Cbd Öl und Hanfprotein

Author: Chris

Hanfprotein, Muskelaufbau, meine Erfahrung und Bioverfügbarkeit.

Die moderne Fitnessindustrie macht einem den Muskelaufbau einfach, häufig nur…

Die moderne Fitnessindustrie macht einem den Muskelaufbau einfach, häufig nur leider auf Kosten der Gesundheit. Ich versorge meinen „einzigen“ Körper gerne so effizient und vor allem so gesund wie möglich. Dementsprechend hoch sind meine Ansprüche an Nahrungsergänzung und Eiweißpulver. Nach Jahren der Recherche und Vergleichen ist daher Proteinpulver aus Hanfsamen, heute fixer Bestandteil meiner Fitnessernährung.

Wie gut eignet sich Hanfprotein für den Muskelaufbau und wie steht es um seine Bioverfügbarkeit? Hanfprotein eignet sich hervorragend für Muskelaufbau, es enthält alle essentiellen Aminosäuren und liefert diese dem Körper in sehr hoher Bioverfügbarkeit. Soll bedeuten, der Körper kann Hanfprotein schnell und leicht verdauen und erhält alles was er braucht, für Muskelreparatur und natürlich für Muskelwachstum.

Fitnesscenter-Kunden konzentrieren sich meist zu sehr auf pralle Oberarme, und zu wenig auf ihre langfristige Gesundheit. Durchaus verständlich, aber kurzsichtig, und früher oder später höchstwahrscheinlich gefährlich. Mit Hanfproteinpulver stehen dies Ziele nicht mehr in Konflikt, sondern lassen sich auf geniale Weise vereinen.

Die Vorteile von Hanfprotein

Hanfproteinpulver ist im Vergleich zu den meisten anderen Proteinpräparaten wesentlich weniger verarbeitet. Proteinpulver aus Whey, Kasein, Soja, Erbsen oder Reis sind lediglich erhältlich in Form von Isolat, Konzentrat oder Hydrolysat. Soll bedeuten, der Proteinanteil im ursprünglichen Nahrungsmittel wird aufwendigst extrahiert, unter Zuhilfenahme von Hitze, Druck, häufig auch Chemie. Das muss nicht zwingend schlecht sein, habe ich aber die Wahl, greife ich zu einer weniger verarbeiteten Alternative.

Hanfprotein hingegen entsteht aus mechanisch gepressten, entölten, gemahlenen und gesiebten Hanfsamen. Es enthält immer noch die meisten der im Hanfsamen enthaltenen Nährstoffe. Es ist daher eher eine Art sehr proteinreiches Lebensmittel als Nahrungsergänzung. Eine genauere Gegenüberstellung der Verarbeitung von Hanfprotein auf der einen, und Wheyprotein auf der anderen Seite, findet Ihr im Artikel „Hanfprotein vs. Whey“. Hanfprotein ist aber nicht nur wesentlich gesünder als andere Proteinpulver, sondern darüber hinaus auch noch:

  • beinah ausnahmslos sehr gut verdaulich,
  • hypoallergen,
  • auch ohne Zusätze zumindest erträglich im Geschmack,
  • ein geschmacklicher Mehrwert in Smoothies und Backwaren,
  • auch in hoher und biologischer Qualität preisgünstig,
  • Teil einer nachhaltigen, umweltschonenden Produktionskette.

Enthält Hanfprotein alle essentiellen Aminosäuren?

Hanfprotein Aminosäuren Biologische Wertigkeit
Hanfprotein enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren.

Ja das tut es! Ihr findet zu diesem Thema umfangreichere Aufklärung in meinem Artikel „Hanfprotein, Aminosäuren und biologische Wertigkeit“. Viele Stimmen im Internet behaupten, Hanfprotein enthält nicht nur alle essentiellen Aminosäuren, sondern auch noch im idealen Verhältnis zueinander. Nun der Begriff des „idealen Verhältnisses“ mag dehnbar sein, ich kann diese Aussage nach tiefer gehender Beschäftigung mit dem Thema, so nicht ganz unterstreichen.

Whey, Ei- oder Sojaprotein haben laut aktueller Kenntnisse ein ausgeglicheneres Aminosäureprofil als Hanf. Soll bedeuten, der Körper wäre effektiver mit Eiweiß versorgt, bekäme er z. B. nur Whey, als bekäme er nur Hanfprotein. Allerdings ist dies eine etwas sinnlose und realitätsferne Überlegung. In welcher Situation wäre jemand denn heute lediglich auf eine einzige Proteinquelle angewiesen? So gut wie niemals! Wir essen täglich mindestens 5 verschiedene Proteinquellen. Und mit jeder weiteren Proteinquelle verbessert sich im Schnitt das Aminosäureprofil der Gesamternährung. Der Körper speichert und kombiniert die einzelnen Aminosäuren dann ganz nach Bedarf, über Stunden und Tage hinweg.

Im Rahmen einer jeden auch nur annähernd sinnvoll gestalteten Ernährung ist Hanfprotein damit ebenso potent für schieren Muskelaufbau wie jedes andere Proteinpräparat. Zusätzlich erlaubt es aufgrund seiner Eigenschaften in Sachen Verarbeitung, Mineralstoffe und Lebensmittelbegleitstoffe, größere Mengen davon zu essen. Mit Wheyprotein kam es bei höherer Dosierung, aufgrund des Fehlens der Begleitstoffe, schon mal zu Darmvergiftungen. Bezüglich der vertretbaren Verzehrmenge ist Hanfprotein demnach sogar eine wesentlich potentere Proteinquelle.

Hanfprotein und Lysin

Lysin ist jene einzige essentielle Aminosäure, die in Hanfprotein etwas unterrepräsentiert ist und es daher als alleinige Proteinquelle etwas weniger potent macht. Ist dies ein Grund zur Sorge oder ein Grund, zu anderen Proteinpulvern zu greifen? Keinesfalls. Lysin ist in vielen tierischen Lebensmitteln und Hülsenfrüchten sogar ein wenig überrepräsentiert. Hanfprotein stellt so gesehen einen sinnvollen Ausgleich dar.

Für jene, die vegan leben und dennoch das ideale Aminosäureprofil in ihrem Proteinshake wollen, hier eine einfache Lösung: Kombiniert das Hanfprotein mit Soja- Erbsen- oder Lupinenprotein. Vor allem Lupinen haben sehr viel Lysin. Ein Teil Lupinenprotein auf 3 oder 2 Teile Hanfprotein führt zu einem sehr ausgeglichenem Profil. Ich persönlich ergänze die Mischung noch um einen kleinen Teil hochwertigen Reisproteins.

Selbst für jene unter Euch, die vegan leben und Hülsenfrüchte schlecht vertragen gibt es eine Lösung: Besorgt Euch Lysin als isolierte Aminosäure, kombiniert 500 mg Lysin mit etwa 30 g Hanfproteinpulver und fertig ist das Aminosäureprofil wie es auch aus z. B. einer Kombination von Ei, Huhn und Whey entsteht. Das mag vielleicht nicht mehr natürlich sein, deshalb aber auch nicht schädlich. Immerhin gilt isoliertes Lysin als effektiv unter anderem in der Krebsbekämpfung.

Hanfprotein vor oder nach dem Training?

Ich bin Fan von Intermittent Fasting, trainiere daher meist mit leerem Magen. Ich eile nach dem Training aber auch nicht direkt in die Küche um das sog. Metabolic Window zu nutzen. Zu „Meal Timing“ im Zusammenhang mit Sport gibt es so viele unterschiedliche Meinungen. Am besten also: Selbst rausfinden! Ich habe so ziemlich alle Ansätze getestet und komme zu dem Schluss dass jene Recht haben, die sagen, man solle einfach trainieren, vernünftig essen und sich nicht zu viel Stress ums Meal Timing machen. Hauptsache die Muskeln erhalten Trainingsreize und werden versorgt. Das „Wann“ ist bei weitem nicht so wichtig wie das „Dass“.

Für Optimierungswillige trotzdem ein paar Überlegungen: Ich musste mich ans Training mit leerem Magen erst gewöhnen und würde es vor allem Unerfahrenen, nicht empfehlen. Ich konzentriere mich auch eher auf maximale Effizienz als auf maximalen Muskelaufbau. Meine generelle Empfehlung wäre (sowohl aus persönlicher Erfahrung als auch Recherche): Esst vor dem Training nur etwas Obst oder trinkt einen kleinen Proteinshake. Den großen Proteinshake trinkt Ihr dann nach dem Training. Das funktioniert für die Meisten ganz gut. Aber bitte experimentiert und fühlt in Euch hinein. Bei dem Thema sind Menschen häufig sehr unterschiedlich.

Welche Menge Hanfprotein pro Tag?

Das hängt natürlich von Faktoren wie genereller Ernährung, Trainingsart, Trainingsausmaß, Konstitution, Gewicht etc. ab, die Angaben auf den Verpackungen haben sich aber ganz gut bewährt. 30 Gramm am Tag, das entspricht etwa 2 mittleren Esslöffeln, sind für den Beginn eine vernünftige Menge. Je nach Bedarf kann dann reduziert, erhöht oder auch stark erhöht werden. Eine Überdosierung mit Hanfprotein ist so gut wie unmöglich. Für mehr Details und Erläuterungen verweise ich Euch auf meinen Artikel „Hanfprotein, die richtige Dosierung“.

Mit Hanfprotein zunehmen. Wie viele Kalorien hat es?

Hanfprotein zunehmen
Mit Hanfprotein kann man zunehmen, an Muskelmasse.

Hanfproteine haben meist um die 350 kcal pro 100 g. Jenes, das ich Euch empfehle, hat einen geringeren Fettanteil und nur 320 kcal. Das macht nur etwa 100 kcal pro Portion (30 g). Wenn Ihr entsprechend trainiert, lässt es sich damit auf jeden Fall zunehmen, und zwar an Muskelmasse. Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, einen Fettpolster anessen will, dem rate ich eher zu insgesamt fetteren Lebensmitteln mit mehr Kalorien wie z. B. geschälten Hanfsamen.

Ab welcher Menge wird Hanfprotein ungesund?

Die bedenkliche Menge liegt bei Hanfprotein aufgrund seiner Eigenschaften und Wirkung wesentlich höher als bei jedem anderen Proteinpulver. Es heißt, man könne sogar monatelang ausschließlich von Hanfprotein leben. Ich kenne aber keine konkreten Beispiele oder Beweise für solche Behauptungen. Ich hätte gesagt, esst nicht mehr als maximal 100 Gramm Hanfproteinpulver täglich. Damit hätten die meisten Menschen bereits mehr als die Hälfte ihres Proteinbedarfs gedeckt.

Ich will noch mal betonen: 100 Gramm betrachte ich als die Obergrenze dessen, was gesund und sinnvoll ist. Kaum ein Mensch braucht je so viel davon, und schon gar nicht mehrere Tage in Folge. Der Großteil des Proteinbedarfs sollte immer noch aus regulären Mahlzeiten stammen. Nachhaltiger Muskelaufbau geschieht schon bei einer täglichen Menge von 1,3 bis 1,5 Gramm Protein pro KG Körpergewicht. Alles darüber zeigt kaum zusätzlichen Effekt und belastet lediglich den Organismus. Ab 2 Gramm und mehr wird es gesundheitlich bedenklich.

Ist Hanfprotein bedenklich in Sachen Doping oder THC?

Nein! Hanfprotein enthält weder Inhaltsstoffe, die zu einem positiven Dopingtest, noch zu einem positiven Drogentest führen. Ich habe es bereits in vielen anderen Beiträgen erwähnt und erwähne es gerne noch mal: Die einzigen Bestandteile der Hanfpflanze, die THC bilden, sind die Blüten. Wenn es zu Fällen von Grenzwertüberschreitungen kommt wie damals beim Veganz Hanfprotein von DM, dann weil es bei Ernte oder Verarbeitung zu Kontakt zwischen Samen und Blüten gekommen ist. So was kommt nur sehr selten vor und führt dann schon mal zu sensationslüsterner Aufregung.

Mein Hanfprotein Testsieger

Die Auswahl eines Produkts gestaltet sich inzwischen etwas schwieriger als gedacht. Sehr viele Hersteller und Anbieter importieren Hanfsamen aus China, füllen diese dann lediglich in Deutschland ab und versehen sie mit deutschem Bio-Siegel. Ich will nicht behaupten, Chinesen hätten unzureichende Standards für uns Europäer, aber bei Lebensmitteln vertraue ich dann doch gerne auf deutsche und österreichische Qualität. Immerhin ist China eines der Länder, dessen Bewohner wegen Luftverschmutzung mit Atemmasken auf die Straße gehen. Zusätzlich zur hohen Qualität kann ich mir bei heimischen Produkten auch sicher sein, dass weder lange Lagerung noch lange Transportwege stattgefunden haben.

Es gibt viele Kriterien für ein gutes Hanfprotein, neben der Herkunft und Qualität, auch Geschmack, Löslichkeit, Nährwerte, Ballaststoffanteil und natürlich Proteinanteil. Auf unserer Empfehlungsseite habe ich all diese Punkte im Detail erklärt und dabei hat sich eindeutig das Produkt des österreichischen Herstellers Hanfland hervorgetan. Es ist mein absoluter persönlicher Favorit und daher auch meine Top-Empfehlung für Euch:

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Hanfsamen keimen – zuhause Hanfsprossen und Hanfgras ziehen.

Ich ziehe seit Jahren eigene Sprossen und Gräser. Der lustige…

Ich ziehe seit Jahren eigene Sprossen und Gräser. Der lustige Hinweis auf der Packung der Hanfsamen von DM war schließlich Grund genug, dies auch mit Hanfsamen zu versuchen.

Zunächst, was sind Sprossen und Gräser? Wofür macht man das? Was passiert dabei? Funktioniert es mit jedem Hanfsamen? Und vor allem, ist das legal?

  • Sprossen sind sehr junge Pflanzen, die man aus Keimsaat ohne Erde in Keimgläsern zieht. Bei Gräsern werden die Pflanzen etwas älter und wachsen in Erde.
  • Man macht dies, damit das Korn zum Leben erwacht und sich dessen Nährwert erhöht.
  • Geeignet dafür ist im Grunde jeder ganze, unbehandelte Hanfsamen.
  • In Österreich und der Schweiz ist es legal, in Deutschland streng genommen nicht.

Das Ziehen von Sprossen und Gräsern klingt zu Beginn oft schwierig und aufwendig. Ist im Grunde aber ganz einfach, nur ein bisschen aufwendig und für mich persönlich, eine wahre Freude. Am Anfang des Erfolgs steht erst mal hochwertige, unbehandelte Keimsaat.

Die eigenen Hanfsprossen ziehen, so einfach gehts

Hanfsprossen
Hanfsamen zählen zu den anspruchsvolleren Keimsaaten für Sprossen.

Neben geeigneten Hanfsamen braucht Ihr zunächst ein Keimgerät oder Keimglas. Ich hatte schon verschiedene und verlinke Euch hier das meiner Meinung nach praktischste. Und so funktionierts:

  • Gebt 30 – 50 g Hanfsamen ins Keimglas und genug Wasser, dass alle Samen schwimmen. “Einweichen” nennt sich das.
  • Lasst die Hanfsamen so 4 bis 6 Stunden stehen. Bei längerer Einweichdauer beginnen die meisten Samen später schneller zu faulen oder zu schimmeln.
  • Schüttet nun das Einweichwasser ab und spült die Samen zum ersten Mal durch, indem Ihr einfach immer wieder Wasser reingebt und dieses durchs Sieb im Drehverschluss wieder abschüttet. Manchmal stell ich das Glas auch nur unter einen starken Wasserstrahl ins Spülbecken und warte einige Sekunden.
  • Macht dies mindestens 2 mal, besser 3 mal täglich.
  • Stellt das Keimglas samt Sprossen wenn möglich an einen etwas kühleren, aber nicht zu dunklen Ort. Es muss kopfüber stehen, damit das Wasser abrinnen kann.
  • In den kommenden Tagen beginnen die einzelnen Samen zu keimen und werden größer und größer.
  • Nach 4 bis 5 Tagen sind die Sprossen fertig und bereit zum Verzehr.

Worauf bei Sprossenzucht zu achten ist

  • Hanfsamen zählen definitiv zum anspruchsvolleren Saatgut für die Sprossenzucht. Soll bedeuten, sie verzeihen kaum Fehler. Bei mir sind zahlreiche Versuche schief gegangen, weil ich z. B. vor dem Schlafengehen vergaß zu spülen. Nehmt für den Beginn anspruchsloseres Saatgut wie z. B. Mungbohnen oder Linsen, lernt die Routine kennen und arbeitet Euch zu schwierigerem Saatgut hoch.
  • Wenn die Sprossen seltsam oder gar faulig riechen, werft Sie weg. Das kann an schlechtem Saatgut, mangelnder Fürsorge oder auch an zu hohen Temperaturen liegen. Wenn Ihr unsicher seid, weg damit. Vergammelte Sprossen schaden wesentlich mehr als sie nutzen.
  • Bei den hohen Temperaturen im Sommer ist besondere Sorgfalt geboten. Die Sprossenzucht ist daher tendenziell eher was für den Winter.
  • Die fertigen Sprossen könnt Ihr in einer Tupperbox mit Küchenrolle für wenige Tage in den Kühlschrank geben. Es gilt aber die gleiche Warnung wie vorhin.
  • Direkt vor dem Verzehr solltet Ihr Sprossen (egal welche) immer noch mal kurz abspülen. Sie können sonst verschiedenste unvorteilhafte Bakterien oder Kleinstlebewesen enthalten.
  • In den USA z. B. gelten Sprossen aufgrund ihrer hohen hygienischen Ansprüche als “gefährliche Lebensmittel”. So gesund und wertvoll sie frisch und in guter Qualität sind, so gefährlich sind sie, wenn nicht.

