Cannabis Butter selber machen ist ganz einfach. Mit dieser Anleitung gelangst Du in nur 6 Arbeitsschritten zur perfekten Hanfbutter. 

Cannabis Butter ist nicht nur was für jene, die sich den Tag mit einem “High” versüßen wollen. Nein, auch gesundheitsbewusste Menschen können sich ihre eigenen CBD-Kekse, Kuchen oder Brownies backen. Ob THC oder CBD ist Dir überlassen, die Herstellung bleibt die gleiche. 

Cannabis Butter selber machen – Anleitung.

Zutaten:

250 g Butter (wahlweise auch Kokosöl)
1 Tasse Wasser
5-20 g Cannabis (CBD)

Idealerweise werden nur Blüten verwendet, da dort die meisten Wirkstoffe enthalten sind. ABER wenn Du nicht so viel Pflanzenmaterial hast, dann nimm auf jeden Fall alles was Du hast – also auch Stängel und Blätter.

Material: 

  • einen Topf und Kochlöffel
  • ein feines Sieb oder ein Tuch zum Abseihen
  • eine Schüssel, in die Du die Butter abseihen kannst 

Vorbereitung – Cannabis aktivieren.

Cannabis Decarboxylierung… ist ganz einfach, und extrem wichtig für die Wirksamkeit der Cannabis Butter. Dauert je nach Methode 30 oder 60 Minuten. 

Was ist Decarboxylieren? Um die Inhaltsstoffe (CBD, THC) der Hanfpflanze zu aktivieren, muss das Pflanzenmaterial für eine bestimmte Zeit erhitzt werden. Wird dieser Vorgang verabsäumt – geht ein Großteil der Wirkung flöten (mehr dazu kannst Du weiter unten nachlesen). 

Methode 1 – Der Backofen

  1. Die Hanfblüten zerkleinern mit einem Grinder, Messer, Mörser oder Mixer.
  2. In ein hitzebeständiges Gefäß geben und mit Alufolie abdecken.
  3. Bei 110-120 Grad für 30 Minuten backen.
Cannabisbutter-Decarboxylieren
Cannabis – aktivieren (decarboxylieren)

Vorteil: schnell und unkompliziert.
Nachteil: Duftstoffe verabschieden sich.

Methode 2 – Wasserbad

  1. Die Hanfblüten zerkleinern.
  2. In ein Einmachglas oder hitzebeständiges und verschließbares Glasgefäß geben. Wichtig ist es das Gefäß zu verschließen (Deckel oder Alufolie), da die Hitze inkl. Duftstoffe sich sonst verflüchtigen. 
  3. Im Wasserbad (kochendes Wasser = 100 Grad Celsius) für 60 Minuten erhitzen. 
Cannabisbutter-aktivieren
So sieht das fertige Cannabis aus.

Vorteil: Duftstoffe und Geschmacksstoffe bleiben besser erhalten (Terpene, Flavonoide).
Nachteil: dauert länger.

Beide Methoden führen zu einer Aktivierung des Pflanzenmaterials. Wer mehr Geschmack möchte sollte sich für die Wasserbad-Methode entscheiden. Warum? 
a.) Terpene und Flavonoide enthalten gesundheitsfördernde Stoffe. 
b.) Der einzigartige Geschmack bleibt erhalten – wenn schon kochen, dann richtig. 

Ein Zeichen dafür, dass die Decarboxylierung funktioniert hat, ist eine grün-gelbliche leicht bräunliche Farbe der zerkleinerten Blüten.

Zubereitung von Cannabis Butter:

Schritt 1: Cannabis einweichen

Decarboxyliertes Cannabis für 10 Minuten in Wasser einweichen. Die gleiche Menge Wasser und Cannabis verwenden.

Tipp: Durch das Einweichen quillt das Cannabis auf und öffnet so die Poren, um sich bestmöglich mit der Butter zu vereinen. 

Schritt 2: Butter aufkochen

250 g Butter mit einer 1/2 Tasse Wasser einmal kurz aufkochen. Danach die Temperatur auf 88 Grad herunterschalten. 

Tipp: Du hast kein Thermometer? Kein Problem: das Butter-Wasser-Gemisch sollte nur ansatzweise Bläschen bilden. Ein leichtes dahin sieden (simmern) unter dem Siedepunkt ist genau richtig. 

