Steckling ist häufig eine Pflanze aus dritter, vierter oder noch späterer Generation. Soll bedeuten, die teuer gekaufte Pflanze ist unter Umständen also schon der Steckling eines Stecklings eines Stecklings eines Stecklings. Die Kopie einer Kopie einer Kopie einer Kopie ist nicht mehr so gut oder potent wie das Original. Die Gefahr besteht beim Samen nicht.

Habt Ihr wirklich eine äußerst zuverlässige Quelle für einen Steckling aus erster Generation einer gut selektierten Mutterpflanze, dann schlagt zu. Eure eigenen Stecklinge wären dann immerhin gut selektierte Pflanzen zweiter Generation. Ohne eine solche Sicherheit rate ich Euch aber definitiv zum Samen.

Equipment für die eigene Hanf-Stecklingszucht

Für umfangreichere oder auch nur minimale Selektion braucht Ihr natürlich mehr Platz, mehr Licht, mehr von so ziemlich allem. Die Anschaffungskosten können da zu Beginn schon mal abschrecken. Ich werde Euch daher eine detaillierte Anleitung fürs absolute Minimum erarbeiten. Ein Samen, ein Topf, ein Zelt, eine Lampe, erst mal nur das Notwendigste. Wer selektieren will, besorgt sich entsprechende Posten ganz einfach in größerer oder mehrfacher Ausführung.

Behausung

Die zukünftige Mutter will zunächst irgendwo untergebracht werden. Ihr könnt dafür natürlich gern Euer handwerkliches Geschick einsetzen, aber es gibt für sehr wenig Geld sehr gute Behausungen auf Amazon. Die bieten alle Anschlüsse, sind lichtdicht und im Gebrauch sehr komfortabel. Bedingungen, die ein Eigenbau selten alle erfüllt, glaubt mir :). Ich verlinke hier bewusst die Variante mit 160 statt 120 cm Höhe. Der Grund: 160 cm bieten später Platz für 2 Ebenen. Am Boden steht dann die Mutterpflanze, auf der Ebene darüber die Anzuchtbox mit den Stecklingen.

Beleuchtung

In Sachen Beleuchtung gibt es viele Möglichkeiten für die ersten Lebenstage- und Wochen von jungen Hanfpflanzen und Mutterpflanzen. Von allen Leuchtmitteln, die ich ausprobiert habe, ist eine gute alte Leuchtstoffröhre der Type 840 aber eine der stabilsten, einfachsten und günstigsten. Für die Mutterpflanze empfiehlt sich die Ausführung in Ringform. Amazon bietet hier einige Varianten. Ich empfehle Euch dafür dennoch den nächsten Baumarkt. Wenn Ihr mit sowas absolut keine Erfahrung habt, lasst Euch dort am besten auch die Installation bzw. den Anschluss erklären.

Mit anderen Leuchtmitteln haben sich meine Pflanzen meist nicht richtig wohl gefühlt, hatten verhaltenen oder seltsamen Wuchs, deshalb lautet meine Empfehlung sowohl für die Anfangsphase, für die Mutterpflanze als auch für Stecklinge immer noch eine LSR Type 840. Egal welcher Hersteller, auf die Lichtfarbe „840“ kommt es an. Zur Aufhängung könnt Ihr natürlich billiges Garn oder herumliegende Schnüre verwenden. Ich verspreche aber, dass sich die paar Euro für eine solche Kette und solche Haken vielfach auszahlen. Damit lässt sich die Höhe bequem einstellen, Ihr habt kein lästiges, ungenaues, zeitaufwändiges Geknote und vor allem, es hält.

Anzuchttöpfchen

Ein kleines Töpfchen, eine kleine Tasse, ein kleines Glas oder ein sehr kleines Tuppergeschirr. Mir fällt kein Haushalt ein, in dem nicht irgendwas geeignetes rumliegen oder rumstehen würde. Zur besseren Veranschaulichung: Von so was ist die Rede, samt Untersetzer. Nehmt wenn möglich eher etwas Formbares aus Kunststoff als aus Glas oder Keramik. Das Umtopfen könnte sonst zur Prozedur werden. Besorgt davon gleich mehrere für die baldigen Stecklinge.

Noch komfortabler wäre es natürlich mit solchen Zellulose-Anzuchttöpfchen, da wachsen die Wurzeln durchs Material durch. Das stellt Ihr später dann einfach so wie es ist in den größeren Topf. Ich persönlich bin aber kein Fan davon. Man kann keinen Untersetzer verwenden und bei mir entstand auch mal Schimmel. Tipp: Wenn Ihr wirklich kein kleines Töpfchen rumliegen habt, auf Mülldeponien gibt’s Blumentöpfe zuhauf :).

Erde und Dünger

Zur Aussaat empfehle ich Euch die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Eine klassische Aussaaterde aus dem Baumarkt oder gute Erde aus dem Wald funktionieren in der Regel auch. Ich hatte bisher allerdings die besten Keimraten mit der Compo Sana Qualitätsblumenerde. Diese funktioniert auch allein ganz gut für die gesamte Lebensdauer der Mutterpflanze als Hauptmedium. Zur Optimierung empfehle ich Euch später beim Umtopfen dennoch einen Mix aus der Compo Sana Erde mit der Erde eines professionellen Herstellers, der von BioBizz. Ich verlinke hier bewusst den Sack mit 50 anstatt die lediglich benötigten 20 Liter. Die 50 Liter kosten kaum 2,50 mehr. Außerdem bin ich guter Dinge dass Euch das Hobby Spaß machen wird :).

Die Compo Sana Erde enthält bereits eine gut funktionierende Wurzelstimulanz. Den einzigen Dünger den Ihr daher brauchen werdet, ist der Bio-Grow Dünger von BioBizz, passend zur Erde für ideale Ergebnisse.

Anzuchtbox

Für die ersten paar Tage braucht Ihr eine kleine wasserdichte Box oder Schachtel mit transparentem Deckel. Dies kann eine mit Folie ausgekleidete Schachtel sein oder eine Kunststoffbox von Ikea. Als transparenter Deckel funktioniert eine dünne Plastikfolie wie z. B. Frischhaltefolie oder Abdeckfolie zum Malen. Grund und Funktion dieser Box ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den ersten Lebenstagen des jungen Pflänzchens und später der Stecklinge.

Eigenschaften dieser Box:

  • Wasserdicht: damit der Boden mit Wasser bedeckt werden kann.
  • Mindestens doppelt (besser 3 oder 4 mal) so hoch wie die kleinen Töpfchen, damit die Pflanze nicht direkt nach der Keimung ansteht.
  • Transparenter Deckel, der sich abnehmen lässt. Dies kann wie gesagt auch nur eine Frischhaltefolie sein, die man auf einer Seite mit Klebeband befestigt und dann darüber legt.
  • 2 kleine Löcher (etwa 2 cm Durchmesser) auf gegenüberliegenden Seiten auf verschiedenen Höhen für leichten Luftaustausch.

Ich habe dafür einst eine herumliegende Plastikbox umfunktioniert, würde auf die professionelle Variante aber nicht mehr verzichten wollen. Ihr findet solche professionellen, praktischen und günstigen Anzuchtboxen auf Amazon. Vor allem im Rahmen einer Stecklingszucht werden sich diese 13 Euro als wertvolle Investition herausstellen :).

Blumentopf

Ich lege Euch sehr ans Herz, Ton statt Plastik zu verwenden. Die Wurzeln wachsen direkt und sehr dicht an den Innenseiten der Töpfe entlang. Bei gesunden Pflanzen ist der Wurzelballen bei der Ernte eher weiß als schwarz. Ich bin überzeugt, die Pflanzen nehmen Teile des Plastiks in sich auf. Tontöpfe verhalten sich zu Plastiktöpfen ähnlich wie Wasser in Glasflaschen gegenüber Wasser in Plastikflaschen. Habe ich die Wahl, nehme ich Glas.

Ein Tontopf in entsprechender Größe kostet schon mal 10 Euro aufwärts. 10 Liter sollten es schon mindestens sein, von einem solchen etwa ist die Rede. Im Idealfall habt Ihr etwas Geeignetes rumstehen. Zwecks Niedrighalten der Kosten empfehle ich Euch aber auch hier zunächst die örtliche Mülldeponie, dann den nächsten Flohmarkt. Wenn Ihr in einer Stadt wohnt unterschätzt auch Willhaben, Spock etc. nicht. Leute sind oft dankbar, wenn sie sich die Entsorgung sparen und verschenken so was meist.

Ventilator

Junge Hanfpflanzen, egal ob Stecklinge oder Sämlinge, wachsen wesentlich robuster mit Wind. Für kleine Grows, für Mutterpflanzen und Stecklinge bietet sich ein günstiger USB-Ventilator an. Die lassen sich stufenlos regulieren, das ist vor allem bei sehr jungen Pflanzen von Vorteil. Und ein altes USB-Ladegerät oder Adapter für den Dauerbetrieb liegt in fast jedem Haushalt irgendwo. Wind ist essentiell, bestellt den Ventilator also besser zu diesem Zeitpunkt noch vor der „Aussaat“.

Sonstiges

Eine kleine Gießkanne erleichtert und erfreut die Bewässerung enorm, zur Not funktioniert aber auch so ziemlich jedes wasserdichte Gefäß. Ein kleiner Wasserzerstäuber bzw. eine Sprühflasche sind in den ersten Tagen nach der Aussaat fast unabdingbar. Damit lässt sich der Erdbereich um den Samen ideal feucht halten. In Baumärkten gibt es solche meist um weniger als 2 Euro.

Zeitschaltuhren habe ich bisher auch immer aus dem Baumarkt verwendet. Kauft allerdings keine für weniger als 5 Euro, die haben bei mir schon mal versagt. Und das kann das gesamte Projekt vernichten. Jene zwischen 7 und 10 Euro haben bisher immer zuverlässig funktioniert. Ob elektronisch oder mechanisch ist dabei Geschmackssache. Ihr werdet höchstwahrscheinlich auch Verteiler und 1 oder 2 Verlängerungskabel brauchen. Was ich Euch außerdem unbedingt empfehle im Haus zu haben ist ein gutes Gewebeband. Sei es für Verkabelung, Befestigung oder auch mal zur Verdichtung.

Der Start

Stellt Euch zunächst bitte darauf ein, dass Ihr in den nächsten Tagen und Wochen eher keinen mehrtägigen Urlaub außer Haus machen werdet. Hanfpflänzchen schätzen in der Anfangsphase tägliche Pflege. Nun, die Growbox steht, die Leuchtstoffröhre ist installiert, starten wir!

Ein paar CBD Samen in der Hand eines Gärtners.
Die wertvollen Hanfsamen sind mit Sorgfalt handzuhaben.

Die Aussaat

  • Befüllt das Anzuchttöpfchen mit der Compo Sana Erde und drückt diese nur leicht nach unten, die jungen Wurzeln tun sich leichter in lockerem Erdwerk.
  • Legt den Samen vorsichtig in die Mitte des Töpfchens und drückt ihn leicht mit dem Finger in die Erde.
  • Streut gerade so viel Erde drüber, dass der Samen bedeckt ist.
  • Befeuchtet die Oberfläche mit einigen Sprühern aus dem Wasserzerstäuber. In den ersten Stunden öfters damit sich die generelle Feuchtigkeit der Erde gleich mal erhöht. „Gut feucht, aber nicht nass“ lautet die Devise.
  • Bedeckt den Boden der Anzuchtbox mit Wasser, zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.
  • Stellt das Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox (der Untersetzer ist wichtig, damit die Erde das Wasser auf dem Boden der Box nicht ansaugt).
  • Stellt die Anzuchtbox samt Töpfchen nun in die lichtdichte Growbox. Hanf ist ein Dunkelkeimer, lasst das Licht in den ersten 24 Stunden daher aus.
  • Junge Hanfpflanzen mögen auch keine kalte Erde, legt, wenn auf kühlem Untergrund, daher unter die Anzuchtbox eine Styroporplatte oder ähnliches Dämmmaterial. Ansonsten zumindest einen dickeren Karton.
  • Besprüht die Oberfläche ab nun 2 bis 3 mal am Tag mit der Sprühflasche. Wie gesagt, gut feucht, aber nicht nass.
  • Nach etwa 24 Stunden startet Ihr den ersten Lichtzyklus. Einige Stunden auf oder ab machen keinen Unterschied. Stellt zunächst einen Zyklus von 20 Stunden Licht/4 Stunden Dunkelheit ein. Lasst genug Abstand zwischen LSR und Anzuchtbox (gut 30 cm), der Kunststoff und der Innenraum der Box sollen zwar warm, aber nicht zu heiß werden.
  • Haltet mit der Sprühflasche die Oberfläche der Erde so lange gut feucht, bis der Samen aufgegangen ist. Das dürfte nach spätestens 5 Tagen der Fall sein.
  • Nach einer Woche bis 10 Tagen dürfte das Pflänzchen schon einige Zentimeter hoch sein und das erste Blattpaar hat sich entwickelt. Nehmt den jungen Sämling nun aus der Anzuchtbox raus und stellt ihn wie er ist samt Untersetzer etwa 15 bis 20 cm unter die LSR. Bei kaltem Boden wiederum auf ein Stück Styropor oder ähnliches Dämmmaterial.
  • Auf den Boden der Growbox gebt Ihr wieder etwas Wasser zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.
  • Ab diesem Zeitpunkt (also Auszug aus der Anzuchtbox) empfiehlt die Fachliteratur leichten Wind. Hanfpflanzen wachsen sonst zu schnell in die Höhe, werden nicht robust genug, instabil und kippen leicht. Installiert daher ab diesem Zeitpunkt den USB-Ventilator in großzügigem Abstand auf kleiner Stufe. Das Pflänzchen sollte sich leicht bewegen, aber nicht den Eindruck erwecken, es stehe im Sturm. Ich hänge den Ventilator an die selbe Zeitschaltuhr wie das Licht, hat bisher immer gut geklappt.
  • Nun lasst Ihr das Pflänzchen die nächsten 1 bis 2 Wochen wachsen. Die Compo Sana Qualitätsblumenerde ist leicht vorgedüngt, Ihr braucht also nur für Wasser sorgen. Gießen könnt Ihr nun mit der Gießkanne, alle 2 bis 3 Tage reicht. Hebt die Pflanze am Topf an, anhand des Gewichts erkennt man leichter, wann gegossen werden muss. Weniger ist meist mehr, für die Menge werdet Ihr recht schnell ein Gefühl entwickeln.
  • Den Abstand zwischen Pflanze und LSR könnt Ihr bis auf etwa 5 cm kleiner werden lassen. Vermeidet aber Kontakt zwischen Blättern und Leuchtmittel.
  • Vermeidet beim Bewässern so gut es geht Extreme: die Erde sollte niemals so nass sein, dass sich Wasser im Untersetzer sammelt, die Oberfläche sollte aber auch nie ausgetrocknet sein. Mit allem dazwischen kann ein Hanfpflänzchen ganz gut umgehen.
  • Ihr könnt (müsst aber nicht) bereits kurz nachdem die Pflanze aus der Anzuchtbox kommt sehr kleine Mengen Wuchsdünger (Bio-Grow) verwenden. Dadurch lässt sich der Wuchs ein wenig beschleunigen und die Pflanze wäre vielleicht noch etwas besser versorgt. Häufiger als Nährstoffmangel tritt bei jungen Pflanzen allerdings Überdüngung auf. Und bei den sehr geringen Wassermengen ist das Messen einer vernünftigen Düngermenge fast unmöglich. Ihr könnt Gießwasser samt wenigen Tropfen Dünger für mehrere Bewässerungen im Voraus mischen. Wie gesagt, bei sehr jungen Pflanzen kein Muss aber unter Umständen eine kleine Hilfe.
  • Je größer das Pflänzchen, um so höher wird dann aber natürlich der Nährstoffbedarf. In den Tagen vorm Umtopfen könnt Ihr schon eine Düngelösung mit etwa 1 ml Dünger pro Liter Wasser verwenden.
  • Wenn die Pflanze doppelt oder drei mal so groß ist wie das Töpfchen und schon so viel Wasser saugt, dass die Erde jeden zweiten Tag trocken und leicht ist, wird es Zeit zum Umtopfen.

Das Umtopfen

Tontöpfe zum Umtopfen der CBD Pflanzen.
Beim Umtopfen ist eine gewisse Vorsicht geboten.

Das Pflänzchen ist nun etwa 3 bis 4 Wochen alt und saugt ihr kleines Töpfchen schon in weniger als 2 Tagen leer, es wird Zeit dem Wurzelballen mehr Platz zu verschaffen. Ich hoffe Ihr habt Euch meinen Appell zu Herzen genommen und verwendet einen schönen Tontopf.

Zum Umtopfen selbst:

Macht den Topf voll mit einer Mischung aus Compo Sana und Bio-Bizz-Erde, drückt die Erde wieder nur leicht nach unten und grabt in der Mitte ein Loch in der Größe des Anzuchttöpfchens. Macht den Topf ordentlich voll, die Erde sitzt nach. Beim Befreien des Wurzelballens ist ein wenig Vorsicht geboten: Dreht die Pflanze samt Töpfchen auf den Kopf und legt die obere Seite des Töpfchens (die sich jetzt unten befindet) auf die Innenseite Eurer flachen Hand, der Stamm des Pflänzchens befindet sich dabei zwischen zwei Fingern (am besten Mittel- und Ringfinger oder Mittel- und Zeigefinger).

Drückt nun das Plastiktöpfchen so lange immer wieder kurz zusammen, bis sich der Wurzelballen löst. Auf die Art vermeidet Ihr, am empfindlichen jungen Pflänzchen zu ziehen. Dreht den Wurzelballen samt Pflänzchen nun vorsichtig um und stellt es in das vorbereitete Loch des größeren Topfes. Wer ein Zellulose-Anzuchttöpfchen verwendet hat, spart sich das und stellt ihn wie er ist ins vorbereitete Loch. Schüttet die Hohlräume an den Seiten des kleinen Wurzelballens noch mit Erde zu und fertig. Wartet mit der nächsten Bewässerung nun einige Stunden. Das Umtopfen bedeutet genau wie das Gießen Stress für Pflanzen, beim nächsten Bewässern sollte sie sich vom letzten Stress besser ein wenig erholt haben.

Das Setup nach dem Umtopfen

  • Das Pflänzchen ist nun in seinem neuen, größeren, wunderschönen Tontopf.
  • Haltet die Erde wiederum gut feucht, aber nicht nass.
  • Um Düngung braucht Ihr Euch in den ersten Wochen nach dem Umtopfen keine großen Sorgen machen. Beide Erden sind vorgedüngt und versorgen das junge Pflänzchen ausreichend. Beginnt erst nach etwa einem Monat mit kleinen Mengen des Wuchsdüngers.
  • Die Beleuchtung hängt etwa 5 bis 10 cm über der Pflanzenspitze (wie gesagt der Abstand kann sehr gering sein, vermeidet aber Kontakt). 
  • Der Ventilator sorgt an geeigneter Stelle für adäquate Bewegung, eher weniger als mehr und weiterhin an den Lichtzyklus gekoppelt.
  • Die Zeitschaltuhr könnt Ihr lassen wie sie ist, Ihr könnt den Zyklus aber auch auf bis zu 18 Stunden Licht/6 Stunden Dunkelheit ändern. Mit mehr Licht gehts etwas schneller. Hier den Kompromiss zwischen Fortschritt und Stromverbrauch zu definieren, überlasse ich Euch. Ich ließe es zunächst auf 20/4 und reduzierte es erst später bei “ausgewachsener” Pflanze nach und nach auf 18/6.

Die Hanf Mutterpflanze aufbauen

  • Das Umtopfen ist nun einige Tage her. Das Pflänzchen ist inzwischen etwa 4 Wochen alt, hat sich ans neue Nährmedium gewöhnt und fühlt sich sichtlich wohl. Es sollte zu diesem Zeitpunkt gesunde 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben.
  • Schneidet nun den Hauptstamm direkt ober dem dritten oder vierten Blattpaar ab. Aus dem Schnittstück kann bereits der erste Steckling werden.
  • An der Schnittstelle wachsen in den kommenden Tage und Wochen 2 bis 4 Zweige in verschiedene Richtungen.
  • Wenn diese Zweige je 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben, macht dort das selbe. Die Pflanze wächst durch diese Art des Zuschneidens niedriger und buschiger.
  • In einigen Wochen ist es so weit, und die junge Mutter produziert genug Zweige bzw. Stecklinge für den ersten Grow mit ihren „Kindern“.

Schneiden und Bewurzeln der Hanfstecklinge

Eure Mutterpflanze ist einige Wochen alt, Ihr habt sie mehrfach zugeschnitten, der letzte Schnitt ist 1 bis 2 Wochen her, dann sollte sie allmählich genug Zweige für den ersten Grow mit ihren Kindern  bieten. Ich gehe in den folgenden Ausführungen mal davon aus, dass Ihr Stecklinge für Eure eigene Selbstversorgung gewinnen wollt. Ambitionierte Wirtschaftstreibende hingegen vergrößern die Dimension bitte einfach nach Belieben. Die Grundtechnik und das Bewurzeln funktionieren gleich. Es sei auch erwähnt, dass ein Steckling wesentlich einfacher zu bewurzeln ist, als einen Sämling zu ziehen.

CBD Stecklinge kurz nach der Anwurzelung.
Einen Steckling zu bewurzeln ist einfacher als einen Sämling zu ziehen.
  • Verwendet eine gut scharfe Schere.
  • Schneidet Zweige mit 2 bis 3 Blattpaaren wieder oberhalb des darunter liegenden Blattpaares ab. Tut also im Prinzip das gleiche wie bisher beim Zuschneiden, nun aber öfter :).
  • Schneidet das unterste Blattpaar des Stecklings am Stämmchen ab. Der Steckling hat nun also nur noch 1 oder 2 Blattpaare.
  • Für einen Grow mit sagen wir 9 Pflanzen schneidet 12 Stecklinge. 12 deshalb, weil die Bewurzelungsrate selten bei Hundert Prozent liegt und weil 3×4 Pflanzen gut in die meist rechteckige Anzuchtbox passen.
  • Stellt die Stecklinge einige Stunden oder auch über Nacht in Wasser, also in Gläser oder Becher. Dieser Schritt ist diskutabel, ich hatte bisher aber bessere Bewurzelungsraten mit.
  • Nehmt die Stecklinge jetzt aus dem Wasser und schneidet mit einem scharfen Messer (Stanleymesserklinge oder besser noch ein Skalpell) diagonal das unterste Stück des Stämmchens ab. Diagonal ist wichtig, damit eine größere Oberfläche zur Flüssigkeitsaufnahme entsteht. Die scharfe Klinge sorgt für einen schönen Schnitt und verhindert, dass zu viel Druck auf das Stämmchen ausgeübt wird.
  • Tunkt nun die unteren 1 bis 2 cm des Stämmchens in ein Wurzelhormon.
  • Zu diesem Zeitpunkt solltet Ihr bereits 12 der kleinen Anzuchttöpfchen mit Compo Sana Qualitätsblumenerde befüllt haben. Steckt den Steckling nun die mit Wurzelhormon benetzten 1 bis 2 cm und 2-3 mm mehr, in die Erde.
  • Macht das mit allen 12 und stellt die Stecklinge in den Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox.
  • Das Vorgehen in den nächsten 1 bis 2 Wochen ist nun ähnlich wie beim Samen: Haltet die Erde gut feucht und besprüht den Bereich um das Stämmchen in der Erde täglich mit der Sprühflasche.
  • Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit gebt wieder etwas Wasser auf den Boden der Anzuchtbox.
  • Als Beleuchtung fungiert nun wieder eine LSR 840 etwa 10 bis 20 cm über der Anzuchtbox. Ich empfehle Euch dafür noch mal die gleiche Version wie schon für die Mutterpflanze in Verwendung. Damit hättet Ihr dann auch gleich die passende Beleuchtung für die Wachstmszeit der Stecklinge.
  • Nach spätestens 2 Wochen sollten die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben und können aus der Anzuchtbox raus.

Wohin nun mit den Stecklingen?

Wie vorher bei der Beschreibung der Einkaufsliste schon erwähnt, verwenden wir die Growbox mit 40x40x160. 160 cm bieten ausreichend Platz für 2 Ebenen. Allerdings ist ein wenig handwerkliches Geschick gefragt. Baut auf etwa 105 bis 110 cm Höhe eine Etage ein. Wie? Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Ich habs mal in etwa so gemacht:

  • Befestigt 8 kleine Metallwinkel mit Kabelbindern und Gewebeband (jap das hält ordentlich) auf entsprechender Höhe.
  • Die Winkel verbindet Ihr mit stabilen, entsprechend zugeschnittenen Leisten aus Holz oder Metall.
  • Diese Leisten verbindet Ihr wiederum mit anderen, breiteren Leisten, sodass Ihr darauf die Anzuchtbox bzw. nach dem Bewurzeln die Stecklinge stellen und darunter die LSR für die Mutterpflanze montieren könnt.

Wem dies allerdings zu aufwändig oder unsicher ist, der kauft sich bitte statt einem Growzelt mit 160 cm Höhe, 2 Zelte mit 120 cm. Mit der Ersparnis an Versandkosten wäre dies nicht so viel teurer.

Lüfter?

Brauchen wir neben Belüftungsklappen- und Öffnungen des Growzeltes einen extra Lüfter zur Luftzirkulation? Bei einem Grow mit Blütephase auf jeden Fall. Bei Mutterpflanze und Stecklingen kommt es darauf an, und zwar hauptsächlich auf die Außentemperatur. Mit 2 Zelten könnt Ihr einen Lüfter verzichten. Mit 2 Beleuchtungen in einem Zelt kann es an warmen Tagen schon mal um einiges zu heiß werden. Sollte die Temperatur im Zelt die 30 Grad überschreiten dann braucht Ihr auf jeden Fall einen. Ein guter Lüfter in dieser Dimension kostet schon mal an die 40 Euro. Ich habe Euch hier einen sehr guten mit 2 Geschwindigkeitsstufen verlinkt.

Ihr könnt natürlich Lüfter für unter 15 Euro verwenden. Seid dann aber darauf vorbereitet, dass man sich wegen der Lärmentwicklung kaum im gleichen Raum aufhalten kann und auch bei geschlossener Tür, im Nebenraum noch von Eurem Projekt zu hören ist. Meine Empfehlung richtet sich daher eindeutig in Richtung Qualität. Auf Aktivkohlefilter könnt Ihr bei einer Stecklingszucht meist verzichten. Es findet zwar eine gewisse Geruchsentwicklung statt, diese ist meiner Meinung nach aber zu vernachlässigen.

Schlussworte

Nun liebe Freunde der Botanik, ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Ausführungen helfen, was auch immer Eure Motivation zum Gärtnern ist. Die meisten von Euch suchen vermutlich nach der effizientesten Methode zum Betreiben der eigenen Indoor-Selbstversorgung. Wie Ihr eine solche für etwa 300 Euro aufbaut, findet Ihr wie bereits erwähnt in diesem Artikel. Mit sämtlichen, Ratschlägen, Verlinkungen und einer vollständigen Einkaufsliste.

Ich wünsche Euch das Allerbeste, viel Erfolg, Gesundheit und Freude. Genießt den Prozess und die Früchte Eures Schaffens. Zögert auch nicht unterm Artikel einen Kommentar zu hinterlassen oder Fragen zu stellen. Wir freuen uns über jedes Feedback und jede Reaktion.

No Comments on Die eigene CBD Mutterpflanze und Stecklinge – eine simple Anleitung.

CBD Blüten selber anbauen – Hanf anbauen Outdoor Anleitung.

Der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) ist in aller Munde. In welchem…

Der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) ist in aller Munde. In welchem Ausmaß der aktuelle Hype gerechtfertigt ist, schwer zu beantworten. Viele Studien und inzwischen unzählige Erfahrungsberichte von Schmerzpatienten, Menschen mit Schlafstörungen, Frauen mit Menstruationsbeschwerden, Sportlern und inzwischen sogar von Haustierbesitzern lassen allmählich aber kaum Zweifel offen.

Die größte Hürde zwischen CBD-Produkten und vielen teils verzweifelten Patienten ist nach wie vor der Preis. Legales CBD Gras kostet selten weniger als 10 Euro pro Gramm, ähnlich viel also wie die illegale Variante. Genau an dieser Stelle komme ich ins Spiel. Ich bin Johannes, begeisterter Hanfbauer und Systemskeptiker. In diesem Beitrag erkläre ich Euch im Detail, Schritt für Schritt, wie Ihr für weniger als 30 Euro, 40, 50 oder noch mehr Gramm CBD-haltiges Marihuana herstellt. Alles was Ihr dafür braucht, ist ein sonniges, diskretes Plätzchen oder Räumchen, 20 bis 30 Euro und ein wenig Geduld. Auf teures Equipment und wissenschaftlich optimierte Vorgehensweisen verzichten wir ganz bewusst.

Kurz zur rechtlichen Situation

Zur Zeit gibt es für den Otto Normalverbraucher leider kaum Zugang zu zertifizierten Hanfsamen von Sorten mit weniger als 0,2 Prozent THC. Und selbst wenn, wäre der vollständige Anbau immer noch an eine Konzession gebunden. Ich sage „vollständig“ deshalb, weil die Aufzucht von Hanfpflanzen bis zur natürlichen Blütephase legal ist (in Österreich und der Schweiz jedenfalls). Ebenso wie der Erwerb potenter Hanfsamen, Stecklingen und dem modernsten Equipment zur bestmöglichen Stimulierung der eigentlich verbotenen blühenden Hanfpflanzen.

Die Gesetzeslage in Österreich, Deutschland und auch der Schweiz ist durchzogen von lächerlicher Heuchelei. Wir zahlen Steuern für den Samen, für eventuelles Aufzuchtequipment, dürfen uns damit aber nicht unsere eigene Medizin herstellen. Uns allen ist aber klar, worum es in diesem Beitrag gehen wird. Ja, ich werde Euch Anleitung zur Gesetzesüberschreitung bieten, und nein, der Fehler liegt nicht bei mir. Die erhältlichen Samen und Stecklinge wurden zwar auf hohen CBD- und niedrigen THC-Gehalt gezüchtet, illegal ist deren vollständige Aufzucht trotzdem.

Ich persönlich halte auch THC (Tetrahydrocannabinol) für einen medizinisch sehr wertvollen Wirkstoff, empfehle Euch daher mit gutem Gewissen auch Samen mit einigen Prozentpunkten THC. Ich weise Euch jetzt noch ein letztes mal darauf hin, dass Ihr Euch in Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie den meisten Ländern dieser Welt, mit der Umsetzung meiner Anweisungen geringfügig oder auch schwer strafbar macht. Jedoch handelt es sich um Gesetze, die meiner ehrlichsten Meinung nach sowohl falsch, als auch von äußerst fragwürdiger, korrupter Herkunft sind. Und Polizisten, die diese Gesetze stupide anwenden, sind denkfaule Befehlsbefolger, denen Autoritätshörigkeit wichtiger ist als das Wohl ihrer Mitmenschen.

An wen wendet sich dieser Guide?

Schmerzgeplagter Mann, der die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
CBD kann Schmerzpatienten schonend helfen.

Ich wende mich mit meinen Ausführungen primär an Menschen, die trotz medizinischen Bedarfs mit den hohen Kosten von CBD-Produkten zu kämpfen haben. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl. Auf wen das nicht zutrifft, der findet CBD Gras von hoher Qualität zum vernünftigen Preis auch in Online-Shops. Natürlich eignen sich die Anleitungen auch für kostenbewusste Kiffer und Personen mit kommerziellen Ambitionen. Ich rate jedoch entschieden davon ab, illegale Hanfprodukte als Karrieremittelpunkt oder zur regelmäßigen Berauschung zu verwenden. In beiden Bereichen gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Wer sich Sorgen bezüglich der Anschaffung bzw. des Postwegs der Samen macht, den kann ich beruhigen. Ihr kauft vollkommen legal ein und der Postweg unterliegt dem Briefgeheimnis. Der Beamte, der sich illegal Zugang zu Bestellungen verschafft und deshalb einen Mini-Homegrow aushebt, macht sich nicht nur zum Gespött sondern auch etwa 10 mal so strafbar wie der/die vermeintliche Verbrecher(in) selbst.

Die Grundbedingungen

Wie erwähnt, der Tenor lautet: Minimaler Aufwand für maximale Ergebnisse. 

  • Moderne Hanfpflanzen sind auf schnelles Wachstum, hohe Erträge und vor allem Resistenz gezüchtet. Ein „einsamer“ Platz im Garten, ein Balkon oder ein Raum mit irgendwas zwischen etwa 18 und 30 Grad sind schon geeignet.
  • Drinnen versteht sich ein Fenster wohl von selbst. Besser größer als kleiner.
  • Der Raum hat idealerweise ein Fenster Richtung Süden und ist hell gestrichen.
  • Der Raum sollte vielleicht nicht gerade im Eingangsbereich sein :).
  • Wir verwenden sog. Autoflower Samen (dazu gleich mehr). Je mehr Licht desto besser, die Reihenfolge für die beste Jahreszeit lautet daher: Sommer, Frühling, Herbst, Winter.
  • Die erwähnten Autoflower Samen sind zwar nicht an Lichtzyklen gebunden, grobe oder ständige Unterbrechungen bekommen ihnen aber auch nicht. Soll bedeuten: In dem Raum oder an dem Ort sollte es nachts so gut es geht generell dunkel sein, also nicht in der Nähe von z. B. Straßenlaternen, und es sollte keine Unterbrechungen der Dunkelheit durch Einschalten von Beleuchtungen geben.
  • Im Winter sind die Ergebnisse ohne Kunstlicht dürftig, wartet eher auf den Frühling. Wer es eilig hat und sich nicht vor kleinen Investitionen scheut, dem lege ich diesen Beitrag wärmstens ans Herz.
  • Bewahrt eine gewisse Diskretion. Ein Polizist mache sich zwar lächerlich, eine einzelne Pflanze auszuheben, seine Pflicht wäre es streng genommen trotzdem. Erzählt niemandem davon, dem Ihr nicht hundertprozentig vertraut. Ich kenne das, die Euphorie ist groß oder man möchte vielleicht auch mal der coole Hecht sein, lasst es!!! Geschichten über ausgehobene Plantagen beginnen großteils mit: „Hmm, ja, ich habe es … erzählt.“

Zu besorgen

Die Liste ist kurz:

  • Ein Anzuchttöpfchen
  • Eine Anzuchtbox
  • Einen Blumentopf
  • Erde
  • Dünger
  • Einen Samen

Wer gewillt ist, etwas Mühe und Recherche auf sich zu nehmen, braucht außer den etwa 10 bis 15 Euro für den Samen samt Versand kein Geld auszugeben. Ich will aber ehrlich sein, ein paar Euro mehr erleichtern die Angelegenheit enorm. Im Folgenden seht Ihr wie.

Anzuchttöpfchen

Ein kleines Töpfchen, eine kleine Tasse, ein kleines Glas oder ein sehr kleines Tuppergeschirr. Mir fällt kein Haushalt ein, in dem nicht irgendwas geeignetes rumliegen oder rumstehen würde. Ich rechne diesen Posten in die Kalkulation also nicht mit ein. Zur besseren Veranschaulichung: Von so was ist die Rede, samt Untersetzer. Nehmt wenn möglich eher etwas Formbares aus Kunststoff als aus Glas oder Keramik. Das Umtopfen könnte sonst zur Prozedur werden.

Noch komfortabler wäre es natürlich mit solchen Zellulose-Anzuchttöpfchen, da wachsen die Wurzeln durchs Material durch. Das stellt Ihr später dann einfach so wie es ist in den größeren Topf. Ich persönlich bin aber kein Fan davon. Man kann keinen Untersetzer verwenden und bei mir entstand auch mal Schimmel. Tipp: Wenn Ihr wirklich kein kleines Töpfchen rumliegen habt, auf Mülldeponien gibt’s Blumentöpfe zuhauf :).

Anzuchtbox

Für die ersten paar Tage braucht Ihr eine kleine wasserdichte Box mit transparentem Deckel. Dies kann eine mit Folie ausgekleidete Schachtel sein oder eine etwas höhere Tupperbox. Als transparenter Deckel funktioniert eine dünne Plastikfolie wie z. B. Frischhaltefolie oder Abdeckfolie zum Malen. Grund und Funktion dieser Box ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den ersten Lebenstagen der jungen Pflanze.

Eigenschaften dieser Box:

  • Groß genug, dass das kleine Töpfchen reinpasst
  • Wasserdicht: damit der Boden mit Wasser bedeckt werden kann
  • Mindestens doppelt (besser 3 oder 4 mal) so hoch wie das kleine Töpfchen, damit der Sämling nicht direkt nach der Keimung ansteht
  • Transparenter Deckel, der sich abnehmen lässt. Dies kann wie gesagt auch nur eine Frischhaltefolie sein, die man auf einer Seite mit Klebeband befestigt und dann darüber legt
  • 2 kleine Löcher (etwa 0,5 cm Durchmesser) auf gegenüberliegenden Seiten auf verschiedenen Höhen für leichten Luftaustausch

Eine etwas höhere Tupperdose wäre am naheliegendsten. Wer nichts herumliegen hat und/oder absolut nichts basteln will, findet sehr praktische und günstige Anzuchtboxen auf Amazon. Dies wäre für das eine Pflänzchen meiner Meinung nach aber zu viel des guten. Wenn nicht im Haushalt, dann findet sich auf jeden Fall was Geeignetes auf der Mülldeponie oder am Flohmarkt für weniger als einen Euro. Ich rechne die Anzuchtbox also ebenfalls nicht in die Kalkulation mit ein.

Blumentopf

Je nach Menge an Licht bzw. je nach Jahreszeit wächst und gedeiht die Pflanze unterschiedlich stark. Im Winter sind die Ergebnisse wie erwähnt dürftig. Wer nicht abwarten kann und auf einen Grow unter Kunstlicht verzichten will, für den oder die reicht ein Blumentopf von etwa 4 bis 7 Liter. Im Herbst oder Frühling sollten es schon eher 7 bis 10 Liter sein. Im Sommer dann 10 bis 13 Liter.

Ich lege Euch sehr ans Herz, Tontöpfe statt Plastik zu verwenden. Die Wurzeln wachsen direkt und sehr dicht an den Innenseiten der Töpfe entlang. Bei gesunden Pflanzen ist der Wurzelballen bei der Ernte eher weiß als schwarz. Ich bin überzeugt, die Pflanzen nehmen Teile des Plastiks in sich auf. Tontöpfe verhalten sich zu Plastiktöpfen ähnlich wie Wasser in Glasflaschen gegenüber Wasser in Plastikflaschen. Habe ich die Wahl, nehme ich Glas. Das Gleiche empfehle ich Euch für Euer eigenes, natürliches, biologisches Gras.

Ein Tontopf in entsprechender Größe kostet schon mal 10 Euro aufwärts. Für den Frühling oder Herbst wäre ein solcher geeignet. Im Sommer schon eher ein solcher. Im Idealfall habt Ihr etwas Geeignetes rumstehen. Zwecks Niedrighalten der Kosten empfehle ich Euch aber auch hier zunächst die örtliche Mülldeponie, dann den nächsten Flohmarkt. Wenn Ihr in einer Stadt wohnt unterschätzt auch Willhaben, Spock etc. nicht. Leute sind oft dankbar, wenn sie sich die Entsorgung sparen und verschenken so was meist.

Erde

Hier gibt es je nach Brieftasche verschiedene Möglichkeiten.

  • Wer es kostenlos und maximal natürlich halten will, begibt sich mit Schaufel und Beutel in den Wald und gräbt. Hierbei kann ich aber keine Garantie für die Ergebnisse übernehmen.
  • Bei mir stets sehr bewährt hat sich die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Sowohl zur Aussaat als auch zur Aufzucht.
  • Noch bessere Ergebnisse entstehen allerdings mit einer eigens dafür gemischten Erde eines führenden Herstellers, mit der All-Mix-Erde von BioBizz. Ich verlinke hier bewusst den Sack mit 50 Litern. 20 Liter kosten nur 2 Euro weniger und enthalten aktuell auch noch 6 Euro Versandkosten. Für die Aussaat bräuchtet Ihr dennoch auch die Compo Sana Qualitätsblumenerde, die von BioBizz ist für Sämlinge zu stark vorgedüngt.

Meine Empfehlung: Wer es sich leisten kann, verwendet die All-Mix-Erde von BioBizz. Mit 19 Euro hättet Ihr damit die beste Erde, auch für die nächsten 4 bis 6 Pflanzen. Und schon bei der ersten Pflanze amortisiert sich diese Investition vielfach. Wem das Geld dafür wirklich weh tut, dem empfehle ich zumindest die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Erde aus dem Garten, der Kompostieranlage, dem Wald oder selber gemischte Erden sind eher was für Fortgeschrittene.

Dünger

Sowohl die Compo Sana Qualitätsblumenerde als auch die All-Mix-Erde von BioBizz sind vorgedüngt. Wer im Winter ein Pflänzchen unterm Fenster zieht, kann sich den Dünger sparen. Beim wenigen Licht im Winter gedeiht die Pflanze so schwach, dass der vorhandene Dünger in der Erde mehr als ausreicht. Im Frühling oder Herbst macht Dünger schon einen Unterschied, im Sommer sowieso. Meine Empfehlung lautet hier wieder die Variante des führenden Herstellers, ein Starterset von Biobizz.

Sehr bodenständige Gemüter können auch selbst eine Jauche aus Brennnesseln oder anderem Kompost herstellen. Ich habe damit allerdings keine Erfahrung. Der Dünger von BioBizz funktioniert wunderbar, vor allem in Kombination mit selbiger Erde. Es gibt sehr viele hoch spezialisierte Hersteller für alles rund um den Cannabisanbau. Vergleichbar gute Eigenlösungen sind sicher möglich, in breiter Anwendung meiner Meinung nach aber wenig praktikabel.

Sonstiges

Eine kleine Gießkanne erleichtert und erfreut die Bewässerung enorm, zur Not funktioniert aber auch so ziemlich jedes wasserdichte Gefäß. Ein kleiner Wasserzerstäuber bzw. eine Sprühflasche sind in den ersten Tagen nach der Aussaat fast unabdingbar. Damit lässt sich der Erdbereich um den Samen ideal feucht halten. In Baumärkten gibt es solche meist um weniger als 2 Euro.

Der Samen

Der Samen ist tatsächlich das einzige, wofür wir wirklich Geld ausgeben müssen. Für die Anleitung in diesem Guide braucht Ihr nur einen Einzigen. Wie erwähnt funktioniert diese Anleitung ganzjährig, je nach Jahreszeit zwar besser oder schlechter, aber dennoch sind wir an keinen bestimmten Lichtzyklus gebunden. Eine Kreuzung moderner Hanfsamen mit der sog. Cannabis ruderalis macht es möglich. Dadurch entstanden hoch potente Samen mit einzigartigen Eigenschaften. Nämlich dass die Pflanze unabhängig vom Lichtzyklus eine vorprogrammierte Lebensdauer durchläuft. Lediglich die Gesamtmenge an Licht macht einen Unterschied. Diese Variante nennt sich „Autoflower“.

Warum kein Steckling?

Autoflower-Stecklinge sind per Definition ein Widerspruch in sich. Autoflower-Pflanzen sind aufgrund ihrer vorprogrammierten Lebensdauer nicht zur Mutterpflanze geeignet. Stecklinge stammen im Unterschied zum Sämling aber eben von einer Mutterpflanze. Der Steckling wird von einer Mutterpflanze geschnitten und zur Bewurzelung in die Erde „gesteckt“. Wenn Ihr im Internet oder im Shop Eures Vertrauens so was wie einen Automatik- oder Autoflowersteckling findet, ist dies kein Steckling sondern ein Sämling. Ist der Samen erst einmal eingepflanzt, rennt die Zeit und die wenigsten Anbieter riskieren, Sämlinge aus wertvollen, haltbaren Samen, nicht loszuwerden. Auch in Sachen Versand oder Transport ist ein Samen eindeutig die bessere Wahl.

Welchen Samen nun genau?

Das Internet ist inzwischen sprichwörtlich voll von geeigneten Samen. Bei der konkreten Auswahl stellt sich zunächst die Frage nach der gewünschten Wirkung. Die beiden relevanten Wirkstoffe sind CBD und THC. Warum auch THC? Es ist erwiesen, dass THC die therapeutische Wirkung des CBDs enorm verstärkt. Im Gegenzug lindert CBD die psychoaktive Wirkung des THCs. Moderne Hanfsamen mit 20 % THC und kaum CBD oder umgekehrt sind hochgezüchtete, genetische Freaks. Die einen verursachen Paranoia und machen einen weich in der Birne. Die anderen haben mit fast ausschließlich CBD zwar einen gewissen therapeutischen Wert, wirkten mit ausgeglichenerem Verhältnis aber vielfach besser. Scheint als hätte die Natur es wiedermal besser gewusst :).

CBD-Produkte mit weniger als 0,2 bzw. 0,3 % THC sind in Deutschland und Österreich zwar legal, der Anbau der Hanfpflanze samt Blüte aber unabhängig vom Gehalt illegal. Ihr macht Euch egal mit welchem Samen so oder so ein wenig strafbar. Da tendiere ich persönlich gleich zu einem Samen mit jenem Verhältnis, das am besten hilft. Die White Widow Auto CBD wäre eine solche. Wer den THC-Gehalt minimieren will, greift zu Sorten wie der Auto Cannabis Light. Wer sich entgegen meiner Empfehlung dennoch der Gefahr der Paranoia oder des Verlusts kognitiver Fähigkeiten aussetzen will, wählt frei eine Sorte wie die Auto Galaxy.

Der Start

Stellt Euch bitte darauf ein, dass Ihr in den nächsten Tagen und Wochen eher keinen mehrtägigen Urlaub außer Haus machen werdet. Die Pflänzchen schätzen in der Anfangsphase tägliche Pflege. Idealerweise ist gerade April, Mai oder Juni, Ihr habt einen passenden Ort oder Raum ausgewählt, starten wir!

Ein paar CBD Samen in der Hand eines Gärtners.
Die wertvollen Hanfsamen sind mit Sorgfalt handzuhaben.

Die Aussaat

  • Befüllt das Anzuchttöpfchen mit der Compo Sana Erde und drückt diese nur leicht nach unten, die jungen Wurzeln tun sich leichter in lockerem Erdwerk.
  • Legt den Samen vorsichtig in die Mitte des Töpfchens und drückt ihn leicht mit dem Finger in die Erde.
  • Streut gerade so viel Erde drüber, dass der Samen bedeckt ist.
  • Befeuchtet die Oberfläche mit einigen Sprühern aus dem Wasserzerstäuber. In den ersten Stunden öfters damit sich die generelle Feuchtigkeit der Erde gleich mal erhöht. „Gut feucht, aber nicht nass“ lautet die Devise.
  • Bedeckt den Boden der Anzuchtbox mit Wasser.
  • Stellt das Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox (der Untersetzer ist wichtig, damit die Erde das Wasser auf dem Boden der Box nicht ansaugt).
  • Stellt die Anzuchtbox samt Töpfchen nun an ihren Platz. Junge Hanfpflanzen haben es tendenziell eher lieber etwas wärmer als kühler, wählt wenn möglich einen Platz nahe oder auf einer schwach aktivierten Heizung.
  • Junge Hanfpflanzen mögen auch keine kalte Erde, legt, wenn auf kühlem Untergrund, daher unter die Anzuchtbox eine Styroporplatte oder ähnliches Dämmmaterial. Ansonsten zumindest einen dickeren Karton.
  • Besprüht die Oberfläche ab nun 2 bis 3 mal am Tag mit der Sprühflasche. Wie gesagt, gut feucht, aber nicht nass.
  • Haltet mit der Sprühflasche die Oberfläche der Erde so lange gut feucht, bis die Sämlinge aufgegangen sind. Das dürfte nach spätestens 5 Tagen der Fall sein.
  • Nach einer Woche bis 10 Tagen dürfte das Pflänzchen schon einige Zentimeter hoch sein und das erste Blattpaar hat sich entwickelt. Nehmt den jungen Sämling nun aus seiner Anzuchtbox raus und stellt ihn wie er ist samt Untersetzer an seinen Platz. Wenn der gedachte Aufzuchtort draußen ist, empfiehlt es sich dennoch, das fragile Pflänzchen in den ersten etwa 2 Wochen drinnen zu kultivieren.
  • Ab diesem Zeitpunkt (also Auszug aus der Anzuchtbox) empfiehlt die Fachliteratur ständig leichten Wind. Hanfpflanzen wachsen sonst zu schnell in die Höhe, werden nicht robust genug, instabil und kippen leicht. Draußen, oder auf einem Balkon erledigt dies die Natur. In einem gut gelüfteten Raum reicht auch schon die dadurch entstehende Luftbewegung. Wenn die Blätter sich allerdings kaum bewegen wäre ein kleiner USB-Ventilator eine ernsthafte Überlegung wert. Amazon bietet dafür günstige Optionen, die der Pflanze ein wertvoller, lebenslanger Begleiter wären.
  • Je nach Sorte und Bedingungen könnt Ihr das Pflänzchen nun die nächsten 1 bis 2 Wochen wachsen lassen. Die Compo Sana Qualitätsblumenerde ist leicht vorgedüngt, Ihr braucht also nur für Wasser sorgen. Gießen könnt Ihr nun mit der Gießkanne, alle 2 bis 3 Tage reicht. Hebt die Pflanze am Topf an, anhand des Gewichts erkennt man leichter, wann gegossen werden muss. Weniger ist meist mehr, für die Menge werdet Ihr recht schnell ein Gefühl entwickeln.
  • Vermeidet beim Bewässern so gut es geht Extreme: die Erde sollte niemals so nass sein, dass sich Wasser im Untersetzer sammelt, die Oberfläche sollte aber auch nie ausgetrocknet sein. Mit allem dazwischen kann ein Hanfpflänzchen ganz gut umgehen.
  • Ihr könnt (müsst aber nicht) bereits kurz nachdem die Pflanze aus der Anzuchtbox kommt sehr kleine Mengen Wuchsdünger (Bio-Grow) verwenden. Dadurch lässt sich der Wuchs ein wenig beschleunigen und die Pflanze wäre vielleicht noch etwas besser versorgt. Häufiger als Nährstoffmangel tritt bei jungen Pflanzen allerdings Überdüngung auf. Und bei den sehr geringen Wassermengen ist das Messen einer vernünftigen Düngermenge fast unmöglich. Ihr könnt Gießwasser samt wenigen Tropfen Dünger für mehrere Bewässerungen im Voraus mischen. Wie gesagt, bei sehr jungen Pflanzen kein Muss aber unter Umständen eine kleine Hilfe.
  • Je größer das Pflänzchen, um so höher wird dann aber natürlich der Nährstoffbedarf. In den Tagen vorm Umtopfen könnt Ihr schon eine Düngelösung mit etwa 1 ml Dünger pro Liter Wasser verwenden.
  • Wenn die Pflanze doppelt oder drei mal so groß ist wie das Töpfchen und schon so viel Wasser saugt, dass die Erde jeden zweiten Tag trocken und leicht ist, wird es Zeit zum Umtopfen.

Das große Umtopfen

Tontöpfe zum Umtopfen der CBD Pflanzen.
Beim Umtopfen ist eine gewisse Vorsicht geboten.

Das Pflänzchen ist nun etwa 3 bis 4 Wochen alt und saugt ihr kleines Töpfchen schon in weniger als 2 Tagen leer, es wird Zeit dem Wurzelballen mehr Platz zu verschaffen. Ich hoffe Ihr habt Euch meinen Appell zu Herzen genommen und verwendet einen schönen Tontopf.

Zum Umtopfen selbst:

Macht den Topf voll mit Bio-Bizz-Erde (ihr könnt auch Bio-Bizz und Compo Sana mischen), drückt die Erde wieder nur leicht nach unten und grabt in der Mitte ein Loch in der Größe des Anzuchttöpfchens. Macht den Topf ordentlich voll, die Erde sitzt nach. Beim Befreien des Wurzelballens ist ein wenig Vorsicht geboten: Dreht die Pflanze samt Töpfchen auf den Kopf und legt die obere Seite des Töpfchens (die sich jetzt unten befindet) auf die Innenseite Eurer flachen Hand, der Stamm des Pflänzchens befindet sich dabei zwischen zwei Fingern (am besten Mittel- und Ringfinger oder Mittel- und Zeigefinger).

Drückt nun das Plastiktöpfchen so lange immer wieder kurz zusammen, bis sich der Wurzelballen löst. Auf die Art vermeidet Ihr, am empfindlichen jungen Pflänzchen zu ziehen. Dreht den Wurzelballen samt Pflänzchen nun vorsichtig um und stellt es in das vorbereitete Loch des größeren Topfes. Wer ein Zellulose-Anzuchttöpfchen verwendet hat, spart sich das und stellt ihn wie er ist ins vorbereitete Loch. Schüttet die Hohlräume an den Seiten des kleinen Wurzelballens noch mit Erde zu und fertig. Wartet mit der nächsten Bewässerung nun einige Stunden. Das Umtopfen bedeutet genau wie das Gießen Stress für Pflanzen, beim nächsten Bewässern sollte sie sich vom letzten Stress besser ein wenig erholt haben.

Nach dem Umtopfen

Nun liebe Freunde der Botanik, damit wäre die gröbste Arbeit getan. Von nun an versorgt Ihr Eure neue Mitbewohnerin im Wesentlichen nur noch mit Wasser und Nährstoffen und erfreut Euch im Gegenzug an ihrer guten Entwicklung, ihrer wundervollen Optik, ihrem betörenden Geruch, sorry … ähm ja wir reden noch von einer Pflanze :).

  • Durch den Zauber der Autoflower-Genetik geht alles mehr oder weniger von selbst. Sorgsame Pflege und vielleicht das ein oder andere zusätzliche Know-How wird die Pflanze aber reichlich belohnen.
  • Bei zusätzlichem Know-How denke ich an Methoden wie LST (Low Stress Training) oder Super-Cropping. Dies würde hier den Rahmen sprengen, ist für gute Ergebnisse auch nicht notwendig. Aber vielleicht hat den ein oder anderen ja die Leidenschaft gepackt und will der neuen Mitbewohnerin zusätzlich was Gutes tun.
  • In Sachen Düngung ist das Düngeschema für die All-Mix-Erde von BioBizz auch für Autoflower-Pflanzen gut zu gebrauchen. Weniger ist wie immer stets etwas mehr. Sagen wir Euer Samen hat laut Herstellerangabe eine Gesamtentwicklungszeit von 80 Tagen, das sind etwas mehr als 11 Wochen. Damit fände das Düngeschema ziemlich genau Anwendung. Mit dem Start von Bio-Bloom und TopMax könnt Ihr euch eine Woche mehr Zeit lassen. Steigt also nach dem Umtopfen etwa in Woche 4 beim Düngeschema ein. Und wie gesagt, besser weniger als mehr! Nachdüngen ist leichter als durchspülen.
  • Wurzelstimulans ist laut Beschreibung auf der Compo Sana Qualitätsblumenerde bereits dort enthalten. BioHeaven habe ich bei meinen Grows mit der All-Mix-Erde bisher nicht verwendet, kann also nicht sagen, ob es den hohen Preis wert ist. Unbedingt brauchen tut Ihr es jedenfalls nicht. Bio-Grow und Top-Max des kleinen Startersets sollten für diesen Grow reichen, Bio-Bloom unter Umständen nicht, bestellt im Zweifel also rechtzeitig nach.
  • Die Pflanze entwickelt (hoffentlich) schwere Blüten. Früher oder später vermutlich zu schwer für den Hauptstamm und obere Zweige. Verwendet zum Stützen und Aufbinden daher am besten Bambusstäbe und Wolle. Beides Dinge, die man für wenige Euro kaufen, aber auch für Cents oder Gratis am Gebrauchtmarkt oder Mülldeponien findet.
  • Pauschale Angaben zur Gießmenge sind aufgrund der vielen Variablen kaum möglich. Sagen wir es ist Sommer und Ihr versorgt Eure Pflanze in der 8. Woche jeden zweiten Tag mit einer Nährstofflösung von 700 ml bis 1 Liter. Da kann bei 25 Grad und mehr schon mal eine extra Bewässerung (also ohne Dünger) dazwischen fällig werden. Im Herbst oder Frühling bei geringeren Temperaturen und weniger Sonne ist vermutlich die Pflanze weniger entwickelt, saugt dadurch auch weniger Nährstofflösung. Im Winter kann es schon mal vorkommen, dass das verkümmerte Pflänzchen eine Woche lang nichts braucht.
  • Es gilt ähnliches wie zuvor schon erwähnt, mit allem zwischen „trocken“ und „Wasser im Untersetzer“ kann die Pflanze einigermaßen umgehen. Wobei Hanfpflanzen es mit zunehmendem Alter tendenziell eher trockener bevorzugen, das regt angeblich zusätzlich die Harzproduktion an.
  • Euer erster Versuch wird vermutlich nicht ideal verlaufen. Erfreut Euch trotzdem an der herrlichen Entwicklung.
  • Zudem ist Cannabis eine Pflanze mit (in der Natur) vorprogrammierten Lebenszyklus. Auch bei gesunden Pflanzen bleiben Blätter also nicht über die gesamte Zeit perfekt grün und schön. Krankheiten sind ein anderes (viel umfangreicheres) Thema, alte Blätter werden aber schon mal braun und vertrocknen. Zum Ende hin hat die Pflanze auch bei den besten Züchtern einige nicht mehr grüne Blätter. Von gelb bis violett kommt alles vor. Je höher die Sorgfalt und Gesundheit, um so höher die Erträge natürlich. Macht Euch bei Eurem ersten Grow aber nicht wegen jeder kleinen Verfärbung verrückt.
  • Wie auf der Düngeanleitung von Biobizz abgebildet, sollten die Pflanzen in der letzten Woche bzw. in den letzten Tagen nur noch mit Wasser „gespült“ werden. Die Blüten beinhalten dann angeblich weniger Düngereste und der Geschmack verbessert sich.
  • Je nach Sorte, Sorgfalt und Bedingungen kommt es irgendwann zwischen etwa 9 bis 13 Wochen nachdem Ihr einen kleinen Samen in die Erde gabt, zum großen Moment, der Ernte :).

Die Ernte

Rote Fäden auf reifer Cannabisblüte bei der Ernte.
Wenn die meisten Fäden rot sind, ist die Pflanze fertig.

Es ist so weit. Ihr habt Euch etwa 3 Monate lang liebevoll um Eure Mitbewohnerin gekümmert, es wird allmählich Zeit, dass sie sich um Euch kümmert :). Ihr habt sie einige Tage mit Wasser gespült (ihr also keinen Dünger mehr gegeben), ihr vielleicht noch ein wenig gut zugeredet, bereitet ihr ein würdevolles Ende.

Der richtige Zeitpunkt

Aus dem richtigen Erntezeitpunkt machen Viele gerne mal eine kleine Wissenschaft. Die Betrachtung der einzelnen Harzblasen unter einer starken Lupe wird schon mal empfohlen. Wir halten es wiederum einfacher: Die Fäden auf den Blüten verfärben sich in den späteren Wochen immer mehr von weiß, nach braun-rötlich. Wenn etwa 2/3 bis 3/4 der Fäden sich verfärbt haben, solltet Ihr aufhören zu düngen und nur noch einige Tage mit Wasser spülen. Zusammen mit der Angabe der Entwicklungsdauer auf der Verpackung findet Ihr so schon einen guten Zeitpunkt. Macht Euch aber nicht verrückt damit, den genau richtigen Tag finden selbst Fortgeschrittene selten.

Das Abschneiden

Verwendet zum Abschneiden der Pflanze am unteren Ende des Stamms eine vernünftige Baumschere. Falls Ihr keine besitzt habe ich Euch hier die günstigste auf Amazon verlinkt. Ich hatte zu Beginn einmal keine zur Hand und verwendete Küchenschere und Zange. Das „unkoordinierte Herumreißen und Schneiden“ fühlte sich damals scheußlich an. Als hätte ich in freier Wildbahn ein Tier erlegt und versuchte es mit Pfeil und Bogen zu zerlegen. Ich glaube fest an eine gewisse energetische Kommunikation. Ihr setzt in diesem Moment dem Leben Eurer lieb gewonnenen Mitbewohnerin ein Ende, dies sollte von Würde und Dankbarkeit geprägt sein.

Ich weiß ich höre mich an wie der Hippie von nebenan. Ich bezeichne die Pflanze auch nicht als Lebewesen, viel mehr geht es dabei um Euer Wohlbefinden. Macht diesen Moment, den gesamten Akt der Ernte zu etwas Besonderem. Hört angenehme Musik, genießt den herrlichen Duft und stellt Euch vor, wie die Pflanze Euch in Kürze Schmerzlinderung, Vergnügen, Appetit oder tiefen erholsamen Schlaf bereitet. Ich hoffe Ihr verzeiht mir die esoterische Note, aber ein wenig Dankbarkeit im Leben tut uns allen gut. Nachdem der Stamm schließlich durchschnitten ist, bindet eine Schnur ans untere Ende der Pflanze und hängt sie kopfüber etwa auf Augenhöhe auf. Ich binde sie an einen Haken in der Decke. Zur Not tut es aber auch ein längerer Streifen eines guten Gewebebandes.

Das Stutzen

Gärtner bei der Arbeit
Das Ernten sollte ein Akt der Freude und Dankbarkeit sein.
  • Nun Werkzeuge wie auf der Abbildung brauchen wir leider nicht :). Ihr braucht lediglich eine kleine, gut scharfe Schere, die möglichst bequem in der Hand liegt und mit geringstem Kraftaufwand zu bedienen ist. Ihr werdet die Schere nämlich häufiger auf und zu bewegen. Ich muss aber zugeben, ich hatte nie eine professionelle, extra für diesen Zweck gemachte, Ernteschere. Ich verwende die kleinste aus solch einem Set. Mit anderen hatte ich schon mal Krämpfe und Blasen.
  • Sorgt für ausreichend Licht im Arbeitsbereich. Eine 100 Watt Birne oder entsprechende LED sollte es schon sein. Ich habe auch schon mal eine starke Schreibtischlampe direkt auf die hängende Pflanze gerichtet aufgestellt.
  • Verwendet Einweg-Handschuhe wie Ihr sie von Arztserien oder Mitarbeitern in der Feinkostabteilung kennt. Das Harz riecht zwar herrlich, kann sich aber tagelang hartnäckig auf den Fingerspitzen halten. Ich habe eine größere Erntesession ohne Handschuhe mal unterbrochen und war zu Besuch in einem Haushalt mit jungem Hund. Der war von meinen Händen nicht mehr wegzukriegen :).
  • Es geht an die Arbeit. Entfernt nun alle Blätter und äußeren Blattbereiche, auf denen sich keine sichtbaren Harzperlen befinden. Startet ganz oben, also am unteren Ende der Pflanze. Die meisten größeren Blätter schneidet Ihr dabei samt Stiel ab, auch viele der kleineren. Erst in Nähe der oberen Bereiche werden einige Blätter im inneren Bereich Harzperlen aufweisen, schneidet diese Blätter an entsprechender Stelle ab. Am Ende sollte es in etwa aussehen wie das zweite Bild in diesem Artikel. Nur dass Ihr hoffentlich eine wesentlich größere Pflanze vor Euch habt :).
  • Die meiste Sorgfalt sollte dabei natürlich den oberen Bereichen, also dem Bereich mit üppigen Blüten zukommen. Stresst Euch nicht zu sehr im unteren Bereich mit den kleinen Blüten mit kaum Harz. Die kosten die meiste Zeit und liefern am wenigsten Ergebnisse. Ein klassischer Fall des Pareto-Prinzips.
  • Auf der Schere wird sich mehr und mehr reines Harz ansammeln. Schabt es immer wieder mal (mit einer feinen Klinge zum Beispiel) ab und hebt es auf. Diese kleine klebrige Ansammlung pflanzlicher Güte kann schon den selben Abend zu einem der interessantesten, entspanntesten oder auch ausgelassendsten des Jahres machen :).

Das Trocknen

Aus den „idealen Bedingungen“ zum Trocknen könnte man in ähnlichem Ausmaß eine Wissenschaft machen wie aus der Aufzucht selbst. Aber wie gesagt wir halten es einfach. Einige Grad bei Temperatur oder Prozentpunkte bei Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger müsste man mit aufwendigem Equipment regulieren. Dunkel, um die 18 bis 20 Grad, mittlere Luftfeuchtigkeit und mittlere Durchlüftung wären nahe am Ideal. Ein kalter, feuchter Keller sollte es vielleicht nicht gerade sein. Temperatur und Luftfeuchtigkeit lassen sich wie erwähnt aber oft schwer verändern, dunkel und durchlüftet widersprechen sich leider auch meist.

Indoor-Growern empfehle ich dafür die dunkle Growbox mit laufendem Lüfter. Vielleicht habt Ihr ja eine dunkle Abstellkammer, die Ihr dann halt immer wieder mal lüftet. Ansonsten müsst Ihr in Sachen Dunkelheit Abstriche machen und hängt die gestutzte Pflanze, wie immer wieder mal in den Nachrichten zu sehen, einfach über einen Wäscheständer oder ähnliches.

Rechnet mit etwa 4 bis 7 Tagen Trocknungszeit. Ein Indikator für einen guten Moment, die Pflanze runterzunehmen ist, wenn der Stamm bzw. die Äste „gerade noch“ nicht brechen, sondern noch knicken. Also ziemlich trocken, aber nicht vollkommen trocken. Schneidet nun die einzelnen Blüten von den Ästen und Zweigen runter. Theoretisch könntet Ihr das Material jetzt schon verwenden. Eine weitere Maßnahme hat sich (zumindest bei mir) in Sachen Geschmack und Weichheit beim Rauchen aber bewährt. Und zwar: Wie Ihr es vielleicht in Filmen schon mal gesehen habt, das Einwickeln in Papier.

Kurze Reifung

Wickelt die Blüten leicht komprimiert in Papier. Nehmt dafür bitte keine Zeitung sondern wenn möglich hochwertige, vielleicht sogar biologisch abbaubare und pestizidfreie Papierbögen. Stellt es Euch ein wenig vor wie einen überdimensionalen Joint. Darin findet dann ein einfacher Reifeprozess statt, eine Art Veredelung wenn Ihr so wollt. Innerhalb der nächsten 3 bis 5 Tage öffnet Ihr die Bögen 2 bis 3 mal täglich einige Minuten, damit die restliche Feuchtigkeit entweichen kann.

Es gäbe dafür auch Gerätschaften, die das ganze stark beschleunigen. Eingefleischte Liebhaber „fermentieren“ das Material auch mal wochenlang bei ähnlichem Vorgehen mit großer Sorgfalt in einem Glas. Ich halte die Papierbögen aber für einen gesunden und effizienten Mittelweg.

Nun habt Ihr es tatsächlich geschafft, Euer eigens angebautes Marihuana ist fertig für den Konsum, Glückwunsch!! Zur Aufbewahrung empfehle ich Euch verschließbare Gläser (ich vermeide Plastik gerne wo es geht). Diese könnt/solltet Ihr auch noch einige Tage täglich kurz öffnen, damit auch ganz sicher kein Schimmel entsteht. Lagerung im Kühlen und Dunklen versteht sich hoffentlich von selbst.

Sonstiges zur Ernte

  • Rechnet bei Eurer ersten Ernte schon mit 1 oder 2 Stunden Erntedauer, Tendenz mit Übung natürlich sinkend.
  • Eine Frage, die ich als kompletter Noob damals aufwendig recherchierte, war: „Was ist der Unterschied zwischen Hasch oder Haschisch und Marihuana?“ Marihuana sind die getrockneten Blüten, die Ihr nun gerade sorgfältig in Gläsern aufbewahrt. Hasch oder Haschisch ist das reine Harz ohne jegliches Blattmaterial, in etwa das, was Ihr (hoffentlich) von der Ernteschere gekratzt habt.
  • Aus dem Verschnitt der Ernte könnte man Haschisch gewinnen. Dafür benötigt man sog. Bubble Bags. Ich selbst habe damit kaum Erfahrung aber vielleicht will es jemand von Euch ja mal probieren.
  • Hinweis für übertriebene Sparfüchse: Ich rate Euch stark davon ab, die Erde wiederzuverwenden. Die Ergebnisse wären lächerlich.
  • Falls es sich nicht von selbst versteht: Entsorgt Wurzelballen und Blattreste nicht unbedingt in der Biotonne Eurer Wohnanlage :). Das ist nicht nur leichtsinnig, sondern auch unfair gegenüber eventuellen anderen Growern in Eurem Haus.

Schlussworte

Nun liebe Naturfreunde, ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Ausführungen helfen, was auch immer Eure Motivation zum Gärtnern ist. Manche von Euch hätten vielleicht auch gerne etwas mehr Professionalität und Regelmäßigkeit in ihrem Hobby. Wie Ihr für etwa 300 Euro Eure eigene dauerhafte Indoor-Selbstversorgung aufbaut, findet Ihr daher in diesem Artikel. Mit sämtlichen, Ratschlägen, Verlinkungen und einer vollständigen Einkaufsliste.

Es stellt sich vielleicht auch die Frage nach dem gesündesten und effektivsten Konsum Eures eigenen Materials. Wie Ihr in Stefans Artikel lesen könnt, ist Rauchen eine der einfachsten und effektivsten Methoden. Wobei ich auf die Nachteile von Verbrennungsrückständen in Joints verzichten würde. „Vaporizen“ ist das Stichwort. Ein guter Vaporizer kostet kein Vermögen mehr. Auf der Empfehlungsseite von Vitahanf findet Ihr eine Beschreibung 3 guter Geräte in verschiedenen Preisklassen.

Ich wünsche Euch das Allerbeste, viel Erfolg, Gesundheit und Freude. Genießt den Prozess und die Früchte Eures Schaffens. Zögert auch nicht unterm Artikel einen Kommentar zu hinterlassen oder Fragen zu stellen. Wir freuen uns über jedes Feedback und jede Reaktion.

No Comments on CBD Blüten selber anbauen – Hanf anbauen Outdoor Anleitung.

CBD Gras selber anbauen – Hanf anbauen Indoor Anleitung.

Kurzer Hinweis: Ihr könnt diese Anleitung in erweiterter Form vollkommen kostenlos bequem…

Kurzer Hinweis: Ihr könnt diese Anleitung in erweiterter Form vollkommen kostenlos bequem als eBook über Euren Kindle eReader lesen. Und zwar mit einer sehr leicht zu stornierenden 30-Tage-Probemitgliedschaft bei Kindle Unlimited, absolut gratis. Für alle anderen gehts jetzt direkt los:

CBD und Hanfanbau Indoor für Anfänger

Es tut mir in tiefster Seele weh, wenn ich von Schmerz- und Leid-geplagten Menschen höre, die mit CBD-haltigen Hanfprodukten ihre Situation wesentlich verbessern könnten, denen aber Politik oder hohe Preise den Zugang verbauen. Ich bin Johannes, passionierter Hanfbauer und Systemskeptiker. In diesem Beitrag gebe ich Anleitung zu Eurem eigenen kleinen Homegrow von Anfang bis Ende, mit allen Utensilien und Infos die Ihr braucht.

Mit welchen Ausgaben, welchem zeitlichen Ausmaß und mit welchen Ergebnissen könnt Ihr rechnen? Ich suche und verlinke Euch zu allen Produkten den meiner Meinung nach besten Kompromiss aus Preis und Leistung, es werden für wirklich alles drum und dran kaum 300 Euro sein. Je nach Sorte habt Ihr dann in spätestens 3 Monaten Euer eigenes CBD-haltiges Material. Ebenfalls je nach Sorte und Sorgfalt könnt Ihr mit 30 bis vielleicht sogar 60 Gramm CBD-haltigem Marihuana rechnen. Die Dimension ist zur regelmäßigen Versorgung von 1 bis 2 Personen konzipiert.

Ich gebe Euch Anleitung mit einfachen Komponenten in Sachen Samen, Erde und Dünger. Auf komplexe Messgeräte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, PH- oder EC-Wert könnt Ihr weitgehend verzichten. Es ist aber normal, dass der erste Versuch nicht 100prozentig ideal verläuft. Es wird eine Lernkurve stattfinden. Ich verspreche aber, es wird Spaß und Freude machen. Der Start ist natürlich in jeder Hinsicht am aufwändigsten, aus finanzieller, zeitlicher und auch lerntechnischer Sicht. Je nach Verbrauch haben sich die Ausgaben höchstwahrscheinlich aber innerhalb der ersten Aufzucht amortisiert. Danach sind die Kosten für weitere Versorgung minimal. Ich gebe Euch auch Anleitung für eine eigene Mutterpflanze zur Stecklingszucht, damit wärt Ihr dann sogar unabhängig von neuen Samen.

Kurz zur Rechtslage

In Österreich und der Schweiz könnt Ihr Euch eine Hanfpflanze auf die Terrasse stellen. So lange sie nicht blüht, können Eure konservativen Nachbarn sich aufregen so viel sie wollen. Heikel wird es erst bei Entwicklung der Blüten. Ich würde auf den Ärger aber verzichten und eine gewisse Diskretion bewahren. In Deutschland ist der Privatbesitz von Hanfpflanzen generell verboten. Mit dem richtigen Samen könntet Ihr in Österreich und der Schweiz theoretisch Hanfpflanzen legal blühen lassen. So lange deren Blüten Werte von 0,3 % THC in Österreich und 1 % THC in der Schweiz, nicht überschreiten.

Es sind inzwischen auch einige Samen erhältlich, aus denen Pflanzen mit THC-Gehalten unter 1 % wachsen, ich würde es aber selbst in der Schweiz nicht darauf ankommen lassen. Abweichungen sind häufig und das Risiko für Probleme ganz einfach überflüssig. Geht Eurem Hobby besser diskret und zufrieden in Euren eigenen 4 Wänden nach. Die Gesetzeslage im gesamten deutschsprachigen Raum ist durchzogen von einer gewissen Heuchelei. Hochpotente Samen, Stecklinge und modernstes Aufzuchtequipment sind legal zu erwerben, mit Umsatzsteuer und allem drum und dran. Nach Erwerb sollen wir die Pflanzen aber vor eintretender Blüte vernichten und die professionelle Beleuchtung für Tomaten verwenden. Nun ja leider haben Gesetze selten den Anspruch, authentisch zu sein.

Weder in Deutschland, Österreich, noch der Schweiz würde ich meine blühenden Hanfpflanzen daher einem Polizisten vorführen, egal aus welchem Samen. Moderne Züchtungen mit sehr hohen CBD-Gehalten und niedrigen THC-Gehalten sollen zur Unterstützung in der Schmerztherapie dienen. Leider ist hinreichend belegt, dass das viel gepriesene CBD (Cannabidiol) erst in ausgeglichenem Verhältnis mit THC (Tetrahydrocannabinol) gut wirkt. Ich habe daher nicht im Geringsten ein schlechtes Gewissen, Euch Samen mit einigen Prozentpunkten THC zu empfehlen. Damit hätten Leidensgeplagte die beste Medizin, verstoßen aber gegen das Gesetz. Ich formuliere die Situation daher mal so: Polizisten, die bei kleiner Selbstversorgung fragwürdige Gesetze stupide anwenden, sind denkfaule Befehlsbefolger, denen Autoritätshörigkeit wichtiger ist als das Wohl ihrer Mitmenschen.

An wen wendet sich dieser Guide?

Schmerzgeplagter Mann, der die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
CBD kann schmerzlindernd wirken.

Ich wende mich mit meinen Ausführungen primär an Menschen, die trotz medizinischen Bedarfs mit den hohen Kosten von CBD-Produkten zu kämpfen haben. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl. Natürlich eignen sich die Anleitungen auch für kostenbewusste Kiffer und Personen mit kommerziellen Ambitionen. Ich rate jedoch entschieden davon ab, illegale Hanfprodukte als Karrieremittelpunkt oder zur regelmäßigen Berauschung zu verwenden. In beiden Bereichen gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Wer sich Sorgen bezüglich der Anschaffung bzw. des Postwegs von Equipment und Samen macht, den kann ich beruhigen. Ihr kauft vollkommen legal ein und der Postweg unterliegt dem Briefgeheimnis. Der Beamte, der sich illegal Zugang zu Bestellungen verschafft und deshalb einen Mini-Homegrow aushebt, macht sich nicht nur zum Gespött sondern auch etwa 10 mal so strafbar wie der/die vermeintliche Verbrecher(in) selbst.

Grobe Bedingungen für Hanfanbau

Wir wollen hier keine kommerzielle, nach allen Regeln optimierte Plantage aufbauen. Die Pflanzen haben zwar ihre bevorzugten Idealbedingungen in jeglicher Hinsicht, wir halten es aber einfach, praktikabel und für den Hausgebrauch. Wir kultivieren auf Resistenz gezüchteten Hanf und keine penible Venusfliegenfalle.

  • Ein Raum mit irgendwas zwischen etwa 15 und 24 Grad ist schon geeignet. Herbst und Frühling haben sich meiner Erfahrung nach in Sachen Temperatur bewährt. Kühler war bei mir bisher besser als wärmer.
  • Der Raum sollte ein Fenster zum Kippen haben. Der kleine Grow benötigt nicht super viel Frischluft, ganz ohne kommt er aber auch nicht aus. Im Winter müsst Ihr dann halt öfters mal stoßlüften.
  • Im Sommer würde ich auf Indoor-Anbau verzichten. Zu heiß, zu trocken, mit Kühlung viel zu energieaufwendig. Macht zu dieser Zeit besser was Schönes draußen :).
  • Der Raum sollte vielleicht nicht gerade im Eingangsbereich sein.
  • Bewahrt eine gewisse Diskretion. Ein Polizist mache sich zwar lächerlich, einen Grow dieser Dimension auszuheben, seine Pflicht wäre es streng genommen trotzdem. Erzählt niemandem davon, dem Ihr nicht hundertprozentig vertraut. Ich kenne das, die Euphorie ist groß oder man möchte vielleicht auch mal der coole Hecht sein, lasst es!!! Geschichten über ausgehobene Plantagen beginnen großteils mit: „Hmm, ja, ich habe es … erzählt.“

Vor dem Start zu besorgen

Kurzer Hinweis noch:
Ich verwende in den folgenden Ausführungen und Empfehlungen viele Links, meist auf Amazon. Das sind zwar Affiliate Links (die Betreiber der Seite erhalten also eine kleine Provision, solltet Ihr innerhalb der nächsten 24 Stunden nach dem Klick auf einen der Links ein Produkt auf Amazon kaufen), die Verlinkung dient aber hauptsächlich zur einfacheren Veranschaulichung. Ich hätte mir ganz am Start des Hobbys eine solche Verlinkung gewünscht, das hätte mir eine Menge Zeit, Geld, und auch Ärger erspart. Euch entsteht dadurch natürlich kein Nachteil. Das Team von Vitahanf steckt sehr viel Liebe und Mühe in ihre Seite, Menschen kann durch ihre Arbeit wirklich geholfen werden. Ein solches Projekt kann man mit gutem Gewissen unterstützen.

Ich erkläre gleich alles im Detail, einen Überblick über die notwendigen Besorgungen findet Ihr aber schon mal in der vollständigen Einkaufsliste.

Growbox

Bevor Ihr einen Samen aussucht, hätte ich den neuen zukünftigen Mitbewohnern erst mal eine Unterkunft (auf)gebaut mit Licht für die ersten 2 bis 3 Wochen. Ihr könnt natürlich gern Euer handwerkliches Geschick einsetzen, aber es gibt für sehr wenig Geld sehr gute Behausungen auf Amazon.

Die bieten alle Anschlüsse, sind lichtdicht und im Gebrauch sehr komfortabel. Bedingungen, die ein Eigenbau selten alle erfüllt, glaubt mir :).

Ich empfehle bewusst die Größe 60×60 statt 40×40 aus mehreren Gründen: Die Pflanzen fühlen sich wohler und entwickeln sich besser mit etwas mehr Platz. Zweitens könnt Ihr als Startbeleuchtung eine billige Standard Leuchtstoffröhre mit 60 cm und 18 Watt verwenden. Kleinere Größen sind bei LSR seltener und gleich wieder teurer. Der Preisunterschied bei den Größen der Growzelte ist zudem verschwindend gering.

Die Höhe des Zeltes überlasse ich Euch, 120cm sollten vollkommen ausreichen. Die Version mit 180cm kostet allerdings nur 5 Euro mehr, Ihr geht damit in Sachen Höhe absolut auf Nummer sicher und es eröffnen sich eventuelle Möglichkeiten für später, wie zum Beispiel ein Grow auf 2 Etagen mit eigener Mutterpflanze und Stecklingszucht. Aber dazu wie gesagt später mehr :).

Beleuchtung (zum Start)

Es gibt in Sachen Beleuchtung viele Möglichkeiten für die ersten Lebenstage- und Wochen von Hanfpflanzen. Von allen Leuchtmitteln, die ich ausprobiert habe, ist eine LSR der Type 840 aber eine der stabilsten, einfachsten und günstigsten. Für unseren Grow brauchen wir nur eine einzelne davon. Mit den meisten anderen Leuchtmitteln haben sich meine jungen Pflanzen selten wirklich wohl gefühlt, hatten verhaltenen oder unregelmäßgien Wuchs, deshalb lautet meine Nummer 1 Empfehlung für die Anfangsphase immer noch eine LSR Type 840.

Alternativ funktioniert auch ganz gut eine simple LED-Glühbirne mit der gleichen Lichtfarbe (4000k). Sie reicht meiner Erfahrung nach in Sachen Ergebnisse nicht ganz an die LSR heran, hat aber entscheidende Vorteile: Ihr könnt sowohl die Glühbirne als auch die passende Fassung mit Schalter und Kabel bequem über Amazon bestellen. Keine Kabelinstallation, kein Ausflug zum Baumarkt, Birne reingeschraubt, Stecker in die Steckdose, Schalter an und es werde Tag. Der Anschaffungspreis ist ähnlich, die LED braucht aber weniger als halb so viel Strom.

Für die LSR hätte ich Euch eher den nächsten Baumarkt empfohlen, dort bekämt Ihr auch eine günstige Fassung dafür. Amazon hat leider nur teure. Hätte ich nicht schon das Setup mit der LSR, würde ich als Anfänger vermutlich zur bequemen Version mit der LED tendieren. Aber die Entscheidung liegt bei Euch.

Zur Aufhängung werdet Ihr früher oder später eine solche Kette und solche Hakensehr zu schätzen wissen. Sei es zu Beginn für die LSR, später für die Hauptbeleuchtung, den Lüfter, und selbst das Kabel der LED Glühbirne befestigt Ihr besser an der Kette. Damit lässt sich die Höhe bequem einstellen und anpassen, Ihr habt kein lästiges, ungenaues, zeitaufwändiges Geknote mit irgendwelchen Schnüren, und vor allem, es hält.

Aussaaterde

Zur Aussaat der Samen empfehle ich Euch die Compo Sana Qualitätsblumenerde. Davon braucht Ihr nur sehr wenig, in Baumärkten und Supermärkten gibt es sie oft auch im 5 Kilo Pack.

Eine klassische Aussaaterde aus dem Baumarkt oder gute Erde aus dem Wald funktioniert in der Regel auch. Ich hatte bisher allerdings die besten Keimraten mit der Compo Sana Qualitätsblumenerde.

Töpfe (Vorzucht)

Für die Aussaat und Vorzucht verwendet in etwa die kleinsten Töpfchen, die Ihr finden könnt, samt Untersetzer. Damit später das Umtopfen leichter ist bitte aus Plastik. Dafür empfehle ich Euch aber auch eher den nächsten Baumarkt, kann auf Amazon keine ohne hohe Versandkosten finden. Besorgt Euch davon gerne gleich mal 10 Stück oder mehr. Die kosten kaum was und Ihr seit für eventuelle Stecklingsversuche oder anderes vorbereitet. In den meisten Haushalten liegen geeignete aber auch am Balkon oder im Garten :).

Anzuchtbox

Für die ersten paar Tage braucht Ihr eine kleine wasserdichte Box oder Schachtel mit transparentem Deckel. Dies kann eine mit Folie ausgekleidete Schachtel sein oder eine Kunststoffbox von Ikea. Als transparenter Deckel funktioniert eine dünne Plastikfolie wie z. B. Frischhaltefolie oder Abdeckfolie zum Malen. Grund und Funktion dieser Box ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den ersten Lebenstagen der jungen Pflänzchen.

Eigenschaften dieser Box:

  • Groß genug für die 5 kleinen Töpfchen (etwa 30×40 reicht schon).
  • Wasserdicht: damit der Boden mit Wasser bedeckt werden kann.
  • Mindestens doppelt (besser 3 oder 4 mal) so hoch wie die kleinen Töpfchen, damit die Pflanzen nicht direkt nach der Keimung anstehen.
  • Transparenter Deckel, der sich abnehmen lässt. Dies kann wie gesagt auch nur eine Frischhaltefolie sein, die man auf einer Seite mit Klebeband befestigt und dann darüber legt.
  • 2 kleine Löcher (etwa 2cm Durchmesser) auf gegenüberliegenden Seiten auf verschiedenen Höhen für leichten Luftaustausch.

Ich habe dafür eine herumliegende Plastikbox umfunktioniert. Wer nichts herumliegen hat und/oder absolut nichts basteln will, findet sehr praktische und günstige Anzuchtboxen auf Amazon.

Sonstiges für den Start

Einen Wasserzerstäuber (Sprühflasche) und eine kleine Gießkanne findet Ihr auch sehr günstig im Baumarkt. Zeitschaltuhren habe ich bisher auch immer aus dem Baumarkt verwendet. Kauft allerdings keine für weniger als 5 Euro, die haben bei mir schon mal versagt. Und das kann den gesamten Grow vernichten. Jene zwischen 7 und 10 Euro haben bisher immer zuverlässig funktioniert. Ob elektronisch oder mechanisch ist dabei Geschmackssache. Ihr werdet höchstwahrscheinlich auch Verteiler und 1 oder 2 Verlängerungskabel brauchen. Was ich Euch auch unbedingt empfehle im Haus zu haben ist ein gutes Gewebeband. Sei es für Verkabelung, Befestigung oder auch mal zu Verdichtung.

Die Pflanze(n)

Eine CBD Pflanze für den Anbau zu Hause.
Die sorgfältige Auswahl der CBD Pflanzen ist entscheidend.

Die Behausung ist (auf) gebaut und alles weitere besorgt, dann geht es jetzt zur vielleicht wichtigsten Entscheidung: Der Sorte. Wir halten uns an welche mit hohem CBD-Gehalt. Fachbegriffe wie Indica, Sativa oder Ruderalis müssen Euch zunächst nicht weiter beschäftigen, die meisten Sorten sind heute ohnehin hochgezüchtete Hybride (Mischlinge). Relevant ist für uns an dieser Stelle der Unterschied zwischen 2 Varianten: Klassisch und Autoflower.

Klassisch

Die klassische, photoperiodische oder einfach normale Variante der Hanfpflanze verhält sich folgendermaßen: Die Pflanze „wächst“ bei 18 Stunden Licht/6 Stunden Dunkelheit und „beginnt zu blühen“ bei 12 Stunden Licht/12 Stunden Dunkelheit.

Vorteile:

  • geeignet für Stecklingszucht
  • daher unabhängig von neuen Samen
  • Größe der Pflanzen lässt sich durch Dauer der Wachstumsphase bestimmen

Autoflower

Die Pflanze hat einen vorprogrammierten Lebenszyklus, unabhängig von Lichtverhältnissen. Je mehr Licht, um so besser allerdings die Ergebnisse. Indoor zieht man Autoflower-Pflanzen daher in der Regel mit einem 18/6 Zyklus.

Vorteile:

  • kürzere Aufzucht gegenüber regulären Pflanzen aus Samen (nicht aber mit Stecklingszucht).
  • besser für Outdoor geeignet.
  • flexibler bezüglich Licht- und Dunkelphasen.

Die Erträge der beiden Varianten sind inzwischen ähnlich hoch. Dabei ist aber weniger die Rede von Ertrag pro Pflanze, sondern eher der Ertrag per Fläche und verbrauchter Energie.

Was ist besser oder empfehlenswerter? Geschmackssache. Ich muss leider zugeben, ich habe mit Autoflower-Pflanzen unter Kunstlicht keine persönliche Erfahrung. Am Balkon haben sich letzten Sommer verschiedene Sorten aber gut entwickelt. Ich mag Effizienz und Autoflower-Sorten sind aufgrund ihrer Eigenschaften prädestiniert, ohne jeglichen Stromverbrauch von Frühling bis Herbst auf dem Balkon zu gedeihen. Für die kalten Monate, Indoor oder wenn Ihr keine Möglichkeit für einen kleinen Outdoorgrow habt, empfehle ich Euch aufgrund erwähnter Vorteile die klassische Variante.

Samen oder Stecklinge

Beides könnt Ihr online bestellen oder im nächsten Shop direkt besorgen. Meine Empfehlung lautet hier ein „ klassischer, feminisierter Samen“. Nur weibliche Cannabispflanzen produzieren Blüten samt CBD und THC. Bei (günstigeren) regulären Samen (also nicht feminisiert) müsst Ihr nach einigen Wochen mit Lupe nach kleinen Fäden und/oder Schwängeln Ausschau halten, klingt zwar lustig, ist aber zeit- und nervenaufreibend. Bei feminisierten Samen und Stecklingen besteht dieses Problem nicht.

Der (gekaufte) Steckling hat gegenüber Samen zwar 2 wesentliche Vorteile, aber meiner Meinung nach gewichtigere Nachteile:

Vorteile des Stecklings:

  • kürzere Wuchszeit, da kein Ankeimen notwendig
  • keine Anschaffung eines Leuchtmittels für die ersten 1 bis 2 Wochen

Nachteile des Stecklings:

  • er ist teurer.
  • man kann nicht vollkommen sicher sein, dass die junge Pflanze immer konstante Lichtzyklen hatte, was Stress und eine geschwächte Pflanze bedeuten könnte.
  • der Transport der Stecklinge stört ebenfalls meist deren Lichtzyklen, setzt also sowohl Pflanze als auch den Menschen Stress aus (eine Schachtel mit Hanfpflanzen im Kofferraum macht eine Fahrt nicht gerade angenehmer).
  • der Steckling ist häufig eine Pflanze aus dritter, vierter oder noch späterer Generation. Soll bedeuten, die teuer gekaufte Pflanze ist unter Umständen also schon der Steckling eines Stecklings eines Stecklings eines Stecklings. Die Kopie einer Kopie einer Kopie einer Kopie ist nicht mehr so gut oder potent wie das Original. Die Gefahr besteht beim Samen nicht.

Für den absoluten Start empfehle ich Euch daher wie gesagt einen klassischen, feminisierten Samen. Auf Stecklinge könnt Ihr dann immer noch mit einer eigenen Mutterpflanze umsteigen, aber dazu später mehr.

Welchen Samen nun konkret? Für umfangreichere Beratung empfehle ich Euch eine eigene Recherche oder besser noch, einen Besuch im nächsten Shop. Für therapeutische Zwecke hat die Cannabis Light einen guten Ruf. Sie hat einen sehr geringen THC-Gehalt, sehr hohen CBD-Gehalt und hohe Erträge bei vergleichsweise geringer gesamter Vegetationszeit. Ich persönlich schätze die Wirkung von THC, tendiere bei therapeutischer Behandlung also eher zu ausgeglichenen Sorten wie der CBD Somango. Ich will aber auch Menschen von froher Natur ohne klinische Leiden nicht diskriminieren, solche wählen dann frei einen Samen wie z. B. die Canadian Cream.

Wie viele Pflanzen?

Ich empfehle Euch für den Start 5 Samen. Warum? Es kommt schon mal vor, dass einer nicht aufgeht. Bei 5 Samen hättet Ihr dann immer noch ein Quadrat aus 4 Pflanzen. Ihr könnt natürlich auch 3 oder nur einen einzigen Samen kaufen. Mit weniger Pflanzen verlängert sich auf gleicher Fläche aber die Wachstumsphase. Eine einzige Pflanze müsstet Ihr auch beschneiden oder mit komplexen, fortschrittlichen Methoden runterbinden. 3 Pflanzen nutzen den Platz in einer quadratischen Growbox schlechter als 4 oder 5.

Das ideale Vorgehen wäre folgendes: Kauft 5 Samen. In der Regel gehen alle auf. Aus der kräftigsten der 5 Pflanzen macht Ihr dann eine Mutterpflanze für Eure eigene kleine Stecklingszucht. Damit wärt Ihr zukünftig von Samen unabhängig und verwendet nur noch genetische Klone der stärksten von 5 Pflanzen. Anleitung für die eigene Mutterpflanze und das Schneiden von Stecklingen gebe ich Euch später.

Nun, damit hättet Ihr dann erst mal alles für die ersten 2 bis 3 Wochen Eures eigenen Homegrows. Kommen wir zum Eingemachten.

Der Start

Etwa 10 Tage nach der Keimung brauchen die jungen Pflanzen ständigen Wind für stabilen Wuchs. Für einen kleinen Grow bietet sich ein günstiger USB-Ventilator an. Die lassen sich stufenlos regulieren, das ist vor allem bei sehr jungen Pflanzen von Vorteil. Und ein altes USB-Ladegerät oder Adapter für den Dauerbetrieb liegt in fast jedem Haushalt irgendwo. Ich hänge den Ventilator an die gleiche Zeitschaltuhr wie das Licht, andere lassen ihn rund um die Uhr laufen.

Ich denke nachts ist es draußen tendenziell auch eher windstill. Generell ist Wind aber essentiell, bestellt den Ventilator also besser zu diesem Zeitpunkt noch vor der „Aussaat“.

Stellt Euch bitte darauf ein, dass Ihr in den nächsten Wochen eher keinen mehrtägigen Urlaub außer Haus machen werdet. Die Pflänzchen schätzen in der Anfangsphase tägliche Pflege. Nun, die Growbox steht, die Leuchtstoffröhre ist installiert, starten wir!

Die Aussaat

Ein paar CBD Samen in der Hand eines Gärtners.
Eine sorgsame Aussaat der empfindlichen Samen ist essentiell.
  • Nehmt genug Erde für die 5 kleinen Töpfchen und mischt sie mit so viel Wasser, dass die Erde gut feucht, aber nicht nass ist. Als Behältnis zum mischen reicht schon eine etwas größere Tupperdose.
  • Befüllt die Töpfchen damit und drückt die Erde nur leicht nach unten, die jungen Wurzeln tun sich leichter in lockerem Erdwerk.
  • Legt die Samen vorsichtig jeweils in die Mitte der Töpfchen und drückt sie leicht mit dem Finger in die Erde.
  • Streut gerade so viel Erde drüber, dass die Samen bedeckt sind (trockene Erde lässt sich leichter streuen).
  • Befeuchtet die Oberfläche mit einigen Sprühern aus dem Wasserzerstäuber.
  • Bedeckt den Boden der Anzuchtbox mit Wasser.
  • Stellt die Töpfchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox (Untersetzer sind wichtig, damit die Erde das Wasser auf dem Boden der Box nicht ansaugt).
  • Stellt die Anzuchtbox nun in die lichtdichte Growbox. Hanf ist angeblich ein Dunkelkeimer, lasst das Licht in den ersten etwa 24 Stunden daher aus.
  • Junge Hanfpflanzen mögen keine kalte Erde, legt daher unter die Anzuchtbox eine Styroporplatte oder ähnliches Dämmmaterial. Ansonsten zumindest einen dickeren Karton.
  • Besprüht die Oberfläche ab nun 2 bis 3 mal am Tag mit der Sprühflasche. Wie gesagt, gut feucht, aber nicht nass.
  • Nach etwa 24 Stunden startet Ihr den ersten Lichtzyklus. Einige Stunden auf oder ab machen keinen Unterschied. Stellt zunächst einen Zyklus von 20 Stunden Licht/4 Stunden Dunkelheit ein. Lasst zunächst genug Abstand zwischen Startbeleuchtung (LSR oder der 4000k-LED) und Anzuchtbox (gut 30cm), der Kunststoff und der Innenraum der Box sollen zwar warm, aber nicht zu heiß werden.
  • Haltet mit der Sprühflasche die Oberfläche der Erde so lange gut feucht, bis die Sämlinge aufgegangen sind. Das dürfte nach spätestens 5 Tagen der Fall sein.
  • Nach einer Woche bis 10 Tagen dürften die Pflänzchen schon einige Zentimeter hoch sein und das erste Blattpaar hat sich entwickelt. Nach spätestens 2 Wochen (besser nach etwa 7 bis 10 Tagen) können die jungen Sämlinge aus der Anzuchtbox und direkt in die Growbox in etwa 10cm Abstand unter die Startbeleuchtung.
  • Auf den Boden der Growbox gebt Ihr wieder etwas Wasser zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.
  • Ab diesem Zeitpunkt brauchen die Kleinen wie erwähnt ständig leichten Wind. Sie wachsen sonst zu schnell in die Höhe, werden nicht robust genug, instabil und kippen leicht. Klippt den Ventilator dazu in etwa halber oder ¾ Höhe des Zelts an ein Eckprofil und dreht ihn auf kleiner Stufe in Richtung Pflänzchen. Die Kleinen sollen sich leicht bewegen aber nicht den Eindruck machen, im Sturm zu stehen. Probiert hier einfach verschiedene Abstände, Winkel und Geschwindigkeiten aus.
  • Je nach Sorte und Bedingungen könnt Ihr die Pflänzchen in diesem Setup die nächsten 1 bis 2 Wochen wachsen lassen. Die Compo Sana Qualitätsblumenerde ist leicht vorgedüngt, Ihr braucht also nur für Wasser sorgen. Gießen könnt Ihr nun mit der Gießkanne, alle 2 bis 3 Tage reicht. Hebt die Pflanzen am Topf an, anhand des Gewichts erkennt man leichter, wann gegossen werden muss. Weniger ist meist mehr, für die Menge werdet Ihr recht schnell ein Gefühl entwickeln.
  • Vermeidet beim Bewässern so gut es geht Extreme: die Erde sollte niemals so nass sein, dass sich Wasser im Untersetzer sammelt, die Oberfläche sollte aber auch nie ausgetrocknet sein. Mit allem dazwischen können die Pflänzchen ganz gut umgehen.
  • Rechnet bitte auch damit, dass die Pflanzen unterschiedlich viel Wasser brauchen. Bei 4 bis 5 Pflanzen hält sich der Aufwand für Sorgfalt hier zum Glück in Grenzen. Aber wollt Ihr gute Ergebnisse, sorgt für glückliche Pflänzchen :)!
  • Den Abstand zur Startbeleuchtung könnt Ihr nach etwa 2 bis 2,5 Wochen (nach Aussaat) auf 5 bis 7 cm verringern. Damit erhöht sich die Lichtmenge. Aber passt den Abstand bitte regelmäßig an. Das Wachstum beschleunigt sich oft von Tag zu Tag und wir wollen keine verbrannten Blätter. Zur gleichen Zeit könnt Ihr die Zeitschaltuhr auch auf 19 Stunden Licht/5 Stunden Dunkelheit umstellen.
  • Wenn die Pflanzen doppelt oder drei mal so groß sind wie die Töpfchen und schon so viel Wasser saugen, dass die Erde jeden zweiten Tag trocken und leicht ist, wird es Zeit zum Umtopfen. Dazu kommen wir gleich. Vorher müssen wir uns noch Gedanken um zukünftiges Licht, Luftumwälzung, Erde und Dünger machen.

Hauptbeleuchtung

Spätestens wenn die Kleinen aus der Anzuchtbox raus sind solltet Ihr auch bereits eine Idee für die Hauptbeleuchtung haben bzw. diese bereits bestellt haben. Für einen Grow dieser Dimension eignen sich sowohl kleine NDLs (Natriumdampflampen), ESLs (Energiesparlampen) als auch LEDs. Am günstigsten, unkompliziertesten und energiesparendsten sind eindeutig LEDs. Die Effizienz ist inzwischen konkurrenzfähig, lediglich das Licht der LED ist für unser Auge weniger schön.

Meine Empfehlung geht für diesen Grow trotzdem bzw. daher, eindeutig in Richtung LED. Auf Amazon gibt es inzwischen Unmengen verschiedener Ausführungen. Ich habe Euch hier eine gute mit Top Bewertungen verlinkt.

Be- und Entlüftung

Sobald die neue Lampe in Betrieb geht, sollte innerhalb der Growbox die Luft ständig umgewälzt werden. Und zwar rund um die Uhr. Sowohl zur Temperaturregelung als auch für Frischluft. Meiner Erfahrung nach sorgt gute bis leicht überdimensionierte Luftumwälzung für wesentlich bessere Ergebnisse. Für unseren Grow benötigen wir dennoch nur einen kleinen Lüfter. Qualität, Laufruhe und vor allem ein annehmbarer Lärmpegel haben hier leider ihren Preis. Ihr könnt natürlich Lüfter für unter 15 Euro verwenden. Seid dann aber darauf vorbereitet, dass man sich wegen der Lärmentwicklung kaum im gleichen Raum aufhalten kann und auch bei geschlossener Tür, im Nebenraum noch von Eurem Projekt zu hören ist.

Nehmt daher bitte ein paar Euro mehr in die Hand und bestellt einen hochwertigen, laufruhigen und vor allem leisen Lüfter. Zu späterem Zeitpunkt kommt es natürlich zu einer nicht zu unterschätzenden Geruchsentwicklung der blühenden Pflanzen.

Der verräterische Duft ist (nach leichtfertigem Getratsche) einer der häufigeren Ursachen für eventuelle Probleme. Für wenige Euro mehr kriegt Ihr ein komplettes Setmit Lüfter und passendem Aktivkohlefilter. Damit riecht man dann kaum noch was.

Ich sage mal so: In einer Erdgeschosswohnung in der Stadt mit Gehweg vor dem Fenster ist ein AKF (Aktivkohlefilter) beinah unabdingbar. Im dritten Stock mit einigen Metern Abstand zum nächsten Fenster hatte ich auch bei wesentlich größeren Projekten keine Probleme (was aber trotzdem unnötig leichtsinnig war). In einem Einfamilienhaus mit Grundstück und wenig Besuch kann man sich den Aufwand sparen. Dies muss natürlich jeder für sich abwiegen. Der Preisunterschied für diesen Grow liegt bei 10 bis 20 Euro, meine Empfehlung lautet: Sicherheit!

Erde und Dünger

Zur gleichen Zeit wie Ihr Belichtung und Lüfter bestellt, bestellt auch gleich Erde. Direkt auf Amazon, mit Prime, kriegt Ihr die meiner Meinung nach beste und am einfachsten zu Hand habende biologische Erde, die von BioBizz.

Ich verlinke hier bewusst den Sack mit 50 anstatt die lediglich benötigten 20 Liter. Die 50 Liter kosten nämlich kaum 2,50 mehr. Außerdem bin ich guter Dinge dass Euch das Hobby Spaß machen wird :).

Als Dünger-Starterset bestellt Euch das dazugehörige Starterset von BioBizz. Ihr könnt (müsst aber nicht) bereits kurz nachdem die Pflanzen aus der Anzuchtbox kommen sehr kleine Mengen Wuchsdünger (Bio-Grow) verwenden. Dadurch lässt sich der Wuchs ein wenig beschleunigen und die Pflanzen wären vielleicht noch etwas besser versorgt.

Häufiger als Nährstoffmangel tritt bei jungen Pflanzen allerdings Überdüngung auf. Ich empfehle Euch in dieser Phase erst mal nur wenige Tropfen auf einen Liter, erst nach und nach dann steigern. Mehr als 1ml pro Liter werdet Ihr von Bio-Grow aber nie brauchen.

Das große Umtopfen

Tontöpfe zum Umtopfen der CBD Pflanzen.
Beim Umtopfen sei eine gewisse Vorsicht geboten.

Die Pflänzchen sind nun etwa 3 bis 4 Wochen alt und saugen ihre kleinen Töpfchen schon in weniger als 2 Tagen leer, es wird Zeit dem Wurzelballen mehr Platz zu verschaffen. Ich lege Euch sehr ans Herz, Tontöpfe statt Plastik zu verwenden. Die Wurzeln wachsen direkt und sehr dicht an den Innenseiten der Töpfe entlang. Bei gesunden Pflanzen ist der Wurzelballen bei der Ernte eher weiß als schwarz. Ich bin überzeugt, die Pflanzen nehmen Teile des Plastiks in sich auf.

Tontöpfe verhalten sich zu Plastiktöpfen ähnlich wie Wasser in Glasflaschen gegenüber Plastikflaschen. Habe ich die Wahl, nehme ich Glas. Besorgt Euch jedenfalls Töpfe mit 3 bis 4 Litern Inhalt, das sind bei runden Tontöpfen welche mit 17 bis 18 cm Innendurchmesser. Achtet darauf, dass Ihr Töpfe mit Loch im Boden samt passendem Untersetzer nehmt. Ich empfehle Euch dafür den nächsten Baumarkt, ansonsten gäbe es aber auch welche auf Amazon.

Zum Umtopfen selbst:
Macht die Töpfe voll mit Bio-Bizz-Erde, drückt die Erde wieder nur leicht nach unten und grabt in der Mitte ein Loch in der Größe der Anzuchttöpfchen. Macht die Töpfe ordentlich voll, die Erde sitzt nach. Beim Befreien des Wurzelballens ist ein wenig Vorsicht geboten: Dreht die Pflanze samt Töpfchen auf den Kopf und legt die obere Seite des Töpfchens (die sich jetzt unten befindet) auf die Innenseite Eurer flachen Hand, der Stamm des Pflänzchens befindet sich dabei zwischen zwei Fingern (am besten Mittel- und Ringfinger oder Mittel- und Zeigefinger).

Drückt nun das Plastiktöpfchen so lange immer wieder kurz zusammen, bis sich der Wurzelballen löst. Auf die Art vermeidet Ihr, am empfindlichen jungen Pflänzchen zu ziehen. Dreht den Wurzelballen samt Pflänzchen nun vorsichtig um und stellt es in das vorbereitete Loch des größeren Topfes. Schüttet die Hohlräume an den Seiten des kleinen Wurzelballens noch mit Erde zu und fertig. Wartet mit der nächsten Bewässerung nun einige Stunden. Das Umtopfen bedeutet genau wie das Gießen Stress für Pflanzen, beim nächsten Bewässern sollten sie sich vom letzten Stress besser ein wenig erholt haben.

Das Setup nach dem Umtopfen

  • Die Pflänzchen sind nun in ihren neuen, größeren Töpfen.
  • Der Lüfter ist installiert und läuft, wenn mehrstufig, zunächst nur auf Stufe 1.
  • Die LED-Hauptbeleuchtung hängt etwa 20 bis 25 cm über den Pflanzenspitzen (den Abstand verringern wir erst später nach und nach auf etwa 10 cm).
  • Der Ventilator sorgt an geeigneter Stelle für adäquate Bewegung, zunächst eher weniger als mehr. Die 4 oder 5 Pflanzen sind höchstwahrscheinlich unterschiedlich hoch. Gleicht die Höhe durch Unterstellen der niedrigeren an. Untersetzer, alte Teller oder Tupperschalen haben sich bei mir dafür häufig bewährt.
  • Die Zeitschaltuhr stellt Ihr auf 18 Stunden Licht/6 Stunden Dunkelheit.
  • Die Bio-Bizz Erde ist ebenfalls gut vorgedüngt. Verwendet nur maximal 1 ml Bio-Grow auf einen Liter Wasser und haltet die Erde mit dieser Nährlösung wiederum gut feucht.
  • Je nach Sorte und Sorgfalt lasst Ihr die Pflanzen nun 1 bis 2 Wochen mit diesem Lichtzyklus wachsen. Pauschale Angaben sind hier leider sehr schwer, es gibt einfach zu viele Variablen. Habt Ihr nur 3 Pflanzen, lasst diese etwas länger wachsen. Habt Ihr nur eine Pflanze, verwendet zunächst einen wesentlich größeren Topf (etwa 10 Liter) und lasst diese dann eher 4 bis 5 Wochen wachsen. Wie gesagt: Der erste Grow ist in jeder Hinsicht am Aufwendigsten. Vieles, das jetzt noch verwirrend oder irritierend klingt, ist spätestens beim dritten Grow aber Routine.

Hier geht es weiter zu Teil 2: Der Blüte, Ernte, der Kultivierung einer Mutterpflanze und dem Schneiden von Stecklingen.

No Comments on CBD Gras selber anbauen – Hanf anbauen Indoor Anleitung.

CBD Gras selber anbauen – ein geiler Guide von der Blüte bis zur Ernte.

CBD Blüten, Ernte, Mutterpflanze und Stecklinge Neulinge im Hanfanbau lesen…

CBD Blüten, Ernte, Mutterpflanze und Stecklinge

Neulinge im Hanfanbau lesen besser zuerst den ersten Artikel dieses Zweiteilers: Vom Samen zur Pflanze.

Das Einleiten der Blüte

Verwendet Ihr eine Autoflower Sorte, lasst die Zeitschaltuhr ganz einfach wie sie ist. Befinden sich in Eurer Growbox aber wie empfohlen 4 oder 5 wunderschöne klassische Hanfpflanzen, ist es nun an der Zeit die Blüte einzuleiten. Dies geschieht wie erwähnt durch Umstellen des Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht/12 Stunden Dunkelheit. Ihr gaukelt Euren Pflanzen im Prinzip den nahenden Winter vor.

  • Leitet die Blüte, vor allem beim ersten Grow, eher etwas früher als später ein. Die Pflanzen legen in den ersten Wochen der Blüte heftig an Größe zu. Fehlender Platz nach oben kann da schon mal ein Ärgernis werden.
  • Je nach Sorte wachsen die Pflanzen ab dem Zeitpunkt des Einleitens zwischen etwa 50 und 200 %. Indica-lastige Sorten eher weniger, Sativa-lastige Sorten mehr. Höchstwahrscheinlich verwendet Ihr einen Hybriden von 50/50 oder 60/40. Rechnet bei solchen Pflanzen leicht mit einer Verdopplung der Größe. Dies gibt auch zusätzlich Rat für den richtigen Moment zum Einleiten der Blüte.
  • Wenn Ihr in dieser Angelegenheit ganz sicher gehen wollt, nehmt statt der Growbox mit 60x60x120, die Version mit 60x60x180. Kostet auch nur 5 Euro mehr.

Sonstiges zur Blütephase

Der Großteil der Zeit Eures Grows liegt zwar noch vor Euch, der Großteil der Arbeit ist aber getan. Von nun an wachsen die Pflanzen einige Wochen mit hohem Tempo und werden dann mehr und mehr Energie in die Entwicklung der harzigen Blüten stecken.

CBD Pflanze in der vierten Woche der Blüte.
In den ersten Wochen der Blüte findet enormes Wachstum statt.
  • In Sachen Düngung haltet Euch im Wesentlichen an das Düngeschema für die All-Mix-Erde von BioBizz. Etwas weniger ist in der Regel wiederum etwas mehr. Wurzelstimulanz ist laut Beschreibung auf der Qualitätsblumenerde bereits dort enthalten. BioHeaven habe ich bei meinen Grows mit der All-Mix-Erde bisher nicht verwendet, kann also nicht sagen, ob es den hohen Preis wert ist. Unbedingt brauchen tut Ihr es jedenfalls nicht. Bio-Grow und Top-Max des kleinen Startersets sollten für diesen Grow reichen, Bio-Bloom unter Umständen nicht, bestellt im Zweifel also rechtzeitig nach.
  • Eine pauschale Gießmenge ist bei den vielen Variablen schwierig zu nennen. Wenn ich Pflanzen in 3,5 Liter Töpfen ziehe, brauchen sie bei guten Bedingungen etwa 250ml alle 3 Tage. Befolgt diesen Wert aber bitte nicht starr.
  • Hat Euer Lüfter 2 Stufen, stellt ihn etwa ab der zweiten Blütewoche auf Stufe 2.
  • Je später es wird, also je älter die Pflanzen werden, um so geringer sollte die Luftfeuchtigkeit sein. Haltet die Erde daher zunehmend eher „trocken bis feucht“ als gut feucht. Die geringere Feuchtigkeit regt angeblich die Harzbildung an. Luftentfeuchter oder andere technische Feinheiten wären bei Grows in dieser Dimension meiner Meinung nach aber zu viel des Guten.
  • Sorgt durch Unterstellen weiterhin dafür, dass die Pflanzenspitzen auf etwa gleicher Höhe bleiben.
  • Die wenigsten Pflanzen wachsen bis zum Ende ohne jegliche Unterstützung. Vor allem wenn die Blüten an Gewicht gewinnen :). Folgende Möglichkeiten haben sich bei mir dafür bewährt:
    • Steckt Bambusstäbe in die Erde und bindet die Pflanze daran hoch.
    • Verbindet mit einem etwas robusteren Garn die Ecken der Growbox auf entsprechender Höhe und bindet die Pflanzen daran hoch. Das ist sehr praktisch und führte bei mir bisher zu besten Erträgen, hat aber natürlich den Nachteil, dass die Pflanzen sich kaum mehr bewegen lassen und vor allem das Abschätzen des Feuchtigkeitsgrades durch wiegen nur noch sehr bedingt möglich ist. Man sollte dafür schon ein wenig Gefühl und Erfahrung mit dem verwendeten Setup haben.
    • Zur Not: Wenn Ihr zwar Schnur aber keine geeigneten Bambus- oder anderen Stäbe habt, bindet die Pflanzen mit mehr Schnur an den oberen Profilen der Growbox hoch.
  • Mit zunehmendem Alter vertragen und brauchen die Pflanzen auch mehr Licht. Und die Lichtmenge nimmt potenziell mit der Verringerung des Abstands zur Lichtquelle zu, oder so irgendwie :). LEDs produzieren zudem kaum Hitze, wodurch die Gefahr von Verbrennungen gering sind. Startet die Blütephase mit etwa 10cm Abstand zwischen Pflanzenspitzen und Licht und reduziert diesen innerhalb der etwa ersten 2 Wochen der Blütephase auf bis zu 5cm.
  • Spätestens jetzt werdet Ihr froh sein, die Lampe mit Kette und Haken anstatt Schnüren aufgehängt zu haben. Ihr werdet in den ersten Wochen der Blütephase die Lampe nämlich fast täglich höher hängen müssen.
  • Die gesamte Blütezeit läuft bei den meisten Sorten (auch laut Hersteller) etwa 60 Tage, also 8 bis 9 Wochen. Dies kann je nach Bedingungen auch mal etwas variieren. Die Herstellerangabe ist aber ein ganz guter Ansatzpunkt.
  • Je nach Sorte werdet Ihr ab etwa Woche 3 bis 4, Zeugen des herrlichen Schauspiels der Blütenentwicklung.
  • Cannabis ist eine Pflanze mit (in der Natur) vorprogrammierten Lebenszyklus. Auch bei gesunden Pflanzen bleiben Blätter also nicht über die gesamte Zeit perfekt grün und schön. Krankheiten sind ein anderes (viel umfangreicheres) Thema, alte Blätter werden in der Blütephase aber schon mal braun und vertrocknen. Zum Ende hin hat die Pflanze auch bei den besten Züchtern einige nicht mehr grüne Blätter. Von gelb bis violett kommt alles vor. Je höher die Sorgfalt und Gesundheit, um so höher die Erträge natürlich. Macht Euch bei Eurem ersten Grow aber nicht wegen jeder kleinen Verfärbung verrückt.
  • Wie auf der Düngeanleitung von Biobizz abgebildet, sollten die Pflanzen in der letzten Woche bzw. in den letzten Tagen nur noch mit Wasser „gespült“ werden. Die Blüten beinhalten dann angeblich weniger Düngereste und der Geschmack verbessert sich.
  • Je nach Sorte, Setup etc. kommt es irgendwann zwischen etwa 11 bis 14 Wochen nachdem Ihr einen kleinen Samen in die Erde gabt, zum großen Moment, der Ernte :):).

Die Ernte

Rote Fäden auf reifer Cannabisblüte bei der Ernte.
Wenn die meisten Fäden rot sind, ist die Pflanze fertig.

Es ist so weit. Ihr habt Euch etwa 3 Monate lang liebevoll um Eure Mitbewohner gekümmert, es wird allmählich Zeit, dass sie sich um Euch kümmern :). Erweisen wir den inzwischen in die Jahre gekommenen, nicht mehr ganz so vitalen Pflanzen die letzte Ehre. Ihr habt sie einige Tage mit Wasser gespült (ihnen also keinen Dünger mehr gegeben), ihnen vielleicht noch ein wenig gut zugeredet, bereiten wir ihnen ein würdevolles Ende.

Der richtige Zeitpunkt

Aus dem richtigen Erntezeitpunkt machen Viele gerne mal eine kleine Wissenschaft. Die Betrachtung der einzelnen Harzblasen unter einer starken Lupe wird schon mal empfohlen. Wir halten es wiederum einfacher: Die Fäden auf den Blüten verfärben sich in den späteren Wochen immer mehr von weiß, nach braun-rötlich. Wenn etwa 2/3 bis 3/4 der Fäden sich verfärbt haben, solltet Ihr aufhören zu düngen und nur noch einige Tage mit Wasser spülen. Zusammen mit der Angabe der Blütedauer auf der Verpackung findet Ihr so schon einen guten Zeitpunkt. Macht Euch aber nicht verrückt damit, den genau richtigen Tag finden selbst Fortgeschrittene selten.

Ich habe mal gelesen, dass man die Pflanzen den letzten Tag im Dunkeln lässt, irgendwas von wegen Beruhigung oder Entspannung. Mir gefiel der Gedanke, Ihr wisst schon, wie der Start so das Ende :). Außerdem bedeutet das 12 Stunden weniger Stromverbrauch durch Beleuchtung und Ventilator. Wer agiert nicht gern ökologisch? Also Daumen hoch von mir für diese Maßnahme.

Das Abschneiden

Verwendet zum Abschneiden der Pflanzen am unteren Ende des Stamms eine vernünftige Baumschere. Falls Ihr keine besitzt habe ich Euch hier die günstigste auf Amazon verlinkt. Ich hatte zu Beginn einmal keine zur Hand und verwendete Küchenschere und Zange. Das „unkoordinierte Herumreißen und Schneiden“ fühlte sich damals scheußlich an. Als hätte ich in freier Wildbahn ein Tier erlegt und versuchte es mit Pfeil und Bogen zu zerlegen. Ich glaube fest an eine gewisse energetische Kommunikation. Ihr setzt in diesem Moment Euren lieb gewonnenen Mitbewohnern ein Ende, dies sollte von Würde und Dankbarkeit geprägt sein.

Ich weiß ich höre mich an wie der Hippie von nebenan. Ich bezeichne die Pflanze auch nicht als Lebewesen, viel mehr geht es dabei um Euer Wohlbefinden. Macht diesen Moment, den gesamten Akt der Ernte zu etwas besonderem. Hört angenehme Musik, genießt den herrlichen Duft und stellt Euch vor, wie die Pflanzen Euch in Kürze Schmerzlinderung, Vergnügen, Appetit oder tiefen erholsamen Schlaf bereiten. Ich hoffe Ihr verzeiht mir die esoterische Note, aber ein wenig Dankbarkeit im Leben tut uns allen gut. Nachdem der Stamm schließlich durchschnitten ist, bindet eine Schnur ans untere Ende der Pflanze und hängt sie kopfüber etwa auf Augenhöhe auf. Ich binde sie an einen Haken in der Decke. Zur Not tut es aber auch ein längerer Streifen des Gewebebandes.

Das Stutzen

  • Ihr braucht eine kleine, gut scharfe Schere, die möglichst bequem in der Hand liegt und mit geringstem Kraftaufwand zu bedienen ist. Ihr werdet die Schere in den nächsten Stunden nämlich häufiger auf und zu bewegen. Ich muss aber zugeben, ich hatte nie eine professionelle, extra für diesen Zweck gemachte, Ernteschere. Ich verwende die kleinste aus solch einem Set. Mit anderen hatte ich schon mal Krämpfe und Blasen.
  • Sorgt für ausreichend Licht im Arbeitsbereich. Eine 100 Watt Birne oder entsprechende LED sollte es schon sein. Ich habe auch schon mal eine starke Schreibtischlampe direkt auf die hängende Pflanze gerichtet aufgestellt.
  • Verwendet Einweg-Handschuhe wie Ihr sie von Arztserien oder Mitarbeitern in der Feinkostabteilung kennt. Das Harz riecht zwar herrlich, kann sich aber tagelang hartnäckig auf den Fingerspitzen halten. Ich habe eine größere Erntesession ohne Handschuhe mal unterbrochen und war zu Besuch in einem Haushalt mit jungem Hund. Der war von meinen Händen nicht mehr wegzukriegen :).
  • Es geht an die Arbeit. Entfernt nun alle Blätter und äußeren Blattbereiche, auf denen sich keine sichtbaren Harzperlen befinden. Startet ganz oben, also am unteren Ende der Pflanze. Die meisten größeren Blätter schneidet Ihr dabei samt Stiel ab, auch viele der kleineren. Erst in Nähe der oberen Bereiche werden einige Blätter im inneren Bereich Harzperlen aufweisen, schneidet diese Blätter an entsprechender Stelle ab. Am Ende sollte es in etwa aussehen wie das zweite Bild in diesem Artikel.
  • Die meiste Sorgfalt sollte dabei natürlich den oberen Bereichen, also dem Bereich mit üppigen Blüten zukommen. Stresst Euch nicht zu sehr im unteren Bereich mit den kleinen Blüten mit kaum Harz. Die kosten die meiste Zeit und liefern am wenigsten Ergebnisse. Ein klassischer Fall des Pareto-Prinzips :).
  • Auf der Schere wird sich mehr und mehr reines Harz ansammeln. Schabt es immer wieder mal (mit einer feinen Klinge zum Beispiel) ab und hebt es auf. Diese kleine klebrige Ansammlung pflanzlicher Güte kann schon den selben Abend zu einem der interessantesten, entspanntesten oder auch ausgelassendsten des Jahres machen :).

Das Trocknen

Die fertig beschnittenen Pflanzen hängt Ihr nun zum Trocknen in die Growbox, mit laufendem Lüfter. Aus den „idealen Bedingungen“ zum Trocknen könnte man in ähnlichem Ausmaß eine Wissenschaft machen wie aus der Aufzucht selbst. Aber wie gesagt wir halten es einfach. Einige Grad bei Temperatur oder Prozentpunkte bei Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger müsste man mit aufwendigem Equipment regulieren. Wenn die Pflanzen mit unserem Setup in diesem Raum einigermaßen gut gewachsen sind, ist die dunkle Growbox mit laufendem Lüfter auch ein geeigneter Ort zum Trocknen.

Rechnet mit etwa 4 bis 7 Tagen Trocknungszeit. Ein Indikator für einen guten Moment, die Pflanzen runterzunehmen ist, wenn der Stamm bzw. die Äste „gerade noch“ nicht brechen, sondern noch knicken. Also ziemlich trocken, aber nicht vollkommen trocken. Schneidet nun die einzelnen Blüten von den Ästen und Zweigen runter. Theoretisch könnt Ihr das Material jetzt schon verwenden. Eine weitere Maßnahme hat sich (zumindest bei mir) in Sachen Geschmack und Weichheit beim Rauchen aber bewährt. Und zwar: Wie Ihr es vielleicht in Filmen schon mal gesehen habt, das Einwickeln in Papier.

Kurze Reifung

Wickelt die Blüten leicht komprimiert in Papier. Nehmt dafür bitte keine Zeitung sondern wenn möglich hochwertige, vielleicht sogar biologisch abbaubare und pestizidfreie Papierbögen. Stellt es Euch ein wenig vor wie einen überdimensionalen Joint. Darin findet dann ein einfacher Reifeprozess statt, eine Art Veredelung wenn Ihr so wollt. Innerhalb der nächsten 3 bis 5 Tage öffnet Ihr die Bögen 2 bis 3 mal täglich einige Minuten, damit die restliche Feuchtigkeit entweichen kann.

Es gäbe dafür auch Gerätschaften, die das ganze stark beschleunigen. Eingefleischte Liebhaber „fermentieren“ das Material auch mal wochenlang bei ähnlichem Vorgehen mit großer Sorgfalt in einem Glas. Ich halte die Papierbögen aber für einen gesunden und effizienten Mittelweg.

Nun habt Ihr es tatsächlich geschafft, Euer eigens angebautes Marihuana ist fertig für den Konsum, Glückwunsch!! Zur Aufbewahrung empfehle ich Euch verschließbare Gläser (ich vermeide Plastik gerne wo es geht). Diese könnt/solltet Ihr auch noch einige Tage täglich kurz öffnen, damit auch ganz sicher kein Schimmel entsteht. Lagerung im Kühlen und Dunklen versteht sich hoffentlich von selbst.

Sonstiges zur Ernte

  • Rechnet bei Eurer ersten Ernte bei einem Grow in dieser Dimension mit etwa 2 Stunden Erntedauer, Tendenz mit Übung natürlich sinkend.
  • Eine Frage, die ich als kompletter Noob damals aufwendig recherchierte, war: „Was ist der Unterschied zwischen Hasch oder Haschisch und Marihuana?“ Marihuana sind die getrockneten Blüten, die Ihr nun gerade sorgfältig in Gläsern aufbewahrt. Hasch oder Haschisch ist das reine Harz ohne jegliches Blattmaterial, in etwa das, was Ihr (hoffentlich) von der Ernteschere gekratzt habt.
  • Aus dem Verschnitt der Ernte könnte man Haschisch gewinnen. Dafür benötigt man sog. Bubble Bags. Ich selbst habe damit kaum Erfahrung aber vielleicht will es jemand von Euch ja mal probieren.
  • Hinweis für übertriebene Sparfüchse: Ich rate Euch stark davon ab, die Erde wiederzuverwenden. Die Ergebnisse wären lächerlich.
  • Falls es sich nicht von selbst versteht: Entsorgt Wurzelballen und Blattreste nicht unbedingt in der Biotonne Eurer Wohnanlage :). Das ist nicht nur leichtsinnig, sonder auch unfair gegenüber eventuellen anderen Growern in Eurem Haus.

Die eigene Mutterpflanze und Stecklingszucht

Eine schwangere Frau mit dickem Bauch und einem Hanfblatt in der Hand.
Eine Mutterpflanze bietet enorme Vorteile in der Hanfzucht.

Wie schon mehrfach erwähnt, folgt nun noch eine kurze Anleitung zur Kultivierung Eurer eigenen Mutterpflanze, sowie dem Schneiden und Anwurzeln eigener Stecklinge. Dies bietet enorme Vorteile, gegenüber nur geringen Nachteilen.

Nachteile:

  • Es entsteht nur eine Sorte. Allerdings, warum wechseln wenn diese Sorte hilft und/oder gefällt?
  • Die Mutterpflanze und die Stecklinge brauchen natürlich einen eigenen Platz, in der Regel ihre eigene kleine Box. Was bei den heute wirklich krass niedrigen Preisen aber kein sonderliches Problem mehr darstellt.

Vorteile:

  • Zunächst mal fallen die Kosten für immer wieder neue Samen weg. Je nach Sorte und Menge an Pflanzen sind das pro Grow schon mal 50 bis 80 Euro.
  • Mehr Pflanzen: Generell produziert der Hauptstamm die größten Blüten. 9 kleinere Pflanzen produzieren in der Regel also mehr als 4 größere. 16 wären noch effizienter und so weiter.
  • Damit kommen wir zum nächsten gewichtigen Vorteil: 9 kleinere Pflanzen müssen nicht so lange wachsen wie 4 größere. Das bedeutet Ersparnis an Zeit und natürlich Energie (Licht, Wind, Luftumwälzung, Wasser, Dünger), also bares Geld.
  • Die Mutterpflanze kultiviert Ihr wie erwähnt aus dem sich am besten entwickelnden Sämling. Das heißt Ihr verwendet künftig nur noch genetische Klone erster Generation der stärksten von mehreren Pflanzen. Das kann schon mal ein plus von 50 % oder mehr an Ergebnissen bedeuten.

Kultivieren der Mutterpflanze

  • Nehmt dafür wie gesagt den stärksten Sämling. In der Regel produzieren jene Pflanzen, die von Beginn an besser, schneller, robuster und gesünder wachsen, später auch die besseren Ergebnisse.
  • 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat, wenn die Pflänzchen schon 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben, schneidet Ihr den Hauptstamm direkt ober dem dritten oder vierten Blattpaar ab. Einige Tage nach dem Umtopfen ist ein guter Zeitpunkt.
  • Setzt die Mutter auch gleich in einen größeren Topf, 10 Liter dürfen es schon sein.
  • An der Schnittstelle wachsen in den kommenden Tage und Wochen 2 bis 4 Zweige in verschiedene Richtungen. Wenn diese Zweige je 3 bis 5 Blattpaare entwickelt haben, macht dort das selbe. Die Pflanze wächst durch diese Art des Zuschneidens niedriger und buschiger.
  • In einigen Wochen ist es so weit, und die junge Mutter produziert genug Zweige bzw. Stecklinge für den ersten Grow mit ihren „Kindern“.

Beleuchtung für die Mutterpflanze

Für die Mutterpflanze haben sich bei mir ebenfalls die guten alten Leuchtstoffröhren immer sehr gut bewährt. Und zwar wieder eine von der Type bzw. Lichtfarbe 840, egal ob Osram, Phillips oder sonst welche. Für die Mutterpflanze empfiehlt sich die Ausführung in Ringform. 40 Watt sollten reichen, mit 55 geht’s noch ein wenig schneller. Amazon bietet hier einige Varianten, auch mit Prime. Ich empfehle Euch dafür dennoch den nächsten Baumarkt. Wenn Ihr mit sowas absolut keine Erfahrung habt, lasst Euch dort am besten auch die Installation bzw. den Anschluss erklären.

Alternativ könnt Ihr für die Mutterpflanze auch wieder eine LED-Glühbirne mit der Lichtfarbe 4000k verwenden. Die Selbe wie jene für die Startbeleuchtung eignet sich bereits ganz gut, ich hätte für die Mutterpflanze aber eine etwas stärkere verwendet. Dies hat auch hier wieder den Vorteil, dass es in jeder Hinsicht viel bequemer ist, sei es in Sachen Anschaffung, Montage, Installation oder Aufhängung. Aufgrund der günstigeren Fassung (selbe wie für den Start) im Vergleich zu jener für die die ringförmige LSR, ist die Version mit LED hier auch noch günstiger. Der einzige Nachteil ist wiederum das etwas schlechtere Ergebnis im Vergleich zur LSR.

Auf Wind, also einen Ventilator, habe ich bei meinen Mutterpflanzen bisher verzichtet.

Das Schneiden der Stecklinge

Eure Mutterpflanze ist einige Wochen alt, Ihr habt sie mehrfach zugeschnitten, der letzte Schnitt ist 1 bis 2 Wochen her, dann sollte sie allmählich genug Zweige für den ersten Grow mit ihren Kindern bieten.

CBD Stecklinge kurz nach der Anwurzelung.
Stecklinge zu bewurzeln ist einfacher als Samen zu pflanzen.
  • Verwendet eine gut scharfe Schere
  • Schneidet Zweige mit 2 bis 3 Blattpaaren wieder oberhalb des darunter liegenden Blattpaares ab. Tut also im Prinzip das gleiche wie bisher beim Stutzen.
  • Schneidet das unterste Blattpaar des Stecklings am Stämmchen ab. Der Steckling hat nun also nur noch 1 oder 2 Blattpaare.
  • Für den Grow mit 9 Pflanzen schneidet 12 Stecklinge. 12 deshalb, weil die Bewurzelungsrate selten bei Hundert Prozent liegt und weil 3×4 Pflanzen gut in die meist rechteckige Anzuchtbox passen.
  • Stellt die Stecklinge einige Stunden oder auch über Nacht in Wasser, also in Gläser oder Becher. Dieser Schritt ist diskutabel, ich hatte bisher aber bessere Bewurzelungsraten mit.
  • Nehmt die Stecklinge jetzt aus dem Wasser und schneidet mit einem scharfen Messer (Stanleymesserklinge oder besser noch ein Skalpell) diagonal das unterste Stück des Stämmchens ab. Diagonal ist wichtig, damit eine größere Oberfläche zur Flüssigkeitsaufnahme entsteht. Die scharfe Klinge sorgt für einen schönen Schnitt und verhindert, dass zu viel Druck auf das Stämmchen ausgeübt wird.
  • Tunkt nun die unteren 1 bis 2 cm des Stämmchens in ein Wurzelhormon.
  • Zu diesem Zeitpunkt solltet Ihr bereits 12 der kleinen Anzuchttöpchen mit Compo Sana Qualitätsblumenerde befüllt haben. Steckt den Steckling nun die 1 bis 2 cm und 2-3 mm mehr in die Erde.
  • Macht das mit allen 12 und stellt die Stecklinge in den Töpchen samt Untersetzer in die Anzuchtbox.
  • Das Vorgehen in den nächsten 1 bis 2 Wochen ist nun ähnlich wie bei den Samen: Haltet die Erde gut feucht und besprüht den Bereich um das Stämmchen in der Erde täglich mit der Sprühflasche.
  • Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit gebt wieder etwas Wasser auf den Boden der Anzuchtbox.
  • Als Beleuchtung fungiert nun wieder eine LSR 840 etwa 10 bis 20 cm über der Anzuchtbox.
  • Nach spätestens 2 Wochen sollten die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben und können aus der Anzuchtbox raus.
  • Nun und der Rest ist Euch ja bekannt :).

Sonstiges zur Stecklingszucht

  • Alles in allem ist es leichter einen Steckling zu machen als fragile Sämlinge aufzuziehen (ein weiterer Vorteil).
  • Verwendet für die Mutterpflanze einen Mix aus Compo Sana Qualitätsblumenerde und der BioBizz All-Mix-Erde und düngt sie nur leicht mit maximal 1ml Bio-Grow pro Liter Wasser.
  • Die Mutterpflanze wird etwa alle 2 Wochen neue Stecklinge liefern. Es tut zwar weh, aber bereitet Euch darauf vor, mehr Stecklinge bzw. Verschnitt zu entsorgen als zu verwenden.
  • Allerdings bietet die Growbox mit den Maßen 60x60x180 genug Platz für 2 Ebenen. Wenn Ihr diese Box zu einer reinen „Blütebox“ macht und auf halber Höhe eine Etage einbaut, hättet Ihr damit die Anzahl und Ausbeute verdoppelt und im Schnitt alle 4,5 Wochen eine Ernte.
  • In einer kleineren Box mit 40x40x160 könntet Ihr auf 2 Etagen Mutterpflanze und die nachkommende Generation unterbringen.
  • Ihr könntet sogar noch einen Schritt weiter gehen, statt Quadraten aus 9, Quadrate aus 16 Pflanzen machen und ein Rad aus 4 mal 8 Pflanzen betreiben. Sagen wir die Blütedauer Eurer Sorte beträgt genau 8 Wochen, dann würdet Ihr alle 2 Wochen Stecklinge schneiden und reife Pflanzen ernten. Ihr müsstet die jüngeren 8 Pflanzen auf einer Ebene in der Blütebox dann halt unterstellen. Insgesamt verringere sich die Wuchszeit aber noch mal um etwa eine Woche.
  • Einen extra Platz zum Trocknen bräuchtet Ihr bei dem strengen Zeitplan noch :).
  • Mit einem solchen Rad seid Ihr und vermutlich noch eine weitere (schmerzgeplagte) Person ganz sicher ausreichend versorgt.

Die eigene Mutterpflanze bietet wie Ihr seht viele Vorzüge und Möglichkeiten. Ich will Euch aber davor warnen, der Gier zu verfallen. Unter Umständen gebt Ihr mal eine kleine Menge Eurer Ergebnisse gegen Bezahlung weiter und wittert das große Geschäft. Ihr beginnt, mit überlegenen Growsets wie diesem zu liebäugeln und Mathematik macht plötzlich Spaß. Leute lasst es sein, erfreut Euch an Eurer eleganten Selbstversorgung und nutzt dadurch gewonnene Energie und Freude für sinnvollere Dinge.

Ein paar Schlussworte

Nachdem der gesamte Beitrag fast die Länge eines kleinen eBooks hat, scheinen mir ein paar Schlussworte angebracht. Nun, ich hoffe sehr, die Preise für CBD-haltige Produkte sinken bald und bieten einer breiten Masse an Menschen leichteren Zugang zu diesem wundervollen Wirkstoff. Bis dahin bin ich guter Dinge, dass Ihr in dieser kurzen Anleitung eine annehmbare Alternative findet.

Hanf ist eine wundervolle Pflanze, das meine ich aus tiefstem Herzen. Es wird Zeit, dass sie sich aus den Klauen der konservativen Verunglimpfung befreit und endlich wieder ihren verdienten Platz in der Kultur des Menschen einnimmt. Ich persönlich werde diesem Hobby wohl noch länger treu bleiben, auch wenn es zu einer Art Legalisierung kommen sollte. Ich weiß gern was ich hab und um ehrlich zu sein, es macht wahnsinnig viel Freude und Spaß!

Für jene, die nun endgültig die Lust am Erschaffen von Leben in den eigenen 4 Wänden gepackt hat, habe ich noch mal alle Verlinkungen in Form einer Art Einkaufsliste zusammengestellt. Ich wünsche Euch das Beste, habt Spaß :)!!

No Comments on CBD Gras selber anbauen – ein geiler Guide von der Blüte bis zur Ernte.

Type on the field below and hit Enter/Return to search