Ich will Euch mit diesen Warnungen keinesfalls die Lust an der Sprossenzucht nehmen. Sprossen sind in höchstem Maße wertvoll. Aber ich möchte auch keinesfalls, dass jemand wegen meiner Anleitungen nicht mehr vom Klo runterkommt oder schlimmeres. Deshalb, lasst eine gewisse Sorgfalt walten, sammelt im Sommer eher Wildkräuter, und geht im Zweifelsfall immer auf Nummer sicher.

Verwendung von Hanfsprossen

Wart Ihr bei der Sprossenzucht erfolgreich, eröffnen sich eine Vielzahl an Möglichkeiten:

  • Gebt die Sprossen über den Salat.
  • Aufs Brot.
  • Auf die Pizza.
  • Als grüne Beilage zu so ziemlich jedem Gericht.
  • Macht daraus ein Pesto oder mixt sie in einen Aufstrich.
  • Gerne auch in den Smoothie oder den Entsafter.

Sprossen sind wunderbar, für viele der Anwendungen eignet sich aber ebensogut Hanfgras. Welches ich zur Zeit den Hanfsprossen vorziehe, aus verschiedenen Gründen wie Ihr gleich sehen werdet.

Das eigene Hanfgras ziehen, so einfach gehts

Hanfgras anpflanzen
Hanfgras hat gegenüber Sprossen einige Vorteile.

Ich weiß den Ausdruck könnte man missverstehen :). Ich verwende ihn in Anlehnung an Weizengras, Gerstengras etc. Und genau das ist es auch: so viele, so dicht nebeneinander gesetzte Hanfpflanzen, dass es an Gras erinnert. Die Aufzucht ist denkbar einfach. Und so gehts:

  • Nehmt einen Blumentopf (idealerweise aus Ton) oder schafft etwas Platz in Eurem Garten.
  • Befüllt oder verseht den Topf oder Platz mit hochwertiger Erde.
  • ïEs handelt sich immer noch um Hanfpflanzen, ich gehe daher davon aus, dass wir drinnen arbeiten und werde die Angaben und Anleitungen darauf abstimmen.
  • Ich verwende einen Tontopf von 20 cm Durchmesser auf der Oberseite. Verteilt in einem Topf dieser Größe nur etwa 5 – 7 g Hanfsamen. Ich weiß das klingt sehr wenig, aber die jungen Pflanzen haben dadurch etwas mehr Platz und fühlen sich wesentlich wohler. Bei meinem ersten Versuch verwendete ich viel zu viele Samen, die Pflänzchen hatten schnell keinen Platz mehr und verkümmerten.
  • Verteilt also die Hanfsamen so gut es geht gleichmäßig auf der Oberfläche, streut ganz dünn Erde drüber und befeuchtet das Ganze.
  • Zu Beginn und in den ersten 2 Tagen befeuchtet Ihr die Oberfläche 2 bis 3 mal täglich mit einer Sprühflasche und gebt zwecks Erhöhung der Luftfeuchtigkeit transparentes Plastik darüber. Ein simpler Müllbeutel eignet sich wunderbar.
  • Nach 2 bis 3 Tagen sind die Samen bereits aufgegangen und der Müllbeutel kann runter. Ab diesem Zeitpunkt muss die Erde nur noch einigermaßen feucht gehalten werden.
  • Nach 5 bis 7 Tagen sind die jungen Hanfpflanzen bereit zur Ernte. Viel länger ließe ich sie drinnen nicht wachsen. Durchs Fehlen von Wind werden die Pflanzen zu schnell zu hoch und beginnen zu kippen.

Sonstiges zur Hanfgraszucht

  • In Videos oder Blogs sehe ich oft, dass Gräser in Plastikschalen wachsen. Davon halte ich wenig. Ich esse ungern Pflanzen, deren Wurzeln an Plastik entlang wachsen. Ich machte diesbezüglich einen Geschmackstest mit Weizengras, eines in Plastikschale, eines im Tontopf. Der Unterschied war enorm. In Plastik entsteht zudem viel schneller Schimmel.
  • Draußen ließen sich Gräser großflächiger und unaufwendiger ziehen. Denkt aber bitte an Konkurrenz durch Samenliebhaber wie Vögel.
  • Verwendet Gräser, vor allem zu Beginn, eher sparsam. In Form von z. B. Saft, muss der Körper sich an eine dermaßene Vitalstoffdichte erst gewöhnen.
  • Gräser sind wesentlich weniger anspruchsvoll als Sprossen. Wenn Ihr sie nicht gerade komplett überwässert, entsteht in einem Tontopf sehr schwer Schimmel. In Plastik ist hier mehr Umsicht geboten.
  • Ihr müsst nicht alles an einem Tag ernten. Ich ernte mein Hanfgras an 2 bis 4 Tagen.
  • Den Großteil der Erde hätte ich nach der Ernte entsorgt. Zumindest jene Teile, in denen sich Wurzeln befinden. Gebt aber auch den unteren Teil (sofern ohne Wurzeln) aus dem Topf und mischt ihn mit frischer Erde. Ansonsten hättet Ihr über viele Zyklen die selbe Erde am Boden des Topfs, das ist sicher nicht gut.

Verwendung von Hanfgras

Im Wesentlichen sind die Verwendungsmöglichkeiten dieselben wie mit Sprossen, nur dass die jungen Hanfpflanzen z. B. über den Salat noch mal viel lustiger aussehen :). Der mildere Geschmack macht es geeigneter für Smoothies oder Shakes. Aus einer meiner nächsten Ernten wird eine Hanfcremesuppe, Rezept folgt bei Erfolg. In der Regel durchlebt mein Hanfgras aber ein eher barbarisches Schicksal: Ich jage die jungen Pflanzen durch meinen Angel Juicer und mache daraus Hanfsaft.

Wofür das Ganze? Was passiert beim Keimprozess?

Keimprozess der Hanfpflanze
Das Ankeimen von Saatgut hat enorme Vorteile.

Berechtigte Frage. Wesentlich einfacher ist es natürlich, den ganzen oder geschälten Hanfsamen wie er ist zu verwenden. Was auch absolut in Ordnung und immer noch sehr gesund ist. In diesem Fall rate ich eindeutig zu geschälten statt ganzen Hanfsamen, in meinem Artikel “Hanfsamen geschält oder ungeschält?” lest Ihr wieso. Das Keimen und Ziehen von Sprossen oder Gräsern hat aber definitiv seine Vorteile.

Abbau der Antinährstoffe

Jedes Korn, sei es Nuss, Kern, Samen, Getreide oder Hülsenfrucht, hat in unterschiedlichem Ausmaß Antinährstoffe wie Phytinsäure, Lektine, Trypsin etc. Diese dienen dem Korn einerseits als Nährstoffsversorgung in den ersten Lebenstagen, also bevor ihre Wurzeln die Erde erreichen, andererseits hemmen oder blockieren sie die Nährstoffabsorbtion in tierischen Organismen, was dem Korn als eine Art natürlicher Fraßschutz dient. Bei Kontakt mit Wasser beginnt das Korn zu leben und baut dabei innerhalb weniger Tage den Großteil seiner Antinährstoffe ab.

Getreide und Hülsenfrüchte sind aufgrund ihrer Antinährstoffe, roh gänzlich ungenießbar, teils auch giftig. Nüsse, Kerne und Samen haben weniger und ungefährlichere, wir können daher die meisten von ihnen roh essen. Es gibt Stimmen, die behaupten, Hanfsamen wären gänzlich frei davon, was allerdings der Logik widerspricht. Hanf ist eine Pflanze, die leben und sich vermehren will, warum sollte sie in Jahrmillionen der Evolution keine Schutzmechanismen zwecks Fortpflanzung entwickelt haben? Ich gehe davon aus, dass sie das definitiv hat.

Erhöhung des Nährwerts

  • Der Abbau der Antinährstoffe verbessert für den Menschen die Nährstoffausbeute und erhöht schon allein dadurch den Nährwert.
  • Der Keimprozess bringt aber noch mehr. Er verändert die gesamte molekulare Struktur des Saatguts und macht dem Körper die Aufnahme der einzelnen Nährstoffe noch mal einfacher. Ein Keimling oder Spross ist eher eine Art kleines Gemüse als ein Korn.
  • Zudem erhöhen sich noch sämtliche Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen. Verschiedene Quellen sind sich uneinig um wie viel. Mal ist die Rede von 30 bis 50 %, mal von regelrechter Vervielfältigung.

Der Keimprozess holt jedenfalls das absolute Maximum aus jedem Saatgut und erhöht damit die Menge an Nährstoffen pro ausgegebenem Euro. Gorillas z. B. bauen den Großteil ihrer Körpermasse aus jungen Pflanzen auf. Ich bin kein Fan solcher Vergleiche, immerhin essen Gorillas über 8.000 kcal am Tag und ihr Verdauungstrakt ist viel stärker auf Grünkost ausgelegt als der des Menschen. Ich würde daher auch keinem Menschen ein Dasein als vollständiger “Sproutarier” empfehlen. Unsere Verdauungstrakte ähneln sich aber zumindest. Eine kleine Parallele zwischen Kraft und dem Verzehr von Sprossen dürfen wir aus dem Vergleich mit dem Gorilla also ziehen.

Ist das Keimen von Hanfsamen legal?

Hanfsamen Gesetze
Die Gesetzeslage zu Hanfsamen ist oft amüsant.

Nun zur Frage der Fragen: Ist das Ganze legal? Für die meisten von Euch streng genommen leider nicht. “Für die meisten” deshalb, weil Deutschland etwa 10 mal so viele Einwohner hat wie Österreich und die Schweiz. Und für die Gesetzgebung meiner lieben deutschen Mitbürger ist das Keimen von Hanfsamen, egal welcher Art, ein absolut rotes Tuch. Daher auch der lustige Hinweis auf den Hanfsamen von DM. Hier in Österreich bewege ich mich im rechtlichen Rahmen, ebenso wie Küchenhanfzüchter in der Schweiz. Wir dürfen hier sogar Hanfpflanzen zum Blühen bringen, solange deren Blüten weniger als 0,3 % THC beinhalten, 1 % in der Schweiz.

Sind Sprossen aus Hanfsamen wirklich illegal?

Theoretisch ja, praktisch nein. Welcher Polizist mache sich denn bitte lächerlich und nimmt jemanden fest oder erstattet Anzeige weil er oder sie in einem Keimglas Hanfsprossen auf der Fensterbank zieht? Mir fällt hier wirklich kein plausibles Szenario ein. Zumal Hanfsprossen vielen anderen Sprossen ähneln.

Mit Hanfgräsern wäre ich in Deutschland, zumindest ein wenig vorsichtiger. Dabei ist immerhin schon zu erkennen, dass es sich um Hanfpflanzen handelt. Ein Polizist mache sich immer noch lächerlich, ihm sind streng genommen aber die Hände gebunden. Im Zweifelsfall, bewahrt ein Mindestmaß an Diskretion und stellt nicht (so wie ich) Bilder Eurer Sprossen und Gräser ins Internet.

Wer sollte besser keine Sprossen essen?

Die offizielle Empfehlung liest sich ähnlich wie jene in Sachen Alkohol, Koffein, Rohmilchkäse oder bei rohem Fisch: Schwangere, Kleinkinder und gesundheitlich sehr geschwächte Menschen. Wobei diese Empfehlung im Wesentlichen auf eine eventuelle Belastung der Sprossen durch mangelnde Hygiene aufbaut. Würde ich meine eigene schwangere Frau oder Kleinkind mit selbst gezogenen Sprossen versorgen? Vermutlich nicht. Warum auch nur das geringste Risiko eingehen?

Eine weitere Gruppe fällt mir noch ein, nämlich Menschen mit sehr empfindlicher Verdauung oder überhaupt Darmerkrankungen. Sprossen sind wie erwähnt eine Art kleines Gemüse und bestehen zu großen Teilen aus Zellulose. Also pflanzlichen Fasern bzw. Ballaststoffen, die dem gesunden Darm gut tun und in vernünftigen Mengen seine Aktivität sogar verbessern können, den kranken Darm unter Umständen aber noch zusätzlich belasten. Solche Menschen sollten generell weniger Rohkost essen.

Das Internet ist voll von Geschichten ehemaliger Rohköstler, die sich die Ernährungsgewohnheiten von Gorillas aneigneten, damit ihre Verdauung heillos überforderten und schließlich krank wurden. Schuld sind dann natürlich nicht sie selbst sondern die bösen Pflanzen mit all ihren Ballaststoffen. Die logische Schlussfolgerung solcher Genies: Reine Fleischernährung, die sog. Carnivore Diet, muss am besten für den Menschen sein. Nun ja, auch bei den Ernährungsgewohnheiten kann eine kleine Dosis Hausverstand offensichtlich nicht schaden.

Geeignete und ungeeignete Hanfsamen zum Keimen

Wie vorhin schon erwähnt, alle unbehandelten Hanfsamen sind keimfähig. Ungeeignet sind lediglich geschälte und vorher auf irgendeine Art erhitzte Hanfsamen. Die Hanfsamen von DM sind in Sachen Keimrate für Sprossen so la la. Nicht schlecht aber es ginge besser. Solltet Ihr ernsthaft über die eigenen Hanfsprossen und Hanfgräser nachdenken, empfehle ich Euch daher folgende Hanfsamen, aus deutschem Anbau und bequem über Amazon:

Zum direkten Verzehr verwende ich persönlich ausschließlich geschälte Hanfsamen. Eine Auswahl und Erläuterung meiner Empfehlungen findet Ihr auf unserer Empfehlungsseite.

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Rezepte mit geschälten Hanfsamen – Einfache Verwendung des Ultrafoods.

In einigen Beiträgen habe ich bereits erwähnt, dass ich geschälte…

In einigen Beiträgen habe ich bereits erwähnt, dass ich geschälte Hanfsamen nicht nur für das beste Hanflebensmittel, sondern für eines der besten Lebensmittel überhaupt halte. Dementsprechend gerne verwende ich sie.

Wie verwenden wir geschälte Hanfsamen am besten, was kann daraus so alles werden und wofür sind sie eher nicht geeignet?

  • Als Garnitur über jedes beliebige Gericht, zum Salat, zur Pasta, zum Müsli oder zur Smoothiebowl.
  • Als wertvollen Zusatz in Smoothies oder Shakes.
  • Für leckeres Hanfsameneis
  • Für herzhafte Dips.
  • Gemixt und gesiebt zu Milch oder Sahne.
  • Gemixt und mit Joghurtkulturen vermengt zu Joghurt.
  • Mit Joghurtkulturen und Hefeflocken zu herzhaftem Streichkäse.
  • Oder direkt aus der Packung zum Knabbern.

Häufig lese ich in Produktbeschreibungen oder Rezepten davon, Hanfsamen zu rösten oder davon, sie in Backwaren zu verwenden. Dem muss ich leider widersprechen. Geschälte Hanfsamen bestehen zu über 50 % aus hochwertigen, mehrfach ungesättigten Fetten. Mit Einwirken von Hitze ist es um diese herausragende Eigenschaft geschehen. Verwendet diesen wahren Nährstoffschatz daher bitte weitgehend roh.

Wehle Hanfsamen
Meine erste Wahl unter geschälten Hanfsamen.

Geschälte Hanfsamen übers Müsli, Smoothiebowl, Salat etc.

Geschälte Hanfsamen sind eine herrliche Ergänzung oder Garnitur über so gut wie jedes Gericht. Es muss auch nicht immer nur das Müsli oder die Smoothiebowl sein, geschälte Hanfsamen schmecken ebenfalls genial über Salat, Spaghetti Bolognese oder auch über Cremesuppen. Auf meiner längerfristigen Ideenliste steht auch eine Cremesuppe aus Hanfblättern. Wenn es mit Spinat funktioniert, warum nicht mit Hanf? Ich lasse es Euch wissen und verlinke sobald es so weit ist.

Zur Dosierung will ich Euch wirklich keine Vorschriften machen. Der Geschmack korreliert hier sehr gut mit einer sinnvollen Menge. Wenn Ihr dennoch unsicher seid, startet mit 1 TL (etwa 5 g) und arbeitet hoch zu einem EL (etwa 10 g) oder gern noch viel mehr. Wie gesagt, ein Falsch oder Zuviel gibt es bei geschälten Hanfsamen kaum. Viele essen sie auch wie Nüsse direkt aus der Packung. Wie gesagt, eine einzuhaltende Tagesdosis gibt es bei geschälten Hanfsamen kaum.

Geschälte Hanfsamen im Shake oder Smoothie

Der Geschmack von Hanfsamen oder auch Hanfprotein ergänzt sich am allerbesten mit Bananen. Ein einfaches als auch ein etwas raffinierteres Rezept für Smoothies findet Ihr in meinem Beitrag „Rezepte mit Hanfprotein“. Wenn es kein Proteinshake sondern einfach nur ein leckerer Smoothie sein soll, verdoppelt oder verdreifacht bei den Rezepten die Menge der Hanfsamen und streicht das Hanfprotein. 2-3 Datteln oder etwas Kokosblütenzucker geben dem Ganzen noch etwas mehr Süße.

Hanfsameneis

Hanfsamen Eis Rezept
Geschälte Hanfsamen und gefrorene Bananen schmecken gemixt herrlich.

Ein Rezept muss ich hier unbedingt mit Euch teilen, nämlich ein herrliches Eis aus gefrorenen Bananen und Hanfsamen. Es schmeckt in vielen Varianten herrlich, ich teile hier mit Euch meine aktuelle Lieblingsversion:

Tipps zur Zubereitung:

  • Gebt zunächst nur die Sojamilch, die Hanfsamen und die Datteln in den Mixer und mixt dies erst mal für mindestens 30 Sekunden klein. Erst dann gebt Ihr die restlichen Zutaten dazu und mixt noch mal etwa eine Minute. So habt Ihr nachher ein feineres Ergebnis.
  • Statt der Geschmacksrichtung „Vanille“ mit dem doch recht preisintensiven Vanillepulver, könnt Ihr natürlich auch 1 EL rohes Kakaopulver, gefrorene Beeren (~ 200 g), 1 EL Getreidekaffeepulver, Mesquite– oder Carobpulver verwenden. Den Möglichkeiten und der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
  • Ich verwende für dieses Rezept meinen schier unzerstörbaren Omniblend Hochleistungsmixer mit Stößel. Eine Investition die sich für mich in höchstem Maße ausgezahlt hat. Für kleinere, billige Mixer werden die gefrorenen Bananen schon mal zur Herausforderung. Nehmt in dem Fall mehr Sojamilch oder zusätzlich noch etwas Wasser, dann wird daraus zwar eher ein Eisshake, aber der Mixer tut sich leichter.

Dips aus geschälten Hanfsamen

Hanfsamen Dip Rezept
Tomaten und geschälte Hanfsamen ergänzen sich geschmacklich wunderbar.

An all jene da draußen, die Saucen und Dips lieben aber nicht immer nur Sauerrahm, Ketchup oder anderes Bedenkliches verwenden wollen, ich habe die Lösung für Euch. Jagt die Nuss, den Kern oder Samen Eurer Wahl durch einen etwas höher drehenden Mixer und erfreut Euch am herrlichen, und obendrein gesunden Ergebnis. Günstige Mixer wie der AEG MiniMixer SB 2700 arbeiten schon ganz passabel, ein NutriBullet Blender machts noch mal besser.

Geschälte Hanfsamen eignen sich großartig dafür, allerdings harmonieren einige Geschmacksrichtungen besser mit sowas wie geschältem Sesam oder Sonnenblumenkernen, für Knoblauchsauce zum Beispiel. Vergesst dann aber nicht einen ordentlichen Schluck Leinöl zwecks Ausgleich der Omega 6 Fettsäuren. Solche Gedanken müssen wir uns bei Dips aus geschälten Hanfsamen nicht machen, sie verfügen bereits über das richtige Verhältnis von Omega 3 zu 6. Ich möchte Euch daher mein aktuelles Lieblings-Dip-Rezept mit ihnen vorstellen:

  • 50 g geschälte Hanfsamen
  • 100 g Cherrytomaten
  • 1 mittlere Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Balsamico-Essig
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 1 Prise mildes Chillipulver (oder auch nicht mild)
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 EL italienische Kräuter (Oregano, Thymian, Basilikum und Petersilie zu etwa gleichen Teilen)
  • 1/2 Dattel oder 1/2 TL hochwertiger Zucker
  • 1/3 TL Salz

Tipps zur Zubereitung:

  • Gebt nur die Hanfsamen, Tomaten, Zitronensaft, Essig, Knoblauch, Salz und die Dattel in den Mixer. Warum? Das sind jene Zutaten, die entweder zerkleinert werden müssen, sich gut auflösen sollen, oder die Masse dünner machen. Wir wollen am Ende einen möglichst dickflüssigen Dip. Ist die Masse zu dick, hat wiederum der Mixer Schwierigkeiten. Gebt daher jene Zutaten, die Eindicken (Gewürze, Kräuter, Tomatenmark), erst nach dem Mixen hinzu und rührt sie unter.
  • Bei den hohen Drehzahlen entsteht eine gewisse Wärme, macht den Dip besser etwas vorher und stellt ihn eine Stunde in den Kühlschrank. In dieser Zeit verfeinert sich der Geschmack noch zusätzlich.
  • Es sei auch noch mal ausdrücklich erwähnt: Solche Rezepte sind nicht in Stein gemeißelt. Nehmt es als Leitfaden oder Inspiration, aber bitte ergänzt, streicht oder erhöht Zutaten und Mengen ganz nach Belieben, Geschmack und Gefühl.

Milch und Sahne aus geschälten Hanfsamen

Hanfmilch Rezept
Frische Hanfmilch ist wertvoller als jede andere Milch.

Hanfmilch und Hanfsahne zählen zu meinen absoluten Lieblingsvariationen aus geschälten Hanfsamen. Ihr braucht dafür zwar einen etwas besseren Mixer, ein sehr feines Sieb oder im Idealfall einen Nussmilchbeutel, aber glaubt mir es zahlt sich aus. Hier mal das Basisrezept für einen halben Liter Hanfmilch:

  • 30 g geschälte Hanfsamen
  • 400 ml Wasser
  • 1 oder 2 Datteln oder hochwertiger Zucker (Süßstoff oder Stevia für Puristen)
  • 1 Prise Salz

Die Zubereitung ist wenig komplex: Alles gründlich mixen und dann durchsieben oder mit dem Nussmilchbeutel abseihen.

Tipps und Hinweise zur Zubereitung:

  • Faustregel zum Mixer: Je billiger, um so länger braucht er. Für die meisten Anwendungen mit geschälten Hanfsamen, und eigentlich generell, ist der NutriBullet ein genialer Kompromiss aus Preis und Leistung. Nach einer Minute ist die Mixtur damit super fein.
  • Komplett ohne Süßungsmittel ist der Geschmack schon sehr roh. Ich gebe daher welches hinzu. Wer Datteln oder Zucker nicht mit Hanfsamen kombinieren will, verwendet wie erwähnt Süßstoff oder Stevia. Beides hat allerdings seine Nachteile. Süßstoff ist niemals wirklich unbedenklich und Stevia hat schon bei geringer Überdosierung diesen metallisch, bitteren Nachgeschmack. Ich persönlich kombiniere ganze Steviablätter mit 1 Dattel und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
  • Für Hanfsahne reduziert Ihr einfach die Menge bis zum gewünschten Ergebnis. 200 statt 400 ml Wasser funktionieren ganz gut, gern noch wesentlich weniger. Verändert das Verhältnis von Samen zu Flüssigkeit nach Belieben.
  • Ich persönlich verwende keinen Nussmilchbeutel mehr, sondern ein sehr feines Sieb. Das Ergebnis ist zwar nicht so gut wie mit dem Beutel ,aber die Reinigung des Beutels geht mir auf die Nerven. Die Entscheidung ist Euch überlassen. Einen sehr guten Nussmilchbeutel aus Hanffasern gibt es schon für wenig Geld. Ich schütte die Milch nach dem Mixen durch das mittelgroße Sieb aus solch einem Set und drücke mit einem Löffel nach. Nicht perfekt aber immer noch ein gutes Ergebnis und danach leicht zu reinigen.
  • Das Rezept ist wie immer lediglich ein Ausgangspunkt samt Aufforderung zum Experimentieren. Gebt z. B. 1 EL rohes Kakaopulver und etwas mehr Süßungsmittel hinzu und Ihr habt einen herrlichen Hanfkakao. Der vermutlich gesündeste und günstigste Kakao Eures Lebens. Jene, die keine Angst für Kohlehydrate haben, können auch noch ein paar Getreideflocken hinzugeben. Das führt zu einem herrlich cremigen Ergebnis. Keine Pflanzenmilch aus der Packung kann sich damit messen.

Zahlt sich das Selbermachen von Hanfmilch aus?

Kurze Antwort: Auf jeden Fall! Aus verschiedensten Gründen:

  • Der finanzielle Aspekt: Es gibt kaum fertige Hanfmilchprodukte, und wenn, kostet ein Liter mehr als 5 Euro. Überzeugt Euch selbst! Zum Selbermachen benötigen wir zwar das ein oder andere Equipment, Mixer und Sieb gehören andererseits aber zur Grundausstattung einer beinah jeden Küche. 60 Gramm Hanfsamen bester Qualität kosten € 1,20-, plus vielleicht noch 5 Cent für Süßungsmittel und Salz. Das führt zu einer Ersparnis von gut 4 Euro pro Liter. Die Zubereitungszeit beträgt mit etwas Übung kaum 5 Minuten. Freunde des Stundenlohns habens vielleicht schon raus: Eine Stunde „Hanfmilch Selbermachen“ führt zu einer Ersparnis von 48 Euro (4*12). So lange Ihr pro Stunde nicht mehr verdient als das, ist das Selbermachen eine finanziell lukrative Angelegenheit. Aber auch gesundheitsbewusste Gutverdiener legen besser selber Hand an. Aus folgenden Gründen:
  • Fertigprodukte sind fast immer mit unvorteilhaften Zutaten versetzt.
  • Die empfindlichen Omega 3 Fettsäuren sind nach längerer Lagerung sicher nicht mehr intakt. Selbstgemacht trinkt man die Milch meist direkt oder wenig später und versorgt sich neben hochwertiger Proteine und Mineralstoffe auch noch mit den frischen, wertvollen Fettsäuren.
  • Der ökologische Aspekt: Beim Transport von Fertigmilchprodukten rollen gut 90 % lediglich Wasser über die Straßen. Ein sowohl ökologischer als auch ökonomischer Nonsens, den wir mit Selbermachen elegant verhindern.
  • Und nicht zu vergessen, Selbermachen schützt vor Überkonsum: Zunächst ist die eigene Hanfmilch tendenziell höherwertig und ohne Zusätze, was zu wesentlich schnellerer Sättigung führt. Weiters fällt die Bequemlichkeit weg. Aus der gekauften 1 Liter Packung schüttet man schneller nach als eine weitere Portion zu mixen. Nicht dass hoher Konsum von Hanfmilch ein Problem wäre, die häufig damit gegessenen Cerealien, Kuchen oder Kekse sind es aber.

Also Ihr seht, die eigene Hanfmilch ist aus vielen Gründen ein absoluter Bringer und der gekauften Variante, mit Ausnahme der Bequemlichkeit, in jeglicher Hinsicht überlegen.

Joghurt aus geschälten Hanfsamen

Hanfjoghurt
Joghurt aus geschälten Hanfsamen ist einfach und schnell zu machen.

Selber Hanfjoghurt herstellen, das klingt im ersten Moment wesentlich komplizierter als es ist. Im Wesentlichen mixt Ihr einfach geschälte Hanfsamen, impft sie mit Joghurtkulturen, und lasst sie eine Zeit lang stehen. Für eine Portion Joghurt braucht Ihr folgendes:

  • 50 g geschälte Hanfsamen
  • 80 ml Wasser
  • ½ TL hochwertiger Zucker (als Nahrung für die Joghurtkulturen)
  • 1 Messerspitze Joghurtkulturen

Zur Zubereitung:

  • Mixt Hanfsamen, Wasser und Zucker gut durch und gebt dann erst die Joghurtkulturen hinzu und mixt noch mal kurz, oder rührt sie überhaupt nur unter. Die hohen Drehzahlen wirken sich negativ auf die Kulturen aus.
  • Der Zucker dient wie erwähnt nur als Nahrung für die Joghurtkulturen. Er hat im fertigen Joghurt keine negativen Eigenschaften mehr auf den Körper. Gute Ergebnisse entstehen statt mit Zucker auch mit Kokoswasser.
  • Ich siebe die Mixtur, genau wie Milch oder Sahne, vorher noch durch. Ich mag keine sichtbaren Schalenpartikel im Joghurt.
  • Ist alles gut vermengt, gebt Ihr das spätere Joghurt in ein Schraubglas, legt den Deckel drauf und lasst es einige Stunden an einem eher wärmeren, dunklen Ort stehen. Die Vorratskammer eignet sich meist ganz gut. Durch die Arbeit der Mikroorganismen erhöht sich das Volumen, ein offener Deckel ist wichtig damit nichts platzt. Das Schraubglas sollte natürlich auch nicht mehr als zu 2/3 gefüllt sein.
  • Die Dauer variiert, je nach Temperatur und Menge an Joghurtkulturen. Bei mir sind es meistens 4 bis 5 Stunden bei etwa 25 Grad.
  • Seht bei den ersten Versuchen öfters mal danach. Oft hat sich das Volumen schon nach 2 bis 3 Stunden stark erhöht und die Joghurtkulturen haben Ihr Werk bereits ausreichend vollbracht. In dem Fall zuschrauben und ab in den Kühlschrank damit.
  • Wer es sich leisten will, findet auch praktische und nicht mal mehr übertrieben teure Joghurtbereiter auf Amazon.
  • Ihr habt nun ein Joghurt so frisch und lebendig wie es nur sein kann, hebt es also eher nicht länger als 2 Tage im Kühlschrank auf.
  • Ich habe es auch schon eingefroren. Es gibt Stimmen die sagen, die Milchsäurebakterien überleben das nicht, andere sagen es sei kein Problem. Der Geschmack nach dem Auftauen ist ehrlich gesagt nicht mehr ganz der vor dem Einfrieren.
  • Auf die gleiche Art könnt Ihr natürlich Joghurt, Milch und Sahne aus so ziemlich allen Nüssen, Kernen und Samen herstellen. Hanfjoghurt harmoniert meines Empfindens nach besser mit süßen Anwendungen, schmeckt vermengt mit z. B. geschältem Sesam aber auch herrlich als Salatdressing oder wie Ihr gleich sehen werdet, als herzhafter Streichkäse.

Herzhafter Streichkäse mit geschälten Hanfsamen

Hanfkäse Rezept
Hanfkäse braucht nur wenige Zutaten und schmeckt herrlich.

Keine Sorge, ich führe Euch gleich nicht durch eine Prozedur wochenlangen Fermentierens und Reifens. Mein Streichkäserezept ist kaum komplizierter als die Joghurtherstellung. Im Wesentlichen machen wir einfach nur ein Joghurt und verfeinern es mit einigen herzhaften Zutaten. Folgendes braucht Ihr für Streichkäse für 1 bis 2 Brotzeiten:

  • 50 g geschälte Hanfsamen
  • 50 g geschälter Sesam
  • 150 ml Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 2 Messerspitzen Joghurtkulturen
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2-4 EL Hefeflocken
  • Salz (etwa 1/3 TL)
  • Pfeffer

Zur Zubereitung:

  • Macht zunächst wie vorhin beschrieben das Joghurt.
  • Der Sesam gibt dem Joghurt und später dem Käse einen angenehmen, etwas herberen und leicht bitterlichen Geschmack.
  • Nehmt so wenig Wasser wie möglich, sodass Euer Mixer es gerade noch greift. Startet mit etwa 100 ml und gebt, nur wenn nötig, mehr dazu. Je dicker und cremiger der Käse, desto besser.
  • Mit der Menge der Hefeflocken könnt Ihr sowohl den Grad des käsigen Geschmacks als auch die Konsistenz variieren.
  • Wenn das Joghurt fertig ist, reibt den Knoblauch und gebt ihn gemeinsam mit den restlichen Zutaten dazu.
  • Nehmt Euch einige Momente und rührt den Käse achtsam und mit Liebe durch.
  • Stellt das Ganze mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.
  • Genießt!!
  • Und wie immer: Das Rezept dient als Ausgangspunkt mit Einladung zum Experimentieren. 1 EL Leinöl macht z. B. alles noch herzhafter und verbessert das Omega 3 zu 6 Verhältnis. 1 TL hochwertiger Senf verändert die Farbe etwas mehr Richtung Käse und macht einen noch raffinierteren Geschmack. Zur Saison bietet sich Bärlauch statt Knoblauch an. Sämtliche frischen Kräuter sind ein Bringer. Die Möglichkeiten sind schier unendlich.

Vor Verarbeitung die geschälten Hanfsamen quellen lassen?

Wenn Ihr Zeit und Geduld dafür habt, auf jeden Fall. Durchs Einweichen oder Quellen werden die Samen natürlich weicher, lassen sich leichter und feiner mixen, und bauen einige der übrigen Antinährstoffe ab. Es ist aber keinesfalls notwendig. Die meisten der Antinährstoffe stecken in der Schale, und die ist bereits entfernt. Genaueres zu dem Thema findet Ihr im Artikel „Hanfsamen geschält oder ungeschält?

Wie lange quellen lassen? 4 bis 6 Stunden reichen. Wenn die geschälten Hanfsamen über Nacht quellen, schüttet das Einweichwasser besser weg und spült die Samen mit Wasser ab. Eingeweicht oder nicht, mit geschälten Hanfsamen haltet Ihr eine überaus wertvolle und vielseitige Zutat in Händen. Ich kann ohne zu übertreiben behaupten, sie sind mein Favorit unter Hanfprodukten, sowie unter allen Nüssen, Kernen und Samen. Sowohl was Geschmack, aber vor allem den gesundheitlichen Mehrwert betrifft. Den etwas höheren Preis von 20 Euro pro Kilogramm für ein solch edles, hochwertiges Produkt aus heimischem Anbau zahle ich gern.

Mehr Auswahl und Erläuterung meiner Empfehlungen findet Ihr auf unserer Empfehlungsseite für Hanfsamen.

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Hanfsamen für Hunde, Pferde und Vögel – was bringt es?

Letztens hat sich neben mir im Bioladen doch tatsächlich eine…

Letztens hat sich neben mir im Bioladen doch tatsächlich eine Dame nach dem Wert geschälter Hanfsamen für ihren Hund erkundigt. Die Mitarbeiterin hatte keine Ahnung und tat mir irgendwie Leid. Ich hätte vielleicht helfen können, war mir aber unsicher und tat es nicht. Inzwischen habe ich mich etwas tiefgehender mit den Verdauungssystemen verschiedener Spezies beschäftigt, mit interessanten Ergebnissen.

Wie gut eignen sich Hanfsamen nun für Hunde, Pferde oder Vögel?

  • In geschälter Version zu Brei gemixt übers Hundefutter gegeben, sind Hanfsamen äußerst wertvoll und gut für unseren besten Freund.
  • Für Pferde eignen sie sich kaum, Hanfgräser wären aber interessant.
  • Vögel und Hühner sind Verwertungskünstler und profitierten als solche in sehr hohem Maße von Hanfsamen, in jeder Form.

Hanfsamen sind gut für so ziemlich alle Tiere, aber nicht für jede Spezies in beliebiger Form.

Leider denken viele Haustierbesitzer häufig nicht an die physiologischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier. Manchmal kommt es dadurch zu Schäden und Trauerfällen. Worauf Ihr bei Hanfsamen für Eure Liebsten achten solltet, erfahrt Ihr hier.

Hanfsamen für Hunde

Hanfsamen für Hunde
Richtig zubereitet sind Hanfsamen sehr wertvoll für Hunde.

Der Verdauung des besten Freund des Menschen unterscheidet sich in weiten Teilen kaum von der seines Vorfahren, dem Wolf. Und wir alle wissen wovon dieser sich ernährt, Fleisch. Dementsprechend sieht auch sein Verdauungsapparat aus, Reißzähne, starke scharnierartige Kiefer, Hängemagen mit hoch konzentrierter Säure, und im Vergleich zum Menschen viel kürzerer Dünn- und Dickdarm. Ausgelegt für den Verzehr von unzerkautem, rohen Fleisch. Daraus beziehen Hunde und Wölfe ihren gesamten Nährstoffbedarf. Wobei ich erwähnen will, dass die meisten zivilisierten Hündchen besser auf gekochtes oder gedämpftes Fleisch reagieren.

Voraussetzung für adäquate Versorgung ist natürlich ein Mindestmaß an Qualität. Im Idealfall mit Fleisch von Wildtieren, die sich ihr Leben lang von den Gaben der freien Natur ernähren. Ich vermute Ihr erkennt worauf ich hinauswill. Weder der Mensch als ehemaliger Jäger, noch der Hund als ehemaliger Wolf, profitieren wirklich vom durchschnittlichen Schlachthausprodukt aus dem Supermarkt. Kaum entsprechende Mineralstoffe, keine wertvollen Fettsäuren. Aus Wildtieren oder Weidevieh wird nur selten Hundefutter.

Hunde mögen ein gänzlich anderes Verdauungssystem haben als wir Menschen, beim Nährstoffbedarf gibt es aber Gemeinsamkeiten. Der Hund benötigt neben hohen Mengen Protein unter anderem ebenfalls größere Mengen Eisen, Magnesium, Zink, Omega 3 Fettsäuren. Fleisch aus Wild oder Weidehaltung liefert diese, Fleisch aus Masttierhaltung kaum. Ist hier der Hanfsamen für Hunde ein adäquater Ersatz? Ersatz vielleicht nicht, aber jedenfalls eine äußerst wertvolle Ergänzung.

Hunde können sowohl das hochwertige Protein, die Mineralstoffe, als auch zu einem gewissen Grad die Omega 3 Fette daraus verwerten. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Hanfsamen sowohl geschält als auch fein gemixt wird.

Der Hund ist ein Würger, ungemixt wanderten sowohl geschälte als auch ungeschälte Hanfsamen durch ohne sich wesentlich zu verändern. Dies wäre beim Menschen ohne Zerkauen oder Mixen nicht viel anders. Weiters haben Hunde kaum Bedarf an Ballaststoffen, womit nur der geschälte Hanfsamen interessant ist.

Wehle Hanfsamen
Meine erste Wahl unter geschälten Hanfsamen.

Ist für Hunde der Hanfsamen oder Hanföl eine ausreichende Quelle für Omega 3?

Ausreichend vermutlich nicht, unterstützend auf jeden Fall. Beim Thema Omega 3 besteht für Hunde ein ähnliches Problem wie bei Menschen. Nüsse, Kerne und Samen enthalten es nur in Form von ALA, der Körper benötigt aber DHA und EPA. Hunde können zwar zu einem gewissen Grad DHA und EPA aus ALA synthetisieren. Dass dies ausreicht will ich aber nicht garantieren.

Andererseits gibt es sehr viele Hunde, die mit rein veganer Ernährung hohe Gesundheit genießen und auch überdurchschnittlich alt werden. Das soll keine Empfehlung sein ist aber definitiv interessant. In der Praxis hat sich zwecks Omega 3 Versorgung für Hunde ein Wechsel zwischen Fisch- und Krillöl und pflanzlichen Ölen wie Hanf- Lein- oder Chiaöl bewährt. Bei akuten Mängeln sollte es zur Sicherheit zunächst aber ein eigens für Tiere entwickeltes Lachsöl sein.

Menschen gebe ich an dieser Stelle den Rat, zwecks zusätzlicher Omega 3 Versorgung nicht auf Fischöl, sondern auf ein hochwertiges Algenöl zu setzen. Dies enthält DHA und EPA. Fische und Meerestiere enthalten Omega 3 nur aufgrund ihrer Nahrung, nämlich Algen. Ich will Euch nicht den hochwertigen, biologischen Fisch aus der Region vermiesen, aber warum aufwändig die Zwischenstation fangen wenn die Quelle ohne großen Aufwand gesammelt werden kann?

Hanfsamen für Katzen

Katzen haben einen ähnlichen Verdauungsapparat wie Hunde, aber noch spezialisierter auf reine Fleischnahrung. Sie könnten auch Proteine und Mineralstoffe im Hanfsamen nutzen, als Omega 3 Lieferant ist er für Katzen aber wertlos. Sie synthetisieren kein DHA oder EPA aus ALA. Mein Ratschlag daher, spart Euch die Mühe und esst die wertvollen Hanfsamen besser selbst.

Und wenn Ihr mir den kleinen subjektiven Einwand erlaubt, spart Euch Katzen als Haustiere generell. Ihr wesentlichstes Interesse an uns Menschen ist versorgungstechnischer Natur. Es mag ein paar wenige Exemplare geben, die lieber als andere kuscheln, schnurren und zugetan sind, aber die sind die Ausnahme. Weiters beißen Katzen schneller als Hunde und übertragen dabei gefährliche Erreger. Und habt ihr schon mal gesehen, wie Katzen mit ihrer Beute spielen bevor sie sie umbringen? Das mag vielleicht pädagogische Gründe haben, aber das ist unheimlich.

Wie würdet Ihr einen Menschen bezeichnet, der das tut? Ganz richtig, einen Psychopathen. Hunde sind tendenziell treue Begleiter, die sich über die Ankunft ihrer „Rudelführer“ freuen, die ihre Herrchen auch mal beschützen, im Trauerfall auch über den Tod hinaus. Was tun Katzen, wenn Herrchen/Frauchen stirbt und damit die Versorgung endet? Sie fressen sie auf.

Hanfsamen für Pferde

Hanfsamen für Pferde
Für Pferde ist Hanf nur in Form junger Pflanzen wirklich geeignet.

Der Verdauungstrakt von Huftieren wie Kühen, Maultieren und Pferden geht ins andere Extrem. Sie sind reine Grasesser. Obst, Stärke, Zucker oder gar tierische Produkte widersprechen schon in kleinen Mengen den Ansprüchen ihres Verdauungstrakts. Flache Zähne, große Mägen und riesige Gedärme zerkleinern und extrahieren jeden möglichen Nährstoff aus Gräsern und Blattmaterial.

Nicht weit von mir ist eine kleine Pferdehalt. Ein selbst angefertigtes Schild des Besitzers liefert dort trauriges Zeugnis über Bildung und Denkwilligkeit einiger meiner Nachbarn. Zwei Pferde sind dort schmerzhaft an den Folgen von Zucker und altem Gebäck verreckt. Die Verdauung von Huftieren ist stärker spezialisiert als die Verdauung anderer Tiere, und zwar auf Gräser. Ich würde ihnen also weder ganze, noch geschälte Hanfsamen, noch einen Brei daraus unters Futter mischen.

Für Pferde wäre nicht einmal die Proteinversorgung durch Hanfsamen interessant. Zu viel Protein führt bei ihnen schnell zu nachteiligen Ammoniak-haltigen Stoffwechselrestprodukten. Es besteht allerdings Evidenz, dass die Gabe von Hanföl oder Leinöl gut für Pferde sein kann. Wobei hier wieder hauptsächlich jene Tiere profitieren, die statt Gras und Heu, Hafer und Kraftfutter gefüttert kriegen.

Weidetiere beziehen all ihre benötigten Nährstoffe aus der Vielfalt von Wiesen und Weiden, einschließlich der Versorgung mit Omega 3. Die einzige interessante Form, wie Pferde Hanf zu sich nehmen sollten, wäre in Form von jungen Hanfpflanzen. Und dies gestaltet sich im deutschsprachigen Raum ohne entsprechende Konzession wiederum schwierig.

Warum überhaupt Pferde halten?

Ich will vorausschicken, ich bin weder Veganer, Vegetarier noch Tierschützer. Die Haltung von Pferden verstehe ich dennoch nicht. Wofür halten wir Pferde? Um auf ihnen zu reiten, um Leute dafür bezahlen zu lassen um auf ihnen zu reiten, um sie zu verkaufen und manchmal auch um sie zu essen. An Euch Pferdenarren da draußen: Glaubt Ihr wirklich Euer Pferd würde sich, hätte es die Wahl, auch nur eines davon aussuchen? Die Zeiten des Pferdes als Helfer und Pflugtier sind weitgehend vorbei.

Sorry Leute aber ich bilde mir was darauf ein, Mensch zu sein. Und zwar nicht weil es mir die Macht gibt über andere Lebewesen nach Belieben zu verfügen, sondern weil ich dadurch die Freiheit habe, andere Lebewesen mit Würde und Respekt zu behandeln. Auf ihnen zu reiten oder an ihnen Geld zu verdienen halte ich für des Menschen unwürdig. Zumal für nichts davon auch nur die geringste Notwendigkeit besteht. Es geht dabei rein um des Menschen Vergnügen oder Gier.

Der einzige irgendwie vertretbare Grund für Pferdehaltung scheint mir heute die Fleischgewinnung. Wer jetzt empört aufschreit (aber nicht vegan lebt), an den oder die hätte ich nur eine Frage: „Was macht Pferde besonderer als Kühe, Hühner oder Schweine?“ Und die Antwort ist besser nicht: „Sie sind so schön und auf ihnen kann ich reiten“. Huftiere haben die einzigartige Eigenschaft, für Menschen unverdauliches Gras und Blattmaterial, in leicht verdauliches Fleisch umzuwandeln. Rein objektiv gesehen sind Pferde und Kühe für den Menschen also eine Art wertvoller organischer Produktionsfaktor.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich sehne den Tag herbei an dem es endlich Fleisch aus dem Labor zu kaufen gibt. Bis dahin sind viele Verdauungstrakte aber leider auf eine zumindest minimale Versorgung mit Fleisch angewiesen. Als Mensch stelle ich keinesfalls meinen Wunsch nach Vergnügen oder Geld über Tierwohl, sehr wohl aber Gesundheit und Wohlbefinden. Und die sind, für die meisten Menschen, mit kleinen Mengen hochwertigen Fleisch leider besser als ohne.

Hanfsamen für Hühner und Vögel

Hanfsamen für Hühner
Für Hühner und Vögel sind Hanfsamen in jeder Form sehr wertvoll.

Hühner und Vögel verwerten wie erwähnt so ziemlich alles. Der Hanfsamen ist der König unter den Nüssen, Kernen und Samen, Hühner und Vögel profitieren also definitiv davon. Für deren Verdauung muss er auch nicht einmal geschält sein. Wer es sich leisten kann, gibt also gern ohne Bedenken beliebige Mengen Hanfsamen ins Vogelhäuschen.

Gleiches gilt für jene, die Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Hühner, sowie Qualität von Eier und Fleisch erhöhen wollen. Das Ei oder später auch das Hühnerfleisch ist natürlich nur so gut wie die Nahrung der Hühner. Mit Hanfsamen im Futter, enthalten später sowohl Eier als auch Fleisch, höhere Mengen Omega 3. Der Hanfsamen ist also definitiv eine Bereicherung für ihren Speiseplan.

Vor die Wahl gestellt, würde ich aber eher direkt den Hanfsamen essen als Eier oder Fleisch von damit gefütterten Hühnern. Bei der organischen Umwandlung gehen mehr als 90 % der Nahrungsenergie verloren und der Hanfsamen mit sehr viel hochwertigem Protein, vielen Mineralstoffen und Omega 3 Fetten ist für den Menschen unterm Strich wesentlich wertvoller und gesünder als das Hühnerei oder Hühnerfleisch. Vom finanziellen Aspekt mal ganz abgesehen, das würden nämlich teure Eier.

In Sachen Omega 3 Versorgung für Hühner oder Vögel hätte ich daher eher zu wesentlich günstigerem Leinsamen gegriffen. Der enthält noch mehr Omega 3 und der Verdauungsapparat von Vögeln stört sich weder an der harten Schale noch an den hohen Mengen Ballaststoffen.

Hühner als Nutztiere

Beim Thema des Huhns als Nutztier drängt sich, als bewusster Mensch, natürlich ebenfalls die Frage nach der schieren Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Praxis auf. Wie vorher schon erwähnt, essen Menschen besser den geschälten Hanfsamen selbst, als das daraus entstandene Tierprodukt. Am Beispiel des Hanfsamens stimme ich dem vollkommen zu. Andererseits sind Hühner äußerst genügsame Allesesser, wahre Verwertungskünstler. Sie verwerten so gut wie jedes noch so schwer verdauliche Korn und produzieren aus dieser Nahrungsenergie leicht verdauliche Eier, und später auch Fleisch.

Ich bin kein großer Advokat von Tierhaltung, kann die Praxis aber aus zumindest einer Perspektive heraus verstehen: Viele Menschen, vor allem nordeuropäischer Abstammung, vertragen Ballaststoffe aus Getreide oder Samen nur begrenzt und haben generell einen eher Fett-betonten Stoffwechsel. Mit großen Mengen Kohlehydraten aus Getreide und Hülsenfrüchten geht es ihnen nicht gut. Hier macht die organische Umwandlung von Getreide und Samen zu Eiern und Fleisch tatsächlich Sinn.

Ich zähle mich selbst zu jener Gruppe. Getreide und Übermengen an Ballaststoffen bekommen mir nicht. Ist dies eine Rechtfertigung für beliebigen Tierkonsum? Natürlich nicht. Ich habe kleine Mengen Tierprodukte am Speiseplan, halte mich aber weitgehend an pflanzliche Fett- und Proteinlieferanten, bin für Produkte aus Hanfsamen daher über alle Maßen dankbar. Meinem Befinden abzuleiten ist das die ideale Ernährung für meinen Stoffwechseltyp.

Dosierung von Hanfsamen für Tiere

Nun für Katzen und Pferde hat sich die Überlegung erledigt, für sie sind Hanfsamen weder sinnvoll noch wirklich geeignet. Hühnern und Vögeln gibt man schwer zu viel davon. Je mehr sie davon kriegen, um so besser für sie. Die einzige Dosierungsempfehlung ergibt sich somit für Hunde.

Dosierung Hanfsamen für Hunde

Für einen Hund von etwa 12 kg Körpergewicht reichen für den Start etwa 10 g geschälte, gut gemixte Hanfsamen. Mixt dies unters Futter und seht erst mal wie er darauf reagiert. Unter Umständen sagt es ihm gar nicht zu, dann war es zumindest ein Versuch. Bei positiver Reaktion könnt Ihr die Menge gerne noch erhöhen. Schaden tun die Hanfsamen dem Vierbeiner sicher nicht, im Gegenteil.

Wer sich von den Hanfsamen eine Versorgung mit Omega 3 erhofft hat und der Patient streikt, der greift besser zu Hanföl. Bei akutem Mangel darf es aber auch ein eigens für Hunde entwickeltes Fischöl sein.

Fazit

Hunde können von geschälten, gut gemixten Hanfsamen mehrfach profitieren, sowohl was eine Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren, mit wertvollen Mineralstoffen, als auch mit hochwertigem Protein angeht. Es müssen aber geschälte Hanfsamen sein. Katzen und ihre Verdauung sind noch mehr als Hunde auf Fleisch konzentriert, Hanfsamen oder Hanföl brächten ihnen wenig bis gar nichts. Pferde sind hoch spezialisierte Grasfresser, der hohe Proteingehalt in Hanfsamen könnte ihnen sogar schaden. Vögel und Hühner sind wahre Verwertungskünstler und profitierten in hohem Maße sowohl von geschälten als auch ungeschälten Hanfsamen.

Konkrete Produktempfehlungen sowohl für Mensch, Hund, als auch lieb gewonnenes Gefieder findet Ihr auf unserer Empfehlungsseite für Hanfsamen.

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Geschälte Hanfsamen, Nährwerte und Inhaltsstoffe.

Ich bin seit Jahren ein Fan geschälter Hanfsamen, sei es…

Ich bin seit Jahren ein Fan geschälter Hanfsamen, sei es für Hanfmilch, Dips, in Smoothies oder als Garnitur. Eine umfangreiche Recherche der genauen Nährwerte war längst überfällig.

Sind geschälte Hanfsamen eine nennenswerte Quelle für Eiweiß, Omega 3 Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe? Und wie schlagen sie sich im Vergleich mit anderen Nüssen, Kernen und Samen? Ja, ja und ja, geschälte Hanfsamen sind sogar eine großartige Quelle für Eiweiß, hochwertige Fette und Mikronährstoffe. Kaum eine andere Nuss, Kern oder Samen kann ihnen nur ansatzweise das Wasser reichen.

Viele Menschen schrecken vor dem vergleichsweise hohen Preis von gut 20 Euro pro Kilogramm für geschälte Hanfsamen hoher Qualität zurück. Gemessen an ihrem Wert halte ich das allerdings geradezu für ein Schnäppchen. Unter allen Nüssen, Kernen, Samen und auch unter allen Hanflebensmitteln sind geschälte Hanfsamen mein absoluter Favorit. Ihr wollt wissen warum, lest weiter!

Nährstoffe in Hanfsamen – Ein Überblick

Im Folgenden findet Ihr die Makronährstoffe der geschälten Hanfsamen von WEHLE Sports, ein tolles Produkt aus österreichischem Anbau:

Energie: 638 kcal
Fett: 55,7 g
Gesättigte Fettsäuren: 3,18 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 8,22 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 39,1 g
Kohlehydrate: 2 g
davon Zucker: 2 g
Protein: 30 g
Ballaststoffe: 4,3 g
Salz: 0,001 g
Vitamine und Mineralstoffe im Detail weiter unten.

Diese Werte mögen auf den ersten Blick wenig besonders wirken, aber Ihr werdet sehen, einige der Nährstoffkombinationen in geschälten Hanfsamen sind genial und äußerst selten. Ich beziehe mich in den folgenden Ausführungen ausschließlich auf geschälte und nicht auf ganze Hanfsamen. Es gibt viele Gründe, warum geschälte Hanfsamen den ganzen vorzuziehen sind. Wer mehr darüber wissen will, dem empfehle ich wärmstens meinen Artikel „Hanfsamen geschält oder ungeschält essen? Und warum?“

Der geringe Anteil an Kohlehydraten ist kaum eine Erwähnung wert. Bedeutend im Hanfsamen sind die hohen Anteile an Protein und hochwertigen Fetten, vor allem die Zusammensetzung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Geschälte Hanfsamen und Eiweiß

30 Gramm auf 100 Gramm, also 30 % Protein in einem Lebensmittel, das ist sehr viel. Nicht nur unter pflanzlichen Lebensmitteln, sondern generell. Ein Hühnerei oder Hüttenkäse haben im Vergleich nur etwa 13 %, ein Steak 25. Selbst Hanfproteinpulver hat im Schnitt nur unwesentlich mehr, nämlich 50 %, dafür aber kaum hochwertige Fette.

Neben der hohen Konzentration an Protein, ist die Zusammensetzung der Proteintypen im Hanfsamen besonders wertvoll: Es besteht zu 35 % aus Albumin und zu 65 % aus Globulin Edestin. Das Albumin ähnelt sehr dem Protein des Eiklars, ist bekanntermaßen also besonders hochwertig weil leicht verdaulich und nebenbei noch eine wichtige Quelle für Antioxidantien.

Wesentlich interessanter ist aber der hohe Anteil an Globulin. Dieses stellt auch im menschlichen Körper die dritthäufigste Proteingruppe dar. Dort bildet es zum Beispiel wichtige Bestandteile eines starken Immunsystems, sorgt für reibungslosen Transport von Vitamin B12 und Eisen. Hanfsamen enthalten also nicht nur viel, sondern für den Körper auch leicht verdauliches Protein, wodurch weniger belastende, säurehaltige Abbauprodukte entstehen.

Hanfsamen, Aminosäuren und biologische Wertigkeit

Hanfprotein Aminosäuren Biologische Wertigkeit
Hanfsamen enthalten alle 8 essentiellen Aminosäuren.

Das Eiweiß im Hanfsamen enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren, und zwar angeblich in idealem Verhältnis zueinander. Damit wird gerne geworben. Nun hier stellt sich natürlich die Frage, was der Maßstab für „ideal“ ist. Messmethoden wie die biologische Wertigkeit oder der PDCAAS zeigen bei genauerem Hinsehen schnell ihre Schwächen.

Alles rund um Hanfprotein, seine Aminosäuren und die biologische Wertigkeit habe ich in einem inzwischen sehr beliebten Artikel gründlich recherchiert und erörtert. Das Ergebnis: Hanfsamen sind keine perfekte, aber auf jeden Fall eine sehr gute Proteinquelle. Sie können in Sachen Potential für superschnelles Muskelwachstum nicht ganz mit Wheyprotein, Eiern oder Hühnerfleisch mithalten, diesen kleinen Rückstand machen sie aber mit einer Vielzahl anderer positiver Eigenschaften für Körper und Gesundheit mehr als weg.

Hanfsamen als Quelle für Omega 3

Ich werde mal nicht beginnen die unzähligen positiven Eigenschaften und die Wichtigkeit von Omega 3 Fettsäuren für den menschlichen Körper aufzuzählen. Eine entsprechende Versorgung ist jedenfalls essentiell, der Tagesbedarf eines gesunden Menschen liegt bei etwa 0,3 g. Etwa 25 % der mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Hanfsamen sind Omega 3, die anderen 75 % sind Omega 6. Angeblich das für den Menschen ideale Verhältnis.

Eine Portion geschälter Hanfsamen (etwa 30 g) enthalten gut 2,9 g ((39,1*0,3):4) Omega 3. Das wäre fast das Zehnfache des Tagesbedarfs. Nun so einfach ist es dann leider nicht. Es gibt 3 unterschiedliche Formen der Omega 3 Fettsäuren: ALA, EPA und DHA. Ich erspare Euch die ausgeschriebenen Versionen. In Hanfsamen, Leinsamen, Chiasamen etc. ist lediglich ALA enthalten, der Mensch benötigt aber EPA und DHA. Nun streiten Wissenschaftler sich leidenschaftlich, ob und wie gut der menschliche Körper EPA und DHA aus ALA synthetisieren kann. Je nach „Glaubensrichtung“ ist mal die Rede von 5, 10, 30, oder auch unter 1 Prozent.

Ich persönlich bleibe in Sachen Omega 3 aus Nüssen, Kernen und Samen mal gedämpft optimistisch und traue meinem Körper eine Umwandlungsrate von 5 % zu. Dies führt zur immer noch ganz optimistischen Antwort: Ja, geschälte Hanfsamen sind eine nennenswerte Quelle für Omega 3 Fettsäuren. Aus einer Portion macht der Körper gut 0,14 g (2,9*0,05). Das ist immerhin knapp die Hälfte des Tagesbedarfs.

Ich gebe aber zu, ich verlasse mich zwecks Omega 3 Versorgung nicht allein auf Hanfsamen, Leinsamen, Walnüsse oder hochwertige Öle daraus. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, esse ich auch mal überteuerten, biologischen Fisch aus der Gegend. Von Fischölkapseln hätte ich aber abgeraten, ich nehme stattdessen regelmäßig Omega 3 Kapseln aus Algen. Warum? Die bedeutendsten Vorkommen von EPA und DHA finden sich zwar in Fischen und Meerestieren, die Quelle dafür sind aber deren Nahrung, nämlich Algen.

Je weiter wir die Nahrungskette hoch gehen, um so belasteter ist unser Essen mit Giften die sich in Fettgeweben anreichern. Und Fische gelten weitgehend als eine Art Schwamm für Schwermetalle. Wenn ich also die Wahl habe, und die haben wir zum Glück, wähle ich ein Omega 3 Supplement mit DHA und EPA direkt gewonnen aus Algen, und nicht aus Fisch.

Geschälte Hanfsamen, Vitamine und Mineralstoffe

Hanfprotein Vitamine
Hanfsamen sind reich an wichtigen Mikronährstoffen.

Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt von Lebensmitteln hängt von vielen Faktoren ab und fluktuiert oft sehr stark. Darauf weisen alle Einzel- und auch Großhändler, die Angaben dazu machen, ganz deutlich hin. Nagelt mich auf die Werte daher bitte nicht fest.

Je nach Quelle sind in Hanfsamen kleine Mengen Vitamin C, A, E, B2, B3, B5, B6, B9 (Folsäure), Kalium, Kalzium und Selen enthalten. Laut Cronometer auch nennenswerte Mengen (über 30 % des Tagesbedarfs/Portion) von Vitamin B1, und große Mengen (mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs/Portion) Phosphor, Kupfer und Mangan.

Die drei Nährstoffe aber, die Hanfsamen und Hanfprodukte in Sachen Mikronährstoffe so wertvoll machen, sind die äußerst wichtigen aber eher seltenen Mineralstoffe Eisen, Magnesium und Zink. Die folgenden 3 Mengenangaben entsprechen einem abgerundeten Durchschnitt vieler verschiedener, langwierig verglichener Quellen:

Eisen: 14 mg
Magnesium: 650 mg
Zink: 8 mg

Hanfsamen und Eisen

Die täglich empfohlene Menge für Eisen liegt in Europa im Schnitt bei 10 mg für Männer, 15 mg für Frauen (höherer Bedarf aufgrund der Menstruation). Eine Portion geschälter Hanfsamen liefert immerhin 4,2 mg (14*0,3). Knapp die Hälfte des Bedarfs für Männer und knapp ein Drittel des Bedarfs für Frauen. Also eine deutlich relevante Menge.

Hanfsamen und Magnesium

Je nach Alter und Geschlecht liegen deutsche Empfehlungen für die tägliche Aufnahmemenge von Magnesium zwischen 300 und 400 mg. Eine Portion geschälter Hanfsamen liefert immerhin knapp 200 mg (650*0,3). Mehr als die Hälfte und definitiv relevant für die Versorgung.

Hanfsamen und Zink

Zink – der Mineralstoff für den Mann. Der Bedarf ist aufgrund der Ejakulation bei Männern höher. Wird der Hanfsamen dem gerecht? Etwa 10 mg braucht der Mann täglich, 7 mg die Frau. 2,4 mg (8*0,3) liefert eine Portion geschälter Hanfsamen. Mehr als ein Drittel für Frauen, etwas weniger als ein Viertel für Männer. Um realistisch zu bleiben, nicht mehr ganz so überzeugend. Im Rahmen einer nur annähernd ausgewogenen Ernährung aber immer noch definitiv relevant.

Geschälter Hanfsamen vs. alle anderen Nüsse, Kerne und Samen

Hanfsamen vs. Andere
Geschälte Hanfsamen sind allen anderen Nüssen, Kernen und Samen überlegen.

Wie vorhin schon erwähnt hat geschälter Hanfsamen eine einzigartige Nährstoffzusammensetzung. Sehr viel sehr hochwertiges Eiweiß, viel Omega 3, und das bei einer verschwindend geringen Menge an Kohlehydraten und Ballaststoffen. Obendrein sind Hanfsamen hypoallergen, kaum jemand reagierte je allergisch auf den Konsum von Hanfprodukten als Nahrungsmittel. Mal sehen wie sich geschälter Hanfsamen im Vergleich mit anderen Nüssen, Kernen und Samen schlägt.

Omega 3 – geschälter Hanfsamen vs. Leinsamen und Chiasamen

Leinsamen und Chiasamen enthalten mehr als doppelt so viel Omega 3 wie Hanfsamen, immer noch gut 2/3 des Proteins und auch kleine Mengen der Schlüsselnährstoffe. Das Problem: Die geradezu lächerlich hohen Mengen an Ballaststoffen in Lein- und Chiasamen. Zu große Mengen davon führen bei Gruppen wie veganen Kraftsportlern häufig zu Problemen. Größere Mengen Protein sind bei pflanzlichen Quellen meist an größere Mengen Ballaststoffe gebunden. Geschälte Hanfsamen bilden hier eine wertvolle Ausnahme.

Die meisten Verdauungstrakte sind mit größeren Mengen Ballaststoffen eher überfordert als dass sie ihnen nutzen. Dies schränkt die verzehrbare Menge von Leinsamen oder Chiasamen für viele Menschen stark ein. Ich persönlich kriege von größeren Mengen (über 30 g) geschroteten oder gemahlenen Leinsamen und Chiasamen Verstopfung, ich kann aber problemlos Dips und Saucen mit 100 g geschälten Hanfsamen essen. Das soll keine Empfehlung sein aber ich wollte es wissen :).

Meine Empfehlung daher: Wenn Ihr die überlegenen Eigenschaften von Chiasamen und Leinsamen in Sachen Omega 3 genießen wollt, kauft ein hochwertiges, kaltgepresstes Öl daraus.

Eiweiß – geschälter Hanfsamen vs. Kürbiskerne, Sesam und Sonnenblumenkerne

Kürbiskerne, Sesam und Sonnenblumenkerne enthalten ebenfalls 20 bis 35 g Protein pro 100 Gramm. Alle 3 gibt es auch in geschälter Variante mit kaum Ballaststoffen. Kürbiskerne haben auch ein konkurrenzfähiges Aminosäureprofil und enthalten sehr viel Zink. Sesam enthält sehr viel Kalzium. Alle 3 sind in Sachen Mineralstoffe wertvoll. Das Problem bei allen 3en: Die Zusammensetzung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sowohl Sesam, Kürbiskerne als auch Sonnenblumenkerne enthalten fast ausschließlich Omega 6 Fettsäuren. Diese gelten in größeren Mengen und ohne Ausgleich durch Omega 3 als stark entzündungsfördernd.

Man könnte nun z. B. Sesam mit Leinsamen ausgleichen, das wäre sehr preisgünstig, erhöhe aber wieder die Menge der Ballaststoffe. Sesam im Ausgleich mit Leinöl koste wieder ähnlich viel wie geschälte Hanfsamen, hätte aber nicht die Vorteile durch die wertvollen, seltenen Mineralstoffe. Wie man es dreht und kombiniert, geschälte Hanfsamen liefern das beste Paket aus hochwertigen Proteinen, hochwertigen Fetten, seltenen, wertvollen Mineralstoffen, und das ganze noch hypoallergen.

Geschälte Hanfsamen vs. Nüsse

Exquistite Nüsse wie Walnüsse, Pekanüsse, Macadamia, Mandeln, Pistazien, Paranüsse oder Cashews sind in Rohkostqualität zunächst teils erheblich teurer, haben meist kaum nennenswerte Mengen Omega 3, durchwegs weniger Protein, weniger Mineralstoffe und sind selten hypoallergen.

Erdnüsse wären zwar preislich günstiger und enthalten viel Protein, haben aber Aflotoxine, ungünstigere Fette und sind voll von Allergenen. Ich persönlich reagiere auf die meisten der erwähnten Nüsse mit geringen Beschwerden wie Jucken oder leichter Enge im Hals, bin daher unendlich dankbar für die inzwischen leichtere Erhältlichkeit von Speisehanfsamen.

Fazit

Geschälte Hanfsamen sind tatsächlich durchwegs ein Bringer. Sie enthalten rund 30 % hochwertiges Protein mit sehr gutem Aminosäureprofil und über 50 % hochwertige Fettsäuren, sodass mit einer Portion fast die Hälfte das Tagesbedarfs an Omega 3 gedeckt werden kann. Hanfsamen enthalten relevante Mengen der seltenen Mineralstoffe Magnesium, Eisen und Zink und sind obendrein noch hypoallergen. Bei genauem Hinsehen bieten geschälte Hanfsamen das beste Gesamtpaket unter allen Nüssen, Kernen und Samen, sowohl was den Proteingehalt, die Zusammensetzung der Fettsäuren, die Verträglichkeit, und unterm Strich auch was den Preis betrifft.

Ich bin von geschälten Hanfsamen vollends begeistert, verlinke Euch hier daher mit Freude meine Top-Empfehlung, aus österreichischem Anbau:

Mehr Auswahl und Erläuterung meiner Empfehlungen findet Ihr auf unserer Empfehlungsseite für Hanfsamen.

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Hanfsamen von DM – nicht für die Aussaat!?

Ich beschäftige mich zurzeit etwas gründlicher mit dem Thema “Speisehanfsamen”….

Ich beschäftige mich zurzeit etwas gründlicher mit dem Thema “Speisehanfsamen”. Als ich dann vorgestern durch den örtlichen DM schlenderte, fielen mir natürlich die “Hanfsamen ungeschält” der DM Bio Eigenmarke auf. Mit dem Verzehrhinweis: “Die Hanfsamen dürfen nicht zur Aussaat verwendet werden.” Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen was dann passiert ist :)!?

Ganz genau, 1 Stunde später hatte ich bereits einen Tontopf mit biologischer Blumenerde befüllt und die Hanfsamen darin verteilt. Das war wie gesagt vorgestern, heute regt sich darin schon allerhand Leben.

Hanfgras 2 Tage
Hanfsamen vom DM haben eine gute Keimrate.

Was soll daraus werden? Mache ich mich gerade strafbar? Wie steht es generell um die Gesetzeslage in Sachen Hanf und Hanfsamen?

  • Innerhalb der nächsten 2 bis 3 Wochen soll daraus sog. “Hanfgras” werden, das dann in den Entsafter wandert und mir hoffentlich einen Vitalstoffschock erster Güte beschert. Sofern erfolgreich, werde ich dieses Spektakel und den Weg dorthin natürlich für Euch dokumentieren.
  • Nein, ich mache mich nicht strafbar. Und zwar weil ich mich in Österreich befinde. Der Hinweis auf der Verpackung bezieht sich auf Deutschland.
  • Die Gesetzeslage rund ums Thema Hanf und Hanfsamen ist im deutschsprachigen Raum schwierig, aber auch amüsant.

Dem Hanf als Nutzpflanze hängt ein schlechter Ruf hinterher, man hört und liest immer wieder von Gesetzesverstößen. Andererseits führen selbst Supermärkte inzwischen breite Produktreihen mit Hanfblättern auf der Verpackung. Wie passt das alles zusammen?

Wann sind Hanfsamen illegal?

Kurze Antwort: Nie!! Es gibt keinen Hanfsamen, dessen Anbau, Verarbeitung, Verkauf, Besitz oder Konsum illegal wäre. Der einzige illegale Bestandteil der Hanfpflanze ist der psychoaktive Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol), der aber ausschließlich von den Blüten gebildet wird. Hanfsamen enthalten diesen Wirkstoff nur, wenn sie mit THC-haltigen Blüten in Berührung kommen. Was in der Lebensmittelverarbeitung leider schon mal passieren kann. Hanflebensmittel dürfen in Deutschland daher kleine Spuren THC von bis zu 150 Mikrogramm pro Kilogramm enthalten.

Manchmal kommt es natürlich zu Überschreitungen, wie damals bei dem Veganz Hanfprotein von DM. Ob die Aufregung damals wirklich gerechtfertigt war könnt Ihr in meinem Artikel “Zu viel THC im Hanfprotein von DM” nachlesen. Spoiler: Nein!! Damit THC bedenklich wird braucht es schon eine entsprechende Dosis. Und kein Teil von Industrie- oder Speisehanf enthält diese auch nur ansatzweise, selbst die Blüten nicht.

Vom Hanfsamen zu THC

Entgegen der öffentlichen Angst produzieren in Wahrheit nur die allerwenigsten Samen bzw. Gattungen der Hanfpflanze das beliebte Rauschmittel in ausgeprägter Konzentration. Und diese Samen gibt es ganz sicher nicht für € 2,99- per 200 g beim DM. Man könnte nun meinen der Gesetzgeber packt das Problem mit dem THC an der Wurzel und verbietet ganz einfach jene Hanfsamen und Sorten, deren Blüten später das Rauschmittel bilden. Aber nein.

Unzählige Shops, online und offline, verkaufen potente Hanfsamen in allen Variationen und Farben. Ganz legal, wunderschön bebildert, mit Rechnung samt ausgewiesener Mehrwertsteuer. Und das Geschäft scheint zu laufen. Eine regelrechte Industrie mit Wissenschaftlern und Experten arbeitet eifrig an immer neuen Sorten, noch stärker, noch resistenter, noch potenter. Sativa, Indica, Hybride, regulär, feminisiert, Autoflower, für jeden ist was dabei. Allesamt Pflanzen, nur darauf gezüchtet, den illegalen Bestandteil (das THC), schneller, leichter und in immer höherer Konzentration auszubilden.

Hanfsamen in Österreich, Deutschland, und der Schweiz

Ein einzelner potenter Hanfsamen kostet dann je nach Sorte schon mal 10 Euro. Ein Schnäppchen, gemessen am Potenzial für seine späteren Blütenstände, Wahnsinn im Vergleich zum Industrie- oder Speisehanf. Wie die Verpackung der Speisehanfsamen von DM so dezent hinweist, ist die Aussaat, also das “zum Leben erwecken” des Hanfsamens in Deutschland bereits illegal, egal welcher Samen.

Hier in Österreich oder auch in der Schweiz können wir uns solche Späße erlauben, wenn gewünscht auch mit potenten Hanfsamen. Solange die Hanfpflanze nur den gefürchteten Wirkstoff THC nicht ausbildet. An dieser Stelle setzt hierzulande die Gesetzgebung die Grenze. Hanf als Zimmerpflanze ja, aber in die Tonne damit wenn sich Blüten bilden. Und zwar besser auch wenn es sich nur um Industriehanf handelt. Die Grenzwerte sind niedrig und Polizisten bei dem Thema zur Strenge angehalten. Wen das Thema “Hanfanbau” interessiert, findet in den Ausführungen unseres Ghostwriters Johannes sehr gründliche Hilfestellung und Anleitung.

Hanfsamen und Gesetze – Anstiftung zur Überschreitung?!

Hanfsamen Gesetze
Die Gesetzeslage zu Hanfsamen ist oft amüsant.

Hanfsamen jeglicher Art sind legal erhältlich, auch jene, deren Pflanzen später Blütenstände mit hohen Konzentrationen THC ausbilden. Zugleich hat sich in Sachen Equipment rund um den Indoor Anbau eine ähnlich beeindruckende Industrie entwickelt. Erde, Dünger, Lampen, Lüfter, Aktivkohlefilter, Growzelte, etc., jedes noch so kleine Bedürfnis des “kriminellen” Kleingärtners wird beharrlich erforscht und befriedigt. Natürlich ebenfalls alles legal. Die Gesetzgebung in Sachen Hanf und THC führt somit zu einer absurden Situation.

Durch die Illegalität von THC-haltigen Cannabisblüten (Marihuana oder Gras) lassen sich am Schwarzmarkt interessante Preise erzielen. Zum Anbau dieser illegalen “Droge” ist alles nur Erdenkliche in hochentwickelter und ständig besser werdenden Ausführung legal und einfach erhältlich. Ein wenig scheint es als würde die Gesetzgebung es geradezu auf Überschreitung anlegen. Und dann herrscht regelmäßig großer Aufschrei wenn Indoor-Plantagen entdeckt und ausgehoben werden. 

Eine kleine Maßnahme genüge und das Problem wäre, vielleicht nicht behoben aber zumindest wesentlich entschärft: Und zwar ein Verbot des Verkaufs potenter Hanfsamen. Ihretwegen gerät Hanf als Nutzpflanze immer wieder in Verruf. Ein gewisses Potenzial des Hanfs als Rauschmittel wäre zwar immer noch vorhanden, aber es würde nicht mehr legal forciert. Wäre ich Verschwörungstheoretiker würde ich die politische Situation um Hanf folgend darlegen:

Konservative Kräfte fürchten den Hanf als bessere Alternative für einige ihre ressourcenintensiven, umweltbelastenden Einkommensquellen, sei es als Nahrungsmittel, Rohstoff für Textil- oder Bauindustrie, Kosmetik oder Medizin. Noch verhindert das zwiespältige Image des Hanfs seine breite Akzeptanz. Wie entwickle sich die Situation aber, verliere der Hanf sein Image als “Drogenpflanze” und gewinnne Bedeutung als gesunde, effektive, umweltschonende und klimaschützende Alternative? Das bedeute Einbußen für BigFood und BigPharma. Denen kommt es ganz gelegen, dass die aktuelle Gesetzgebung das schlechte Image des Hanfs aufrecht erhält und weiterhin forciert.

Nun zum Glück verfügen wir trotz fragwürdiger Gesetze immer noch über ein hohes Maß an Freiheit. Und diese Freiheit erlaubt auch meinen lieben deutschen Mitbürgern, das volle Potenzial des Superfoods Hanfsamen zu nutzen, durch Keimen und Aussaat (mit ein wenig Diskretion).

Nährstoffwunder gekeimter Hanfsamen

In Deutschland würde ich nicht unbedingt meinem Beispiel folgen und Bilder gekeimter Hanfsamen ins Internet stellen. Ich hätte aber noch nicht gehört dass jemand Probleme kriegt weil er oder sie Hanfsprossen oder Hanfgras zieht. Und genau das möchte ich den gesundheitsbewussten Lebensmittelenthusiasten unter Euch da draußen empfehlen. Zumindest jenen mit der notwendigen Portion Geduld und Disziplin. Meine ersten Hanfsprossen habe ich einmal vergessen zu spülen und das wars dann auch. Ein Geruch wie faule Eier und Futter für den Biomüll.

Wer noch keine Erfahrung mit Sprossen hat startet daher besser mit anspruchsloserem Saatgut wie Mungbohnen oder Linsen. Gräser brauchen etwas weniger Pflege als Sprossen. Mein Hanfgras macht 5 Tage nach der Aussaat schon ein bisschen was her :).

Hanfgras 5 Tage
Nach 5 Tagen erkennt man schon die ersten Blattpaare.



Wozu der ganze Aufwand? Nichts davon ist absolut notwendig und wer einfach nur die Vorzüge des Hanfsamens genießen will, ist gut bedient mit Produkten wie Hanfprotein oder geschälten Hanfsamen. Aber es geht natürlich besser. Durch den Keimprozess erwacht das Leben im Saatgut. Eventuelle Antinährstoffe werden abgebaut, die Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen vervielfachen sich. Wenn der Hanfsamen bereits ein Superfood ist, dann sind Hanfsprossen und Hanfgräser eine Art Ultrafood.

Ich traue mich nicht zu sagen ob der Hinweis auf der Verpackung der Hanfsamen vom DM eher abhält oder anstachelt. Definitiv ist es aber wahnsinnig schade, dass der Gesetzgeber seinen Bürgern untersagt, mit wenigen, einfachen Schritten eines der gesündesten Lebensmittel selbst zu machen und zu genießen.

Fazit

Die Hanfsamen vom DM sind ein Beispiel für die Lächerlichkeiten und Absurditäten der Politik und Gesetzgebung rund um das Thema Hanf. Ein wenig scheint es, als wolle man das zu Unrecht dubiose Image der Hanfpflanze mit aller Gewalt aufrecht erhalten. Ich für meinen Teil genieße aber die Freiheit zu entscheiden, aus Hanfsamen meine eigenen kleinen Nährstoffwunder wie Hanfsprossen oder Hanfgras zu ziehen. An den Ergebnissen lasse ich Euch schnellstmöglich teilhaben :).

Lasst Euch von konservativen Stimmen nicht die Freude an Hanfsamen als Lebensmittel verderben. Sie sind wertvoller Bestandteil eines jeden gesunden Speiseplans. Daher verlinke ich Euch hier dazu meine persönlichen Empfehlungen und Überlegungen. Die Hanfsamen von DM haben hohe Keimraten und scheinen demnach von hoher Qualität. Ich würde auf den Komfort einer versandkostenfreien Zustellung aber nicht verzichten wollen, empfehle Euch daher folgende keimfähigen Hanfsamen aus deutschem Anbau direkt und bequem von Amazon:

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Hanfprotein, Nährwerte und Inhaltsstoffe.

Produkten wie dem Hanfprotein, jung, modern, werden seitens der Anbieter…

Produkten wie dem Hanfprotein, jung, modern, werden seitens der Anbieter oft sensationelle Eigenschaften vorausgesagt. Ich gehe vielversprechenden Marketingaussagen gerne auf den Grund und habe deshalb umfangreiche Recherche, auch unterhalb der Oberfläche betrieben.

Bietet Hanfprotein hochwertiges Eiweiß? Und ist es wirklich eine hinreichende Quelle für Schlüsselnährstoffe wie Eisen, Zink und Magnesium? Oh ja, Hanfsamen oder Hanfprotein bieten hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß. Vitamine und Mineralstoffe variieren zwar von Produkt zu Produkt, sind aber ebenfalls durchwegs enthalten.

Ich ging bei meiner Recherche über die spärlichen Angaben der Einzelhändler und Cronometer hinaus und wandte mich direkt an Großhändler. Das biologische Hanfprotein des deutschen Großhändlers Besthemp dient bei den folgenden Angaben als Referenz.

Hanfprotein und seine Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Eiweiß, Kohlehydrate, Fett. Diese bilden auch die Menge an Energie eines Lebensmittels, angegeben in kcal (Kilokalorien). Im folgenden findet Ihr die Makronährstoffzusammensetzung eines biologischen Hanfproteins von Besthemp je 100 Gramm.

Energie: 345 kcal
Fett: 9,7 g
Gesättigte Fettsäuren: 1,2 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 1,4 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 7,1 g (Omega 6: 5,5 g, Omega 3: 1,6 g)
Kohlehydrate: 4,7 g
davon Zucker: 2,9 g
Protein: 50 g
Ballaststoffe: 19,7 g
Salz: 0,2 g

Diese Zahlen entsprechen ganz gut in etwa dem Querschnitt der im Einzelhandel erhältlichen Hanfproteine. Der Proteinanteil variiert bei den verschiedenen Produkten von etwa 30 bis 70 %, am häufigsten aber um die 50. Der Kohlehydratanteil variiert zwischen 4 und 10 %. Der Fettanteil zwischen 1 und 12 %. Die Ballaststoffe zwischen 13 und 30 %. Abhängig natürlich vom verwendeten Hanfsamen sowie dem Grad und der Art der Verarbeitung.

Hanfprotein und seine Mikronährstoffe

Hanfprotein Vitamine
Hanfprotein ist reich an wichtigen Mikronährstoffen.

Per Definition sind Mikronährstoffe Stoffe, die keine Energie liefern, die der Körper aber benötigt und nicht selbst bilden kann. Dazu zählen im Wesentlichen Vitamine und Mineralstoffe. Die folgenden Angaben beziehen sich wieder aufs gleiche Protein und wieder je 100 Gramm.

Vitamine:
Vitamin E: 3,4 mg
Vitamin B1: 1,0 mg
Vitamin B2: 0,1 mg
Vitamin B3: 2,3 mg
Vitamin B9: 0,12 mg

Mineralstoffe:
Magnesium: 994,8 mg
Eisen: 22,4 mg
Kalzium: 175,7 mg
Kalium: 1628 mg
Zink: 13,8 mg

Vor allem die hohen Mengen der eher seltenen aber wichtigen Mineralstoffe Magnesium, Eisen und Zink werden von Anbietern gerne erwähnt. Mal sehen wie unser Referenzprotein sich schlägt, wenn es einen Teil des täglichen Bedarfs dieser Schlüsselnährstoffe decken soll. Ich nenne als Menge zur täglichen Aufnahme mal 25 g des Hanfproteins, das entspricht bei den meisten Anbietern einer Portion.

Eisen:
Die täglich empfohlene Menge liegt im Schnitt bei 10 mg für Männer, 15 mg für Frauen (höherer Bedarf aufgrund der Menstruation). Eine Portion des Referenzproteins liefere immerhin 5,6 mg Eisen. Gut die Hälfte des Bedarfs für Männer und ein Drittel des Bedarfs für Frauen. Also eine deutlich relevante Menge.

Magnesium:
Je nach Alter und Geschlecht liegen die Empfehlungen zwischen 300 und 400 mg. Eine Portion Hanfprotein liefert immerhin knapp 250 mg. Deutlich mehr als die Hälfte und definitiv relevant.

Zink:
Der Zinkbedarf ist aufgrund der Ejakulation bei Männern höher. Etwa 10 mg täglich braucht der Mann, 7 mg die Frau. 3,45 mg liefert eine Portion des Referenzproteins. Gut die Hälfte für Frauen, mehr als ein Drittel für Männer. Ebenfalls relevante Mengen.

Die Mengen an Kalium und Kalzium sind mit mit etwa 10 und 5 % des Tagesbedarfs vernachlässigbar. Noch weniger sind es bei wie Vitamin E, B2 und B3. Vitamin B1 erreicht knapp 25 % und B9 (Folsäure) immerhin auch gut 10 %.

Ich will aber in Sachen Vitamin- und Mineralstoffversorgung ganz deutlich erwähnen, dass die Zahlen stark variieren können. Verschiedene Hanfsamen bilden unter verschiedenen Bedingungen unterschiedliche Mengen aus. Deshalb finden sich vermutlich auch bei den wenigsten Einzelhändlern Angaben dazu auf der Verpackung. Die Angaben sind nicht verpflichtend und die ständigen Analysen natürlich aufwendig. Auch der Großhändler weist deutlich darauf hin, dass es sich um fluktuierende Durschnittswerte handelt. Ich persönlich verlasse mich in Sachen Mikronährstoffe zwar nicht auf Hanfprotein, habe aber weitgehend Vertrauen und freue mich über die zusätzliche Versorgung.

Hanfprotein und seine Aminosäuren

Hanfprotein Aminosäuren Biologische Wertigkeit
Hanfprotein enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren.

Aminosäuren sind zunächst grob gesagt Bausteine von Proteinen und dienen dem Menschen in erster Linie zum Aufbau von Körpergewebe. 8 der insgesamt 21 im menschlichen Körper vorkommenden Aminosäuren sind essentiell, der Körper kann sie also nicht selbst bilden. Unser Hanfproteinpulver enthält pro 100 g folgende Mengen:

Asparagin: 5,1 g
Tryptophan: 0,4 g
Threonin: 1,7 g
Serin: 2,5 g
Glutamin: 8,6 g
Prolin: 1,8 g
Glycin: 2,3 g
Alanin: 2,1 g
Cystin: 0,7 g
Valin: 2,4 g
Methionin: 1,1 g
Isoleucin: 2,0 g
Leucin: 3,3 g
Tyrosin: 1,8 g
Phenylalanin: 2,3 g
Histidin: 1,4 g
Lysin: 2,4 g
Arginin: 6,0 g

Die essentiellen sind hervorgehoben. Über Aminosäuren gibt es sehr, sehr viel zu sagen, zu betrachten und zwecks Bestimmung der Wertigkeit von Hanfprotein, auch zu vergleichen. Seid zunächst einfach mal versichert, dass Hanfprotein eine hervorragende Eiweißquelle darstellt. Bei näherem Interesse lege ich Euch aber wärmstens meinen inzwischen sehr beliebten Artikel „Hanfprotein, Aminosäuren und biologische Wertigkeit“ ans Herz. 

Eines will ich hier noch kurz erwähnen: Wenn Ihr diese Zahlen vergleicht, achtet darauf ob von Menge pro Einheit eines Produkts oder von Menge pro Einheit von Eiweiß gesprochen wird. Die Angaben von vorhin beziehen sich auf 100 g Hanfproteinpulver. Für die Menge pro Einheit Eiweiß müsstet Ihr für unser Referenzprotein mit 50 % Proteinanteil die Zahlen verdoppeln.

Enthält Hanfprotein relevante Mengen Omega 3?

Nun einfache Rechnung: Der Tagesbedarf eines gesunden Menschen liegt bei 0,3 g. Eine Portion unseres Referenzproteins (25 g) enthält immerhin noch 0,4 g, mehr als der Tagesbedarf sogar. Leider ist es so einfach dann doch nicht. Es gibt 3 unterschiedliche Formen der Omega 3 Fettsäuren, ALA, EPA und DHA. Ich erspare Euch die ausgeschriebenen Versionen. In Hanfsamen, Leinsamen, Chiasamen etc. ist lediglich ALA enthalten, der Mensch benötigt aber EPA und DHA. Nun streiten Wissenschaftler sich leidenschaftlich, ob und wie gut der menschliche Körper EPA und DHA aus ALA synthetisieren kann. Je nach „Glaubensrichtung“ ist mal die Rede von 5, 10, 30, oder auch unter 1 Prozent.

Ich persönlich bleibe in Sachen Omega 3 aus Nüssen, Kernen und Samen mal gedämpft optimistisch und traue meinem Körper eine Umwandlungsrate von 5 % zu. Dies führt leider zur kurzen und knappen Antwort auf unsere Frage: Nein! Hanfprotein bietet für den Menschen keine relevanten Mengen Omega 3. 5 % von 0,4 g, das sind gerade mal 0,02 g pro Portion, also 6,6 % des Tagesbedarfs.

Ich nehme eine entsprechende Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren ernst. Ich verwende daher oft Leinsamen oder Hanfsamen in Smoothies und hochwertiges kalt gepresstes Leinöl oder Hanföl in Salaten und Dips. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, esse ich auch mal überteuerten, biologischen Fisch aus der Gegend. Von Fischölkapseln hätte ich aber abgeraten, ich nehme stattdessen regelmäßig Omega 3 Kapseln aus Algen. Warum? Die bedeutendsten Vorkommen von EPA und DHA finden sich zwar in Fischen und Meerestieren, die Quelle dafür sind aber deren Nahrung, nämlich Algen.

Je weiter wir die Nahrungskette hoch gehen, um so belasteter ist unser Essen mit Giften die sich in Fettgeweben anreichern. Und Fische gelten weitgehend als eine Art Schwamm für Schwermetalle. Wenn ich also die Wahl habe, und die haben wir zum Glück, wähle ich ein Omega 3 Supplement mit DHA und EPA direkt gewonnen aus Algen, und nicht aus Fisch.

Enthält Hanfprotein Gluten oder Laktose? Was denkt Ihr :)?

Fazit

Hanfprotein ist keine perfekte, aber sehr gute Proteinquelle, sowie eine gute Mineralstoffquelle. Für den Vitaminhaushalt und die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren hat es lediglich unterstützende Eigenschaften. Je nach Produkt versorgt Hanfprotein ganz nach Bedürfnis mit wenigen oder vielen Ballaststoffen.

Mein Favorit unter Hanfproteinen, aus heimischem Anbau

Bei der Auswahl eines Proteinpulvers stellen sich wichtige Fragen. Warum ich genau dieses Protein wähle, erfahrt Ihr auf unserer Empfehlungsseite.

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Hanfsamen geschält oder ungeschält essen? Und warum?

Als ausgebildeter Ernährungstrainer und absoluter Enthusiast in Sachen Lebensmittel bin…

Als ausgebildeter Ernährungstrainer und absoluter Enthusiast in Sachen Lebensmittel bin ich immer wieder mit folgender Frage konfrontiert: Das ganze Lebensmittel oder nur einen Teil davon essen? Ich habe zu dieser Frage, generell und spezifisch zu Hanfsamen, viel recherchiert, mit äußerst interessanten Erkenntnissen.

Der ganze oder der geschälte Hanfsamen, was ist besser? Eindeutig geschält! Warum?

  • Die Schale besteht hauptsächlich aus Ballaststoffen, und auch davon gibt es ein Zuviel des Guten.
  • In der Schale befinden sich die meisten Antinährstoffe, welche unter anderem die Mineralstoffabsorbtion hemmen.
  • Der Gehalt an wertvollen Fetten und Proteinen relativ zum Gesamtgewicht ist wesentlich höher ohne Schale.

Viele Menschen wählen den ungeschälten Hanfsamen weil er günstiger ist, für manche Anwendungen auch zurecht. Die meisten Menschen sollten aber besser zu geschälten Samen greifen. Für wen und wofür ist welche Variante die richtige? Lest weiter!

Ballaststoffe in Hanfsamen, zu viel des Guten?

Vermutlich haben die wenigsten von Euch Ballaststoffe je kritisch oder gar negativ betrachtet. Gelten sie doch weitgehend als Stützpfeiler einer guten, gesunden Ernährung und Verdauung. So leicht ist es dann aber doch nicht. Ballaststoffe sind zunächst pflanzliche Faserstoffe ohne wirklichen Nährwert. Ernährungsphysiologisch gesehen erhöhen sie lediglich das Volumen der Nahrung, was dem gesunden Verdauungtrakt beim Weitertransport des Nahrungsbreis hilft.

Im Dschungel der Ernährungsratgeber werdet Ihr Stimmen finden, die Ballaststoffen eine äußerst gesunde, blutzuckerregulierende und reinigende Wirkung zuschreiben, entsprechend dem allgemeinen Tenor. Ihr werdet aber auch Vertreter der Meinung finden, dass Ballaststoffe bestenfalls verstopfen und schlimmstenfalls sogar einen löchrigen Darm, den gefürchteten „Leaky Gut“ verursachen. Das Thema würde im Detail leider den Rahmen sprengen. Ich persönlich kann beiden Theorien das ein oder andere abgewinnen und habe daraus die Lehren für meinen Verdauungstrakt gezogen.

Ballaststoff ist nicht gleich Ballaststoff

Hanfprotein Ballaststoffe
Ballaststoffe aus verschiedenen Quellen unterscheiden sich.

Ballaststoffe aus Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Kernen und Samen sind härter als jene aus Grünzeug oder Gemüse. Und die sind immer noch härter als jene aus Früchten. Je weicher die pflanzlichen Fasern, um so schonender und hilfreicher für den Verdauungsapparat. Jemand mit gesundem, eisernen Darm kann aus dem Vollen schöpfen und quasi essen was er oder sie will. Die meisten von uns sind da aber etwas sensibler. Bedingungslose Vollkorn-Ernährung richtet dann oft mehr Schaden an als sie nutzt. Der Mensch hat Nahrungsmittel schon immer verarbeitet oder zumindest verändert, um sie bekömmlicher zu machen. Und im Falle der Hanfsamen macht dies absolut Sinn. Auch was die schiere Menge an Ballaststoffen betrifft.

Auf die Menge kommt es an

Ganze Hanfsamen beinhalten über 30 Gramm Ballaststoffe je 100 Gramm. Frisches Obst und Gemüse enthalten nur zwischen 1 und 2 Gramm. Natürlich haben Gemüse und Samen ganz unterschiedliche Kaloriendichten. Aber nehmen wir als Beispielmahlzeit einen Salat mit 300 g Gurke und 30 g ganzen Hanfsamen als Garnitur oder damit was zum Knabbern dabei ist. Dann kämen 3 g Ballaststoffe aus dem Gemüseanteil und 10 g aus dem Knabberanteil. Und diese 10 g sind wie erwähnt wesentlich fordernder für den Darm.

Die meisten Verdauungsapparate wären mit einer ständig hohen Zufuhr härterer Ballaststoffe überfordert und reagierten mit Blähungen, Verstopfung, Völlegefühl. Ich fände es wahnsinnig schade, wenn solche Erfahrungen den Menschen die Freude an pflanzlichen Nährstoffbomben wie Sesam, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen oder eben auch Hanfsamen nehmen. All diese wunderbaren Lebensmittel gibt es in geschälter Version mit kaum Ballaststoffen. Hanfsamen enthalten dann statt der ursprünglichen 30 nur noch bescheidene 2 bis 4 Gramm davon.

Hanfsamen und Antinährstoffe

Im Internet kursieren Stimmen die behaupten, Hanfsamen wäre frei von jeglichen Antinährstoffen wie Phytinsäure, Lektinen oder Trypsin. Andere behaupten wieder das Vorkommen in Hanfsamen wäre besorgniserregend. Wieder andere behaupten, pflanzliche Antinährstoffe hätten positive Eigenschaften auf den menschlichen Körper. Und natürlich gibt es Studien für jegliche Behauptung.

Wenn die Studienlage lediglich verwirrt anstatt Klarheit zu schaffen, befrage ich gerne den Hausverstand. Was haben jegliches Getreide, Hülsenfrucht, Nuss, Kern und Samen gemeinsam? Sie dienen der jeweiligen Pflanzengattung als Mechanismus zur Vermehrung. Wie? Indem daraus bei Berührung mit Wasser neues Leben entsteht.

Ein Teil der Antinährstoffe dient dem jungen Pflänzchen als Energiequelle in den ersten Lebenstagen. Ein anderer Teil dient der jeweiligen Pflanzenspezies als eine Art natürlicher Fraßschutz. Pflanzen wollen sich schließlich auch nur vermehren, so auch der Hanf. Warum sollte der Hanfsamen im Laufe seiner Evolution also keine solche Mechanismen entwickelt haben? Ziemlich sicher hat er das.

Nun sind Nüsse, Kerne und Samen definitiv ärmer an solchen Stoffen. Anders als Getreide oder Hülsenfrüchte können wir sie immerhin ohne Probleme roh verzehren. Aber die Antinährstoffe vermindern definitiv ihren Nährwert. Und wie vorhin bereits erwähnt sitzen die Antinährstoffe großteils in der Schale. Dort mögen auch einige der Mineralstoffe sitzen, diesen Kompromiss gehe ich aber gerne ein.

Was man gegen Antinährstoffe tun kann

Wie im Falle des Hanfsamen schon getan, Schälen! Ihr könnt den geschälten Hanfsamen bedenkenlos, wie er ist, aus der Packung über Euer Müsli streuen, er ist in diesem Zustand bereits in jeder Hinsicht ein absoluter Bringer. Ich persönlich weiche meine geschälten Hanfsamen vor der Verarbeitung zu Milch oder Dips ein paar Stunden ein, an disziplinierten Tagen jedenfalls :). Dies setzt die natürliche Enzymbildung in Gange und baut Antinährstoffe ab. Eine einfache Maßnahme und der Nährwert steigt noch mal um einiges an.

Wer es maximal natürlich und wertvoll haben will, besorgt sich ganze Hanfsamen hoher Qualität, weicht diese erst ein, bringt sie zum Keimen und zieht daraus Sprossen. Die jungen Pflänzchen bauen in den ersten Lebenstagen die Antinährstoffe gänzlich ab, vervielfachen die Gehälter an Mikronährstoffen, verändern ihre molekulare Struktur und werden für den menschlichen Körper noch leichter und besser verwertbar. Ich muss wohl nicht erwähnen dass dafür ein gewisser Grad an Hingabe, Liebe und Disziplin nötig ist. Wer dies aber erfolgreich in seinen Alltag integriert, dem bietet sich die Möglichkeit zu regelmäßiger Versorgung mit äußerst wertvollem und vor allem äußerst günstigen Superfood.

Makronährstoffverteilung Hanfsamen geschält vs. ungeschält

Titelbild Nährwerte
Geschälte Hanfsamen haben mehr Eiweiß und Fett als ganze.

Der ungeschälte Hanfsamen enthält wie erwähnt über 30 % Ballaststoffe, der geschälte je nach Verarbeitung nur 2 bis 4 %. Wie verhält sich das Entfernen des Großteils der Ballaststoffe auf den relativen Anteil an Fett, Eiweiß und Kohlehydraten?

Kohlehydrate:
Diese sind im Hanfsamen mit einem sehr geringen Vorkommen tendenziell eher zu vernachlässigen. Der ganze Samen hat etwas über 7 g, der geschälte dann etwas weniger als 3 g pro 100 g. Relativ gesehen zwar eine Reduktion von gut 60 %, absolut gesehen aber nur etwas weniger als 4 %. Für jemanden in Ketose könnten diese 4 g allerdings einen großen Unterschied machen.

Eiweiß:
Hier geschieht schon etwas mehr. Durchs Schälen erhöht sich der Gehalt von etwa 20 auf gut 30 g pro 100 g. Eine Erhöhung von 50 % relativ und immer noch 10 % absolut, das ist eine Menge. Vor allem weil wir hier von sehr hochwertigem Eiweiß sprechen. Mehr über das Protein in Hanfsamen und warum es so wertvoll ist erfahrt Ihr in meinem inzwischen sehr beliebten Artikel „Hanfprotein, Aminosäuren und biologische Wertigkeit“.

Fett:
Hier passiert am meisten. Der Gehalt steigt durchs Schälen von etwas über 30 auf über 55 g pro 100 g. Eine Erhöhung von über 80 % relativ und 25 % absolut, das ist sehr viel. Und das Fett im Hanfsamen ist nicht nur von hohem, sondern von geradezu exzellentem Wert. Es besteht hauptsächlich aus den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und 6, und zwar in idealem Verhältnis von 1 zu 3. Weshalb auch Hanföl sich zurecht großer Beliebtheit als Nahrungsmittel erfreut.

Ist der höhere Preis für geschälte Hanfsamen gerechtfertigt?

Geschälter Hanfsamen kostet bei gleicher Qualität des Saatguts etwa 50 % mehr. Ist dies gerechtfertigt? Absolut! Und ich denke das haben wir eben hinreichend erörtert. Aber auch aus mathematischer Sicht: Die wertvollsten Bestandteile in Hanfsamen sind ihr Eiweiß und Fett. In Sachen Eiweiß entspricht der höhere Preis ziemlich genau dem Anstieg im Eiweißgehalt, 50 % jeweils. In Sachen Fett erhält man für 50 % mehr Geld eine Erhöhung von über 80 %, mehr vom Guten fürs gleiche Geld. Die Vorteile durchs Schälen überragen die wenigen Nachteile bei weitem.

Nur geringe Nachteile durchs Schälen

Ich will aber natürlich auch diese erwähnen. Zunächst verliert der Samen durchs Wegfallen der Schale seine Keimfähigkeit. Wer also Hanfsprossen ziehen will oder vielleicht auch Hanfgras zum Entsaften, wählt bitte wie vorhin schon erwähnt hochwertige ungeschälte Samen. Dies führt zum nächsten eventuellen Nachteil: Geschälte Hanfsamen sind weniger lange haltbar. Ich sage „eventuell“ deshalb, weil ich jedem Menschen gut und gern einen Kilogramm geschälter Hanfsamen monatlich empfehle. Bei richtiger Lagerung ist da von Verderb keine Spur. Es entfällt also lediglich die Option zur Nachlässigkeit und Bequemlichkeit, und dies sollte im Rahmen des Themas Ernährung wohl wirklich keine Rolle spielen.

Fazit

Haben wir die Wahl, sollten wir definitiv zu geschälten anstatt zu ganzen Hanfsamen greifen. Sei es aufgrund der Menge und Art der Ballaststoffe, eventueller Antinährstoffe, oder aufgrund der viel geringeren Anteile an hochwertigem Fett und Eiweiß im ungeschälten Hanfsamen. Der etwas höhere Preis für die geschälte Variante ist mehr als gerechtfertigt. Ganze Hanfsamen empfehle ich nur jenen Seltenen, die vorhaben ihn zu keimen.

Für jene, die nun möglichst schnell geschälte Hanfsamen probieren möchten, hier meine absolute Top-Empfehlung, aus österreichischem Anbau:

2 Comments on Hanfsamen geschält oder ungeschält essen? Und warum?

Hanfprotein, Dosierung, Einnahme und Anwendung.

Welche Menge des grünen Goldes ist die richtige? Dosierungsempfehlungen von…

Welche Menge des grünen Goldes ist die richtige?

Dosierungsempfehlungen von Herstellern sind häufig lediglich auf schnellen Verbrauch und Neukauf ihrer Produkte ausgelegt. Bei Hanfprotein gestaltet sich das zu meiner Überraschung etwas anders. Die Empfehlungen erscheinen mir nach umfangreicher Recherche durchaus vernünftig und praktikabel. Aber natürlich gibt es verschiedenste Anforderungen.

Wer soll nun wie viel Hanfprotein zu sich nehmen? Etwa 30 Gramm täglich sind für die meisten Nutzer eine stabile Empfehlung. Jedoch hängt eine genauere Empfehlung von der konkreten Situation der Anwender ab. Gewicht, Größe, Geschlecht, Lebenswandel, Gesamternährung und vor allem körperliche Ziele, sind alles wesentliche Faktoren.

Die meisten Anwender halten sich an die ganz adäquate Herstellerempfehlung und tun erst mal gut daran. Doch die Anwendung lässt sich optimieren.

Auf den Einzelnen kommt es an

Ich beziehe mich in den folgenden Ausführungen auf Personen mit etwa 65 Kilogramm. Wer leichter oder schwerer ist, addiert oder subtrahiert bitte grob prozentuell. Soll ungefähr bedeuten: Jemand mit 90 Kilogramm nimmt statt der empfohlenen 30, eher 40 Gramm. Jemand mit unter 50 Kilogramm reduziert auf 20 bis 25 Gramm. Ich setze jetzt einfach mal eine Küchenwaage voraus. Ansonsten entspricht ein durchschnittlich großer, eher stark gehäufter Esslöffel etwa 20 Gramm.

Hanfprotein im Freizeitsport

Kletterer auf roter Felswand.
Auch Freizeitsportler schwören auf Hanfprotein.

FreizeitsportlerInnen erhalten mit der Verpackung eine gute Empfehlung. Wer sich täglich morgens 30 Minuten mit Cardio, Yoga oder leichtem Krafttraining ertüchtigt findet im Hanfprotein eine perfekte Ergänzung seines/ihres Ernährungsplans mit zusätzlichem wertvollen Nahrungsprotein sowie einigen Schlüsselnährstoffen. Mit 30 bis 40 Gramm täglich sind solche Personen gut versorgt. Ähnlich verhält es sich bei nicht-leistungsorientiertem Funsport wie Klettern, Bouldern, Slacklinen, Skifahren, Snowboarden und ähnlichem.

Im Kraftsport

Kraftsportler können an Trainingstagen gut und gerne 50 Gramm oder auch mehr Hanfprotein unters Essen, in Shakes oder Smoothies mixen. Die gereizten Muskelfasern wollen schließlich ausreichend versorgt werden. Leistungsorientierten Sportlern mit Ernährungsplan empfehle ich den Artikel Hanfprotein und seine Aminosäuren für detailliertere Infos und Empfehlungen.

Für Feinschmecker

Wer Hanfprotein vorwiegend aufgrund des meiner Meinung nach herrlich nussigen Geschmacks verwendet, übertreibt es bitte nicht! In Form von zum Beispiel Gebäck isst man schnell 100 Gramm oder mehr des Proteins auf einmal. Das ist weder gefährlich noch gesundheitlich bedenklich, meiner Meinung nach aber kontraproduktiv und schade ums wertvolle Proteinpulver. Ohne entsprechende körperliche Betätigung gehen die Kalorien des Proteins auch nur auf die Hüften und liefern wegen der Hitze im Backofen kaum noch Mikronährstoffe oder hochwertige Fette.

Empfindliche Personen kriegen bei so großen Mengen und einem Protein mit hohem Ballaststoffgehalt vielleicht auch mal leichte Verstopfung, vor allem wenn zu wenig getrunken wird. Meist reichen für den feinen Geschmack schon kleinere Mengen. Feinschmeckern mit gesundheitlichem Bewusstsein empfehle ich eher einen Schoko-Bananen-Smoothie mit 2 reifen, fleckigen Bananen, 10 Gramm Hanfsamen, 10 Gramm Kakaopulver und 20 bis 30 Gramm Hanfprotein. Weitere Anregungen, Tipps und Tricks in Sachen Zubereitung findet Ihr unter Rezepte mit Hanfprotein.

Auf Diät

Menschen auf einer vernünftigen Diät halten sich ebenfalls am besten an die Herstellerempfehlung mit etwa 30 Gramm täglich. In einer Protein-betonten Crashdiät (was ich ausdrücklich nicht empfehle) kann die Menge auch deutlich auf bis zu 100 Gramm täglich erhöht werden. Wie eine vernünftige Diät aussieht, warum und wie ihr Hanfprotein darin einbauen könnt, erfahrt Ihr in meinem Artikel Hanfprotein zum abnehmen.

Im Zweifel, vertraut der Verpackung!

In Zeiten öffentlicher Produktbewertung und Schadensersatzforderungen kann kaum ein Hersteller sich Empfehlungen für unseriös hohe Mengen seiner Produkte erlauben. Das Ergebnis ist tatsächlich, dass man Herstellerangaben bei Produkten wie Hanfprotein weitgehend vertrauen kann. Wer sich also unsicher ist, hält sich am besten an die Zahlen auf der Verpackung. Wer unsicher ist und keine Waage zur Verfügung hat, nimmt nicht wesentlich mehr als 2 Esslöffel täglich.

Ein nahezu sorgenfreies Proteinpulver

Hanfprotein ist kein aufwändig isoliertes Protein wie Whey, Kasein, Soja, Eialbumin, Reis oder Erbsen. Es ist lediglich entölter Hanfsamen, fein gemahlen und gesiebt. Die meisten Produkte haben daher Rohkostqualität und sind eher ganzes Lebensmittel als Nahrungsergänzung. Gefährliche Nebenwirkungen wie sie bei Isolaten oder Konzentraten schon mal auftreten, selbst bei sehr hohem Konsum, sind mit Hanfprotein nahezu ausgeschlossen. 

Mein Favorit unter Hanfproteinen, aus heimischem Anbau

Bei der Auswahl eines Proteinpulvers stellen sich wichtige Fragen. Warum ich genau dieses Protein wähle, erfahrt Ihr auf unserer Empfehlungsseite.

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Hanfprotein zum Abnehmen – Erfahrungen und Menge pro Tag.

Wie Hanfprotein bei der Gewichtsabnahme hilft. Erst neulich erhielt ich…

Wie Hanfprotein bei der Gewichtsabnahme hilft.

Erst neulich erhielt ich wiedermal die Frage der Fragen: Was soll ich essen wenn ich abnehmen will? Meine Antwort auf diese Frage hat sich im Laufe der Jahre wenig geändert, aber heute habe ich so manchen Tipp extra.

Inwiefern kann Hanfprotein nun den Abnehmprozess unterstützen? Zwei der größten Gefahren beim Abnehmen sind zum einen eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen, zum anderen Muskelabbau durch zu geringe Proteinaufnahme. Beidem wirkt hochwertiges Hanfprotein auf einzigartige Weise entgegen.

Viele Menschen verlassen sich beim Abnehmen auf fragwürdige Diäten, Programme oder Supplements, die für viel Geld schnelle Ergebnisse versprechen. Zum langfristig gesunden und schlanken Körper gibt es aber keine Abkürzung. Disziplin, Geduld und ein wenig simples Know How sind gefragt. Hanfprotein ist sicherlich keine schnelle Lösung, unterstützt im Durchhalten von Disziplin und Geduld aber ungemein, und zwar auf vielfache Art und Weise.

Die beste Art abzunehmen

Zunächst mal allgemein: Abnehmen ist keine Raketenwissenschaft. Es muss weniger (Energie) in den Körper rein als dieser verbraucht, also weniger gegessen werden. Viele Menschen machen nun den Fehler und reduzieren einfach nur ihre Portionen, ändern aber nichts an der Lebensmittelauswahl. Genau hier schlummere aber das Potential für eine Ernährung, die man sowohl genießt als auch den Abnehmerfolg voranbringt.

Geregelte Mahlzeiten sind natürlich von Vorteil. Damit gäbe es für Hauptmahlzeiten dann lediglich eine simple Herangehensweise zu beachten: Die Gestaltung der Mahlzeit im Verhältnis 1:1:2. Ein Teil Kohlehydrate (eher Reis, Hirse, Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Buchweizen statt Nudeln), ein Teil Proteine (Fisch, Pute, Ei, Steak, Tempeh, Tofu), 2 Teile Gemüse. Und dabei geht es nicht um Gewichtsangaben oder Kalorien, sondern um Volumen. Kein Zählen, kein Wiegen, grobes Augenmaß und fertig. In diesem Verhältnis isst man sich dann mittags und abends satt und erfreut sich von Tag zu Tag mehr an Wohlbefinden und Erfolg.

Ein Kaloriendefizit entsteht mehr oder weniger von alleine durch die insgesamt niedrigere Energiedichte im Essen. Natürlich gäbe es noch eine Unzahl an möglichen Variablen, aber auf diese Art funktioniert Abnehmen generell sehr einfach, gesund und damit nachhaltig.

Hanfprotein zur Proteinversorgung im Kaloriendefizit

Leider fehlt vielen Menschen Geduld und/oder Disziplin. Sie lassen sich auf Crashdiäten ein oder vertrauen dem Appetitzügler aus dem Internet. Was geschieht? Menschen auf Diät werden schwach, fühlen sich ständig hungrig, müde und gereizt. Wie soll es auch anders sein? Dem Körper fehlen Nahrungsenergie, Vitamine, Mineralstoffe und vor allem, ausreichend Nahrungseiweiß.

Geregelte Mahlzeiten stellen nicht selten eine größere Herausforderung dar, erst recht wenn die Gewohnheit dazu fehlt. In solchen Fällen kann eine eiweißreiche Ersatzmahlzeit, die schnell geht und einen vorerst versorgt, durchaus sinnvoll sein. Dazu bedarf es auch keiner überteuerten, vorportionierten Fertigproteinshakes. Zwei oder drei Esslöffel Hanfprotein in Flüssigkeit eingerührt oder geschüttelt reichen schon. Und kosten nebenbei nur einen Bruchteil des Fertigprodukts.

Eiweiß ist von den 3 Makronährstoffen (Kohlehydrate, Fett, Eiweiß) derjenige, auf den der Körper im Kaloriendefizit am wenigsten verzichten kann. Eiweißpräparate sind da wie erwähnt zwar praktisch, aber häufig teuer, oft von fraglichem Inhalt und mit Zutatenlisten wie denen von Medikamenten. Hanfprotein ist aufgrund seiner geringen und schonenden Verarbeitung mehr Lebensmittel als Nahrungsergänzung, und zwar mit genialen Eigenschaften. In schwierigen oder hektischen Alltagen und dann noch im Kaloriendefizit stellt es daher eine wunderbare Alternative zu Hauptmahlzeiten oder Slimfast dar.

Hanfprotein gegen den JoJo-Effekt

Stoppt den JOJO Effekt bildlich dargestellt.
Keine Macht dem Jojo.

Es wurde 6 Wochen gehungert und regelmäßig Ausdauersport getrieben, die Pfunde purzelten. Was geschieht in dieser Zeit häufig? Der Körper baut neben Bauchspeck und Hüftgold leider auch Muskelmasse ab, der Grundumsatz verringert sich. Der Körper hat mehr oder weniger die neue Nahrungsmittelsituation adaptiert. Adäquate Muskelmasse ist eine der Schlüsselfaktoren für langfristigen Abnehmerfolg. Und diese Muskelmasse benötigt zum Erhalt eine gewisse Menge Protein.

Ist der Körper aber gezwungen, über längere Zeit mit weniger Nahrung und vor allem weniger Nahrungseiweiß hauszuhalten, zieht er schließlich seine Konsequenzen und entledigt sich anspruchsvoller und in der Situation scheinbar überflüssiger Muskelmasse. Der Grundumsatz sinkt drastisch. Was geschieht nun zum Ende der Diät? Bauchspeck und Hüftgold kehren doppelt und drei mal so schnell zurück wie sie verschwanden. Der oder die Abnehmwillige hat soeben einen weiteren Zyklus des gefürchteten JoJo-Effekts durchlaufen.

Kaloriendefizit und Sport schön und gut. Dann aber bitte mit ausreichend Protein im Speiseplan. Ein oder 2 Shakes, Smoothies oder Breis am Tag mit 30 bis 50 Gramm Hanfprotein helfen da enorm. Vielleicht auch noch verbunden mit moderatem Krafttraining im Bewegungsplan. Der Körper soll neben der entsprechenden Versorgung schließlich auch die richtigen Signale erhalten, nämlich dass Muskelmasse nicht überflüssig, sondern notwendig ist.

Daher mein simpler aber äußerst effektiver Rat zur Vermeidung des Jojo-Effekts: Fordert und vor allem versorgt Eure Muskulatur!Und wenn mit Nahrungsergänzung, dann am besten mit dem leicht verdaulichen, hypoallergenen Protein der Hanfpflanze.

Hanfprotein gegen Heißhunger

Es ist Mitternacht und der Schlaf will einen nicht erreichen. Ein nagender, suchtartiger Drang treibt einen erbarmungslos noch mal zum Kühlschrank. Der gefürchtete Heißhunger hat viele Gesichter. Oft fordert die neurale Autobahn im Gehirn schlicht und einfach die Einhaltung einer fatalen Gewohnheit ein. Vielleicht hat man es mit dem Kaloriendefizit übertrieben und der Körper fordert so sehr Energie, dass er sich der Kontrolle des eigentlich disziplinierten Geistes bemächtigt. Oder aber dem Körper fehlen im Rahmen einer unausgewogenen Ernährung im Kaloriendefizit Proteine und Mikronährstoffe.

Ein Mangel an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen ist hungertechnisch kaum auszuhalten. Hanfprotein kann auch hier enorm unterstützen. Die Liste der Vitamine und Mineralstoffe im Hanfprotein ist lang, vor allem aber ist es reich an den häufig mangelnden Mineralstoffen Eisen, Zink und Magnesium. Drei wichtige Schlüsselnährstoffe für einen gut funktionierenden Stoffwechsel.

Hanfprotein kann Euch vielleicht nicht vor der Macht schlechter Gewohnheiten oder der Dummheit fahrlässiger Kaloriendefizite bewahren, es hilft aber definitiv bei der Versorgung mit essentiellen Schlüsselnährstoffen. Die Gefahr von Heißhunger aufgrund von Vitamin- und Mineralstoffmangel lässt sich dadurch drastisch reduzieren.

Hanfprotein für nachhaltigeres Sättigungsgefühl

Hanfprotein entsteht quasi als Restprodukt bei der Hanfölpressung, wird danach lediglich gepresst, gemahlen und gesiebt. Der Verarbeitungsgrad variiert natürlich von Produkt zu Produkt, Hanfproteine beinhalten dennoch zwischen 13 und 30 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Und während Proteine und Mikronährstoffe im Hanfprotein eventuellen Heißhungerattacken entgegen wirken, sorgen Ballaststoffe für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.

Hersteller von Fertigproteinmahlzeiten werben gerne mit der extra Portion Ballaststoffe in ihren Produkten zu genau diesem Zweck. Bezeichnungen wie „Cellulosepulver“ auf der Verpackung eines vermeintlichen „Gesundheitsprodukts“ ließen mich allerdings skeptisch werden. Hanfprotein als gepresster und gemahlener Hanfsamen beinhaltet Ballaststoffe noch ganz natürlich, eben jene des einst ganzen Hanfsamens.

Warum also Unsummen für Produkte zahlen, die lediglich eine Kombination Dutzender isolierter und synthetischer Nährstoffe samt einigen E-Nummern sind, wenn es natürliche Produkte mit deutlich überlegenen Eigenschaften für viel weniger Geld gibt?

Mit Hanfprotein „schnell“ abnehmen

Ich will zunächst deutlich betonen, dass ich niemandem rate, mehr als maximal 1 Kilogramm Körpergewicht pro Woche zu verlieren. Die Belastung für Leber, Nieren, den gesamten Organismus, ist dabei enorm. Ich kann Ehrgeiz bei Abnehmwütigen kurz vorm Urlaub oder der Bademodesaison aber gut verstehen. Gesundheit ist leider etwas, dessen Abwesenheit wesentlich mehr auffällt als dessen Anwesenheit. Menschen werden ihrem Körper trotz Appellen und Warnungen immer wieder und immer weiter zu viel abverlangen. Schnell ist eben verführerisch.

Eine gesunde Physis vorausgesetzt, mag „schnell“ ja funktionieren, auch mehrmals im Jahr. Ein zumindest geringer Schaden an Stoffwechsel und/oder Organismus lässt sich im Crash-Verfahren aber schwer vermeiden. „The biggest Loser“ hats gezeigt. Daher noch ein letztes Mal der Appell: Geht den Gewichtsverlust langsam, gesund und nachhaltig an.

Für jene, die gegen gut gemeinte Warnungen und Appelle immun sind, hier zumindest ein Ratschlag zur Schadensbegrenzung: Sorgt im starken Kaloriendefizit zumindest für stabile Protein- und Mineralstoffversorgung und wenn möglich aus natürlicher Quelle. Ich werde jetzt keine Hanfprotein-Monodiät empfehlen aber auf jeden Fall eine Ergänzung. In einer solchen Ausnahmesituation in Sachen Ernährung ist man auf gute, natürliche, effektive und gesunde Produkte angewiesen. Und Hanfprotein ist nach meiner Erfahrung, Recherche und ehrlichen Meinung eines davon.

Abnehmen und dabei der Umwelt was Gutes tun

Low-Carb und Low-Fat-Ernährungsstile gelten als die ultimativen Abnehminstrumente dieser Tage. Was ist besser? Kommt wohl darauf an wen man fragt. Lautstarke Befürworter und Erfolgsstorys finden sich auf beiden Seiten. Das liegt meiner Meinung nach ganz einfach an unterschiedlichen Stoffwechseltypen. Studien tendieren aktuell wieder eher in Richtung Low-Fat. Für mich persönlich funktioniert keins der Extreme. Um dies individuell herauszufinden, ist eines Einzelnen Einsatz gefragt. Dabei helfen Experten, eine simple Methode findet Ihr aber auch in meinem kurzen eBook: „Die 5 Säulen der idealen Ernährung“.

Den beiden Lagern Low Fat und Low Carb gemein ist ein erhöhter bis sehr hoher Proteinanteil. Low-Carb mit starker Gewichtung tierischer Produkte empfiehlt generell eine noch höhere Eiweißzufuhr. Davon rate ich aus objektiver als auch persönlicher Überzeugung entschieden ab. Tierprodukte haben sicherlich ihren Platz und Nutzen in unserer Ernährung, aber auch ihre Tücken. Über den Einfluss von Nahrungscholesterin auf den körpereigenen Cholesterinspiegel streiten sich Experten seit je her, ebenso wie über die Gefahr tierischen Proteins für die Nieren.

Sind Experten sich uneinig, lohnt ein Blick auf eventuelle finanzielle Interessen Betroffener. Nebenbei sprechen wohl die Zahlen in Sachen Herz- Kreislauf-Erkrankungen für sich. Oder aber man befragt gleich die 2 besten Ratgeber: Herz und Verstand. Mein Verstand sagt mir, dass langlebige Völker wie die Okinawer ziemlich sicher was richtig machen. Darunter die geringe Aufnahme tierischen Proteins. Mein Herz sagt mir, dass ich die Umwelt und den Planeten in besserem, zumindest aber im gleichen Zustand an meine Nachkommen übergeben will.

Mit der Tierindustrie als den mit Abstand größten Umwelt-und Klimakiller weiß ich also ganz genau, worauf ich aus Perspektive von Mutter Erde öfters mal verzichte. Sowohl Low-Fat als auch Low-Carb-Varianten lassen sich problemlos mit moderatem Anteil an Tierprodukten gestalten. Natur und Kultur bieten uns auch in Ausnahmesituationen wie einer Diät, geniale Alternativen und Möglichkeiten. Mit Produkten wie dem Hanfprotein.

Für Ideen und Anwendungsmöglichkeiten mit Hanfprotein empfehle ich Euch wärmstens diesen Beitrag.

Mein Favorit unter Hanfproteinen, aus heimischem Anbau

Bei der Auswahl eines Proteinpulvers stellen sich wichtige Fragen. Warum ich genau dieses Protein wähle, erfahrt Ihr auf unserer Empfehlungsseite.

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