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Schritt 3: Vermischen und Erhitzen

Eingeweichtes Cannabis zu der leicht siedenden Butter hinzufügen. Für 2-3 Stunden bei 80-88 Grad erhitzen. Das Butter-Cannabis-Gemisch darf nicht kochen! Die Temperatur dient dazu, die Wirkstoffe besser aus dem Cannabis zu lösen.

  • Deckel drauf
  • Alle 10-15 min umrühren
cannabis-butter-machen
Nicht kochen!

Schritt 4: Abseihen

Erhitzte Butter kurz abkühlen lassen und durch ein Tuch oder Sieb in ein Gefäß (Schüssel) abseihen. Achtung heiß!

Cannabisbutter-machen
Abseihen

Schritt 5: Kühlschrank

Schüssel in den Kühlschrank stellen und warten bis die Cannabis Butter hart wird, und sich vom Wasser bzw. der Molke trennt. 

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Butter und Wasser getrennt

Schritt 6: Weiterverarbeiten oder Einfrieren

Die Butter bildet einen soliden Block, der sich ganz einfach vom Wasser abheben lässt. Die fertige Cannabis Butter kann weiterverarbeitet oder für längere Haltbarkeit eingefroren werden. 

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Fertige Cannabis-Butter

Das Wasser kann mit etwas Kreativität natürlich auch weiterverwendet werden… Vielleicht einen Smoothie, Shake oder ein Salatdressing draus machen? 

Tipps zum Backen mit Cannabis Butter.

Wenn Du vor hast einen Kuchen oder ähnliches zu backen, dann ist es nicht nötig das zerkleinerte Cannabis vorher zu decarboxylieren, da durch die Hitze des Backvorgangs die Cannabinoide ohnehin aktiviert werden. Dennoch sind 2 Dinge zu beachten:

  1. Der Kuchen muss für mindestens 30 Minuten der Hitze ausgesetzt sein. Überprüfe also Dein Rezept.
  2. THC hat einen Siedepunkt von 157°C
    CBD hat einen Siedepunkt von 180°C
    Das heißt, wenn Du Deinen Kuchen bei 200°C backen möchtest, werden die meisten Cannabinoide am Ende verdampft sein. 

Also, den Kuchen bei maximal 150 °C backen!

Für Kekse oder ähnliche Backwaren, die nur 15 Minuten Backzeit benötigen, ist es besser die Cannabis Butter vorher separat zu decarboxylieren. Weil die Backzeit von 15 Minuten nicht ausreicht, um die Cannabinoide vollständig zu aktivieren. Die Kekse werden zwar Wirkung zeigen, aber nicht ihr volles Potential ausschöpfen können. 

Kann Cannabis Butter auch mit Kokosöl hergestellt werden?

Ja, die Butter kann auch durch Kokosöl ersetzt werden. Die Herstellung des Cannabisöls ist genau gleich wie bei der Cannabis Butter. 

Das Cannabis-Kokosöl wird wie folgt hergestellt: 

  1. Decarboxylierung (siehe oben).
  2. Decarboxyliertes Cannabis in etwas Wasser einweichen und quellen lassen.
  3. Kokosöl mit einer halben Tasse Wasser erhitzen (maximal 88 Grad).
  4. Cannabis-Wasser-Gemisch hinzufügen.
  5. Für 2 Stunden leicht simmern (sieden) lassen.
  6. Kühlschrank

Decarboxylierung ist Dein Freund.

Viele der wirksamen Cannabinoide liegen in der Hanfpflanze in Form einer Säure (Carboxylsäuren) vor. Die THC-Säure (THCA) und die CBD-Säure (CBDA) müssen eben durch den Prozess der Decarboxylierung erst für den Körper verfügbar gemacht werden. Das betrifft sowohl die Herstellung von Hanfbutter sowie jedes andere Produkt, in dem die Inhaltsstoffe in aktiver Form gewünscht sind. Um den CBD-Gehalt zu steigern, werden auch die für das CBD-Öl verwendeten Hanfextrakte decarboxyliert. 

Bei der Decarboxylierung wird das Pflanzenmaterial über einen bestimmten Zeitraum erhitzt. Dabei wird das A (Kohlendioxid-Molekül) von der CBD-Carboxylsäure (CBDA) abgespalten. So wird aus dem CBDA, das wirksame CBD.

Verwendungsmöglichkeiten von Cannabis Butter

  • Kuchen
  • Kekse
  • Pfannkuchen
  • Brownies
  • Schokolade
  • Geburtstagstorten

Schönes Video-Anleitung: Cannabisbutter selber machen: